Sebastian Kalkuhl - Was richtig ist
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Die meiste Schutzengel machen ihre Arbeit gut.
Cassiel macht sie richtig.
Das erste Buch aus dem #engelcontent-Universum!
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›Die einzige Sache von meiner Familie hier‹, dachte es bei sich und fand die Tatsache ganz in Ordnung.
Es seufzte, warf einen kurzen Blick in den Spiegel, richtete die Mütze erst und zupfte sie direkt wieder in die schiefe Position, in der sie vorher gewesen war. Dann griff es sich die Autoschlüssel von der Kommode im Flur und verließ mit schnellen Schritten die Wohnung.
Sam wohnte noch nicht lange hier – sehr wohl aber schon seit gefühlten Ewigkeiten in dieser Stadt, die ihm über die Zeit versehentlich ans Herz gewachsen war. Trotzdem wunderte es sich immer noch jedes Mal, wenn es aus dem Haus trat, dass es erstens nicht gleich von etwas überfahren wurde und zweitens wieder einmal einen Parkplatz hatte finden können, der keine halbe Weltreise entfernt war. Irgendwann würde der Tag kommen, an dem sich das ganze Glück ins Gegenteil kehren und es ein sehr großes Problem haben würde, aber bis dahin verschwendete es lieber keinen Gedanken daran.
Sams Auto hatte schon vor Jahren bessere Tage gesehen. Das genaue Alter hatte wahrscheinlich nicht einmal der Händler gekannt, und sobald irgendein Teil den Geist aufgab, war es das gewesen. Die Reparatur würde mehr kosten, als das Fahrzeug wert war und Sam glaubte ohnehin nicht, dass es überhaupt noch Ersatzteile gab. Aktuell aber machte es seine Arbeit noch erstaunlich gut, erstaunlich zuverlässig und, auch wenn es nicht danach aussah, auch erstaunlich bequem. Abgesehen von der Tatsache, dass es drei Anläufe brauchte, um zu starten.
Dieses Mal erbarmte sich der Motor schon beim zweiten Versuch. Sam hob eine Augenbraue, erklärte den Tag spontan zu seinem Glückstag und machte sich auf den Weg zur Arbeit.
Der morgendliche Berufsverkehr löste sich gerade wieder auf, wenn Sam unterwegs war. Dennoch gehörte es zu den unausweichlichen Charakteristika von Großstädten und solchen, die es werden wollten, dass der Verkehr zu jeder Tages- und Nachtzeit an eine Katastrophe grenzte. Das kurze Stück über die Autobahn war Sam nur die erste Woche im neuen Job gefahren, denn das hatte sich schnell als Anfängerfehler herausgestellt. Die neue Route war zwar nur marginal schneller, sparte dafür aber gewaltig Nerven.
›Wenn ich was finde, was genauso viel Geld gibt und kein Auto braucht, dann bewerbe ich mich darauf‹, dachte Sam nicht zum ersten Mal, seufzte und nahm hin, dass das hier schon die vierte rote Ampel in Folge war. So viel zum vermeintlichen Glückstag.
Die Ampel schaltete auf grün, und die Autoschlange bewegte sich quälend langsam wieder vorwärts. Sam gab so etwas wie Gas und bereute insgeheim, sich nicht doch noch Kaffee mitgenommen zu haben. Diese Kreuzung war die schlimmste, brauchte mit Abstand am meisten Geduld, und kurz bevor es sie überqueren konnte, schaltete die Ampel wieder um.
»Ist das euer Ernst?«, murmelte Sam, bremste wieder ab und lehnte sich mit der Stirn gegen das Lenkrad. »Das waren vielleicht zwei Sekunden Grün, wollen die mich eigentlich…«
Im nächsten Moment quietschte es beunruhigend laut. Sam schaute auf, nur um von links jemanden mit irrsinniger Geschwindigkeit über die Kreuzung rasen zu sehen, der nur durch schieres Glück mit niemandem sonst zusammenstieß und innerhalb einer halben Sekunde wieder hinter Hochhäusern verschwand.
»Okay«, murmelte es langsam und langgezogen und schaute leicht ungläubig auf die Kreuzung, bis ein Hupen es auf die erneut grüne Ampel aufmerksam machte. »Ich beschwer mich nie wieder.«
Der Rest des Weges verlief ohne weitere Zwischenfälle – gemessen an dem, was heute schon passiert war, war das aus Sams Sicht auch gar nicht mehr nötig – und es kam nicht als letztes zur Arbeit, was ihm den Ärger ersparte.
Natürlich hatte es den Job behalten. Cassiel überlegte immer noch hin und her, ob er Sam nicht eindrücklicher hätte warnen müssen, sowohl vor Martin, dem zum Glück gekündigt worden war, als auch vor der Einrichtung an sich. Er und so gut wie alle anderen Schutzengel fanden es nach wie vor äußerst fragwürdig, wie zu viele Menschen dachten, dass Gott und der Himmel funktionierten. Was Gott anging, wussten sie das zwar selbst nicht, ihn zu fragen war für gewöhnliche Engel unmöglich, und die fünf Seraphim, die es könnten, taten das entweder nicht oder sprachen nicht darüber. Gerade waren es nicht einmal fünf - einer war Erzengel geworden, einer verschwunden, einer in die Hölle gestürzt worden, einer kaum mehr als ein Gerücht und den fünften würde keiner mit solchen Dingen behelligen.
Aber von dieser Sache abgesehen waren die Kirche und Sam schon immer zwei Dinge gewesen, die nicht so recht zusammenpassen wollten. Zum einen glaubte es nicht an Gott, zum anderen hatte es sich bis heute nicht in de Einrichtung geoutet, wovon Cassiel auch jederzeit abgeraten hätte. Die Leute machten nicht den Eindruck, als würden sie sein Geschlecht verstehen oder verstehen wollen und auch wenn das durchaus anders ging, ein Einzelfall war das leider nicht.
›Aber es braucht das Geld ja‹, dachte er. ›Es hat so viel Besseres verdient als das alles, es hat ein besseres Leben verdient, eine bessere Arbeit, es soll endlich seinen Traum leben können. Aber bis das möglich ist, braucht es das Geld. Alles Geld, was es bekommen und sparen kann.‹
Insgeheim dürften sie beide nicht damit gerechnet haben, dass es schon so weit gekommen war. Bezahlbare Wohnungen zu finden, in denen Sam nichts passierte, war eine kaum machbare Aufgabe gewesen. Cassiel hatte mehrfach verhindern können, dass das Auto in sich zusammenfiel wie das metallene und leicht rostige Kartenhaus, das es darstellte, auch wenn er bis heute nicht wusste, was genau er da eigentlich getan hatte. Er kannte sich halbwegs mit den technischen Dingen aus, die die Menschheit mittlerweile wie selbstverständlich benutzte, aber auch ihm fiel es zusehends schwerer, den Fortschritt zu verstehen und mit ihm Schritt zu halten.
Cassiel rieb sich die Augen, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und stieß einen tiefen Seufzer aus. Sein Gefühl sagte ihm, dass es in Ordnung war, durchzuatmen und sein Verstand tat das ebenfalls. Die alten Leute, denen Sam das Essen brachte, konnten kaum harmloser sein und deren Schutzengel, so sie noch welche hatten, dürften ein ausgesprochen ruhiges Leben führen. Er hingegen wurde wahlweise wachgehalten, weil tatsächlich etwas passierte, etwas passieren könnte oder aus reiner Sorge um Sam heraus. Viele Dinge, die er Tag für Tag tat, waren nicht unbedingt notwendig, um Sams Leben zu retten, dennoch waren sie wichtig. Sie bewahrten es vor Schaden, unterstützten es und vor allem waren sie richtig.
Unterdessen ging Sam weiter seiner Arbeit nach. Hin und wieder warf Cassiel einen Blick auf die Erde, durch das kreisrunde Fenster zur Erde auf dem Tisch. Als Portal taugte es nicht, war lediglich ein Ausblick und gab Schutzengeln die Möglichkeit, Situationen besser einschätzen zu können. Es kostete Kraft, das Fenster konstant offen zu halten, was streng genommen auch gar nicht Sinn der Sache war, aber sicher war sicher.
›Und es braucht mich doch.‹
Sam setzte sich wieder ins Auto, war fast fertig für heute. Cassiel atmete insgeheim auf, die Arbeit selbst mochte verhältnismäßig sicher sein, aber all der Verkehr war ihm bis heute suspekt. Er konnte nicht umhin, sich ständig alle möglichen Szenarien vor Augen zu führen, in denen Sam nur zu leicht umgebracht werden könnte und er auch, bei dem Versuch es zu schützen. Sollte es dazu kommen, würde er trotzdem ohne Zögern handeln.
Cassiel rührte in seinem längst erkalteten Tee herum. Er hätte die einsetzende Müdigkeit unterdrücken sollen und diese Aufgabe mit Sicherheit auch erledigt, hätte Cassiel mehr als einen Schluck davon getrunken. Dann aber war das Bücherregal dazwischengekommen, die Kreuzung mit dem Fahrer, der sich viel zu wenig um seine Umwelt geschert hatte, und auf dem Rückweg, das spürte Cassiel in aller Deutlichkeit, würde auch irgendetwas passieren. Und jetzt, da Sam gerade die letzte Portion Essen abgeliefert hatte, musste er besonders aufmerksam sein.
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