Christine Born - Nebel über Pisa

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Nina ist Lehrerin und Single. Privat sehnt sie sich nach einem neuen Partner. In der Schule stößt sie immer mehr auf Probleme. Unterricht und Lernen werden seit einiger Zeit nach Maßstäben der industriellen Produktion beurteilt. Nina zweifelt am Sinn der Evaluation, des Qualitätsmanagements und vieler anderer Reformen im Bildungsbereich. Auf einer Fortbildungsakademie sucht sie nach Inspiration und trifft David, der sich zum Evaluator fortbilden lässt. Ausgerechnet! Mit ihm kann sie aber über alles reden und flirten. Beim Abendkonzert begegnet ihr einen Tag später der Cellist Jorge. Ist einer der beiden neuen Männer ihr Mr. Right? Gibt es eine neue Liebe für Nina? Und wie geht es beruflich weiter?

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„Bist du denn nervös?“, wollte Nina wissen. „Ein bisschen schon. Ich traf gestern eine sexy Klassefrau und heute geht sie mit mir einen Kaffee trinken. Das ist doch ein Grund, meine ich. Bist du eigentlich schon vergeben?“ Davids direkte Art haute Nina völlig um. Dieser Mann fackelte nicht lange, sondern sprach ohne Hemmungen ganz persönliche Themen an. „Nein, ich bin Single.“ „Mann, habe ich ein Glück! Verstehe ich nicht. Du bist eine so attraktive und kluge Frau. Gab es da vielleicht einen Dummkopf, der dich nicht geschätzt hat?“ David lachte Nina mit seinen schönen weißen Zähnen an.

„Ja, so könnte man es sehen.“ „Das hast du wunderbar lakonisch gesagt. Ich bin froh, dass dieser Kerl sich so schändlich benommen hat.“ Die Sprenkelchen in Davids Augen tanzten und glühten. „Hier auf dem Marktplatz gab es früher Duelle. Zu einem solchen würde ich ihn gerne herausfordern und ihm zeigen, was es heißt, edle Frauen so zu enttäuschen.“

Und eine Enttäuschung war es für Nina gewesen, eine sehr große sogar. David übertrieb gar nicht. Er schien sich mit dem Thema Liebeskummer auszukennen. Aber war er nicht selbst ein smarter Herzensbrecher? Nina schaute den Kindern nach, die gerade über den Marktplatz rannten und sich an dem rechteckigen Fisch-Brunnen mit Wasser bespritzten. Und dann kam sogar die feine Frühlingssonne hervor und beschien den Platz. Es war unerträglich romantisch hier. „Wie lange ist das denn her?“, fragte David jetzt. Er wollte es wirklich genau wissen und irgendwie wurde es ihr jetzt zu bunt: „Ist das hier eigentlich ein Verhör?“ „Sorry, ich wollte dir nicht zu nahe treten. Manchmal geht mein Temperament mit mir durch. Dein Kurs geht doch um halb drei weiter und meiner auch. Wir hätten also noch Zeit uns ein bisschen umzuschauen. Hättest du Lust dazu?“ Nina nickte. Gut, dass David merkte, dass ihr das alles viel zu schnell ging und rechtzeitig auf Ablenkung sann.

Jeder zahlte für sich und dann gingen sie quer über den Marktplatz in eine der alten Gassen, eine Häuserschlucht. Hohe Fachwerkfassaden ragten auf, mit Ornamenten verziert. Am Ende der Gasse führte eine Holzbrücke über den ehemaligen Stadtgraben. Von hier aus hatte man einen guten Blick hinunter auf das Städtchen, auf den Park mit dem See. Jenseits des Parks war ein auffallender Beton-Stahl-Glasturm zu sehen. „Ein Kunstmuseum. Hier gibt es meistens gute Ausstellungen. Ich war schon öfters da. Interessierst du dich für Kunst?“ „Ja. Ich male sogar selbst ein bisschen.“ „Wir müssen jetzt leider zurück, Nina, sonst kommen wir zu spät. Komm.“ David hakte sich bei Nina wie selbstverständlich unter, ließ sie aber dann gleich wieder los. Er hatte an einem Platz oberhalb der großen Stadtkirche geparkt und schon brausten beide Richtung Tagungsstätte. Sie beeilten sich. „War schön mit dir“, sagte David leise und drückte ihre Hand. „Bis heute Abend.“

Nina kam gerade noch rechtzeitig, nahm Platz und musste sich erst einmal mental erholen. Ihre Gedanken schweiften ständig vom Konfliktthema ab. Und dabei bemühte sich Herr Bucher schon wieder um einen möglichst kurzen und knackigen Input, bevor es mit den Rollenspielen losging.

Warum war David so offensiv? War das normal? Und erst jetzt fiel ihr auf, dass er sie zwar befragt hatte. Sie ihn aber nicht. Sie hatte immer so eine lange Leitung und ließ sich schnell von anderen überrumpeln. Das nahm sie sich übel - und den anderen natürlich auch. Diese nutzten ihre geringe Intrigenintelligenz leider oft weidlich aus. Sie wusste gar nichts von David, außer dass er eine Evaluatorenschulung durchlief und Berufsschullehrer war. Bei seinem Aussehen konnte er an jedem Finger eine haben. Und überhaupt war er sicher gebunden und spielte nur ein wenig mit dem Feuer. Austesten, was geht.

Das machten solche Extremjäger gerne. Test. Test. Test. Und wehe Frau fiel auf so einen Testlauf herein und zeigte echtes Interesse. Dann zog der heißblütige Werber schneller ab, als Frau gucken konnte. Er suchte Ausflüchte, wie - er habe die letzte Trennung noch nicht verdaut oder eigentlich wäre er noch ziemlich verheiratet.

Vielleicht war es unmöglich, eine gute Beziehung zu einem Mann aufzubauen? Viele Frauen sahen das als ihre eigene Unfähigkeit und lasen einen Psycho-Ratgeber nach dem anderen. Es gab sie meterweise in den Regalen der Buchläden und Bibliotheken. Nina hatte mittlerweile die Nase voll davon. Es gab zwar einige gute Ideen darin, aber jetzt reichte es.

Dass Ehen und Beziehungen schwierig waren, war kein Geheimnis. In einer Gesellschaft, in der Männer immer noch die Nummer Eins waren, kein Wunder. Gefühlsunterdrückung gehörte außerdem immer noch zur hehren Pflicht des Mannes. Traurigkeit, Sehnsucht, Liebesgefühle, Weltschmerz, melancholisches Vergänglichkeitserleben – Männer sahen sich immer noch als Maschinen, die funktionieren mussten und alle, die zu viel Gefühl zeigten, waren Schwachmaten und auf der Verliererseite. Eine gleichberechtigte, liebevolle und dauerhafte Partnerschaft zu führen war unter solchen Umständen eigentlich fast unmöglich.

Dragoner-Frauen heirateten ausgewählte Pantoffelhelden und gaben ohne mit der Wimper zu zucken den Ton an. Sie setzten sich in ihren Ehen und in ihrem Zuhause durch und empfanden dies als normal und tüchtig. Sie kamen nicht einmal auf die Idee an ihrer ungehemmten Dominanz zu zweifeln. Sie nahmen sie nicht einmal als solche wahr. Ein bisschen trampelig war das schon. Aber das störte sie nicht. Das war ihre Antwort auf das Patriarchat. Aber was tun, wenn man keine Dragoner-Frau war und auf Gleichberechtigung setzte? Wenn es einem nur um zwei Menschen ging, zwei empfindsame Seelen, um diese magische Liebe und nicht um die Macht in der Beziehung. Dann war die Enttäuschung vermutlich vorprogrammiert. So viel Liebessehnsucht und Idealismus vertrug eine irdische Beziehung nicht.

Plötzlich bekam sie einen Schubs von Susanne, die neben ihr saß: „Wir sind dran mit unserem Rollenspiel! Aufwachen!“ Nina stand auf und ging mit den anderen nach vorne. Andreas, als Klassenlehrer, stellte dem Plenum die Vorgeschichte des Falls vor und dann kam das Rollenspiel. Nina, als Mutter, und Michael, als Vater, liefen zur Hochform auf: „Was haben Sie gegen unseren Sohn? Warum wird er von Ihnen stigmatisiert? Bei den anderen Lehrern läuft alles einwandfrei. Nur bei Ihnen beiden gibt es Probleme. Und außerdem hat Uli nur gespielt.“ Die beiden Lehrer hörten zu und blieben sachlich und zugewandt. Letztendlich gaben die Eltern zu, dass auch sie sich schon Sorgen wegen ihres Sohnes gemacht hatten. Man einigte sich darauf, dass beide Seiten noch einmal mit Uli sprechen sollten. Ihm sollte klar gemacht werden, dass weder Eltern noch Lehrer es duldeten, dass er seine Mitschüler gefährdete. Eventuell sollte Uli dem Fußballverein beitreten, um sich einerseits körperlich auszuarbeiten und andererseits fair play zu trainieren.

Die Kollegen im Plenum klatschten und es kamen einige sehr wohlwollende Rückmeldungen. Aber dann meldete sich ein Lehrer aus dem Raum Freiburg zu Wort: „In eurem Rollenspiel lenkten die Eltern ein. Aber wir wissen alle, wie schwer sie es uns oft in unserem Alltag machen. Wir erleben das Kind in der sozialen Situation in der Klasse. Wir erleben quasi, wie es sozial „funktioniert“. Das ist Eltern schwer begreiflich zu machen. Und Eltern geht es nicht in erster Linie um die soziale Situation, sondern um das individuelle Fortkommen ihres Kindes. Ihr Sohn oder ihre Tochter sollen gute Startchancen fürs Leben haben, das bedeutet im Klartext gute Noten. Meistens wissen die Eltern jedoch in diesen vertrackten Fällen ganz genau, dass ihr Kind gravierende Probleme hat. Aber sie geben es vor den Lehrern nicht zu. Sie versuchen die Schwierigkeiten des Kindes und ihre eigenen zu verstecken und zu verheimlichen, denn ansonsten müsste etwas unternommen werden. Oft müsste das Kind zum Psychologen und die Eltern ebenfalls. Aber das möchte man verhindern. Das erscheint unangenehm. Man will das Problem nicht sehen und kneift beide Augen zu.

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