Christine Born - Nebel über Pisa

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Nina ist Lehrerin und Single. Privat sehnt sie sich nach einem neuen Partner. In der Schule stößt sie immer mehr auf Probleme. Unterricht und Lernen werden seit einiger Zeit nach Maßstäben der industriellen Produktion beurteilt. Nina zweifelt am Sinn der Evaluation, des Qualitätsmanagements und vieler anderer Reformen im Bildungsbereich. Auf einer Fortbildungsakademie sucht sie nach Inspiration und trifft David, der sich zum Evaluator fortbilden lässt. Ausgerechnet! Mit ihm kann sie aber über alles reden und flirten. Beim Abendkonzert begegnet ihr einen Tag später der Cellist Jorge. Ist einer der beiden neuen Männer ihr Mr. Right? Gibt es eine neue Liebe für Nina? Und wie geht es beruflich weiter?

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„Auf dem Rückweg kurz vor der Schule sah ich, wie Uli Lennart von vorne zwischen die Beine grätschte, um an den Ball zu kommen. Lennart fiel auf den Teerboden, blutete im Gesicht und hatte Schmerzen. Er weinte. Uli wusste, dass das ein hammerhartes Foul war und dass er Lennarts Verletzungen riskiert hatte. Ich war aufgebracht und sagte ihm, er solle Lennart aufhelfen. Dann sagte ich streng zu ihm: „Wie dumm kann man eigentlich sein. Wir hatten jetzt erst beim Wandertag zwei unnötige Unfälle und haben darüber gesprochen, dass ihr eure Mitschüler nicht gefährden dürft. Und jetzt dies. Das wird Folgen für dich haben. Ich werde diesen Fall der Rektorin vortragen und dann wird man sehen.“

Ich konnte aber erst am übernächsten Tag mit der Schulleitung sprechen. In der Zwischenzeit hatte Uli ganze Arbeit geleistet. Die Rektorin teilte mir mit, dass sein Vater da gewesen sei. Uli hatte zuhause behauptet, ich hätte gesagt, er sei der dümmste Schüler der Schule. Das hatte den Vater, den ich vorher nie gesehen habe weder zum Elternabend noch zu Elterngesprächen, auf den Plan gerufen. Wie ein Tiger sei er im Rektorat auf- und abgelaufen und habe vor Wut geschäumt. Die Rektorin bat mich, mit den Eltern Kontakt aufzunehmen. Ich sollte die Sache möglichst schnell erledigen. Ich werde es gleich nach dieser Fortbildung angehen. Wie würdet ihr in diesem Fall vorgehen?“

„Das ist ein Spitzenfall, den können wir einwandfrei im Rollenspiel darstellen“, meinte Nina. „Hier können wir unseren theoretischen Input verwerten“, grinste Michael. „Ich finde den Fall von Andreas so spannend, dass ich meinen nicht unbedingt einbringen muss. Also lasst uns überlegen“, sagte Susanne. „Es gibt eine Regel", fügte sie hinzu, „das hat mir einmal eine Mutter erzählt. Geht es um Peanuts im Schulleben des Kindes, erledigt das die Mutter. Wird die Sache schlimmer eingeschätzt, tritt der Vater in Aktion. Er verkörpert in sozialer Hinsicht anscheinend mehr Macht. In einem ähnlichen Konflikt habe ich übrigens erlebt, dass die Eltern zu mir gesagt haben, ihr Junge hätte doch nur gespielt. Ich sei ja wohl eine schreckliche Lehrerin. Was ich denn eigentlich hätte? Und wie gemein ich eigentlich sei.“ Alle lachten etwas betreten.

Das waren genau die Äußerungen, die manche Eltern von sich gaben, wenn sie meinten ihre Kinder schützen zu müssen, dachte Nina. Bei Mobbing zum Beispiel waren die Eltern der Täter oft uneinsichtig und schlugen sich mit folgenden Bemerkungen auf die Seite ihrer Kinder: „Warum hat sich denn der XY – also das Opfer - nicht gewehrt? So sind Kinder eben! Das darf man doch nicht so ernst nehmen!“ Wie sich ein Einzelner gegen die Übermacht einer Gruppe wehren sollte, konnten sie aber auch nicht erklären. Außerdem verhinderten sie damit, dass ihr Kind lernte, zu seinen Fehlern zu stehen und sich zu entschuldigen. Wie und wann sollten Kinder Empathie und soziales Handeln lernen? In der Schule waren sie meist noch in einer festen Klassengemeinschaft, auch wenn diese sich durch die aktuellen Reformen immer mehr auflöste. Dabei bot eine nicht zu große Klasse den Kindern und besonders Einzelkindern große Chancen für soziales Lernen. Dazu bedurfte es nicht einmal der Gemeinschaftsschule oder der Inklusion. Das hatte Schule immer schon geleistet.

Die Arbeitsgruppe entwickelte in einem Brainstorming mehrere Lösungsansätze und einigte sich dann auf einen bestimmten Ablauf, den sie aufschrieb und im Rollenspiel einübte. Es machte allen Spaß und es wurde viel gelacht. Die Rollenbesetzung sah folgendermaßen aus: die Mutter wurde von Nina gespielt, Andreas spielte den Klassenlehrer, Michael den Vater und Susanne eine Kollegin, die ebenfalls in der Klasse unterrichtete und Uli von daher gut kannte. Uli war nämlich schon früher aufgefallen. Es hatte schon einmal ein Gespräch mit der Mutter gegeben. Die Kollegin war damals auch dabei gewesen. Das Gespräch sollte in der Schule im Klassenzimmer stattfinden.

Aber vor einem letzten Probe-Durchlauf der Gesprächsszene brauchten alle erst einmal eine kleine Verschnaufpause. Sie gingen zu viert auf den Hof und vertraten sich etwas die Beine. Es war bedeckt, aber man ahnte die Sonne hinter den Wolken. Eine leichte Brise fuhr durch Ninas Haare und sie kam ein bisschen ins Frösteln. Ein großes rechteckiges Blumenbeet zwischen den Gebäuden wurde nach dem langen Winter hergerichtet. Der Gärtner hackte fleißig und setzte frische Blumen ein. Um ihn herum sprang ein kleiner wuscheliger Hund. „Ach, ist der süß“, rief Susanne und streichelte das Hundchen. „Ja, ist ein netter Kerl, unser Fips“, lächelte der Gärtner, dem man seine menschliche Wärme und Naturliebe anspürte.

Die letzte Probe lief gut. Man war im Rollenspiel zu einer Einigung mit den Eltern gekommen. Ihre Abwehrstrategien und Ängste wurden als solche erkannt. Andreas als Klassenlehrer hörte zusammen mit seiner Kollegin erst einmal ausgiebig zu und dann spiegelten beide die Ansichten der Eltern wider. Erst als die Lehrer alles richtig gut verstanden hatten, gingen sie dazu über ihre Position darzustellen. Einer der Hauptkonflikte war auch hier, dass die Eltern ihr Kind nur von zuhause her kannten, während die Lehrer den Schüler in der sozialen Gruppe der Schulklasse wahrnahmen. Und manchmal gab es zwischen diesen beiden Welten doch erhebliche Unterschiede.

Endlich Mittagessenszeit und Nina freute sich, David wieder zu sehen. Sie hatten ausgemacht, dass sie sich beim Essen wieder zusammen an einen Tisch setzen wollten. Nina studierte den Speiseplan, der neben dem Eingang zum Speiseraum angebracht war. Linsen, Würstchen und Spätzle und als vegetarisches Gericht Käsespätzle. Deftig, schwäbisch! Und natürlich wie immer ein Salatbüffet. Zum Nachtisch gab es eine Quarkspeise mit Erdbeerspiegel. Das hörte sich alles grundsolide an. Nina betrat den voll besetzten Speiseraum, in dem ein ziemlicher Lärm herrschte. David saß in der Mitte des Raumes, hatte einen Platz neben sich frei gehalten und winkte ihr lachend zu. Ninas Herz klopfte ein bisschen schneller, als sie ihn sah. Er war einfach süß. Am Büffet deckte sie sich mit Salat und Käsespätzle ein und ging in seine Richtung.

„Na, alles okay?“, fragte er, als sie sich hinsetzte. „Es war echt gut heute Vormittag, dieses Mal ist die Arbeitsgruppe okay.“ Nina grüßte kurz die anderen Personen am Tisch, sicher alles Evaluatoren. Blondie war nicht zu sehen. „Die Käsespätzle schmecken gut“, sagte sie zu David. „Hol dir noch ein paar Linsen, die sind wirklich überzeugend“, stellte dieser fest. „Und was machst du in deiner Mittagspause?“, fragte er dann. „Ich wollte die Führung durch die Anlage mitmachen.“

„Schade, ich hatte gedacht, wir könnten ins Städtle fahren und am Markt einen Capuccino trinken. Vielleicht sogar draußen, wir können uns in Decken einmummeln, wenn es zu frisch ist. Die haben da welche auf den Stühlen liegen. Und dann auf die schöne Kirche mit dem schiefen Turm blicken und uns an der Kaffeetasse die Hände wärmen.“ „Ehrlich gesagt, das würde mir auch gefallen.“ David lachte: „Dann machen wir das doch einfach. Du wirst ja sicher nicht das letzte Mal hier auf einer Fortbildung sein. An der Führung durchs Gelände kannst du dann immer noch teilnehmen. Aber einen so netten Typen wie mich triffst du nicht alle Tage.“ Er schaute sie dabei aus seinen geheimnisvollen blauen Augen offen und werbend an. Nina spürte, wie sie leicht errötete. Jetzt bloß cool bleiben, dachte sie. „Stimmt, David, du bist der tollste.“ Beide lachten, denn Überspielen war die Devise.

Kapitel V – Intermezzo

Der Marktplatz, fast ein Quadrat, von historischen Fachwerkhäusern eingerahmt, war überwältigend schön. Und natürlich saßen sie draußen, in eine Decke gehüllt und wärmten sich an den Kaffeetassen die Hände. „Schau mal der Turm ist unten romanisch und dann hat er noch zwei Stockwerke aus einer späteren Ära obendrauf“, meinte Nina. David pflichtete ihr bei: „Ja, und er ist ein bisschen schief, wie der Turm in Pisa, aber nicht ganz so schief wie die Pisa-Studie.“ Er lachte: „Der Platz hat südländisches Flair. Ich finde es so beschaulich hier. Es herrscht einfach eine gute Stimmung bei dieser Kulisse. Auf mich wirkt das ganze Ambiente belebend und beruhigend zugleich.“ David nippte an seinem Kaffee.

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