Stephanie Grün - Lenesias letzte Reise

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Polen zu Beginn der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts – ein Land in Aufruhr: Solidarnosc, Notstand, Kriegszustand …
Inmitten dieser Wirren kämpft eine Familie um das Überleben ihres Kindes.
Die kleine Magdalena hat einen lebensbedrohlichen Herzfehler. Unmöglich zu behandeln im Polen jener Zeit.
Hoffnung auf Rettung gibt es jenseits des eisernen Vorhangs. Und der wird nicht das einzige Hindernis bleiben.

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„Ich bin Lena.“

„Ja, stimmt. Magdalena.“ Die Großmutter klang traurig und erschöpft. „Andrzej, du machst auch langsam Schluss.“ Es schien, als wäre sie kleiner geworden. Trotzdem bemühte sie sich, bestimmt zu klingen.

„Ist Tata wieder da?“, fragte Magdalena.

„Er wird schon noch kommen … Er muss sich heute Abend gewiss länger mit seinen Kollegen besprechen.“ Sie klang wie ein strombetriebener Leierkasten, dem die Batterien leer wurden: zu langsam, zu leise und seiner aufmunternden fröhlichen Weise beraubt. Andrzej sah auf.

„Lena, das verstehst du nicht! Sagte ich dir doch.“

„Was hat das mit dem Schiff zu tun?“ Magdalena fand, dass sie sich mit Schiffen sehr gut auskannte.

Ein kleines Spielzeugschiff weit draußen im Blau der See. Schützend hielt Kazimierz die Hand über seine Augen, blickte über das Hafengelände auf das Meer hinaus. Je näher das Schiff kam, desto mehr gewann es an Überzeugungskraft, bis es zu einem mächtigen Koloss angewachsen war. Als es dem Festland bedrohlich nahe war, tauchte sein Kielraum wie ein riesiger Walfischbauch feierlich aus der Gischt auf und taufte den grauen Pflasterstein der Mole mit Meerwasser. Enten schrien um ihr Leben und schwammen aufgeregt davon. Das Metall, mit dem das triefende Holz beschlagen war, strahlte gleißend in der Sonne. Le Faucon! Der Falke war das größte Schiff seiner Zeit.

Tatuś kam an diesem Abend nicht nach Hause.

Schneeweiß, als käme es direkt vom Himmel, glitt es lautlos herab, vorsichtig getragen von kleinen Kinderhänden, ohne Ächzen und Stöhnen, ohne Enten zu erschrecken. All das hatte das Schiff hinter sich gelassen. Nur eine rote Farbspur zeugte noch von den irdischen Kämpfen. Ehrfürchtig strich Magdalena über die roten Buchstaben, die sich ein klein wenig von dem weißen Lack abhoben. Fein gepinselte Buchstaben, Solidarność , rot auf weißlackiertem Plastik. Andrzej war sehr sorgfältig gewesen. Schade nur, dass er kein rotes Kreuz auf das Segel gemalt hatte.

„Lass das! Nimm die Finger da weg!“ Es war die Mutter, die sie hinter ihrem Rücken in diesem scharfen Ton ermahnte, nicht etwa der Bruder, der Eigentümer des Schiffes! Mit nicht minder ehrfürchtiger Vorsicht nahm Ewa das Schiff, stieg damit auf den Stuhl, den Magdalena herangeholt hatte, und hob es auf den Kleiderschrank zurück. Das Schiff verschwand wieder in luftiger Höhe und damit aus dem Blickfeld der kleinen Menschen auf der Erde.

Auch aus Andrzejs Blickfeld war es verschwunden, als er es drei Stunden später Jurek zeigen wollte. Er schrie:

„Wo ist mein Schiff?“ Er packte Magdalena am Kragen und schüttelte sie, bis sie anfing zu weinen. Ewa war in Sekundenschnelle zur Stelle.

„Lass sie in Ruhe! Ich habe das Schiff aufgeräumt!“

„Was heißt aufgeräumt! Du sollst die Finger von meinen Sachen lassen, verdammt!“

Magdalena erschrak über Andrzejs freche Worte gegenüber der Mutter. Ewa kämpfte um ihre Beherrschung. Nicht, weil sie der Tonfall ihres Sohnes empörte, sondern weil er nicht zu verstehen schien, welches Unheil in diesen roten Buchstaben lag.

„Ich will nicht, dass du diese Parolen mit nach Hause bringst!“

„Du kapierst wohl nicht, was gerade in Polen passiert? Lebst du hinterm Mond?“

Er hätte eine Ohrfeige verdient, fand Magdalena. Sie spürte eine seltsame Unsicherheit bei ihrer Mutter, als müsste sie ihrem Sohn recht geben, anstatt so ängstlich und abwehrend zu sein.

„So lange dein Vater nicht hier ist, hörst du auf mich! Hast du mich verstanden?“ Ewa musste sich darum bemühen, ihrer Stimme Festigkeit zu verleihen.

„Tatuś ist da draußen! Er kämpft für die Solidarność! Und du …“ Andrzej schrie, so war er außer sich. Eine schwarze Haarsträhne fiel ihm ins Auge.

„Hast du mich verstanden?“, wiederholte Ewa, ohne auf seine Worte zu hören und ließ ihn mit seiner Wut stehen. Sie war jetzt auch wütend! Und vor allem hatte sie Angst.

„Wo ist er? Wann kommt er wieder?“, fragte Magdalena mit leiser Stimme ihren Bruder, der mit geballten Fäusten seiner Mutter hinterher starrte.

„Ach, lasst mich doch in Ruhe! Ihr kapiert alle nichts, rein gar nichts! Dumme Gänse seid ihr!“ Andrzej vergaß seinen Freund und verschwand hinter seiner Zimmertür, die krachend zufiel. Jurek stand verlegen im Flur, blickte zu Boden. Dann sagte er zu Magdalena:

„Ich muss jetzt gehen.“

Die Haustür schloss sich hinter ihm ganz leise.

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