Friedrich Haugg - Das schmale Fenster

Здесь есть возможность читать онлайн «Friedrich Haugg - Das schmale Fenster» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Das schmale Fenster: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das schmale Fenster»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dr. Martin Hohenstein glaubt nicht an Verschwörungstheorien. Er ist durch und durch Wissenschaftler und interessiert sich nur für seine Arbeit an einem Arzneimittel, das helfen wird gegen den Burn Out und die unzähligen anderen psychischen Probleme, die die heutige Zivilisation mit sich bringen. «Moderne Probleme muss man mit modernen Mitteln bekämpfen», ist sein Credo und er erkennt nicht, wie gefährlich diese Einstellung ist. Entspannung findet er beim Wandern und seinem einzigen Hobby, dem Fliegen. Networking, Partys und Bekanntschaften pflegen betrachtet er aus zynischem Abstand und überlässt es anderen. Ein scheinbar bedeutungsloses Ereignis bringt seine so heile Welt völlig durcheinander. Er wird ohne sein Zutun zur Schlüsselperson in einem großen Spiel, das er lange nicht durchschaut und in dem er Freund und Feind nicht mehr unterscheiden kann.
Dieses Buch ist natürlich ein frei erfundener Roman. Nichts deutet aber darauf hin, dass es in Wirklichkeit nicht so sein könnte.

Das schmale Fenster — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das schmale Fenster», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Hast du Lust, mit mir zum Skifahren zu gehen? Ich habe ein Appartement in Sörenberg gemietet. Ich weiß, Sörenberg ist für dich Skiass viel zu langweilig, aber vielleicht kannst du dich herablassen.“

„Sörenberg wäre prima.“ Beide mussten lachen. „Aber was machst du mit Agathe? Sie hat sich daran gewöhnt, dass du für sie alles fein machst.“

„Ach, ich frag' meine Nachbarin aus dem ersten Stock. Da hat sie's auch gut und es ist ja nur für ein paar Tage. Unangenehme Dinge muss man gleich erledigen. Ich frag' sie mal.“

Er klingelte und hörte schlurfende Schritte. Frau Egli machte mit unwilligem Gesicht auf. Es erhellte sich sofort, als sie Martin sah.

„Ah, der Herr Nachbar. Wie geht’s denn so? Was verschafft mir die Ehre? Fehlt Ihnen was? Ich habe gut eingekauft.“

„Nein, nein, alles bestens. Ich wollte sie nur fragen, ob sie Agathe für ein paar Tage verköstigen könnten, weil ich nicht da bin und sie vielleicht nicht weiß, wohin.

„Ah, ja, das ist kein Problem. Das mach' ich gerne. Ist ja meine Katze. Also Agathe heißt sie bei Ihnen, ich nenne sie Gretchen.“

Dass Katzen sich manchmal ein anderes zu Hause suchen, wusste Martin. Aber dass sie so unverfroren sein können und beides mitnehmen, das war stark. Er fand Miriam eng vereint mit Agathe, die unverschämt schnurrte und sich gerade gnädig verwöhnen ließ. Martin schüttelte nur den Kopf und beteiligte sich beim Streicheln.

„Also?“

„Also was?“

„Skifahren?“

Miriam konnte dieses Angebot nicht so recht einordnen. So privat und direkt war Martin noch nie gewesen. Bisher ging sie davon aus, dass er keine Schwächen hatte. Und keine Gefühle für irgend jemand. Sie war ein wenig hin - und hergerissen.

„Warum nicht? Wollte ich sowieso schon machen. Wann wolltest du denn fahren?“

„Morgen früh.“

„Also so gegen Mittag?“

„Na ja, wir haben ja keine Hektik.“

„Okay. Dann fahre ich jetzt und komme morgen bepackt wieder.“

„Du kannst jetzt nicht mehr fahren. Zu viel Schnee und zu viel Alkohol. Der Glühwein war schrecklich.“ Miriam hatte einen kleinen Schock, ließ es sich aber nicht anmerken. Sie schaute ihn nur fragend und wortlos an, konnte aber nichts entdecken.

„Du kannst dann ja morgen deine Sachen holen oder besser: Wir fahren einfach bei dir vorbei und sammeln alles ein.“ Er sah ihr Erstaunen und ihr ungläubiges Gesicht.

„Nein, nein, keine Angst. Ich habe sogar eine neue Zweitzahnbürste und das Bett im Gästezimmer ist schnell gemacht. Nur Nachthemd habe ich keines. Ein Frühstück bekommst du auch, gratis.“

„Dann mach' noch einen Fendant auf oder sonst irgendetwas.“ Sie hatte sich entschieden.“ Agathe war gegangen und diesmal wusste er wohin.

Er schlief diese Nacht ruhig und traumlos. Am Morgen war das Frühstück schon fertig, weil morgens für beide ein unterschiedlicher Begriff war. Sie gaben ein interessantes Paar ab, er in Jeans und Pullover, sie im kleinen und eleganten Schwarzen.

Er bepackte sein Auto und sie fuhren hintereinander nach Luzern zu Miriams Wohnung. Miriam war erstaunlich schnell fertig, der Subaru Justy war bis unter das Dach voll und sie starteten gut gelaunt und nun passend gekleidet Richtung Entlebuch und dann durchs Flühlital nach Sörenberg. Kein Mensch außerhalb kannte Sörenberg, geschweige denn wusste er, dass man da Skifahren konnte. Dabei war es bei den Luzernern sehr beliebt. Es bestand eigentlich nur aus Ferienhäusern und ein paar mehr oder weniger gemütlichen Restaurants. Die Spezialität in diesem Tal war Käse. Käse in jeder Form und Zubereitungsart, die einen immer wieder überraschte. Anscheinend war dies das Tal der Vegetarier, denn irgendein Gericht mit Fleisch suchte man auf den Speisekarten vergeblich. Oder es war nicht möglich, im Winter Fleisch dahin zu schaffen. In der kleinen Ortschaft Flühli, fünf Kilometer vor Sörenberg gab es den einzigen Metzger weit und breit. Martin kaufte mit Miriams fachlicher Unterstützung so viel ein, dass sie die Tage überleben würden. Bei den Eiern achtete er darauf, nicht die günstigeren, ausländischen Eier zu nehmen. Sie waren als solche extra gekennzeichnet, klein und runzelig und schmeckten nach Fischmehl. Ganz offensichtlich kam hier eine grundsätzliche, politische Absicht ans Tageslicht. Was mussten die Schweizer eigentlich von uns Deutschen halten, dachte Martin. Glauben die wirklich, dass wir so etwas essen würden? Und woher, zum Teufel, bezogen sie solche grässlichen Eier? Es musste da eine eigene, geheime Produktionsstätte geben.

Das Appartement, das Martin gemietet hatte, war eines der home sharing – Wohnungen von Happymag, dem einzigen größeren Gebäude in Sörenberg. Die Eigentümer eines der Zwei-Wochen-pro-Jahr-Anteile konnten ihren Anspruch auch untervermieten. Er hatte allen, auch Miriam, verschwiegen, dass er in einem kleinen Seitental, nur einen guten Kilometer hinter der Jugendherberge von Salwidili, eine nicht mehr bewirtschaftete Almhütte ohne Zufahrtsstraße langjährig gepachtet und diesen völlig einsamen Platz für sich hergerichtet hatte. Es gab fließendes Wasser, weil ein Bächlein neben der Hütte vorbeifloss und eine Badewanne, die das Wasser nach einem Sturz über einen größeren Stein selbst hergestellt hatte. Ein wenig Strom wurde erzeugt von einem Solarpanel und gespeichert in ein paar Akkus, die ihm Licht und Satelliten-Fernsehen ermöglichten. Die Heizung war zentral für den einzigen Raum in Form eines alten, holzbefeuerten, Herds mit Warmwasserkessel wie in einem alpenländischen Bauernhofmuseum. Holz gab es rundum genug. Er war schon lange nicht mehr dagewesen, schätzte aber die potentielle Möglichkeit, sich vollständig zurückzuziehen. Da das Tal am Anfang eines großen Naturparks lag, streifte nicht einmal ein Jäger an der Hütte vorbei. Möglicherweise wusste auch niemand mehr, dass da überhaupt eine Hütte war. Da die Schweiz genügend schöne Täler hatte, konnte sie es sich leisten, dieses Tal einfach zu vergessen.

Er hatte kurz überlegt, ob er Miriam zur Hütte mitnehmen sollte, aber diesen Gedanken gleich wieder fallen gelassen. Das wäre entschieden zu intim gewesen. Die Happymag - Wohnung hatte zwei Schlafzimmer, weil die Standardfamilie zwei Kinder hatte. Das war praktisch, weil dann nicht durch die Diskussion über den Schlafplatz zweideutige, kritische Situationen heraufbeschworen wurden. Er bot Miriam das größere Zimmer an und richtete sich selbst ein. Es war schon später Nachmittag und so begnügten sie sich mit einem Spaziergang in der verschneiten Welt, die die eigentliche Hässlichkeit des Ortes gnädig verbarg. Einmal das schmale Tal hinauf bis zur Rothornbahn und dann wieder hinunter. Einen richtigen Rundweg gab es nicht. Am Ortsanfang, an der für Jugendliche aufwändig präparierten Piste mit Half Pipe und Schanzen, sozusagen dem modernen Teil von Sörenberg, fanden sie ein alpin eingerichtetes Lokal mit Disko-Anmutung, aber ganz netten Plätzchen zum Essen und Verweilen. Sie aßen Käse-Fondue in Ermangelung einer wirklichen Alternative und gingen dann schwer gesättigt, aber zufrieden in ihre Wohnung. Es war eine sternenklare Nacht geworden und sie setzten sich dick in Decken eingehüllt auf den Balkon und tranken schon wieder – für Martin völlig ungewohnt – Alkohol, diesmal aus dem dreizehn-prozentigen Anteil in einem herb-fruchtigen Rotwein. Dazu rauchten sie kubanische Zigarren, deren Rauchschwaden einen betörenden Duft von luxuriöser Gemütlichkeit verbreiteten. Die Sterne funkelten und die Milchstraße breitete in der klaren, trockenen Luft ein durchsichtiges Seidenchiffonband über den Himmel. Am Horizont stieg gerade riesengroß der fast volle Mond in prächtigem Orange auf. Martin konnte es nicht lassen.

„Weißt du eigentlich, warum der Mond am Horizont viel größer aussieht, als wenn er oben am Himmel steht?“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Das schmale Fenster»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das schmale Fenster» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Das schmale Fenster»

Обсуждение, отзывы о книге «Das schmale Fenster» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x