Friedrich Haugg - Das schmale Fenster

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Dr. Martin Hohenstein glaubt nicht an Verschwörungstheorien. Er ist durch und durch Wissenschaftler und interessiert sich nur für seine Arbeit an einem Arzneimittel, das helfen wird gegen den Burn Out und die unzähligen anderen psychischen Probleme, die die heutige Zivilisation mit sich bringen. «Moderne Probleme muss man mit modernen Mitteln bekämpfen», ist sein Credo und er erkennt nicht, wie gefährlich diese Einstellung ist. Entspannung findet er beim Wandern und seinem einzigen Hobby, dem Fliegen. Networking, Partys und Bekanntschaften pflegen betrachtet er aus zynischem Abstand und überlässt es anderen. Ein scheinbar bedeutungsloses Ereignis bringt seine so heile Welt völlig durcheinander. Er wird ohne sein Zutun zur Schlüsselperson in einem großen Spiel, das er lange nicht durchschaut und in dem er Freund und Feind nicht mehr unterscheiden kann.
Dieses Buch ist natürlich ein frei erfundener Roman. Nichts deutet aber darauf hin, dass es in Wirklichkeit nicht so sein könnte.

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„Du meinst, dass mein Flug eben dann auch nicht mehr so geht?“ Martin ahnte nichts Gutes.

„Ganz bestimmt nicht so“, grinste Urs, „Da brauchst du schon erst eine Anmeldung ein paar Tage vorher mit genauer Bezeichnung der Route und des Grundes und alles wird auf Einhaltung der Regeln überwacht werden.“ Er grinste Martin dabei verschwörerisch an. Als ob er wusste, dass Martin so ziemlich alles gemacht hatte, was unerlaubt war.

„Das war's also dann mit der Freiheit über den Wolken. So ein Mist.“

„Genau so ist es. Alles wird perfekter, und alles wird enger. Das ist der Lauf der Zeit.“

Als Martin nach Hause fuhr, konnte er das glückliche Gefühl über sein Flugerlebnis nicht aufrecht halten. Sogar der Himmel schien sich einzutrüben. Aber es war nur, weil die Sonne hinter den Bergen verschwunden war.

Zwei

Weihnachten in Luzern. Ein Traum in Licht, Zuckerguss, Zimt, Weihrauch, Bratwürstchen und freundlichen, geschäftigen Menschen. Und leise rieselte der Schnee, tagelang und unaufhörlich. Was zur Folge hatte, dass der Verkehr zusammenbrach und Martin mehr als eine Stunde bis zum farbenfroh illuminierten Kristallpalast benötigte, nur um auf Menschen zu treffen, die entspannt bis überschwänglich lustig waren und die Arbeit Arbeit sein ließen. Das bunte Völkergemisch der Firma führte zu unterschiedlichen Auffassungen über den Sinn des Weihnachtsfests. Und wäre nicht allgemeiner Weihnachtsfriede hätte es wohl auch Spannungen gegeben. Wenigstens führte der stockende Verkehr dazu, dass es mittlerweile halb elf war und Martins wahrer Geist unter die äußere Hülle geschlüpft war. Miriam war im angeregten Gespräch mit einigen bedeutenden Hierarchen, die er nur vom Sehen oder von einigen wenigen Besprechungen wiedererkannte. Er war froh, dass es unhöflich gewesen wäre zu stören und verkroch sich in eine Ecke in der Hoffnung, dem unvermeidlichen Weihnachtspunsch zu entgehen. Eine Nikolausmütze mit hübschem Allerweltsgesicht, das er schon einmal gesehen hatte oder auch nicht, drückte ihm ein Glas in die Hand. Mechanisch prostete er ihr zu und konnte bereits nach dem ersten Schluck den Aufenthaltsort seiner Magenschleimhäute präzise orten. Gut, dass er sich rechtzeitig mit Tabletten gegen Sodbrennen eingedeckt hatte.

Das unvermeidbare Wiederkehren dieser sogenannten, stillen Zeit hatte er oft genug erlebt, um es noch zu genießen. Vor allem waren seine Erinnerungen daran überwiegend negativ. Nicht nur, dass Susanne sich, einem Naturgesetz folgend, genau in dieser Zeit mit ihm endgültig verkracht hatte. Er wollte nämlich gerade die sich eröffnende Zeit nutzen, um eine Idee auszuarbeiten, die die Welt retten würde und sie kam an seinen Schreibtisch und meinte, dass doch jetzt eine gute Gelegenheit wäre, die Mülleimer gründlich sauber zu machen. Viel prägender für ihn war, dass in früheren Zeiten die weihnachtliche Ruhe und Besinnung immer mit vollständiger seelischer und körperlicher Erschöpfung begann. Alle Firmen freuten sich so sehr auf Weihnachten, dass sie auch alles dafür taten, dass keine Sorgen und liegengebliebenen Arbeiten den Genuss der feierlichen Zeit schmälerten. Was mit steter Regelmäßigkeit zu einer jedes vernünftige Maß überschreitenden Hektik und in den kollektiven Burn Out führte. Es muss als ein gesellschaftlich evolutionärer Fortschritt bewertet werden, dass die meisten Firmen dazu übergegangen waren, das Geschäftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr zusammenfallen zu lassen. Für Martin war diese Erleichterung jedoch kein essentieller Vorteil. Die fehlende Hektik wurde jetzt durch ausgiebige Weihnachtsfeiern auf jeder organisatorischen Ebene und für jede Projektgruppierung substituiert. Da der Smalltalk auf seiner Negativliste sehr weit oben stand, ergab sich für ihn keine Verbesserung.

Mittlerweile waren alle sehr lustig, auch die dem traditionell besinnlichen Volksstamm Angehörenden, so dass er völlig unbemerkt das Weite suchen konnte. Er ging durch die verschneiten Wege hinauf zur Museggmauer und vorbei an den berühmten Türmen. Von nächtlicher Illumination verstanden die Schweizer etwas und zusammen mit den tief verschneit herabhängenden Ästen, die um jeden Baum kleine Zwergen- und Feenhäuschen gebaut hatten, ergab sich ein Bild von solcher Schönheit, dass es ihm schon fast peinlich war, wie sehr es ihn berührte. Ich kann eigentlich ganz zufrieden sein, dachte er und bemerkte gar nicht, wie die äußere Schönheit und Stille Einfluss auf sein Denken nahmen. Ich habe einen wunderbaren Job, NeuroX' Gewinne steigen stetig, steil und anscheinend unaufhaltsam, meine Wohnung ist für mich ideal und ich habe keine materiellen Sorgen. Und dass Agathe ihn jetzt regelmäßig besuchte, ja beinahe bei ihm wohnte, war eine wunderbare Sache. Sie konnte kommen und gehen, wann sie wollte und tat das auch. Genau das war für ihn die richtige Beziehung. Wenn sie da war, trug sie erheblich zur Gemütlichkeit bei und wenn sie weg war, freute er sich auf ihr baldiges Kommen.

In der Delikatessenabteilung von Globus kaufte er verschiedene Sorten von feinem Fisch, schon fertig zubereitet. Durch die Anwesenheit von Agathe konnte er es sich, was das Essen betraf, nicht mehr so leicht machen. Sie war deutlich anspruchsvoller als er. Als er endlich nach Hause kam, wurde er bereits erwartet. Sie saß auf dem Sofa und sah ihn mit ihren klaren Bernsteinaugen erwartungsvoll an. Als er gerade für sie beide zwei Teller mit den Köstlichkeiten dekoriert hatte, läutete es. „Hallo Agathe, hallo Martin“, sagte Miriam und setzte sich dazu. Agathe war es gleich. Eifersucht war ihr fremd, wenn das Essen stimmte.

Miriam besuchte ihn sehr selten, also gab es einen Grund. Er teilte seinen Teller mit ihr und holte eine Flasche Fendant hervor. Zur Feier des Tages. Agathe war fertig, setzte sich neben sie und lauschte.

„Ich muss dir noch etwas sagen.“ Aha.

„?“

„Am Freitag, als du in Basel warst, ist uns ein USB-Stick abhanden gekommen. Wir haben zwei Stunden gesucht, aber nichts gefunden.“

„Was war drauf und wer hat gesucht?“

„Was drauf war, weiß ich nicht so genau, aber es war der Stick mit dem du auch Sicherheitskopien gemacht hast.“

Martin vertraute nämlich nie den zweifellos umfangreichen Sicherungs - und Back up - Aktivitäten der IT-Abteilung. Am liebsten hätte er alles auf Papier ausgedruckt. Ohne seine private Sicherung wenigstens auf dem Stick, fühlte er sich nicht wohl. Es wurde nicht gerne gesehen, weil ein Stick einfach alle Sicherheitssysteme unterläuft und die Weitergabe von Daten so gut wie nicht kontrollierbar macht. Aber fast jeder machte es so. Private Bilder, you tube - Filme, wichtige Firmendaten, alles wurde auf so einem Stick gespeichert. Vor allem, weil mittlerweile riesige Datenmengen auf das kleine Ding passten. Aus Sicherheitsaspekten war das eine einzige Katastrophe.

„Mist. Wer weiß davon?“

„Nur ich und die beiden im Labor. August war richtig blass. Frank war cooler, wohl weil er sich als Neuling nicht ganz so betroffen fühlte.“

„Habt ihr auch gründlich gesucht?“

Miriam verdrehte die Augen zur Decke. „Zwei Stunden und alles abgesucht. Er ist weg.“

„Nochmal Mist. Da waren auch die letzten Testergebnisse drauf.“

„Da kann doch keiner etwas damit anfangen. Das war doch nichts Fertiges.“

„Stimmt schon. Aber ärgerlich ist es allemal.“ Für Martin sah es so aus, als ob Miriam in ihrem kleinen Schwarzen und in ihrer schwarzen Strumpfhose geschrumpft wäre. Sie tat ihm leid.

„Jetzt sind erst einmal Feiertage. Da können wir sowieso nichts machen. Also entspannen wir uns. Was machst du eigentlich die nächsten Tage?“ Er wusste, dass Miriam genauso wie er ein Single - Dasein führte.

„Gar nichts. Zu meinen Leuten mag ich nicht fahren. Berlin ist mir zu weit. Und überhaupt, der ganze Weihnachtsstress geht mir auf den Geist.“

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