Sebastian Kalkuhl - Was richtig ist
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Die meiste Schutzengel machen ihre Arbeit gut.
Cassiel macht sie richtig.
Das erste Buch aus dem #engelcontent-Universum!
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»Ja«
»Schwörst du in Gottes Namen, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit und nichts anderes als die Wahrheit?«
»Ich schwöre. In Gottes Namen.«
»Gut.« Mit einem erneuten Seufzen schloss Jehudiel die Akte vor sich, nahm mehrere leere Blätter Papier und einen Stift, schrieb eine Überschrift und wartete dann kurz ab, als sollte Cassiel ihm jetzt diktieren, wie es weiterging. »Was ist, grob zusammengefasst, deine Aufgabe als Schutzengel?«
»Ich denke, das wisst Ihr längst.«
»Ich hätte es spätestens in den letzten Tagen erfahren, ja«, erwiderte Jehudiel ein kleines bisschen gereizt. Nicht auszuschließen, dass er unter anderem wegen Cassiel so müde aussah. »Aber ich würde es gerne von dir persönlich hören. Was ist deine Aufgabe als Schutzengel?«
»In Gottes Auftrag über meinen schutzbefohlenen Menschen zu wachen, auf ihn zu achten und vor Gefahren zu bewahren.« Die Worte beherrschte Cassiel im Schlaf. Es würde ihn wundern, könnte es auch nur einer seiner Kollegen nicht. »Und das habe ich getan.«
»Hattest du einen schutzbefohlenen Menschen?«
›Hatte.‹ Das Wort versetzte ihm einen Stich. »Ja. Sam.«
Jehudiel notierte. »Wie sieht die Beziehung eines Schutzengels zu seinem Menschen aus?«
»Der Schutzengel kennt das Leben seines Menschen besser als jeder andere. Er begleitet ihn ab dem Moment seiner Geburt. Er erlebt jeden wichtigen Moment seiner Entwicklung mit, auch dann, wenn sonst niemand da ist. Ein Schutzengel weiß, wann sein Mensch Schutz benötigt. Und er weiß auch, wann es richtig ist, einzugreifen.«
»Wissen die Schutzbefohlenen von ihren Schutzengeln?«
»Wir zeigen uns in der Regel nicht vor ihnen.«
Jehudiel nickte und schien das alles in Stichpunkten zusammenzufassen. »War das, was du mir gerade erzählt hast, auch bei deinem Menschen der Fall?«
Es half alles nichts. »Nicht… direkt.«
»Erläutere das bitte.«
Cassiel nickte und holte tief Luft. Jetzt erst begann er zu ahnen, dass er ein bisschen länger hier sitzen dürfte.
Donnerstag, 15. Oktober
32 Tage vorher
Kurz nach dem Aufwachen funktionierte Sam noch nicht gut genug für zusammenhängende Flüche. F ür ein paar eindeutige Worte an den Radiowecker gerichtet reichte es trotzdem, ehe es den Arm ausstreckte und provisorisch ein paar Mal öfter auf das bemitleidenswerte Ding schlug, mitten in die Delle hinein, die durch dieses Jahre alte Ritual zwangsläufig hatte entstehen müssen. Gefolgt von der heimlichen Frage, wie lange es wohl noch dauerte, bis es den Wecker dadurch endgültig zerlegte.
Sam grummelte noch etwas vor sich hin, ehe es schließlich aufstand, mehr vom Hunger getrieben als von tatsächlicher Motivation. Nach dem ersten Kaffee würde sich das geben. Oder nach dem fünften. Kam auf den Tag an.
Es ging mehr aus Gewohnheit, denn aus tatsächlichem Willen in die Küche, machte aus reiner Routine die Kaffeemaschine an und ärgerte sich wie jeden Morgen über sich selbst, das Pulver nicht schon gestern Abend in den Filter geschüttet zu haben – sein Hirn war für das Maß an Fingerfertigkeit einfach noch nicht bereit. Während der Kaffee kochte, folgte ein kurzer Abstecher ins Bad inklusive dem üblichen Grusel vor dem eigenen Spiegelbild, der zur Hälfte aus dem Schreck vor dem nicht vorhandenen Ausgeschlafensein bestand und zur anderen aus dem nicht Einsehenwollen, dass das wirklich Sam sein sollte. Immerhin war Letzteres schon schlimmer gewesen.
Zurück in der Küche war Sams erste Amtshandlung, sich dazu zu überreden, die erste Kaffeetasse direkt zur Hälfte wieder zu leeren, um dann wach genug zu sein, das übriggebliebene Brötchen von gestern Abend mit dem zu belegen, was als Nächstes schlecht wurde.
Sam rieb sich kurz die Augen, trank die Tasse leer und füllte sie gleich wieder nach – heute war offenkundig ein Tag, an dem eine allein nicht reichte – ehe es sich zurück auf den Weg ins Wohnzimmer machte, sich aufs Sofa und in eine flauschige altrosa Plüschdecke kuschelte. Es klappte den mittlerweile etwas altersschwachen Laptop vor sich auf, trank den nächsten Schluck Kaffee, aß den ersten Bissen Brötchen und schaute nach, was es Neues gab. Kunst von Personen vom anderen Ende der Welt, Leute, die sich über Dinge aufregten, über die sich Sam auch aufregen würde, hätte es dafür Zeit und Energie, mit ein bisschen Glück Anfragen für Auftragsarbeiten, zwischendurch auch ernsthafte und wichtige Nachrichten – aber nicht zu viele, das deprimierte nur unnötig. Zum Schluss der obligatorische, tägliche und leider notwendige Blick auf Facebook, um nachzusehen, welches Familienmitglied jetzt schon wieder Geburtstag hatte, heiratete, vor Jahren geheiratet hatte, Kinder bekam oder was sonst noch in einem gutbürgerlichen Leben an Ereignissen anfiel.
Mit einem Seufzen überflog Sam einmal alle Statusmeldungen, die aussahen als könnten sie von Belang sein, ehe es die Seite ganz schnell wieder schloss. Hinterher kamen noch Leute auf die Idee, es wollte sich mit ihnen unterhalten. Es griff wieder zur Kaffeetasse, bereit, sich schöneren Dingen widmen- Es klingelte.
»Verdammt noch eins«, murmelte Sam, stellte die Tasse ab, schälte sich mühsam aus der Decke und hastete zur Tür. »Ich hab dem Postboten gesagt, dass ich um die Uhrzeit nicht aufmache.«
Es drückte minimal missmutig auf den Summer, in der Erwartung, die Haustür zwei Stockwerke weiter unten aufgehen zu hören. Stattdessen drang aus der exakt anderen Richtung erst ein sehr unheilvolles Knacken, dann ein Rumsen an Sams Ohren, das es zusammenfahren und spontan beschließen ließ, dass wer auch immer da an der Tür war oder auch nicht, gerade zu warten hatte.
Sam ging ein paar Schritte zurück ins Wohnzimmer, wagte einen vorsichtigen Blick hinein und wunderte sich schon fast nicht mehr. Das an die Wand gehängte Bücherregal hatte gerade offenkundig beschlossen, umziehen zu wollen und sich von seinem angestammten Platz eigenhändig aufs Sofa befördert. Selbstverständlich und wie es anders nicht sein könnte an die Stelle, an der Sam gesessen hätte, wäre es nicht aus seiner Routine gerissen worden.
Es seufzte. Immerhin war nicht auch noch Staub im Kaffee gelandet.
Cassiel schüttelte den Kopf, mehr aus Enttäuschung über sich selbst als darüber, dass Sam diese Situation nicht hatte kommen sehen. Er hatte schließlich gewusst, dass die Wand das Regal nicht halten konnte, spätestens und erst recht dann nicht, als es mit Büchern vollgestopft worden war.
In diesem Haus lebten so viele Menschen, beinahe hätte er die richtige Klingel nicht gefunden, und um diese Uhrzeit brauchte Sam viel länger, um sich zum Aufstehen zu überreden. Sie hatten beide Glück gehabt.
Er setzte sich zurück an den Schreibtisch, atmete tief durch, schloss einen Moment die Augen, auch wenn er nicht glaubte, sich das erlauben zu können. Er war völlig außer Atem, hatte rennen und Regeln außer Acht lassen müssen, aber es war richtig gewesen. Wie immer war es richtig gewesen.
Sam fand es vielleicht ein wenig zu beruhigend, von keinem anderen Möbelstück angegriffen worden zu sein. Ansonsten hätte es seiner Wohnung unterstellen müssen, sich gegen es verschworen zu haben.
Es räumte das Regal nicht weg, sondern setzte sich demonstrativ daneben, trank den Kaffee aus, aß das Brötchen auf und machte genau da mit seiner Routine weiter, wo es aufgehört hatte. Zog sich an, wie immer Jeans, T-Shirt und Kapuzenpullover darüber an, alles schwarz oder in Grautönen. Alles war grau an ihm, seine Augen, selbst seine Haare ein kleines bisschen – sie waren aschblond und ließen Sam in ungünstigem Licht gerne deutlich älter aussehen als es tatsächlich war. Nur die obligatorische Strickmütze, die seine Oma ihm irgendwann zu Weihnachten geschenkt hatte, war dunkelgrün.
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