Andreas Nolte - Am Sandpass

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Eine kleine Stadt in einer kargen Landschaft, wo niemand lebt; die einzigen Attraktionen der Gegend sind die Höhlen und der Sandpass, wo man hinfährt, wenn man von allem genug hat.
Eine 18jährige verschwindet spurlos; das Einzige, was man weiß: Suse ist mit ihrem Freund Jakob im Auto weggefahren.
Viel wird spekuliert: Haben sich die beiden in den Höhlen verirrt? Aber wo ist dann das Auto? Sind sie etwa einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? Aber der ortsbekannte Sexualverbrecher steht unter permanenter Bewachung. Oder sind sie einfach abgehauen, weg in die Städte, weil ihre Eltern ihnen verboten haben, sich zu treffen?
Allein Freddy, Suses Kusine, will genau wissen, was passiert ist. Manche halten Freddy für einen Jungen, niemand nimmt sie ernst, nur der Polizist Kowalski. Er ist griesgrämig, desillusioniert, gesundheitlich angeschlagen und –man muss es leider sagen– ziemlich unfähig als Ermittler. Aber die beiden sind es, die die Suche nach Suse vorantreiben.
Dann wird ihr Auto gefunden.

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„Ja, wieso nicht.“

Er verstand ihre Antwort nicht ganz; ihr Akzent ist komisch; vielleicht kann sie gar nicht richtig Deutsch? „Ich meine“, sagte er betont langsam, „fühlst du dich gut oder schlecht?“

„Du brauchst nicht mit mir zu reden wie zu einem Idioten!“

„Ich dachte nur.“ Er schaute zu Boden.

„Ach, mein Akzent. Ich kann so gut Deutsch wie du.“ Sie stupste ihn kurz an der Schulter: „Was machst du denn so alles?“

Er zählte auf: Fußball, im Schwimmverein, mit dem Fahrrad, „wenn mein Vater nicht hinter mir her ist wegen der Hausaufgaben. Ach ja, und dann habe ich noch eine Modelleisenbahn. Willst du sie mal sehen?“

„Ja, klar.“

„Ich muss jetzt aber erst mal was essen“, sagte er und ließ sie stehen.

– 6 –

„Wo bleibst du?“ Carla Haraldson rief durch die Hotellobby nach ihrem Mann. Niemand war da. Überhaupt war das Hotel leer bis auf einige Dauergäste, die ziemlich wechselhaft zahlen. Sie ging ins Büro, dort fand sie ihn am Schreibtisch. Er saß mit dem Rücken zur Tür, den Kopf aufgestützt. Er tat nichts.

Sie fragte: „Wolltest du nicht zu deiner Mahnwache gehen?“

Er schrak hoch: „Ja ja, sicher doch!“

„Ich wollte dich begleiten, wenn`s recht ist.“

„Ja ja, sicher doch.“ Er zog sich einen Mantel über. „Es ist nicht kalt“, sagte sie. Aber er hörte nicht. Als er zum Parkplatz gehen wollte, sagte sie: „Ich würde gerne zu Fuß gehen. Es ist ja nicht weit.“

Sie gingen nebeneinander, ohne ein Wort, Hände in den Hosentaschen versenkt. Schließlich sagte sie: „Wir können nicht ewig vom Geld meiner Eltern den Betrieb aufrecht erhalten.“

„Nur noch drei Monate, ja? Ich habe eine Anzeigenkampagne gestartet–“

„Ach, hör doch auf“, sagte sie. „Wie oft hast du schon Kampagnen gestartet.“

„Es ist im Reisemagazin eines großen Veranstalters. Die Reize von Sabel sind bisher unentdeckt.“

„Ach, glaubt man`s? Selbst wenn du die Toten hier weckst, würde niemand gucken kommen. Ein Kaff am Ende der Welt!“

Vor Kaczeks Haus, einem Reihenhaus, standen einige Leute herum. Sie hatten Fackeln angezündet, auf dem Transparent stand: SICHERUNGSVERWAHRUNG SOFORT!!! Ein Mann aus der ersten Reihe winkte ihnen zu. Carlas Mann hob die Hand zum Gruß und ging zu ihm. Sie blieb beiseite.

Die Leute riefen SCHÄNDER RAUS, einige Mal. Auch ihr Mann bewegte seinen Mund; aber Carla kennt ihn gut genug zu wissen, dass er nur so tut, als würde er mitrufen – tut er doch immer nur so als ob. Im Übrigen fand sie diese ganze Aktion lächerlich; hatte der Kaczek denn nicht seine Strafe verbüßt?

Jemand trat von der Seite an sie heran: „Guten Abend, Frau Haraldson.“ Es war der Autohändler. Die Jeansjacke steht ihm besser als sein Geschäftsanzug, dachte sie; sieht richtig gut darin aus, jünger als ich.

Er zeigte zum Haus; alle Fenster waren dunkel. „Sie sind vielleicht gar nicht da“, sagte er. Als sie nicht antwortete, fügte er hinzu: „Oder sie sitzen im Dunkeln und haben Angst.“

„Das ist wirklich alles Blödsinn“, sagte sie.

„Da haben Sie wohl Recht“, antwortete der Händler, „eigentlich sind die Menschen–.“ Er ließ den Satz in der Schwebe.

Carla mag keine abgebrochenen Reden. „Wieso sind Sie dann hierher gekommen?“ fragte sie.

„Was gibt es abends schon zu tun in Sabel?“

Sie lachte. „Mein Mann ist da vorne. Ich werd ihm sagen, dass er aufhören soll damit.“ Sie ging zu ihm hin.

Ralph Johanson folgte ihr. „Habt ihr jetzt genug gespielt?“ hörte er sie zu ihrem Mann sagen; dessen Blick wanderte von ihr zu ihm. Ralph spürte das Misstrauen hinter dem jovialen Lächeln des Ehemanns; deshalb streckte er ihm rasch die Hand entgegen und sagte GUTEN ABEND.

„Ja.“ Haraldson nahm die Hand, aber vergaß sie zu schütteln. „Ja schön, dass Sie gekommen sind“, sagte er schließlich, „das habe ich organisiert. Gut, dass Sie gekommen sind. Es ist doch wichtig, dass man etwas dagegen unternimmt, oder?“

Ralph sagte: „Na ja–.“

„Gegen eure Langeweile, ihr Männer?“ bemerkte Frau Haraldson.

„Carla, ich bitte dich. Das ist wichtig! Man muss–“

Sie fiel ihm ins Wort: „Man muss die Gesetze beachten. Der Mann hat seine Strafe verbüßt. Punkt.“

„Wir werden jetzt jeden Abend hierher kommen, bis etwas geschieht.“

„Und was?“

„Wie meinst du?“

„Bis WAS geschieht?“ Sie sah ihren Mann von oben herab an.

Ralph beobachtet gerne Fremde beim Streiten. Das darf man natürlich nicht allzu offen machen, am Ende zieht man sich den Zorn beider Seiten zu.

Herr Haraldson schaute zu den Fackeln, die eine nach der anderen verloschen. Schließlich sagte seine Frau: „Ich geh jetzt. Du kannst ja noch weiter hier rumstehen, wenn du willst.“

Er sagte: „Wir wollen, dass man dafür sorgt, dass von diesem Mann keine Gefahr mehr ausgeht für Frauen und Kinder.“

„Ach, soll sich wohl kastrieren lassen?“

„Nun, so weit würde ich nicht gehen. Obwohl–.“

Als ihr Mann nicht weitersprach, sagte sie: „Mir wird kalt.“ Sie wandte sich um. „Begleiten Sie mich noch ein Stück?“ fragte sie Ralph.

Es war ihm unangenehm, wie ihn der Ehemann so anstarrte. Schließlich drehte sich Haraldson ab und ging zu seinen Leuten. „Ja, wieso nicht“, antwortete Ralph ihr.

Sie gingen eine Weile nebeneinanderher Richtung Zentrum. Muss ich jetzt etwas sagen? Die Frau blickte nach vorne, Hände in den Taschen; also schwieg er. Schließlich erreichten sie das Hotel. Sie gab ihm die Hand: „Kommen Sie mich doch mal besuchen. Wir könnten dann einen Kaffee trinken, oder so.“

Nein, die Frau kam ihm jetzt gar nicht mehr so altmodisch vor wie bei der Begegnung im Autohaus. „Dann können wir ja auch unser Gespräch fortsetzen“, sagte er.

– 7 –

Seit dem Unfall kann Freddy nicht mehr richtig schlafen. Kaum eine Nacht ohne diesen Traum: Auf der Autobahn der Stahlträger, der vom LKW rutscht und die Schädel ihrer Eltern zerschmettert; ihre kopflosen Körper, noch angeschnallt, während die Feuerwehr Freddy auf dem Rücksitz befreit. Jedes Mal ist sie nassgeschwitzt beim Aufwachen; jedes Mal rast ihr Herz; und wie jedes Mal wird sie nicht wieder einschlafen können. Sie schaute auf den Wecker: Viertel vor zwei.

Sie zog sich Pullover und Hose über den Pyjama und verließ leise ihr Zimmer. Sie hatte eins der leerstehenden Hotelzimmer bekommen, und auch den Schlüssel zur Eingangstür des Hotels.

Auf der Straße: Da, wo Laternen brennen, sieht es fast so aus, als wäre das hier eine richtige Stadt. Aber so still, dass man denkt, hier kann niemand leben. Ganz anders als dort, wo sie herkommt, einer Stadt, die niemals schläft.

Es war kühl. Sie ging schneller, damit ihr wärmer wurde. Die Straße endete in einem Wendekreis, dahinter schütteres Buschwerk; wo Sabel endet beginnt sofort die Wildnis. Ein sternenklarer Himmel, die Silhouette der Berge zeichnete sich als mächtiger Schatten unter dem Himmel ab. Da irgendwo– sie hörte Schritte. Im Dunkeln erkannte sie einen Mann. Jedes Mal wenn er an einem parkenden Auto vorbeiging, war da ein Quietschen zu hören, ein Geräusch wie wenn ein Fingernagel über die Schultafel kratzt.

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