Armin Odoleg - Ingenieure - Status und Perspektiven

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Dieses Werk ist mit einem naturwissenschaftlich-technischen Blick geschrieben. Es stellt dar, mit welchen Mechanismen die Probleme unserer Zeit entstehen. Es zeigt, dass es sich um ein perfides System handelt, in dem kurzfristiger Vorteil in Verbindung mit Verantwortungslosigkeit regiert. Die Strategie liegt darin, nur positive Informationen zu kommunizieren (vgl. auch Stichworte auf dem Einband), was durch Einführung einer Informationsfilterebene geschieht. Dies ist auch die Ursache dafür, dass bei vielen Projekten erst zum Zeitpunkt der Fertigstellung «plötzlich» festgestellt wird, dass lange Verzögerungen zu erwarten sind. Technische Projekte werden nur noch «gemanagt», was dazu führt, dass es teilweise nicht möglich ist, die enthaltenen Aufgaben zu lösen. Im Bereich «Ingenieurwesen» werden dazu viele teilweise unterhaltsame Beispiele angeführt. Sie belegen, dass nicht mehr Facharbeit im Vordergrund steht, sondern Verwaltungsaufgaben und Sicherung des Arbeitsplatzes. Die Bedienung der Systeme hat oberste Priorität bekommen, was im Widerspruch zum allseits geforderten und kolportierten Querdenkertum steht. Dieses würde genau darin bestehen, Systeme in Frage zu stellen. Weiterhin wird gezeigt, dass Oberflächlichkeit, Inkompetenz und insbesondere Dreistigkeit durch diese Systeme unterstützt wird, womit das Produkt auf der Strecke bleibt. Zur Analyse erscheint es dem Autor sinnvoll, darzulegen, wie Entscheidungsträger «funktionieren» bzw. welche Defizite sie haben. Die Strukturen werden durch Journalismus, Industrie, öffentliche Meinung und Politik unterstützt. Die Manipulation der Öffentlichkeit findet durch irrelevante, falsche und in vielen Fällen inkompetente Berichterstattung statt. Die überforderte Politik kaschiert ihre Inkompetenz durch Zusammenarbeit mit der Industrie zum Zwecke des Machterhalts beider Seiten. Die Eskalation der Systeme wird mittelfristig in Europa nur Verlierer produzieren, wenn sich nichts grundlegendst ändert.

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Es kann aber auch sein, dass die Länge von 1000 mm ganz exakt eingehalten werden muss. Sagen wir auf ±1/100 mm. Also sind 99,99 bis 100,01 mm zulässig. Und dies macht den Stab teuer: Beispielsweise muss er zunächst wegen der Wärmedehnung des Materials auf eine spezielle Temperatur gebracht werden, um dann mit Überlänge abgesägt zu werden und um ihn zum Schluss beispielsweise auf Länge zu schleifen. Wenn er dann mit der niedrigen Toleranz, also mit den 1/100 mm geliefert wird, so ist seine Qualität höher als mit 10 mm Toleranz. Und die höhere Qualität kostet Geld. Und deshalb ist ein Passat deutlich teurer als ein VW Polo.

Die Aufgabe des Ingenieurs liegt nun darin, die Toleranz möglichst hoch zu wählen, damit die Teile günstig werden gemäß dem Motto: „Gut genug ist der Feind des Optimums“. Leider ist es heutzutage fast normal, zu eng zu tolerieren, damit man auf der „sicheren Seite“ liegt. Daran erkennt man Ingenieure mit wenig Erfahrung.

Die Qualität eines spezifizierten Gegenstandes ist somit quasi eine Eigenschaft desselben. Genau, wie beispielsweise gefordert wird, dass er grün ist, wird seine Länge von 1000 mm mit ±10 mm Toleranz gefordert. Und wenn Dinge produziert werden, bei denen es auf die Farbe ankommt, muss selbst der Farbton der Farbe toleriert werden.

Wenn aber verkündet wird, dass „die Qualität verbessert werden muss“, was sogar Qualitätsmanager vertreten, so kann man feststellen, dass sie von diesem Prozess wenig Ahnung haben. Denn Qualität kann auf direktem Wege nicht verbessert werden. Sie ist in den Spezifikationen festgelegt und sie wird eingehalten oder nicht. Es kann lediglich dafür gesorgt werden, dass das Produkt den Spezifikationen gemäß gefertigt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, so man muss überlegen, warum. Oder die Spezifikationen muss geändert werden, wenn der Gegenstand diesen entspricht, das Produkt aber dennoch nicht gekauft wird. Im Folgenden wird gezeigt, inwieweit gerade die Ingenieure, die diese Regeln kennen, überhaupt eine Chance erhalten.

Ein Detail sei noch erwähnt: Zahlen oder Anforderungen, die in Spezifikationen vorkommen, sind im Allgemeinen fix und müssen eingehalten werden, um die Qualität zu erreichen. Es hat sich jedoch als sinnvoll erwiesen, diese Zahlen während eines Projektes kontinuierlich zu überprüfen, da sich unter Umständen Randbedingungen geändert haben, die die Spezifikation und somit Zahlen oder Anforderungen und damit auch die Kosten beeinflussen.

Schlechte Nachrichten

Es ist klar, dass es schlechte Nachrichten geben muss. Es geht immer einmal etwas schief 22. Gleichzeitig sagt man, „dass der Überbringer der schlechten Nachricht getötet wird". Sie sind unangenehm und zerstören das Weltbild, das man sich mühsam geschaffen hatte.

Schlechte Nachrichten resultieren häufig aus Fehlern, die Gefunden wurden. Einen Fehler definiere ich hier als Zustand, bei dem entweder etwas gegen den aktuellen Stand der Technik verstößt oder bei dem die Spezifikationen nicht erfüllt sind oder etwas sich so darstellt, dass die Spezifikationen nicht erfüllt werden können. Zunächst muss aber ein Fehler überhaupt erst festgestellt werden. In diesem Falle existieren mehrere Optionen: Der Fehler ist wichtig oder man kann ihn ignorieren. Dies kann nicht immer auf Anhieb erkannt werden. Bisweilen sind aufwändige Berechnungen notwendig, die zeigen, inwieweit der Fehler Relevanz hat. Die Konsequenz ist, dass man als „Fehlermelder“ das Risiko eingeht, viel Wirbel um nichts zu erzeugen. Wenn man vor einem Fehler die Augen verschließt, geht man somit in keinem Falle das Risiko ein, dass man Arbeit macht, von der sich im Nachhinein herausstellt, dass sie unnötig war. Zudem man, wie beschrieben, sich immer unbeliebt macht, weil man schlechte Nachrichten überbrachte. Aus diesem Grunde werden Fehler sehr gerne einfach ignoriert.

Aus Fehlern lernt man eigentlich. Mit Sicherheit sind schon viele Patente aus Fehlern entstanden: Es bedeutet oft viel Arbeit, Fehler zu finden um sie dann kostengünstig abzustellen. Hier ist Systematik und auch Wahrnehmung gefragt. Die Methoden zur Fehlervermeidung legen die Normen „ISO 9000“ bzw. „ISO 90XX“ fest. Diese Normen unterstützen Firmen und auch Ingenieure darin, aus Fehlern systematisch zu lernen. Das haben aber scheinbar wenige so richtig verstanden. Oder wollen es nicht verstehen. Bei allen Dingen im Leben gab es Personen, die über etwas nachdachten und die Ergebnisse in Regeln, Gesetze und Normen „gegossen“ haben. Man muss sich nicht zum Sklaven derselben machen, aber im Allgemeinen steckt ein gewisser Sinn hinter Normen und Richtlinien.

Da somit die Karriere gefährdet wird, wenn man schlechte Nachrichten wie beispielsweise einen detektierten Fehler überbringt, überbringt man eben keine. Wer nichts anfasst, macht auch nichts kaputt. Zumal andere Leute auch immer nur gute Nachrichten bringen. Sonst würde man sich negativ abheben und somit wird immer nur „Kein Problem“ an die nächsthöhere Stelle gemeldet.

Bei extremen Leistungsproblemen einer Serie wurde ich beispielsweise angewiesen (mündlich – logisch), nicht zu schreiben, dass die eine Serie schlechter als die andere ist – nein, die andere musste besser als die eine sein, obwohl die eine so schlecht war, dass sie dadurch faktisch nicht verkauft werden konnte. Die Gefahr war offensichtlich gegeben, dass der Bericht dem Firmeninhaber in die Finger fällt und dieser bekommt von jedem immer nur positive Rückmeldungen. Weiterhin wollen obere Führungskräfte gar keine schlechten Nachrichten.

Dies trifft sich gut mit der kognitiven Dissonanz. Warum?

1 Die Meldung eines Fehlers oder einer schlechten Nachricht widerspricht dem Aschschen Konformitätsexperiment. Die meisten Personen machen es deshalb nicht, um mit der Mehrheit „konform“ zu sein. Es ist menschlich.

2 Wenn ein Problem auftritt, so muss man darüber nachdenken, es abzustellen. Dies ist unbequem. Außerdem müssten echte Entscheidungen getroffen werden – und nicht nur die Sache so weiterlaufen lassen, wenn jeder andere denkt, sie liefe gut.

3 Wenn in einer Aktiengesellschaft etwas schief geht oder die Gefahr besteht, dass etwas Größeres misslingt23 , so müssen Rückstellungen (Glossar) getroffen werden. Diese reduzieren in diesem Geschäftsjahr den Gewinn der Firma. Und dieser Gewinn hängt direkt mit den Boni (also den Zusatzeinkünften) der Vorstände zusammen. Durch Rückstellungen verdienen Vorstände, die Rückstellungen treffen mussten, eben in so einem Jahr einfach eine Million weniger. Somit meidet man eine Rückstellung so lange, bis der neue Vorstand die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Der kurzfristige Vorteil steht im Vordergrund.

4 Wenn es einer Firma so schlecht geht, dass sie Entlassungen aussprechen muss, können das ja zunächst einmal keine eigenen Fehler sein – Man begründet dies mit der „Marktlage“, wobei jeder innerhalb der Firmen weiß, dass dem nicht so ist. Als Nachweis der schlechten Marktlage werden Firmen angeführt, denen bekannter Weise Fehler unterliefen. Im gleichen Atemzug streicht man die eigene Exzellenz heraus. Teilweise ist es unglaublich, zu welchen Verdrehungen das menschliche Gehirn fähig ist, um die eigene Inkompetenz zu kaschieren. Die Ursache liegt im „Dunning-Kruger“-Effekt. Sie bemerken ja selbst nicht, was für einen Unfug sie treiben und schreiben. Für viel Geld werden Beraterfirmen engagiert, die die Entlassungen personalisieren und die somit quasi mit dem Finger auf die zu Entlassenden zeigt. Für die Entlassungsmaßnahme ist immer Geld vorhanden. Denn wenn man selbst Entlassungen aussprechen würde, müsste man sich selbst die Finger schmutzig machen. Die Beraterfirmen dienen somit der Aufrechterhaltung der kognitiven Dissonanz der Vorstände bzw. Firmeninhaber. Beim Gehalt dieser handelt es sich somit um unnötige Luxus-Kosten, die die Personengruppe der Vorstände und Firmeninhaber zusätzlich zum Gehalt beansprucht.

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