Christine Born - Nebel über Pisa

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Nina ist Lehrerin und Single. Privat sehnt sie sich nach einem neuen Partner. In der Schule stößt sie immer mehr auf Probleme. Unterricht und Lernen werden seit einiger Zeit nach Maßstäben der industriellen Produktion beurteilt. Nina zweifelt am Sinn der Evaluation, des Qualitätsmanagements und vieler anderer Reformen im Bildungsbereich. Auf einer Fortbildungsakademie sucht sie nach Inspiration und trifft David, der sich zum Evaluator fortbilden lässt. Ausgerechnet! Mit ihm kann sie aber über alles reden und flirten. Beim Abendkonzert begegnet ihr einen Tag später der Cellist Jorge. Ist einer der beiden neuen Männer ihr Mr. Right? Gibt es eine neue Liebe für Nina? Und wie geht es beruflich weiter?

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Nina sah auf die Uhr. Gleich neun Uhr. „Bin kurz mal weg“, entschuldigte sie sich bei ihrer Sitznachbarin, griff nach ihrem Strickmantel und machte sich auf den Weg zum Eingangsportal. „Ich habe mir den Schlüssel für den barocken Pavillon an der Rezeption geholt“, erklärte Jorge und klapperte mit einem riesigen uralten Eisenschlüssel. „Das sind noch Schlüssel, was?“, lachte er. Etwas später schloss er die Holztür zum Pavillon auf und beide betraten den Raum im Untergeschoss. Nina schauderte ein wenig zusammen. Jorge legte einfach den Arm um sie und zusammen standen sie da und schauten sich um. Die alten weißen Gartenmöbel aus Holz passten gut in den Raum und an den Wänden verlief oben ein Fries. „Diese Wandmalerei zeigt lauter Naturwesen. Feen, Trolle, Berg- und Pflanzengeister. Im Obergeschoss sehen wir Jagdszenen an den Wänden und das Deckengemälde zeigt Diana, die Göttin der Jagd mit ihrem Pfeil und Bogen.“

„Woher weißt du das alles?“ „Ich habe heute Nacht noch ein kleines Buch über dieses historische Lustschlösschen, dieses Maison de plaisance, gelesen, damit ich dir heute Morgen imponieren kann“. Beide prusteten los vor Lachen und Nina hatte sich selten so frei und locker gefühlt. Alle Gebundenheit durch den beruflichen Ärger fiel von ihr ab. Angesichts der Beständigkeit dieser Kunstwerke erschienen die beruflichen Intrigen, unter denen sie litt, sowieso wie eine Bagatelle. „Die Stuckdecke gefällt mir besonders gut mit ihren Girlanden und Rosetten. Wie kommt es, dass du dich für Baugeschichte interessierst?“

„Wir Musiker sind auch offen für andere Künste. Wir spielen in so vielen schönen historischen Räumen, dass sich das Interesse an der Baukunst von ganz alleine einstellt. Hier in diesen Räumen könnte man auch ein Konzert geben, natürlich nur für eine kleine Zuhörergruppe. Und dafür waren diese kleinen Lusthäuser auch gedacht.“ Sie gingen über die reich verzierte Holztreppe ins Obergeschoss. „Spielst du immer mit der Pianistin zusammen, mit der du gestern Abend aufgetreten bist?“, fragte Nina. „Ich spiele in verschiedenen Zusammensetzungen und auch verschiedene Musikrichtungen. Für klassische Konzerte toure ich mit Clarissa. Außerdem spiele ich in einem Orchester.

Ansonsten habe ich auch zwei Freunde, mit denen ich südamerikanisch-rhythmische Musik spiele. Er griff in seine Jackentasche und holte eine CD hervor, die er Nina in die Hand drückte. „Das ist unser Tango-Trio.“

„Ich bin wirklich beeindruckt. Musik ist eine Welt für sich. Und ich habe mit dieser Welt nicht so viel Erfahrung.“ „Das denken viele Menschen, aber Musik liegt in der Luft. Da summt einer, dort lacht ein anderer, Vögel zwitschern, Kinder singen, andere klatschen, eine Glocke läutet. Unsere Welt ist eine Welt der Töne und der Musik. Aber uns ist das oft gar nicht bewusst. Wir hören gar nicht mehr zu, denn natürlich gibt es auch viel Krach, den wir ausblenden möchten. Dabei verlieren wir leider auch den Kontakt zu der Schönheit der Töne.“ Jorge nahm Ninas Hand und ging mit ihr zu den großen Fenstern mit tiefer Leibung, in denen kleine Sitzbänke angebracht waren. „Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf den Park.“

Jorge zog Nina neben sich auf eine gepolsterte Sitzbank und beide schauten hinaus auf den frühlingshaften Park mit seinem knospenzarten Grün. „Liebe Nina, du gefällst mir. Und ich würde dich gerne wiedersehen, wenn du es auch möchtest. Ich bin zwar viel unterwegs, aber ich brauche einen Fixpunkt im Universum. Manchmal fühle ich mich sehr einsam.“

Jorge sah Nina mit seinen sanften Rehaugen an. Dann umarmte und küsste er sie. Dieser Kuss war so warm und frei, so ungezwungen und natürlich, dass Nina nichts anderes übrig blieb, als ihn zu erwidern. Und dann sagte sie: „Lass uns in Kontakt bleiben.“ Jorge lächelte, zog seine Brieftasche heraus und gab ihr seine Visitenkarte. „Ich bin in nächster Zeit viel unterwegs, aber wir können mailen oder telefonieren und uns so verabreden.“ „Aber ich muss jetzt zurück, Jorge“, drängte Nina, „sonst fällt es auf.“ Jorge schloss den Pavillon und beide gingen unter den alten Buchen zurück. Nina drückte Jorges Hand zum Abschied. „Ich melde mich“, versprach sie und eilte zurück in den Pestalozzisaal.

Natürlich bekam sie kaum noch etwas mit. Sie kritzelte auf das Papier, das vor ihr lag. Und unwillkürlich entstanden zwei Namen David und Jorge. Das war einfach zu viel. Zwei attraktive Männer auf einmal. Zwei Männer wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten, der feinsinnige Musiker Jorge und der pragmatisch-intellektuelle Berufsschullehrer und Evaluator in spe David.

Mittlerweile hatte Kollege Bergner sein Konfliktgespräch mit der Schulleitung geführt. Im Rollenspiel hatte er die Gleichstellungsbeauftragte mit hinzu gebeten und wohl erreicht, dass der Schulleiter sich für sein ausfallendes Verhalten entschuldigt hatte. Wenn überhaupt dann war das höchstens Zukunftsmusik, dachte Nina. Vielleicht in tausend Jahren würde so etwas geschehen, aber im Moment war Schule immer noch hierarchisch aufgebaut und bevor sich ein Rektor bei einem Lehrer entschuldigte, musste noch viel geschehen. Schulleiter, die das aktuell fertig brachten, waren sicher sehr selten. Und man musste es ihnen hoch anrechnen, wenn sie so über ihren Schatten springen konnten. Die Angst vor Machtverlust grassierte immer noch wie eine mittelalterliche Seuche. Entschuldigungen gab es nur, wenn die Beweislage total erdrückend war und es wirklich gar keinen anderen Ausweg gab, wie in der Politik.

Rollenspiel Nummer zwei thematisierte einen Konflikt auf Kollegenebene. „Ich hatte von der Rektorin den Auftrag bekommen, die Veranstaltung von Kollegin L., der dienstältesten Kollegin, zum Thema Streitschlichter zu dokumentieren. Ich bin für die Homepage der Schule zuständig, müsst ihr wissen", erklärte eine Realschullehrerin aus dem Bodenseeraum namens Kathrin. „Ich hätte es eigentlich ahnen können. Frau L. reagierte, als ob ich in ihr Revier eindringen und etwas an mich reißen wollte. Dieses Verhalten kannte ich eigentlich schon von ihr, aber ich dachte im Moment, als mir die Rektorin den Auftrag gab, nicht daran.

Ich freute mich also anfänglich naiv über diesen Auftrag, weil mir solche Dinge Spaß machen und wartete die Veranstaltung ab. Frau L. schickte mir dann einige Tage vorher einen jungen Kollegen vorbei, der ihr assistierte. Dieser ließ vermelden, dass es Frau L. gar nicht so recht passe, dass „Fremde“ während dieser Veranstaltung in der Aula „störten". Der langen Rede kurzer Sinn - nachdem sie meine Anwesenheit auf dieser Veranstaltung auf eine Viertelstunde reduziert hatte und diese Einengung von der Rektorin abnicken ließ, erklärte sie ihren assistierenden Kollegen zum Fotografen der Veranstaltung. Als ich ihr sagte, dass sie dann doch gleich auch die Texte in eigener Regie machen könnte, wurde sie rabiat, fuhr ihren pädagogischen Zeigefinger aus und herrschte mich, ich hätte das gefälligst so zu machen, wie es mit der Rektorin abgesprochen sei. Warum verhält sie sich so?"

Man konnte Kathrin ansehen, dass ihr die Sache an die Substanz ging. „Dazu kommt, dass ich den Verdacht habe, dass mich meine Schulleiterin dazu benutzt, diese Kollegin zu ärgern, indirekt und hinten rum. Sicher geht ihr das dominante Verhalten von Frau L. auch manchmal auf die Nerven, zumal sie auch schon heftig von ihr bearbeitet worden ist. Sie möchte aber keinesfalls mit ihr in Clinch kommen. Die Rektorin kennt das Revierverhalten von Frau L. und müsste solche Aufträge immer erst mit ihr abklären oder sie zumindest sofort informieren, wenn sie welche erteilt. Aber dieses „Aufeinanderhetzen“ von uns beiden, dient ihr zum Machterhalt. Und mir wirft sie gleichzeitig vor, ich sei zu einem kollegialen Gespräch nicht fähig, obwohl sie um all diese Schwierigkeiten weiß.

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