Sebastian Kalkuhl - Was richtig ist

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Seit Jahrtausenden wachen Schutzengel über die Menschheit. Cassiel ist einer von ihnen – und er würde alles tun, um Sam zu schützen. Auch wenn es bedeutet, Regeln zu brechen, die Welt in Gefahr zu bringen oder sich mit der Hölle anzulegen.
Die meiste Schutzengel machen ihre Arbeit gut.
Cassiel macht sie richtig.
Das erste Buch aus dem #engelcontent-Universum!

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Es wurde spätestens dann offensichtlich, als Sam nicht direkt wieder nach Hause fuhr, sondern einen altbekannten Umweg nahm. Ein Geschäft für Künstlerbedarf lag in der Richtung, und Cassiel erinnerte sich, dass Sam letztens die Farbe ausgegangen war.

›Ist es richtig, einzugreifen?‹, fragte er sein Gefühl. Die Antwort war ein klares Ja.

Dann galt es, keine Zeit zu verlieren. Cassiel stand auf, schaffte es dabei gerade so, den Becher voller Tee nicht umzuwerfen, konzentrierte sich. Auf die Erde, auf den Ort an dem er jetzt sein musste, und auf Sam. Immer auf Sam.

Einen Moment später wurde die Luft warm um ihn herum, stickig und vor allem unglaublich laut. Der Verkehr dröhnte in seinen Ohren und hallte wider, bis er nicht mehr unterscheiden konnte, was nun tatsächlich existentes Geräusch war und was nicht. In den ersten Sekunden auf der Erde ertappte sich Cassiel mittlerweile regelmäßig bei einem »Früher war alles besser«.

Immerhin wurde er nicht auch noch von Leuten begrüßt. Früher waren die Menschen bei dem Anblick eines Engels fast gestorben vor Angst, dann hatten sie sich vor ihm auf die Knie geworfen, bis heute wurde teilweise auf ihn geschossen und seit kurzem machten sie Fotos. Nichts war schlimmer als Fotos.

Cassiel blinzelte, versuchte gar nicht mehr, sich an die relative Dunkelheit verglichen mit dem Himmel zu gewöhnen und orientierte sich so. Fand das Geschäft recht zügig und ging hinein, bevor es zu spät war. Noch hatte er genug Zeit, um herauszufinden, was hier hoffentlich nicht das Problem werden würde.

Im Geschäft befand sich zum Glück niemand, auch die Verkäuferin nicht. Wahrscheinlich war sie gerade in den hinteren Räumen beschäftigt. Cassiel schloss die Augen, um sich nicht unnötig von all den fremden Dingen ablenken zu lassen, die er zum größten Teil nicht einmal verstand und sich auf sein Gefühl zu konzentrieren, das ihm sagte, was er hier zu tun hatte. Es führte ihn quer durch den Laden bis zu dem Regal mit den Aquarellfarben.

Sam waren die Rottöne ausgegangen, deswegen würde es auch herkommen. Cassiel konnte zwar nicht sehen, inwiefern die Farben allein dafür sorgen sollten, dass es in Gefahr geriet, aber da er das gar nicht herausfinden wollte, beseitigte er sie einfach gleich.

Er nahm sich jeden einzelnen der kleinen farbigen Blöcke aus dem Regal heraus, konzentrierte sich kurz darauf, im nächsten Moment zerfielen sie zu Staub. Auf der Erde ging das so leicht, denn hier war schon der schwächste Engel fast allmächtig. Manchen Soldaten stiegen die ständigen Einsätze deswegen zu Kopfe.

Cassiel zerstörte sicherheitshalber nicht nur das eine Rot, von dem er ausging, das Sam es brauchte, sondern auch noch fast alle anderen. Es war richtig so. Als sich die letzte Farbe zwischen seinen Fingern auflöste, atmete er kurz vor Erleichterung auf, mehr würde er erst zeigen, wenn er im Himmel war. Er wandte sich um, wollte den Laden und die Erde so schnell wie möglich wieder verlassen-

»Entschuldigung?«

Cassiel blieb wie angewurzelt stehen. Die korrekte Reaktion wäre gewesen, einfach weiter zu gehen, aber der Schreck hinderte ihn daran. Natürlich hatte ihn jetzt noch jemand sehen und damit zwingen müssen, menschlich zu tun.

Er entdeckte die Verkäuferin, die wieder hinter der Kasse aufgetaucht war und ihn nun mit einem ebenso skeptischen, wie überraschten Blick musterte. Sie konnte mit seiner gesamten Erscheinung nichts anfangen, nicht dass ihr das zu verübeln war, angefangen bei der Tatsache, dass er barfuß war, bis hin zu den Aussparungen im Stoff seines Oberteils auf Höhe der Schultern. Darunter waren zwei lange, offene und scheinbar kaum verheilte Wunden zu sehen, seine eingezogenen Flügel. In diesem engen Raum war kein Platz für sie.

»Kann ich Ihnen helfen?«, fragte die Verkäuferin nach einem Moment, mit für die Situation erstaunlich selbstbewusster Stimme.

Cassiel löste sich aus seiner Schreckstarre, suchte kurz nach Worten und setzte ein leichtes Lächeln auf, in der Hoffnung, die Arme nicht noch mehr zu verschrecken. »Danke, nein«, sagte er so leise er konnte, denn es würde lauter wirken. »Ich komme zurecht.«

Ihre Miene entspannte sich etwas. »Gut. Wenn Sie etwas brauchen, dann sagen Sie ruhig Bescheid.«

Cassiel nickte, nur um sich direkt umzudrehen und hinter einem Regal außer Sichtweite der Verkäuferin zu verschwinden. Dann schloss er die Augen, konzentrierte sich auf den Himmel und spürte, wie er sowohl das Geschäft als auch die Erde verließ. Einen Moment später kühlte die Luft ab, er spürte Weite um sich herum und fand sich in seinem Büro wieder.

Jetzt erst erlaubte er sich das Aufatmen. Und wie immer das Bereuen, nicht doch noch geblieben zu sein, nicht noch ein wenig gewartet zu haben. Vielleicht hätten sie sich getroffen.

Sam kannte den Laden mittlerweile so lange, dass es ganz genau wusste, wo es parken musste, um erstens zuverlässig einen Platz zu bekommen und zweitens den Gebühren zu entgehen.

Es stieg aus, nahm sich vor, auf dem Rückweg noch schnell beim Bäcker gegenüber vorbei zu schauen, weil es bei all dem ausgelieferten Essen wieder vergessen hatte, auch an sich zu denken, und ging mit schnellen Schritten die zwei Straßen entlang, bis der Laden in Sichtweite kam.

Sam hielt es immer noch für ein Unding, dass kaum jemand das Geschäft kannte oder zu schätzen schien, denn obwohl das Angebot breit gefächert und hochwertig war, erschraken sich die Leute immer, wenn sie einen zweiten Kunden antrafen. Auch heute war es innen wieder deprimierend leer, nur Sara hielt stellvertretend für die Geschäftsführung die Stellung. Sie war etwas blass um die Nase, doch als sie Sam erkannte, beherrschte daraufhin ein Lächeln ihr Gesicht. Zum einen, weil es garantiert Geld hier lassen würde, zum anderen, weil sie sich im Laufe der Zeit immer besser verstanden hatten.

›Ich sollte sie mal auf einen Kaffee einladen‹, dachte Sam bei sich. ›Vielleicht wird ja was draus. Schlimmer als der Kerl von neulich kann sie ja beim besten Willen nicht sein.‹

»Lange nicht gesehen«, wurde es von einer grinsenden Sara begrüßt. »Taugen die neuen Pinsel doch nichts?«

»Die könnten besser nicht sein«, erwiderte Sam, musste sich nicht lange umsehen, sondern ging gleich zu den Aquarellfarben. »Ich brauch nur neue Farben.«

Sara hob eine Augenbraue. »Die hast du letzte Woche auch gekauft.«

»Hab viel experimentiert.«

»Wenn das so ist«, erwiderte sie. »Kann man eins von deinen Bildern eigentlich irgendwo sehen?«

›Wenn die Zeit und die Gesellschaft reif dafür sind, dann hoffentlich überall‹, dachte Sam bei sich und wollte es nicht laut sagen, weil es zu sehr nach dem abgehobenen Künstlerklischee klang, mit dem es nicht wirklich etwas zu tun haben wollte. Stattdessen überlegte es eine Weile herum, bis ihm zumindest halbwegs richtige Worte einfielen. Online wurde es für seine Kunst zumindest manchmal gefeiert, im realen Leben war die Sache ungleich komplizierter. »Ich kann die Originale schlecht herbringen, die sind zu groß«, erklärte es, was bis auf zwei Ausnahmen gelogen war. »Und ich krieg es nicht hin, sie vernünftig zu fotografieren, damit sie auch anständig aussehen.«

Alles in allem eine schlechte Ausrede. Aber Sara nickte trotzdem und tat wenigstens so, als würde sie schon verstehen. »Schade«, erwiderte sie. »Aber ich kenne das, wenn das Licht einfach nicht stimmen will. Und bevor die Bilder dann gar nicht mehr wirken...«

Sam nickte und wandte sich ab, was nicht unbedingt das die höflichste Geste war, aber zumindest trat Sara das Thema so nicht noch breiter. Es suchte im Regal nach dem richtigen Farbton, fand auch alle erdenklichen, inklusive denen, die es lieber selbst anmischte anstatt sie zu kaufen – nur das Rot schien nicht mehr da zu sein.

Sam runzelte die Stirn, schaute lieber noch einmal nach. Dass in diesem Laden etwas ausverkauft war, erschien ihm reichlich unwahrscheinlich, doch die Farben blieben verschwunden.

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