Sebastian Kalkuhl - Was richtig ist

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Seit Jahrtausenden wachen Schutzengel über die Menschheit. Cassiel ist einer von ihnen – und er würde alles tun, um Sam zu schützen. Auch wenn es bedeutet, Regeln zu brechen, die Welt in Gefahr zu bringen oder sich mit der Hölle anzulegen.
Die meiste Schutzengel machen ihre Arbeit gut.
Cassiel macht sie richtig.
Das erste Buch aus dem #engelcontent-Universum!

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»Sag mal«, begann es und schaute nun doch wieder zu Sara hinüber, die sich in eine herumliegende Zeitschrift vertieft hatte, »hast du vergessen, die Farben nachzufüllen? Das Rot ist leer.«

»Wie, das ist leer?« Sie kam hinter dem Tresen hervor, ging zu Sam hinüber und musste sich das wohl selbst anschauen. Verständlich. Ebenso wie ihre Reaktion, die aus zwei gehobenen Augenbrauen und einem sachten Kopfschütteln bestand. »Das gibt’s doch nicht, ich hätte schwören können, das gerade noch alles eingeräumt zu haben… Die neue Lieferung Farben kam erst gestern. Seltsam.«

»Vergessen mitzubestellen?«

»Kann sein, würde ich der Chefin aber nicht zutrauen.«

Sam auch nicht. Nach allem was es mitbekommen hatte, war besagte Chefin nämlich penibel und streng mit sich und ihrer Angestellten.

»Ich kann im Lager suchen gehen, wenn du willst.«

Sam schüttelte den Kopf. »Passt schon«, erwiderte es, wusste allerdings selbst nicht ganz genau weshalb. »Ich komm die Tage nochmal wieder und dann solltet ihr ja wieder welche haben.«

Sara nickte. »Ich kümmer mich drum«, sagte sie und fuhr fort, als sie merkte, dass Sam sich gen Ausgang begab. »Trotzdem noch ’nen schönen Tag!«

»Dir auch.«

Sam verließ den Laden, trat auf den Bürgersteig – und blieb prompt wieder stehen. Blinzelte. Und war sich dann leider noch sicherer, den Glimmer in der Luft hängen zu sehen.

›Warst du hier?‹, dachte Sam und wusste nicht einmal genau, an wen es das eigentlich richtete. ›Was ist passiert, dass du hier warst?‹

Es schüttelte den Kopf und schlug sich die Gedanken wieder aus dem Bewusstsein, die hatten noch nie etwas gebracht. Stattdessen ging es wie geplant zum Bäcker gegenüber, kaufte sich Kaffee und Kuchenteilchen für jetzt und Körnerbrötchen für heute Abend, setzte sich ins Auto und beschloss spontan, immer noch nicht nach Hause zu fahren. Ohne die Farbe konnte es sein geplantes Motiv ohnehin nicht malen, zudem fehlte ihm immer noch das letzte bisschen Inspiration und eine goldene Herbstsonne spähte zwischen Wolkenschlieren hindurch auf die Welt. Solche Tage würde es nicht mehr oft geben, bis der Winter kam.

Unter der Woche und um diese Uhrzeit waren die zahlreichen Parks und anderen etwaigen Grünflächen noch von so wenigen Leuten bevölkert, dass sie Sam erstens nicht ablenkten und es zweitens noch einen ruhigen Platz in der Sonne fand. Zudem war der Ort hier weit genug von allen größeren Schulen und der Universität entfernt, so sehr sie auch über die ganze Stadt verteilt war.

Sam trank in Ruhe seinen Kaffee aus, ließ sich einen Teil des Gebäcks für später übrig und holte Skizzenbuch, Bleistifte und Radiergummi aus seiner Umhängetasche. Es verließ seine Wohnung grundsätzlich nur mit Zeichenmaterial. Ohne fühlte es sich falsch an, nicht richtig angezogen und nicht nach sich selbst.

Wenn Sam zeichnete, dann passierte ihm nichts. Ausnahmsweise lag das nicht an Cassiel, denn wenn Sam zeichnete, gab es für ihn generell nicht viel zu tun. Vielleicht sollte er die Gelegenheit zur Pause nutzen, denn die Idee fühlte sich nicht falsch an, aber er mochte Sams Bilder einfach viel zu sehr, um nicht bei ihrer Entstehung zusehen zu wollen.

Dennoch, gerade musste er die Vernunft siegen lassen, wenn er nicht am Schreibtisch einschlafen wollte. Abgesehen davon bekam er ein schlechtes Gewissen wegen der Farbe, weswegen Sam nicht hatte malen können – es war ohne Zweifel richtig gewesen, aber manchmal fühlte es sich nicht so an.

Cassiel stand auf, nahm sich einen neuen Becher und verließ sein Büro. Mit ein bisschen Glück reichte ein neuer Tee aus, um ihn bis heute Abend wachzuhalten.

Das Gebäude hier war nur eines von vielen, in denen die Schutzengel arbeiteten und einen Großteil ihres gesamten Lebens verbrachten. Es hatte einen labyrinthartigen Aufbau, um so viele Büros wie möglich unterzubringen, wirkte beengt und erdrückend, wenn man nicht daran gewöhnt war. Sowohl der Flur als auch die Räume selbst waren deutlich breiter und größer als auf der Erde, allein Cassiels Büro hatte knapp die Maße von Sams gesamter Wohnung, und trotzdem reichte es kaum aus. Engel brauchten Freiraum, um sich wohlzufühlen, sie brauchten Platz und die Weite. Nicht wenige bekamen Panik, wenn sie zum ersten Mal ein irdisches Haus betraten.

Es war fast totenstill im Flur und Cassiel bemühte sich redlich, keinen Lärm zu machen. Ein paar seiner Kollegen kamen ihm zwischendurch entgegen, sie trugen dieselben simplen, weiten und charakteristisch fliederfarbenen Pullover und Hosen, keine Schuhe, alles darauf ausgelegt, lange getragen zu werden ohne unbequem zu ein. Sie hatten ebenso etwas mehr Farbe im Gesicht als der Rest des Himmels,mit Ausnahme der Soldaten vielleicht. Anstatt sich vernünftig zu grüßen nickten sie sich nur kurz zu, sie wären ohnehin zu müde gewesen, um großartig Worte zu wechseln. Die Erschöpfung war am Ende ein ständiger Begleiter bei ihrer Arbeit, sie bekamen alle zu wenig Schlaf, und waren unter anderem deswegen verpflichtet, Pausen von mehreren Monaten bis Jahren einzulegen, wenn ihr Mensch gestorben war oder das Recht auf Schutz verloren hatte. Bei einem Großteil der Schutzengel lagen die Nerven ständig blank und ein wesentlicher Teil ihrer Interaktionen bestand darin, sich das Leben nicht noch schwerer zu machen.

Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass sie ihre Arbeit freiwillig erledigten. Sie standen in der Hierarchie ganz unten, hatten keine Ehrerbietung zu erwarten und gewürdigt wurde ihr Tun von kaum jemandem. Dass trotzdem Jahr für Jahr neue Schutzengel dazukamen, lag an einer bestimmten Tatsache: für sie war dieser Beruf das einzig Richtige, Bestimmung und am Ende Lebenssinn. So war es auch bei Cassiel gewesen, er hatte sich am Tag seiner Volljährigkeit direkt beworben und seitdem nicht einmal an seiner Entscheidung gezweifelt.

Er betrat die Teeküche und fand sie glücklicherweise beinahe leer vor, so musste er nicht auch noch auf den Tee warten. Er hielt seinen Becher ins Spülbecken, tippte einmal auf das längliche Rohr darüber und füllte ihn auf, brachte das Wasser danach mit einer kleinen Menge Energie aus seinen Fingerspitzen zum Kochen und versenkte schlussendlich einen der Teebeutel darin, die schon vorbereitet in einem Regal lagen. Bis heute wusste Cassiel nicht, wer seiner Kollegen sich die Mühe machte, um ihnen allen ein klein wenig davon zu ersparen.

Das alles erledigte er mit routinierten Handgriffen, wandte nur so viel Konzentration wie nötig auf. Der Rest seiner Gedanken hing bei Sam fest, so wie zu jeder Tages- und Nachtzeit. Schutzengeln wurde geraten, so viel professionelle Distanz wie möglich zu ihren Menschen zu halten, aber das konnte sich Cassiel nicht vorstellen.

2

Montag, 16. November

drei Stunden später

Jehudiel schrieb seinen letzten Satz fertig, war mittlerweile beim sechsten Blatt Papier angekommen. Wenn Cassiel sich allerdings den leeren Stapel anschaute, den der Richter sich hatte bringen lassen, dann waren sie sehr weit davon entfernt, fertig zu sein.

»Nach dem, was du jetzt erzählt hast«, begann der Richter, »würdest du sagen, dass deine Beziehung zu Sam den zuvor genannten Regeln entsprochen hat?«

Cassiel kam nicht einmal dazu, den Mund zu öffnen, als die Bürotür hinter ihm aufflog und ein weiterer Engel hineinkam. Sie trug fast die gleiche Kleidung wie Cassiel, deutlich förmlicher und edler allerdings, und vor allem hatte sie Schuhe an. Ungewöhnlich für Schutzengel, aber auf einzelne Menschen passte sie schon lange nicht mehr auf. Sie hatte ihr dunkelblondes Haar streng zurückgebunden, und funkelte sie beide an, ihr Blick ebenso kühl wie ihre blauen Augen.

»Ihr habt ohne mich angefangen?«, stellte sie fest und ließ es sich vermutlich nur nach einer Frage anhören, um ansatzweise höflich zu wirken.

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