Reinhard Heilmann - Am Rande des Eises

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Das Leben in der Steinzeit. Geprägt von Natur und täglich neuer Lebenserfahrung, die man nirgendwo nachlesen konnte. Jeder Tag spannender und ganz anders als der vorherige. Die Menschen erleben mit Einfühlvermögen und Kreativität, mit Erkenntnissen und ständig neuen Erfahrungen, was das Wunderbare am Leben ist. Es ist wie der Songtext eines heutigen Sängers, der von Leben, das «gefühlt für hundert Leben reicht» singt. Und die sehr offene und positive Einstellung der Menschen ist ein wichtiges Fragment, das dadurch Bestandteil eines wunderbaren Erlebens ist.

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Aram füllt die mitgebrachte Schweinsblase mit dem frischen Wasser für die Morgensuppe. Vergnügt tollt der kleine Wildfang neben ihr her und versucht einen der im flachen Wasser patschenden Fische zu fangen.

Plötzlich verstummen die Vogelstimmen ringsum, kein Laut mehr, Aram hört ein leises Knacken und sieht hinter sich einen riesigen Schatten, der ihren eigenen Schatten verschluckt, näher kommt und größer und größer wird. Sie dreht sich blitzartig um.

Zuerst kann sie nicht erkennen, was das für ein Riesenwesen ist, das hinter ihr erschienen ist. Sie ist geblendet von dem Sonnenkranz, der die Silhouette umgibt und zugleich von dem Schatten, den das große Tier auf sie wirft. Ein Bär. Ein Mordsexemplar von einem Höhlenbären, der an dieser Stelle offensichtlich ältere Rechte an der Tränke geltend machen will.

Der kleine Wildfang hat sich in Arams Schutz zurückgezogen und bellt wie verrückt und keift aus sicherer Entfernung.

Aram ist vor Angst erstarrt, das Blut schein ihr in den Adern zu gefrieren. Sie versucht dennoch halbwegs bei klaren Gedanken zu bleiben und ihren Verstand zu gebrauchen. Auf einen Kampf darf sie es nicht ankommen lassen, schießt es Aram durch den Kopf, ein einziger Tatzenhieb nur würde sie kampfunfähig machen und danach ...

Trotz ihres Schreckens, der ihre Glieder lähmen will und sie gleichzeitig an panikartige Flucht denken lässt, erinnert sich Aram verzweifelt an das, was die Alten und die erfahrenen Jäger an den Lagerfeuern erzählen: sich niemals plötzlich oder ruckartig bewegen, nach Möglichkeit kühlen Kopf bewahren und nur wohl überlegt handeln; es käme in diesen Momenten darauf an, das ebenso überraschte, aber keineswegs erschreckte Gegenüber zu überlisten, - hatten einige erzählt-, und den Moment auszunutzen, solange keine unmittelbare Angriffsgefahr bestünde; lebenswichtig sei, den Gegner die eigene Angst nicht spüren und vor allem nicht riechen zu lassen; deshalb solle man sich mit vorsichtigen Bewegungen zum einen auf einen geeigneten Schutz zubewegen, sich zum anderen aus der Windrichtung bewegen, falls der Wind ungünstig stand.

Also nach diesen Regeln hatte Aram ja bereits einiges falsch gemacht, dachte sie verzweifelt.

Egal, war ihr nächster Gedanke, Ruhe bewahren.

Das Überraschungsmoment ausnutzen, das war es, schoss es Aram durch den Kopf, selbst wenn das Tier Aram schon länger beobachtet und das Mädchen regelrecht angepirscht hatte. Aber dem schien nicht so, der Bär rührte sich nicht und beäugte die junge Frau aus seinen braunen, eher zutraulich wirkenden Augen, die so gar keine Aggressivität vermuten ließen.

Aram bewegte sich vorsichtig auf eine Kiefer zu, die nur etwa zwei, drei Schritte halblinks hinter ihr stand, ein Baum, dessen Geäst es ihr erlauben würde, sich zu den ersten stärkeren Astenden hinaufzuschwingen, um dann geschwind weiter hinaufzuklettern, bis sie hoffentlich in Sicherheit war. Natürlich konnte der Bär ihr folgen, Bären waren geschickte Kletterer, doch taten sie dies nur, wenn sie wirklich Hunger hatten und ihre Beute einholen wollten. Ansonsten würde er sie in Ruhe lassen, hoffte Aram und würde sich irgendwann davontrollen.

Der kleine Wildfang musste selber sehen, wie er sich in Sicherheit brachte, und sollte sich mit seinen kleinen stämmigen Beinchen am besten schnell aus dem Staub machen, dachte Aram, nicht, ohne sich dabei ein wenig schäbig vorzukommen, aber was sonst konnte sie für den Kleinen tun?

Noch ein vorsichtiger Schritt zur Seite, Aram erreichte den Baum und schwang sich mit einem einzigen Satz zu den unteren Ästen empor, immerhin für eine kleine Frau von nur knapp einem Meterundsechzig eine ganz schöne Leistung. Sie kletterte rasch weiter, hangelte sich hoch von Ast zu Ast und verschnaufte erst und sah erst nach unten, als sie inzwischen vielleicht so zehn, zwölf Meter hoch geklettert war.

Der Bär schaute zu ihr hoch und grunzte.

Wildfang, nun ohne den Schutz seines Frauchens, war kläffend davongesaust.

Viel zu eng, dachte Aram, es ist hier alles viel zu eng und zu verzweigt für einen so gewaltigen Bären, der kommt hier gar nicht rauf.

Sie schnaufte zufrieden, setzte sich auf einem dicken ausladenden Ast zurecht, lehnte sich gegen den Stamm und versuchte sich erst einmal zu beruhigen. Wer weiß, wie lange ich hier sitzen muss, dachte sie besorgt; hoffentlich ist die Schweinsblase nicht geplatzt, die ich vor Schreck hatte fallen lassen, als der Schatten des Bären auf mich fiel, dachte Aram, denn das war ihre einzige und Wildschweine gab es nur selten hier und Rentierblasen sind bei weitem nicht so fest und strapazierfähig wie Schweinsblasen ...

als wenn es darauf jetzt ankäme.

Der Bär unter ihr machte sich an dem Baum zu schaffen. Er kratzte an der Rinde und rüttelte, dass es Aram richtig schüttelte dort oben und lieber kletterte sie geschwind noch ein paar Äste höher hinauf, wo es vielleicht doch sicherer war.

Sie war sich ziemlich sicher, dass der Bär ihr nicht folgen konnte, aber eben nur ziemlich; alles in allem war es ihr gar nicht wohl zumute und sie hoffte, dass sie Recht behielt.

Ein riesiger Kerl, den Aram jetzt von ihrer sicheren Position aus in Ruhe beobachten konnte. Der Kopf so groß wie eine Rentierkeule, bestimmt so mindestens drei Meter groß, wie er da aufrecht unter dem Baum stand und zu Aram hochäugte.

Und der stank ganz fürchterlich, erst jetzt bemerkte Aram den grässlichen Geruch dieses Zottels, dessen Fell zwar recht sauber und geputzt aussah, aber fürchterlich stank.

'Niemals hätte der mein bisschen Angstschweiß riechen können', dachte Aram.

Schon wieder rüttelte der Bär an dem Kiefernstamm und diesmal so kräftig, dass die junge Frau beinahe von ihrem Ast gefallen wäre, hätte sie nicht im letzten Moment Halt an einem darüberhängenden Ast finden können.

Mit gewaltiger Kraft und mit ungeduldigem Brüllen zerrte und rüttelte der Bär ... und ließ plötzlich ab. Er drehte den Kopf nach hinten, hob die Nase und schnupperte in die Luft; irgendetwas anderes musste seine Aufmerksamkeit abgelenkt haben, jedenfalls ließ er sich nieder auf seine vier Pfoten und trabte fort von dem Baum, latschte quer durch den Bach und verschwand schließlich im Dickicht auf der anderen Seite.

Erst jetzt hatte Aram Zeit für ein Stoßgebet und dankte dem Gott des Waldes und der Feen, dass er ihr geholfen und den Bären auf eine andere Fährte gelockt hatte.

'Wie lange mag das schon her sein seitdem ich hier hochgeklettert bin', überlegte Aram nach einer Weile, vielleicht vermisst mich Merolf schon und kommt mit ein paar Jägern, mich zu suchen.

Die Sonne stand jetzt schon weit über dem Horizont, es war wieder ein Pfeifen, Zwitschern und Geflatter um sie herum, auch die Vögel und das andere Getier im Walde hatten sich von ihrem Schrecken erholt und machten so weiter wie vorher.

Im Lager waren bereits alle auf und Merolf hatte sich gewundert, dass Aram noch nicht zurück war und die Morgensuppe noch nicht im Feuer dampfte, als Wildfang angesaust kam und wie verrückt bellte und dabei mit dem Hinterteil wedelte und an Merolf hochsprang, als wenn er ihm etwas mitteilen wollte.

“Aber du bist doch mit Aram zusammen fortgegangen“, meinte Merolf zu dem Hund, “wo ist denn dein Frauchen geblieben? Bist du ihr davongelaufen?” - Oder ist etwas passiert ...?

Beim letzten Gedanken stürzte Merolf zurück ins Zelt, griff seine Holzlanze und stürzte auch schon davon. “Komm“, rief er Wildfang zu,“ zeig mir den Weg!“. Und Wildfang raste auch schon voraus.

Verdammt, Merolf machte sich Vorwürfe, während er so schnell es das Gestrüpp zuließ, in Richtung Bachlauf lief, “Können wir helfen?”, riefen Kilur und Sögram, die beiden Freunde, als Merolf an ihrem Zelt vorbeihastete. “Kommt mit, irgendetwas ist mit Aram passiert”, rief Merolf ihnen atemlos zu und war auch schon vorbei.

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