Christine Born - Nebel über Pisa

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Nina ist Lehrerin und Single. Privat sehnt sie sich nach einem neuen Partner. In der Schule stößt sie immer mehr auf Probleme. Unterricht und Lernen werden seit einiger Zeit nach Maßstäben der industriellen Produktion beurteilt. Nina zweifelt am Sinn der Evaluation, des Qualitätsmanagements und vieler anderer Reformen im Bildungsbereich. Auf einer Fortbildungsakademie sucht sie nach Inspiration und trifft David, der sich zum Evaluator fortbilden lässt. Ausgerechnet! Mit ihm kann sie aber über alles reden und flirten. Beim Abendkonzert begegnet ihr einen Tag später der Cellist Jorge. Ist einer der beiden neuen Männer ihr Mr. Right? Gibt es eine neue Liebe für Nina? Und wie geht es beruflich weiter?

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„Auch für die Rollenspiele, die typische Schulkonflikte abgebildet haben und die Lösungsvorschläge und Ihre engagierte Mitarbeit bedanke ich mich. Leider müssen wir jetzt an dieser Stelle Schluss machen. Der Saal muss noch für das Abendkonzert vorbereitet werden. Und es gibt ja auch schon Abendessen. Morgen Vormittag werden wir jedoch sicher noch etwas Zeit finden, um weiter über diese aktuellen Themen zu diskutieren.“ Wieder klopften die meisten beifällig auf ihre Tische und erhoben sich dann, um Richtung Speiseraum zu gehen. Unterwegs rissen die Gespräche nicht ab.

Nina ging mit Energa zum Haupthaus und sagte zu ihr: „Sie sind ganz schön mutig. Finde ich gut, dass nicht alle eine Einheitsmeinung zum Besten geben, sondern dass sich auch mal jemand traut, Kritik zu äußern.“ „Ich schaue mir das Ganze jetzt schon viele Berufsjahre an und wundere mich, wie wenig sich Lehrer für die Hintergründe ihrer Arbeit interessieren. Jeder Lehrer denkt, er erfindet die Schule neu und achtet nicht auf das, was vorher war. Oft konzentriert er sich nur auf seine Situation vor Ort. Viele Lehrer leben und arbeiten geschichtslos.“

Da ist was dran, dachte Nina, während Energa sich weiter ausließ: „Schulgeschichte ist ein Fremdwort für die meisten. Ärzte lernen im Studium Medizingeschichte, für Lehrer müsste Schulgeschichte ebenfalls ein Pflichtfach sein. Klar, gehört eine ordentliche Portion Optimismus und Hochgefühl zum Berufseinstieg. Aber es wird zu wenig historisch und politisch gedacht. Bildungspolitiker können ohne Probleme mit der Parole „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ durchkommen und einfach ohne Bezug zur vergangenen Legislaturperiode handeln. Und weil Lehrer oft keine Ahnung haben von bildungsgeschichtlichen und –ökonomischen Entwicklungen, sind sie Manipulationen durch Medien und Bildungspolitik genauso hilflos ausgesetzt wie Eltern und Schüler“, erklärte Energa.

Das war ja alles gut und schön, was diese Energa hier erzählte. Aber es war auch anstrengend. Man musste viel denken und beachten. Nina hatte jetzt keinen Nerv mehr auf Diskussionen über Schule. Litt sie bereits an Schul-Allergie? Sie hatte Hunger und wollte sehen, wo David abblieb. Und als sie im Speiseraum war, hielt sie gleich Ausschau. Oh nein! Er saß wieder neben Blondie. Diese Nervensäge. Konnte sie David nicht in Ruhe lassen? Was wollte sie von ihm? Nina holte sich Brot, Butter, Rührei und etwas Salat und suchte sich einen Platz ganz vorne am Eingang. Energa ging weiter nach hinten in den Raum zu einem Kollegen. Nina hoffte, dass Annette kam und sich zu ihr setzte, denn an ihrem Tisch gab es noch freie Plätze.

Und schon kam sie zur Tür herein zusammen mit Peter, dem Senior-Schulrat, winkte Nina zu und rief: „Besetze mal bitte zwei Plätze für uns!“ Das war ganz selbstverständlich. Bald saßen die beiden mit ihren Tellern am Tisch. „Na, Mädle, wie geht’s dir denn so in deinem Kurs? Läuft’s gut?“, wollte Peter wissen. „Ja, es geht wirklich was ab bei uns. Unser Rollenspiel lief gut und es wurde viel diskutiert. Der Kursleiter ist einsame Spitze“, schwärmte Nina. „Na, dann ist recht“, brummelte Peter, während er in sein Leberwurstbrot biss, „ein Bier wäre mir jetzt echt lieber als dieser Blümchentee.“ „Und bei euch?“, wollte Nina wissen. „Oh, ist besser. Heute Nachmittag hörten wir einen Vortrag zu den Aufgaben eines Schulrats und die pädagogischen Ziele standen im Mittelpunkt, nicht das Qualitätsmanagement! Erstaunlicherweise!“, lachte Annette. „Was machen wir denn heute Abend?“, setzte sie hinzu, „sollen wir zum Konzert gehen?“

Ja, wenn David schon wieder mit Blondie flirtete und sie keines Blickes würdigte, dann würde sie am besten mit den beiden ins Konzert gehen. Das war keine schlechte Idee, dachte Nina. Pünktlich um acht saßen die drei im Pestalozzisaal.

Die Pianistin mit weißer Perlenkette im schlichten dunkelblauen Kleid und der schlanke brasilianische Cellist im schwarzen Anzug hatten gerade losgelegt, als sich plötzlich jemand auf den freien Stuhl neben Nina schob. David! Nina blieb fast das Herz stehen. Er schaffte es wirklich immer wieder, sie zu überraschen. Seine blauen Augen lächelten sie tiefgründig an.

Und dann versuchte sich Nina auf die Musik zu konzentrieren, auch wenn es ihr schwer fiel. Aber sie konnte sich lossagen und frei machen. Es war völlig egal, wer neben ihr saß. Sie ließ ihrer Seele freien Lauf, ließ sie ganz hinauf - und hinausschweben aus dem Pestalozzisaal.

Weg von aller Mühsal, von Energas und Dragonerinnen, von Ganztagsschulen in 1970er- Jahre-Beton, von rhythmisierten und heterogenen Gemeinschaftsschulen, von Herzschmerz und Liebesleid, von Macht- und Intrigenspielchen. Die Klänge spülten alles hinweg und reinigten sie und ihr Seelenkostüm. Plötzlich erreichte sie ein dunkler, sanfter Blick. Und dann kam die Pause.

„Kommst du nachher noch mit mir in die Stadt?", fragte David sofort. Nina hätte am liebsten verneint. Sie wollte ihm einen Strich durch die Rechnung machen und sich rächen für seine Unaufmerksamkeit. Sollte er doch den Abend mit seiner Blondie verbringen. Was wollte er plötzlich hier bei ihr? „Am Abend ist es so schön auf dem Marktplatz, noch schöner als tagsüber. Die alten Häuser sind beleuchtet. Man sieht Sterne und Mond, den samtblauen Himmel. Das musst du erleben." Plötzlich wieder diese Romantik. Das war fast zu viel.

Diese Widersprüchlichkeit macht mich fertig, dachte Nina. Sie stand auf und ging zu Peter und Annette, die ihr einen vielsagenden Blick zuwarf und ihr zuraunte: „Heißer Typ! Herzlichen Glückwunsch!" „Mir ist er fast zu heiß!", flüsterte Nina zurück. Annette grinste breit. Sie schien eine der Frauen zu sein, die nicht gleich wegen jedem Mann, der auftauchte, mit einem in Konkurrenz trat. Und sich in Szene setzte. Wie wohltuend!

Dann gesellte sich der heiße Typ zu ihnen und begann eine Diskussion mit Peter über Sinn und Unsinn der Evaluation im Schulwesen. Am Ende der Pause griff er Nina kurz am Arm: „Frau Lehrerin, bitte nicht so streng. Komm doch mit." Ninas Widerstand schmolz. Ihm schien wohl sehr daran gelegen. „Okay. Aber nicht zu lange, denn ich möchte nicht zu spät ins Bett. Ich habe morgen einen anstrengenden Tag. Nach dem Mittagessen muss ich gleich los, denn netterweise haben meine Kollegen die Fachkonferenz extra auf 16 Uhr gelegt." „So viel Fürsorge ist ja unerträglich", lästerte David.

„Du hast es erfasst. Wenn's hart auf hart geht, lassen sie dich hängen. Aber wehe, du könntest es etwas lockerer haben. Das wissen sie auf alle Fälle zu verhindern. Das Konferenzwesen nimmt sowieso überhand. Dieses Geschwafel oft und diese Wichtigtuerei, diese permanente Reflexion irgendwelcher hochstilisierten Prozesse. Man kann auch bis Mitternacht reflektieren, evaluieren und dokumentieren. Wo bleiben in den Schulen die Etagenbetten für Lehrer neben ihren selbst zusammengezimmerten Arbeitsecken von Ikea?“ David lachte und Nina meinte: „Aber jetzt mal im Ernst eine Reduktion der Konferenzzeit um die Hälfte würde die Unterrichtsqualität rasant steigern. Ist das eigentlich schon einmal wissenschaftlich evaluiert worden?" David lachte: „So gefällst du mir, Nina! Ich freue mich auf nachher."

Beide lauschten wieder der Musik. Die weichen Klangwellen umspülten die beiden und hüllten sie ein in eine Aura ursprünglicher Zuneigung. Sie sorgten für Reinheit in der Motivation, Klarheit und Ruhe in der Gefühlswelt. Sanfte Augen mit schwarzen Wimpern erschienen in Ninas inneren Raum. Dieser Blick war so unendlich liebevoll und weich, dass Nina Tränen in die Augen traten. Und dann konnte sie nicht mehr alles hinunterschlucken und einige Tränen kullerten über ihr Gesicht. Ein bisschen peinlich war das schon. Annette reichte ihr ein Papiertaschentuch und David nahm kurz ihre Hand und drückte sie. Die Musik rührte an einer inneren Saite bei ihr und löste einen Schmerz, den sie lange mit sich herumgetragen hatte.

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