Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen

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Mitte der 1980er Jahre. Der zweiundzwanzigjährige Wolf wird seit Langem mit seiner Schwester Inga in einem mysteriösen Haus gefangen gehalten. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, doch Inga muss er zurücklassen. Wolf setzt alles daran, seine Schwester zu befreien. Damit fängt für beide der schlimmste Alptraum erst an. Oder hat Inga es gar nicht verdient, frei zu sein?

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Mit diesen Worten war Bernd erlöst und die Streberin unseres Deutschkurses gab ihre Interpretation unter Fräulein Hagerts wohlwollendem wiederholtem Kopfnicken zum Besten.

„Toller Tipp, den Deutschkurs bei der Hagert zu belegen!“, schimpfte Bernd nicht zum ersten Mal nach der Deutschstunde. „Das ist alles deine Schuld! Wieso mussten wir auch auf den bescheuerten Ratschlag deiner Schwester hören?“

Mir hat Britta den Tipp gegeben, Deutsch bei Fräulein Hagert zu wählen“, korrigierte ich Bernd freundlich. „Nicht uns.“

„Na toll! Ich bin jedenfalls geliefert! Die Alte lässt mich durchrasseln. Du selbst bist ja fein raus. Hast der Hagert schön unter die Nase gerieben, dass Britta deine Schwester ist!“

Nun wurde ich langsam ärgerlich. „Vielleicht wäre es auch hilfreich gewesen, wenn du den Roman gelesen hättest, Bernd. Das hast du doch nicht, oder?“

„Nee, nur die wichtigsten Passagen. Ich kann mit so einem Geschwafel nichts anfangen. Und dann das Thema: Ehebruch. Da muss ich gleich wieder an meine Mutter, diese Schlampe, denken und bekomme eine Mordswut. Auf die Abiprüfung freue ich mich jetzt schon. Eines steht fest: Wenn mich die Hagert durchfallen lässt, mache ich sie fertig! Das meine ich verdammt ernst.“

Das war wieder einmal eine von Bernds leeren Drohungen gewesen. Jetzt, gut eine Woche vor den Abiturklausuren, gingen mir seine Worte wieder durch den Kopf. Bernds Abitur war stark gefährdet. Ich wusste nicht, ob ihm der Ernst der Situation klar war. Er konnte sich keinen einzigen Patzer erlauben. Mir blieb nur zu hoffen, dass er nicht so dumm war zu glauben, während der Abiturprüfungen von mir abschreiben oder sonst irgendwie betrügen zu können. Mehrfach schon hatte ich Bernd vorgeschlagen, gemeinsam für die Prüfungen zu lernen, doch er hatte mich nur ausgelacht.

„Nee, Wolf, ich habe in meiner Freizeit Besseres zu tun, als für die Schule zu büffeln. Das mach du mal lieber. Ich verlasse mich auf dich.“

Ich verdrängte die Gedanken an Bernd und sein wahrscheinliches Nichtbestehen des Abiturs und konzentrierte mich stattdessen wieder auf die Wiederholung des Materials, das wir in Deutsch durchgenommen hatten. Auch meine bisherigen Deutschklausuren – keine brillant, aber auch keine völlig miserabel ausgefallen – sowie die schriftlichen Anmerkungen von Fräulein Hagert wollte ich mir noch einmal ansehen. Es war ein sonniger Freitag im April, eigentlich viel zu schön, um drin zu sitzen und zu lernen. Das Dachfenster meines Zimmers, von dem aus ich die Straße sehen konnte, hatte ich einen Spalt weit geöffnet. Ich hatte erst kurz mit meiner Lektüre begonnen, als ich durch das Knallen der Haustür aufgeschreckt wurde. Inga war nach Hause gekommen, und anscheinend hatte sie üble Laune. Mich beschlich ein ungutes Gefühl, und ich beschloss, zu ihr zu gehen und nach dem Rechten zu sehen.

„Ich habe diese Scheißschule so was von satt!“, schrie Inga statt einer Begrüßung. „Da gehe ich nie wieder hin! Heute war mein letzter Schultag! Da brauchst du gar nicht so zu gucken!“

„Nun red doch keinen Unsinn, Inga. Was ist denn passiert?“

„Was passiert ist? Lucille Adam ist heute in der Pause vor der Schule aufgetaucht. Auf dem Bürgersteig hat sie gestanden und auf den Schulhof gestarrt. Die will mich fertigmachen!“

„Und sie hätte allen Grund dazu“, dachte ich, schwieg aber, während Inga aufgeregt fortfuhr.

„Ich muss verschwinden! Ich werde noch heute meine Sachen packen und abhauen! Irgendwohin, wo mich niemand kennt! Lucille Adam wird mich nicht erwischen!“

Lucille Adam war die Witwe von Adrian Adam, der Sportlehrer an meiner Schule gewesen war. Inga hatte bei ihm Sportunterricht gehabt. Adrian Adam war der Grund, weshalb Inga nicht an unserer Schule bleiben wollte, und die Hauptperson in der Geschichte, über die in unserer Familie nicht mehr gesprochen wurde.

„Inga, beruhige dich doch. Was sollte Frau Adam dir denn tun? Die Sache ist doch längst erledigt. Wahrscheinlich hat das gar nichts zu bedeuten, dass Frau Adam vor dem Schulhof stand. Vielleicht kennt sie dort irgendjemanden.“

Auf einmal begann Inga zu kichern. „Du hättest ihr Gesicht sehen sollen, Wolf, oder vielmehr das, was davon übriggeblieben ist. Das habe ich wirklich gut hinbekommen.“

Für diese Worte hätte ich meine Schwester schlagen können. Doch ich behielt die Beherrschung und sagte so ruhig wie möglich: „Denk doch nur daran, was du Mama und Papa antust, wenn du jetzt so einfach verschwindest. Wo willst du denn auch hin? In ein paar Wochen hast du die Mittlere Reife. Dann kannst du dir immer noch überlegen, ob du von der Schule abgehst. Bitte, Inga, überstürze jetzt nichts und denk noch einmal in Ruhe darüber nach.“

„Mein Entschluss steht fest, Wolf, und wenn du dich auf den Kopf stellst. Heute Abend gehe ich zum letzten Mal ins Maximo, um Abschied zu nehmen. Außerdem findet dort heute eine Party für meine Lieblingsband statt. Die will ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Kommst du mit?“

Das Maximo war die einzige Disco in der Region. Ich besuchte sie nur selten. Sie war mir zu laut, zu verqualmt, zu schäbig. Minderjährige unter sechzehn hatten dort keinen Zutritt. Jugendliche ab sechzehn durften die Diskothek nur in Begleitung eines Erwachsenen betreten und mussten sie bis Mitternacht verlassen. Die Türsteher waren sehr streng und führten sich wie Sheriffs auf. Auch im Inneren der Disco wurden die Ausweise von auffälligen Besuchern kontrolliert, aggressive Gäste nach Hause geschickt und mit einem dauerhaften Eintrittsverbot bestraft. Grund dafür war eine Schlägerei im Maximo vor einigen Jahren in den frühen Morgenstunden, bei der ein Fünfzehnjähriger so stark verletzt wurde, dass er schließlich starb. Der Besitzer des Maximo wurde zu einer hohen Geldstrafe verurteilt, aber es gelang ihm, den Ruf der Diskothek zu retten und sie zu einem Treffpunkt fast der gesamten Jugend aus der Region an den Wochenenden zu machen.

Inga war ein Riesenfan einer schwedischen Pop-Gruppe und hoffte inständig, dass die vier Musiker, die im Jahr zuvor zum letzten Mal gemeinsam aufgetreten waren, wieder zusammenfinden würden. Meine Schwester war auf mich angewiesen, wenn sie heute in die Disco wollte. Ich würde die Gelegenheit nutzen, ihr ihren unsinnigen Fluchtplan auszureden, und tat ihr daher den Gefallen, sie zu begleiten. „Gut, Inga, ich komme mit dir. Aber nur, wenn du noch einmal über deinen Schulabbruch nachdenkst.“

Ich war mir nicht sicher, ob meine Schwester mich anlog, als sie antwortete: „In Ordnung. Danke, Wolf. Meinst du, du bekommst heute Abend das Auto?“

Das bezweifelte ich. Obwohl ich seit einigen Monaten den Führerschein besaß, für den ich lange gespart hatte, war ich seitdem so gut wie nicht gefahren. Mein Vater gab mir stets ausweichende Antworten, wenn ich ihn nach dem Wagen fragte, was mich sehr kränkte.

„Ich denke nicht. Lass uns lieber heute Abend den Bus nehmen.“

Hätte ich doch nur meinen Vater noch einmal direkt auf das Auto angesprochen! Vielleicht hätte er an diesem Abend eine Ausnahme gemacht. Dann wären Inga und ich heute nicht in Gefangenschaft. Das werde ich mir wohl immer vorwerfen.

Ich ging wieder nach oben in mein Zimmer und Inga in die Küche, um sich etwas zu essen zu machen. Erst dachte ich noch über Argumente nach, wie ich Inga dazu bewegen konnte, zumindest noch dieses Schuljahr zu beenden, doch dann beschloss ich, die Überlegungen auf den Abend zu verschieben, und widmete mich wieder meinen Deutschunterlagen. Nach etwa einer halben Stunde riss mich ein Geräusch von der Straße aus meiner Konzentration. Ich erhob mich von meinem Schreibtischstuhl und sah aus dem Dachfenster über meinem Schreibtisch. Bernd fuhr mit seinem Fahrrad enge Kreise auf der Straße und pfiff dazu die Anfangsmelodie einer Fernsehserie, so als wollte er mir seine Unbeschwertheit vor den anstehenden Abiturprüfungen demonstrieren. Dabei sah er immer wieder herausfordernd zu mir hinauf. Ich setzte mich wieder und versuchte, Bernds Gepfeife zu ignorieren, doch es störte mich beim Lesen. Genervt stand ich erneut auf, um das Fenster zu schließen. In dem Moment kam Inga aus dem Haus geschossen, einen Eierkarton in der linken Hand. Wie eine Furie stürzte sie sich auf Bernd, den sie wohl vom Küchenfenster aus gesehen hatte, und stieß ihn mit der rechten Hand von seinem Rad. Dann begann sie, Eier auf ihn zu werfen. Die meisten verfehlten ihn jedoch und zerplatzen auf der Straße. Dabei schrie sie: „Hau ab und lass Wolf in Ruhe lernen, du Idiot! Du bist genauso ein Loser wie dein versoffener Vater! Und genauso ein Penner wie er wirst du auch werden! Nie und nimmer schafft so ein Depp wie du das Abi!“

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