Hermann Christen - Der Eindringling

Здесь есть возможность читать онлайн «Hermann Christen - Der Eindringling» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Eindringling: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Eindringling»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Eindringling – eine SaTierische Erzählung
Das ruhige Gefüge im Koblerwald gerät durcheinander, als ein streunender Bär auftaucht und die Gesellschaft in Aufregung versetzt. Die Waldbewohner sind sich schnell eins, dass der Fremdling nur Unruhe verursachen wird und beschliessen, ihn zu vertreiben. Bald steht fest, dass dieser Plan ohne die Menschen aus dem Dorf nicht umgesetzt werden kann.
Mit ihrer Hilfe wird der Bär wird eingesperrt. Ein unanständiges Hickhack über die wirtschaftlich-sozial optimale Verwendung des Unikats bricht vom Zaun. Verschiedene Interessengruppen entwickeln eigene Ideen und Pläne. Das mit Sozialkompetenz belastete Eichhörnchen mischt sich ein und kompliziert die Sache zusätzlich.
Schliesslich wird dem Bären ein vorläufiges Bleiberecht eingeräumt, was die radikaleren Elemente aus Wald und Dorf vereint und zu eigennützigem Aktivismus nötigt. Gemeinsam spannen sie ein hinterhältiges Netzwerk von Intrigen und Lügen, um die Angelegenheit in ihrem Sinne zu regeln.

Der Eindringling — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Eindringling», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Zuerst meinte er, er träume. Die Umgebung war schummerig und klamm – und seltsam still. Wo war er? Wo waren der Wald, die Tiere, die Menschen? Diesen Ort kannte er nicht. Rundum ahnte er mehr als er sehen konnte starke Mauern. Mühsam rappelte er sich hoch. Er wankte zu einer dieser Wände.

'Menschenwände', brummte er und stemmte sich dagegen. Sie war stabil und es schien sinnlos, seine Kraft und sein Glück an den anderen Wänden zu versuchen. Außerdem schwirrte der Kopf und die Muskeln fühlten sich an wie Pudding. Der Wurfpfeil fiel ihm ein. Er prüfte seine Brust, doch das lästige Spielzeug war weg. Seine Augen gewöhnten sich an die knappen Lichtverhältnisse. In der gegenüber liegenden Wand erkannte er ein dunkles Loch. Mit schwankenden Schritten tapste er hinüber. Das Loch war ein Durchbruch in der Wand. Dahinter strebte eine steile, gewundene Steintreppe nach oben. Nach sechs, sieben Stufen verschwand sie hinter dem Bogen. Die Treppe war noch dunkler als der Raum, in welchem er steckte. Der Durchgang war mit einem dicken Eisengitter verschlossen. Ohne große Hoffnung rüttelte er daran. Das Gitter widerstand seiner Kraft problemlos. Nur eine funkelnde Stahlkette, die mit einem neuen, schweren Schloss abgesperrt war, rasselte leise. Einige Augenblicke schaute der Bär müde und traurig auf die Stufen, die in die Freiheit führten.

Er wandte sich um und inspizierte den Raum. Vier massive Wände, zwei massiv, eine mit dem Durchgang zur Treppe eine andere mit einem kleinen Durchlass nach draußen. Der Durchlass lag hoch oben und war eng. Selbst wenn er sich mit Schmieröl eingerieben hätte, die schmale Spalte war für seinen big-size Körper unpassierbar. Sehnsüchtig blickte er hoch und war froh, dass durch diesen Schacht wenigstens ein bisschen Licht herein drang. Wenn er sich auf die Zehenspitzen stellte, konnte er ein kleines Stück Himmel sehen. Sogar die düsteren Wolken draußen waren besser als die stummen, grauen Wände dieses Gefängnisses.

'Gefangen – die haben mich eingelocht!'

Es gab nichts Schrecklicheres, als gefangen zu sein. Das war schlimmer als hungrig, durstig oder müde zu sein. Schlimmer als alleine, traurig oder krank zu sein.

Gefangen!

Aus seiner Kehle drang ein verzweifeltes Wimmern, welches man einem kleinen, verschüchterten Kind, aber nicht einem Bären zugetraut hätte.

Gefangen!

'Die hätten mich besser erschossen', dachte er verzweifelt.

Der Abend brach herein. Im Gemeindehaus ging im Büro des Gemeindepräsidenten das Licht an. Die Versammlung auf dem Platz murrte und schimpfte jetzt nicht nur über den Bären, sondern auch über den Gemeindepräsidenten. Beide, Bär und Gemeindepräsident, benahmen sich wie Elefanten im Porzellanladen und der einzige Unterschied zwischen den beiden war, dass Koller einen Computer bedienen konnte – oder dies zumindest vorgab.

Zuerst verließen nur einzelne, dann kleine Gruppen und dann ganze Scharen den Platz. Sie kannten ihren Gemeindepräsidenten. Vor morgen würde er keinen Entscheid mitteilen. Einzig der Wirt des 'zerzausten Löwen' hatte seine helle Freude, denn sein Lokal war seit Stunden gerammelt voll. Der Wirt wünschte sich, dass der Bär noch lange Gesprächsthema bliebe und hoffte, dass Koller den Entscheid bedächtig reifen ließe.

Mittlerweile waren der Tierarzt und eine ältere, ruhig wirkende Frau aus der Stadt angekommen und zusammen mit Amman in der Amtsstube von Koller verschwunden. Das würde eine lange Nacht werden, freute sich der Wirt. Er kannte die Politik: je mehr Leute zusammen ein Problem besprachen, desto länger dauerte die Besprechung und umso geringer war die Wahrscheinlichkeit, dass eine Lösung gefunden wurde. Von ihm aus hätten noch mehr Gesprächspartner in der Amtsstube des Gemeindepräsidenten sein können.

"Ich glaube, hier passiert nichts mehr", vermutete Eichhörnchen.

Merlin, der sich aufgeplustert hatte und vor sich hindöste, schrak hoch und nickte.

"Ich geh jetzt", sagte Eichhörnchen.

Es beneidete Merlin um dessen wärmendes Gefieder. Es selber war klatschnass und sein buschiger Schwanz, auf den es so stolz war, sah aus wie eine Zahnbürste, die schon viel zu lange im Gebrauch war.

"Du hast recht", stimmte Merlin zu.

Merlin schüttelte sich. Der Tag hatte ihn mitgenommen. Das Beste daran war, dass das Problem jetzt bei den Menschen lag und dass sie im Wald zur Normalität zurückkehren konnten.

"Nacht", nuschelte er.

Eichhörnchen ärgerte sich, weil Merlin nach dem knappen Gruß in die Dämmerung flog.

'Hätte mich wenigstens nach Hause begleiten können', ärgerte es sich.

Es eilte auf dem Feldweg zum Wald zurück. Der Nieselregen machte Pause und ein blasser Halbmond guckte verwundert zwischen den ziehenden Wolken hindurch. Der Feldweg lag leer und verlassen da. Keine Biker mit verzerrten Gesichtern und überhöhter, von überspanntem Ehrgeiz gepeitschter Geschwindigkeit oder fröhliche, halb blinde Rentner auf E-Bikes. Biker und Rentner waren eine Art Nahtoderfahrung für unvorsichtige Kleintiere!

Der Weg führte über den kleinen Hügel vor dem Dorf, an der Kapelle vorbei und dann in gewundenen Kurven in den Wald hinein. Auf halber Höhe vernahm es ein Geräusch, als ob starker Herbstwind durch einen Holzstapel fegte. Ein hohes, nerviges Summen, das wie eine Welle lauter und leiser wurde. Eichhörnchen stoppte seinen Lauf.

'Seltsam, es ist doch windstill.'

Lauschend verharrte es. Jetzt war es wieder ruhig und Eichhörnchen setzte sich erneut in Bewegung. Es erreichte den Hügel und sah den Wald, der in seiner stummen Dunkelheit Sicherheit und Ruhe versprach. Einige Wolken, die es sehr eilig hatten, schoben sich vor den Mond und tiefe Dunkelheit breitete sich über der Landschaft aus. Eichhörnchen hatte keine Lust, in die regennassen Gräser zu geraten und ging vorsichtig weiter, bemüht auf dem einigermaßen trockenen Feldweg zu bleiben. Ein Schatten strebte neben ihm in die Höhe.

"Schon bei der Kapelle', dachte Eichhörnchen erleichtert, 'ist nicht mehr weit.'

Es war bereits an der Kapelle vorbei, als das Geräusch wiedereinsetzte. Es war, als ob die Erde wimmerte. Eichhörnchen fürchtete sich nicht vor Geräuschen! Trotzdem kauerte es sich dicht an den Boden und spitzte die Ohren. Das Geräusch kam nicht aus dem Boden, sondern aus der Kapelle. Jetzt rasselte es, als ob eiserne Ketten aneinandergeschlagen würden.

'Alex' Stimme!'

Eichhörnchen kannte die Gerüchte über die Kapelle. Es wusste, dass irgend so ein Kerl hier eingesperrt war, bis man ihn hängte. Alex hieß er. Und man erzählte, dass seine Seele im Verlies unter der Kapelle herumgeisterte und jammerte, weil er in der Hölle schmoren musste. Eichhörnchen schüttelte trotzig den Kopf.

"Menschengeschwätz. So etwas wie Geister gibt es nicht!"

Plötzlich fiel ihm ein, dass der Bär hier eingesperrt war.

'Kann ein Bär, so ein riesiges Ding, solch jämmerliche Töne von sich geben? Oder wird er von Alex gequält? Der soll ja ziemlich handgreiflich gewesen sein, wie man so sagt.'

Der Mond hatte wieder eine Lücke zwischen den Wolken erobert und beleuchtete das alte Bauwerk. Eichhörnchen erkannte den Turm und das verwitterte Dach der Kapelle. Vorsichtig näherte es sich. Das Jammern kam aus dem vergitterten Loch, das seitlich an der Mauer zu sehen war. Es wirkte wie ein schwarzer, gieriger Schlund.

'Dürfte wohl der Lichtschacht der Krypta sein.'

Das Wimmern kam ohne Zweifel aus dem Schacht. Argwöhnisch spähte es in die Dunkelheit hinab. Wenn da ein Geist wäre, dann würde es ihn sehen. Geister, so wusste es, sahen aus wie leuchtender Nebel. Aber da war kein Nebel und erst recht kein Leuchtender. Es war stockdunkel. Eichhörnchen hielt sich am Gitter fest und beugte sich in die Schwärze. Lange starrte es in die Dunkelheit, bis es im fahlen Licht des Mondes eine Bewegung unter sich erkannte. Der große, wimmernde Schatten war der Bär. Eichhörnchen hatte genug gesehen und kletterte zurück. Langsam machte es sich auf den Weg nach Hause. Der Mitleid erregende Zustand des Großen da unten machte ihm trotz allem zu schaffen. Es lachte grob auf: 'Jetzt weiß ich, was "er-Bär-mlich" bedeutet: es hockt da unten in der Krypta.'

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Eindringling»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Eindringling» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Hermann Christen - Das Montags-Manifest
Hermann Christen
Hermann Christen - Balkany Knights
Hermann Christen
Hermann Christen - Die Endzeitpropheten
Hermann Christen
Hermann Christen - Shoppingalarm
Hermann Christen
Natascha Rubia - Der EIndringling
Natascha Rubia
Hermann Holzmann - Der Tuxer Schäfer
Hermann Holzmann
Hermann Broch - Der Tod des Vergil
Hermann Broch
Artur Hermann Landsberger - Der Fall Hirn
Artur Hermann Landsberger
Iselin C. Hermann - Dort, wo der Mond liegt
Iselin C. Hermann
Отзывы о книге «Der Eindringling»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Eindringling» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x