Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen

Здесь есть возможность читать онлайн «Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Ingas Verbrechen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Ingas Verbrechen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Mitte der 1980er Jahre. Der zweiundzwanzigjährige Wolf wird seit Langem mit seiner Schwester Inga in einem mysteriösen Haus gefangen gehalten. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, doch Inga muss er zurücklassen. Wolf setzt alles daran, seine Schwester zu befreien. Damit fängt für beide der schlimmste Alptraum erst an. Oder hat Inga es gar nicht verdient, frei zu sein?

Ingas Verbrechen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Ingas Verbrechen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Obwohl es mir grundsätzlich Unbehagen bereitete, mit einem Fremden mitzufahren – noch dazu nachts und ohne Licht – tat mir der alte Herr leid. Daher sagte ich spontan und laut, damit auch Inga, die schon ein Stück vorausgegangen war, es hören konnte: „Wir nehmen Ihr Angebot gern an.“ Auffordernd sah ich meine Schwester an, die sich zu mir umgedreht hatte und mich ungläubig anblickte.

„Schön, dann steigt ein, Kinder“, sagte der Mann freundlich, doch als ich mich auf dem Beifahrersitz niederlassen wollte, wurde er auf einmal streng. „Dieser Platz bleibt frei. Setzt euch beide nach hinten.“

Ich schloss die Beifahrertür und öffnete die rechte Hintertür des Wagens. Inga war zurückgekommen und stand hinter mir.

„Aber ...“, sagte sie unsicher.

„Komm, steig ein und rutsch durch“, unterbrach ich sie schnell aufmunternd. Heute denke ich, dass ich auch mir selbst keine Gelegenheit geben wollte, es mir anders zu überlegen. Widerwillig folgte Inga meiner Aufforderung. Ich stieg nach ihr ein und schloss die Tür. Leise setzte sich der Wagen in Bewegung. Im Inneren war es auffallend warm, als wäre die Heizung an, und es roch stark nach den dunklen Ledersitzbezügen. Offenbar war der Wagen noch sehr neu.

„Seltsam, dass dann schon beide Scheinwerfer defekt sind“, schoss es mir kurz durch den Kopf. Ein leises Rauschen war zu hören. Ich vermutete, dass das Radio eingeschaltet war und kein Sender empfangen wurde. Den Fahrer schien das nicht zu stören. Entgegen seiner Ankündigung, sich mit uns unterhalten zu wollen, sagte er minutenlang kein einziges Wort. Schließlich brach ich das unangenehme Schweigen. „Wir wohnen in Sandburg, wenn Ihnen der Ort etwas sagt. Natürlich steigen wir auch woanders aus, falls Sie da nicht durchfahren.“

Der Mann gab keine Antwort.

„Komischer Kauz“, dachte ich. Ich sah die Schatten von Büschen und Bäumen am Fenster vorbeifliegen. Wir fuhren viel zu schnell. Die Sicht war trotz des wolkenlosen Himmels alles andere als gut. Zweimal hupten uns entgegenkommende Wagen warnend an. Ich erwog, den alten Herrn aufzufordern, langsamer zu fahren, ließ es dann aber. Stattdessen dachte ich daran, wie froh ich sein würde, wenn diese Fahrt zu Ende war und ich in meinem Bett lag. Beim Aussteigen würde ich auf das Autokennzeichen achten und morgen der Polizei einen Hinweis geben. Der Mann gefährdete ja leichtsinnig sich und andere. Dann überlegte ich, was ich am Wochenende für die Abiturprüfungen lernen wollte, doch es fiel mir schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Die Wärme im Auto und das kontinuierliche Rauschen machten mich benommen. Schließlich schloss ich die Augen. Fast war ich eingenickt, als Inga plötzlich nah an mich heranrückte und mich an der linken Schulter packte. Widerwillig öffnete ich die Augen. Da wisperte mir Inga so leise ins Ohr, dass ich ihre Worte kaum verstand: „Wir sitzen in der Falle, Wolf. Das ist kein echter Mensch. Merkst du das denn nicht?“

Gerade wollte ich etwas darauf antworten, als der Fahrer mit eisiger Stimme sagte: „Das habe ich gehört, Inga-Gretel“.

Ich war wie vom Donner gerührt, und auch Inga verharrte erschrocken neben mir. Woher um Himmels willen kannte der Mann ihren Namen? Das Rauschen wurde lauter, und die Temperatur im Wagen schien plötzlich noch weiter zu steigen. Ich wurde panisch und wollte bei voller Fahrt die rechte Hintertür öffnen, um mich mit Inga hinauszustürzen, doch es war, als hätten mich sämtliche Kräfte verlassen. Ich konnte nicht einmal meinen Arm heben. Mir schwanden die Sinne, und alles wurde schwarz. Inga sagte mir später, dass es ihr genauso ergangen sei.

Als meine Schwester und ich etwa zur gleichen Zeit wieder zu uns kamen, war es Tag, und wir saßen nebeneinander auf dem dunkelbraunen Wohnzimmersofa in dem Haus, das auf unabsehbare Zeit unser Gefängnis werden sollte. Man hatte uns unsere Geldbörsen und Ausweise weggenommen. Unsere Handrücken zierten noch immer die Eintrittsstempel des Maximo.

3. Die Chance

Es ist wichtig, einen geregelten Tagesablauf zu haben. Seit Inga und ich in Gefangenschaft leben, hat die Strukturierung unseres Tages eine immense Bedeutung für uns, denn sie hält uns davon ab, den Verstand zu verlieren. Ich wache immer noch jeden Morgen um 6:30 Uhr auf. Das ist die Zeit, zu der ich an Schultagen immer aufgestanden bin. Wenn es im Herbst und Winter noch dunkel ist, bleibe ich so lange im Bett, bis ich im Morgengrauen langsam die Umrisse des Schlafzimmers erkennen kann. Werden die Tage länger, stehe ich sofort nach dem Aufwachen auf. Zuallererst ziehe ich meine Armbanduhr und den Wecker in meinem Schlafzimmer auf, damit ich es nie vergesse und wir immer genau wissen, wie spät es ist. Obwohl es keine Rolle mehr spielen sollte, ist es mir sehr wichtig, stets die genaue Uhrzeit zu kennen. Ich habe Angst, sonst die Orientierung zu verlieren.

Nachdem ich mich gewaschen und angezogen habe, wecke ich Inga, die immer noch tief schläft, wenn ich an ihre Zimmertür klopfe. Ich gehe in ihr Zimmer, um sicherzugehen, dass sie auch aufsteht, denn ich weiß, dass sie am liebsten immer nur schlafen möchte. Schlafen und vergessen.

Wenn Inga aufwacht, sieht sie mich einen Moment lang verwirrt an, als wüsste sie nicht, wo sie ist. Dann huscht ein enttäuschter Ausdruck des Erinnerns über ihr Gesicht.

Während Inga im Badezimmer ist, decke ich den Frühstückstisch in der Küche, fülle kaltes Wasser in eine Porzellankanne und rühre Kaffeepulver sowie etwas Zucker hinein. Es klingt furchtbar, aber wir haben uns inzwischen an dieses Morgengetränk gewöhnt. Milch und Milchprodukte haben wir nicht. Sie würden auch ohne Kühlschrank verderben. Manchmal bringt uns jedoch der Mann, der die Lebensmittel liefert, zwei kleine Becher Joghurt, den Inga und ich dann sonntags zum Nachtisch essen.

Inga isst morgens am liebsten Brot mit Marmelade. Ich bevorzuge es herzhaft und esse Wurst aus der Konservendose zu meinem Brot. Der Konserveninhalt lässt sich ungekühlt zwei Tage lang aufbewahren.

Inga besteht darauf, nach dem Frühstück allein abzuwaschen und die Küche zu reinigen. Sie putzt die Küche nach jeder Mahlzeit. Zu Hause hat sie es gehasst sauberzumachen, aber jetzt wirkt es auf sie beruhigend, wie sie mir schon mehrfach gesagt hat.

Ich gehe nach dem Frühstück ins Wohnzimmer und streiche einen Tag auf meinem selbstgezeichneten Kalender ab. Anschließend setze ich mich mit einem Buch ans Wohnzimmerfenster und behalte die Gartenpforte im Blick.

Wenn Inga mit dem Putzen fertig ist, ist sie dran, am Wohnzimmerfenster Wache zu halten. Sie starrt meistens nur nach draußen, statt wie ich nebenbei zu lesen. Ich beginne dann mit meinem Trainingsprogramm. Um in Form zu bleiben, laufe ich zunächst im Flur auf und ab. Inga schließt dabei stets die Wohnzimmertür, denn das Herumgelaufe mache sie ganz verrückt, sagt sie. Nachdem ich eine Stunde lang gelaufen bin, gehe ich in das Schlafzimmer und mache dort weiter mit Rumpf- und Kniebeugen, Liegestütze und anderen Kraftübungen. So vergeht eine weitere Stunde. Anschließend leiste ich Inga im Wohnzimmer Gesellschaft, wo ich erst einmal mehrere Gläser Wasser trinke. Wenn Inga gut gelaunt ist, unterhalten wir uns und sprechen über Kindheitserinnerungen. Meistens möchte Inga nicht reden und starrt weiter aus dem Fenster, während ich lese.

Um 12:30 Uhr steht Inga auf, um das Mittagessen vorzubereiten. Eigentlich gibt es nicht viel vorzubereiten, denn wir ernähren uns größtenteils aus Konservendosen. Anfangs fanden wir das Essen sehr salzig und den Geschmack künstlich, doch auch daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Aus dem bisschen frischen Gemüse, das uns geliefert wird, bereitet Inga sonntags und montags mit Plastikbesteck mühsam einen Salat als Beilage zum Mittagessen. An den anderen Tagen schneidet sie das Obst, das wir bekommen, ebenso mühsam in kleine Stücke, und wir essen es als Nachtisch. Ich würde unsere Mahlzeiten lieber im Wohnzimmer einnehmen, um die Pforte zu sehen, doch da spielt Inga nicht mit.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Ingas Verbrechen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Ingas Verbrechen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Ingas Verbrechen»

Обсуждение, отзывы о книге «Ingas Verbrechen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x