Martina Raub - Drachenfels

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Es begann mit EINEM Knochen. Von EINEM Opfer. Doch das war nur der Anfang …
Durch Untersuchungen im Kölner Dom geraten deri Archäologen in eine Mordserie mit über hundert Todesopfern. Als Berater für die Polizei bemühen sie sich um Aufklärung der Ereignisse, doch sie stoßen überall nur auf Schweigen. Allein die junge Sara, die im Rollstuhl sitzt, seit auch sie den Tod finden sollte, ist bereit, ihnen zu helfen. Als ein neues Opfer entführt wird, werden die Ermittlungen zu einem Wettlauf mit der Zeit.

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Zu dritt beendeten sie den kurzen Rundgang durch die nordische Sagen- und Götterwelt, um sich dann vom Rundweg aus der Kuppelhalle heraus zur Drachenhöhle leiten zu lassen.

„Achtung, Gefahr für dich“, rief Raimund mahnend zu Andreas, der auch schnell reagierte. Sie gingen auf einen künstlichen Tunnel zu, dessen Höhe laut Warnschild 1,70 m betragen sollte. Aber Andreas musste den Kopf sehr tief zwischen die Schultern ziehen und gebückt gehen, um seinen Begleitern folgen zu können. Wenigstens war der Tunnel, der sich um Ecke und Ecke wand wie eine Schlange, fast einen Meter breit, so dass er nicht mit seinem Rucksack anstieß. Winzige Löcher und Aussparungen wie Schießscharten waren in den Tunnel eingelassen, damit es nicht ganz dunkel war. Auch spärliche Lampen, mit künstlichen und echten Spinnweben und trockenem Blättergeäst verdeckt, gab es. Doch alles in allem konnte sich Andreas gut vorstellen, dass Kinder oder klaustrophobische Menschen hier das Grausen bekommen konnten. Schon nach zwei Biegungen war der Eingang nicht mehr zu sehen und die Windungen nach vorne machten es unmöglich abzuschätzen, wie lange sie noch durch die drückende Dämmerung abwärts straucheln mussten. Die nächste Biegung war steil, fast ein 90-Grad-Winkel und Raimund vorne ging nicht schnell genug. Andreas musste stehen bleiben und bemerkte, dass er nicht mehr sicher war, ob der Eingang rechts oder links von ihm lag und wie weit er entfernt war. Er konnte seinen Atem hören, aber auch spüren, dass er schnell und heiß war. Und er ärgerte sich. Platzangst war für ihn nie ein Thema – konnte es nicht sein, wenn er bei Ausgrabungen effektiv arbeiten wollte –, aber dieser dunkle künstliche Tunnel löste Beklemmungen bei ihm aus. Heute Abend, wenn er in seine Wohnung zurückgekehrt sein würde, wollte er analysieren, was dieser Tunnel in ihm bewirkte. Aber nicht hier und nicht jetzt.

„Oh, Fafnir. Du Mächtiger. Du Schlauer!“

Vor ihm rief Raimund und ein Lichtschein war zu sehen. Hinter der letzten Biegung öffnete sich ein Gesteinsrund, über dessen zackigen Rand der blaue Himmel thronte. Umgeben von echten und künstlichen Felsen standen die drei Männer wie am Boden eines Vulkankraters und blickten auf einen See, in dessen Mitte ein steinerner Drache ruhte. Im algengrünen Wasser blitzte etwas in den Sonnenstrahlen und bei näherem Hinsehen konnten sie Geldmünzen erkennen. Opfergaben an den Drachen, damit er seinen Besuchern Glück brachte.

„Wie aufgeklärt unser Zeitalter doch ist“, dachte Andreas bei sich.

Laut aber sagte er: „Na, wenn das Fafnir ist, dann ist er aber in letzter Zeit nicht mehr ganz so springlebendig wie berichtet. Und der soll den Rhein bewacht haben?“

Jerara, der nicht ganz vertraut war mit der Sage, stieß Andreas an: „Erzähl mal.“

Der Wissenschaftler überlegte kurz und begann dann zu erklären: „Eigentlich werden hier zwei Legenden gemischt. In der nordischen Mythologie gibt es drei Zwerge, von denen einer Fafner hieß.“

„Zwerge? Ich dachte, es geht hier um Drachen?“

„Nur nicht so ungeduldig, mein junger Padawan“, ließ sich Raimund hören, nachdem er sich auf einen der großen Findlinge in die Sonne gesetzt hatte und seine Kollegen, aber auch den steinernen Drachen und dessen künstliche Höhle beobachtete. Rechts von ihm war ein Durchgang in den Fels gehauen, dort schien der Rundweg weiterzugehen.

Jerara grinste. Natürlich kannte er das berühmte Filmzitat, das sein Professor gerade genutzt hatte, und er neigte anerkennend den Kopf.

„Also, wie wird aus einem Zwerg ein Drache?“, fragte er dann.

„Durch Gier“, antwortete Andreas und setzte sich auch auf einen der warmen Felsbrocken. „Fafner hatte zusammen mit seinen Brüdern einen Goldschatz erlangt – wie sie dazu gekommen sind, würde jetzt zu weit führen. Fafner war der gierigste der Zwerge, hat seine Brüder ausgetrickst, seinen Vater getötet und sich mit dem Schatz in einer Höhle verschanzt. Dort lauerte er auf dem Gold und verwandelte sich durch den Fluch des Goldes langsam in einen Lindwurm.“

„Aha, und der hat dann den Rhein bewacht.“

„Nicht ganz. Er wurde von seinem eigenen Bruder getötet und des Goldes beraubt. Wagner hat dann diese Geschichte in seinem Ring-Zyklus adaptiert, hat aus dem Lindwurm einen Drachen gemacht und ihn von Island ins Rheinland transportiert. Das passte genau in den Zeitgeist des damaligen Deutschland, das gerade die eigene Schönheit und Mythologie wiederentdeckte. Geschichten über einen Drachen, der auf der höchsten Spitze des Siebengebirges hauste und vorbeiziehende Schiffe auf dem Rhein in Brand setzte, hatte es schon seit Jahrhunderten gegeben. Bei Wagner und schließlich auch im Volksglauben wuchsen beide Geschichten zusammen und seitdem heißt es, Fafnir – jetzt mit i, statt mit e – habe über den Rhein geherrscht und Jungfrauen gefressen, bis ihn Siegfried, der weder Zwerg noch sein Bruder war, erschlagen und in seinem Blut gebadet hat. Dadurch wurde Siegfried unverletzlich, außer an einer Stelle, wo ein Blatt geklebt hatte und kein Drachenblut hingekommen war.“

Jerara starrte gedankenschwer auf den steinernen Drachen und ließ sich das Gehörte durch den Kopf gehen: „Seid ihr denn dann sicher, dass die Menschen das Geld in seinen Teich werfen als Glücksbringer? Warum nicht, um ihn milde zu stimmen?“

„Als Opfergabe? Statt der Jungfrauen von früher nun Münzen? Sehr symbolhaft. Aber ob sich die Besucher dessen bewusst sind?“

Raimund stand auf und klopfte sich den Staub von der Hose: „Ihr wisst schon, dass ihr über eine Steinfigur sprecht? Wenn es ein echter Drache wäre – okay. Aber das hier?! Ist Stein! Es kann weder Glück noch Unglück bringen noch Jungfrauen verschlucken. Also bitte: Die nächste Abteilung der Drachenwelt wartet auf uns. Die Nachfolger der Drachen.“

Mit diesen Worten kletterte er die wenigen ungleichen Stufen durch den Ausgang hinauf und verschwand hinter einer Biegung. Seine Begleiter hatten bald zu ihm aufgeschlossen und zu dritt schlenderten sie durch den kleinen Reptilienzoo, der in mehreren liebevoll angelegten Abteilungen Echsen, Schlangen und Spinnen in ihren Terrarien zeigte.

Ganz am Ausgang lag eines der größeren Gehege, in dem ein großer grüner Leguan in seinem Futternapf stand und hastig knackige Salatblätter kaute. Sein prächtiger gezackter Kragen ragte vom Rücken in die Höhe.

„Da kann man doch wirklich der Vermutung erliegen, er könnte ein Nachfahre des Drachen sein.“

Der australische Post-Doc warf einen Blick durch die Gitter und schüttelte den Kopf: „Als ich 17 war und bei meinen Großeltern den Sommer verbracht habe, klebte ein Buntwaran an der Hauswand, als ich rausgehen wollte. Das war ein Drache.“

„Wieso?“, fragte Andreas und überlegte, ob er schon einmal von einem lethal giftigen Waran gehört hatte. Ihm fiel sofort der Komodowaran ein, aber der lebte nicht in Australien, sondern nun einmal ausschließlich auf Komodo.

Jerara ging auf den Ausgang zu, als er lapidar antwortet: „Weil die Viecher zwei Meter groß werden können. Wenn du einmal in das Maul eines menschengroßen Warans geschaut hast, der dich morgens auf der Veranda angähnt, erlangst du Respekt vor der Schöpfung.“

Die beiden älteren Wissenschaftler blieben im Reptilienzoo zurück und schauten sich verwundert an. Einmal mehr wurde ihnen bewusst, dass ihr Post-Doc aus einer vollkommen anderen Welt stammte.

Der stand schon wieder auf dem sonnenbeschienenen Asphaltweg, der zum Gipfel und der darauf thronenden Burgruine führte, und blickte über die unbestreitbar romantische Landschaft mit bewaldeten Hügeln und dem glitzernden ruhigen Rhein in seinem breiten Talbett.

„Wunderschön“, murmelte er.

„Kommt.“ Raimund klopfte ihm sanft auf die Schulter. „Lasst uns eine Drachenwurst essen und dann zur Ruine wandern.“

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