Janina Hoffmann - Ingas Verbrechen

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Mitte der 1980er Jahre. Der zweiundzwanzigjährige Wolf wird seit Langem mit seiner Schwester Inga in einem mysteriösen Haus gefangen gehalten. Eines Tages gelingt ihm die Flucht, doch Inga muss er zurücklassen. Wolf setzt alles daran, seine Schwester zu befreien. Damit fängt für beide der schlimmste Alptraum erst an. Oder hat Inga es gar nicht verdient, frei zu sein?

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Schon um kurz nach 0:30 Uhr bewegte ich mich Richtung Ausgang, um meine Jacke zu holen und auf Inga zu warten. Immer wieder sah ich ungeduldig auf die Uhr, doch meine Schwester tauchte nicht auf. War sie vielleicht doch schon nach draußen verwiesen worden, weil sie noch minderjährig war? Aber nein, ich war sicher, Ingas Jacke noch an der Garderobe gesehen zu haben. Als Inga um 0:45 Uhr noch nicht da war, entschloss ich mich, wieder Richtung Tanzfläche zurückzugehen, um nach ihr zu suchen. Hektisch sah ich mich um, doch der verdammte Disconebel machte die meisten Tänzer unkenntlich. Plötzlich legte sich eine Hand auf meine Schulter. Erschrocken drehte ich mich um. Inga stand hinter mir, ihre Jacke über dem Arm.

„Wo zum Teufel warst du?“, schrie ich sie über die Musik hinweg an.

„Auf der Toilette, und dann habe ich meine Jacke geholt. Ich glaube, jetzt müssen wir uns beeilen.“

Am Ausgang war zunächst wegen eines Handgemenges zwischen Sicherheitsleuten und einigen aufgebrachten Gästen kein Durchkommen. Inga und ich nutzten die Zeit und zogen uns unsere Jacken an. Dann sah ich unruhig auf die Uhr. Es war schon fast 0:55 Uhr. Endlich verlagerte sich der Streit nach draußen, und Inga und ich liefen hinaus. Ich packte Inga an der Hand und rannte los. Ich war ein guter Läufer. In der Schule war Sport eines meiner Lieblingsfächer, und auch in meiner Freizeit ging ich gern joggen. Inga hingegen hasste Sport – nur in der Zeit, als Adrian Adam sie unterrichtet hatte, hatte sie sich dafür begeistert - und hatte überhaupt keine Kondition. So war es auch kein Wunder, dass sie schon nach kurzer Zeit außer Atem war.

„Wolf, ich kann nicht mehr!“, keuchte sie. „Lass uns stehen bleiben!“

„Doch, du kannst!“, sagte ich unerbittlich. „Ich habe keine Lust, wegen dir den Bus zu verpassen.“

Wir ließen das große Grundstück der Disco hinter uns und liefen die Straße entlang Richtung Bushaltestelle. Wir waren vielleicht noch zweihundert Meter davon entfernt, als der Bus an uns vorbeifuhr. Er hielt an der Haltestelle, um einige Discobesucher einsteigen zu lassen. Ich zog die keuchende Inga hinter mir her und winkte mit der freien Hand. Der Busfahrer musste uns gesehen haben. Fast konnte ich den Bus berühren, als der Busfahrer den Blinker setzte und der Bus die Haltestelle verließ. Ich fluchte. Inga stand gebeugt, stützte die Hände auf die Knie und schnaufte. „Oh, ist mir schlecht! Ich glaube, ich muss mich übergeben.“

Ich hatte Kopfschmerzen von der verrauchten Discoluft, und mir summten die Ohren von der lauten Musik. „Hör bloß auf zu jammern!“, antwortete ich gereizt. „Das ist alles deine Schuld! Wieso warst du nicht rechtzeitig am Ausgang? Wie sollen wir jetzt nach Hause kommen? Wir werden uns ein Taxi nehmen müssen. Mama und Papa müssen morgen wieder früh aufstehen. Die können wir jetzt unmöglich anrufen.“

„Und wie willst du ein Taxi rufen?“ Inga schnappte noch immer nach Luft. „Etwa von dieser demolierten Telefonzelle am Maximo, wo die ganzen Schläger herumhängen?“

Ich konnte Ingas Bedenken nachvollziehen. Am Rand des Parkplatzes der Diskothek stand zwischen Bäumen eine Telefonzelle. Sie war die einzige Möglichkeit, vom Maximo aus zu telefonieren, und wurde regelmäßig von gewalttätigen Besuchern beschädigt. Auch kam es an diesem abgelegenen Ort häufig zu Schlägereien.

„Hast du denn eine bessere Idee?“, fragte ich meine Schwester.

„Ja. Wir gehen zurück ins Maximo, und du fragst deine Freunde, ob uns jemand nach Hause fahren kann.“

Für Inga war es selbstverständlich, dass ich unsere Heimfahrt organisierte, denn sie hatte es sich wegen ihrer ungehaltenen Art mit den meisten Leuten in unserem Alter verdorben. Was blieb mir anderes übrig, als einzuwilligen? Denn schließlich wollte ich nicht zu Fuß nach Hause gehen. Also marschierten wir zurück und wurden am Eingang prompt vom Türsteher abgewiesen.

„Hier kommt jetzt keiner mehr rein“, sagte er streng und versperrte uns breitbeinig mit über der Brust verschränkten Armen den Weg.

„Aber wir haben bezahlt“, versuchte ich zu erklären und zeigte ihm den Stempel auf meinem Handrücken.

„Das ist egal. Wer das Maximo nach Mitternacht verlässt, kommt nicht mehr rein. So lautet die Anordnung vom Chef. Draußen heizt sich die Stimmung auf, und dann geht‘s wieder rein zum Remmidemmimachen. Die Zeiten sind vorbei.“

Diese Regelung war mir neu, aber ich war auch schon lange nicht mehr im Maximo gewesen. Auch konnte ich mir vorstellen, dass dem Betreiber der Diskothek dadurch ein nicht unerheblicher Umsatz entging, aber wer wusste, was dort schon wieder vorgefallen war.

„Wir müssen nur kurz rein und unsere Fahrt nach Hause organisieren“, versuchte ich es erneut. „Bitte, geben Sie uns zehn Minuten.“

„Nein. Strikte Anordnung vom Chef, an die ich mich in jedem Fall halten muss. Hab keine Lust, wegen euch wieder beim Arbeitsamt rumzusitzen. Tut mir leid für dich und deine Freundin.“ Der Türsteher sah Inga eindringlich an. „Und du bist doch noch nicht einmal volljährig, oder? Dann hast du hier drin nach Mitternacht sowieso nichts mehr verloren.“

„Ich bin nicht seine Freundin, du Affe!“, schrie Inga den Türsteher wütend an. Ich zog sie weg, bevor die Situation eskalierte.

Auf meinen Vorschlag hin riskierten Inga und ich noch einen Umweg zur Telefonzelle, doch sahen wir beim Näherkommen, dass dort eine größere Schlägerei im Gange war, und zogen rasch weiter Richtung Straße. Wir würden tatsächlich laufen müssen, und der Heimweg würde vermutlich Stunden dauern, wenn wir nicht Glück hatten und unterwegs von bekannten Discobesuchern mit dem Wagen mitgenommen wurden. Vielleicht gab es auf dem Nachhauseweg ja auch noch eine weitere Telefonzelle, versuchte ich mir Mut zu machen, während wir uns missmutig auf den Weg machten. Inga ging neben mir am Rand der Bundesstraße, da der Bürgersteig an der Bushaltestelle endete und sie es hinderlich fand, wie ich im hohen Gras neben der Straße zu gehen. Mir war nicht wohl dabei, und ich hoffte, dass sie kein Auto anfahren würde. Zum Glück war die Straße zu dieser Zeit so gut wie nicht befahren. Während wir gingen, beklagte sich Inga, dass ihr vom Lauf zur Bushaltestelle immer noch übel sei, und schlug vor, per Anhalter zu fahren. Doch das lehnte ich strikt ab. Wir stritten ein wenig darüber, und ich machte ihr Vorwürfe, dass sie nicht zur vereinbarten Zeit am Discoausgang gewesen war, worauf Inga wütend entgegnete, dass das alles nicht passiert wäre, wenn ich mich einmal getraut hätte, den Mund aufzumachen und auf das Auto unserer Eltern zu bestehen.

Wegen unseres Streits hatten wir das schwarze Auto nicht kommen hören, das plötzlich ein Stück vor uns am Straßenrand hielt. Es war ein teurer Wagen, und seine Scheinwerfer waren seltsamerweise ausgeschaltet. Ohne zu überlegen, ging ich an Inga vorbei zur Beifahrertür und öffnete sie energisch. „Sind Sie verrückt geworden, mitten in der Nacht ohne Licht zu fahren?“, fuhr ich aufgebracht den älteren Herrn an, der am Steuer saß. Er mochte ungefähr siebzig sein, hatte dichtes graues Haar und strahlend blaue Augen. Trotz des Frühlings trug er einen dunkelgrauen Wintermantel, der sicher auch viel Geld gekostet hatte. Die Beleuchtung im Wageninneren hüllte den Mann in ein warmes Licht. Inga war mir gefolgt und stand nun dicht neben mir.

„Es tut mir leid, wenn ich euch erschreckt habe, Kinder, aber die Scheinwerfer sind leider defekt“, sagte der Mann mit sanfter Stimme. „Doch das ist nicht schlimm, denn es ist eine wundervolle sternenklare Nacht und fast Vollmond. Ich habe euch schon von Weitem gesehen. Hänsel und Gretel, ganz allein unterwegs. Wollt ihr mir nicht Gesellschaft leisten? Ich könnte euch ein Stück mitnehmen.“

„Nein, danke“, sagte Inga hastig, bevor ich den Mund öffnen konnte. „Wir laufen lieber.“ Sie war im Begriff weiterzugehen, als der Mann traurig seufzte: „Schade. Dann werde ich meine Fahrt wohl allein fortsetzen müssen. Ich hätte mich wirklich gern mit euch unterhalten, Kinder. In meinem Alter hat man nicht oft Gelegenheit, mit jungen Menschen zu sprechen, und seit meine liebe Frau nicht mehr lebt, bin ich häufig einsam.“

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