Andreas Nolte - Am Sandpass

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Eine kleine Stadt in einer kargen Landschaft, wo niemand lebt; die einzigen Attraktionen der Gegend sind die Höhlen und der Sandpass, wo man hinfährt, wenn man von allem genug hat.
Eine 18jährige verschwindet spurlos; das Einzige, was man weiß: Suse ist mit ihrem Freund Jakob im Auto weggefahren.
Viel wird spekuliert: Haben sich die beiden in den Höhlen verirrt? Aber wo ist dann das Auto? Sind sie etwa einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? Aber der ortsbekannte Sexualverbrecher steht unter permanenter Bewachung. Oder sind sie einfach abgehauen, weg in die Städte, weil ihre Eltern ihnen verboten haben, sich zu treffen?
Allein Freddy, Suses Kusine, will genau wissen, was passiert ist. Manche halten Freddy für einen Jungen, niemand nimmt sie ernst, nur der Polizist Kowalski. Er ist griesgrämig, desillusioniert, gesundheitlich angeschlagen und –man muss es leider sagen– ziemlich unfähig als Ermittler. Aber die beiden sind es, die die Suche nach Suse vorantreiben.
Dann wird ihr Auto gefunden.

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„Was für Höhlen?“ fragte das Mädchen neben ihm.

Er schrak aus seinen Gedanken auf. „Ja– Ja, es ist ein ausgedehntes Höhlensystem hier im Karstgestein.“ Er hielt den Mund nah an ihr Ohr, der Fahrtwind hätte seine Worte sonst weggetragen. Sabel liege am Rand der Berge, erklärte er ihr, und die seien so durchlöchert wie ein Käse aus der Schweiz.

„Wie tief geht denn die Höhle?“

Höhlen, ein ganzes System sei das und niemand wisse genau, wie groß. Eine Expedition sei einmal 600 Meter in die Tiefe vorgedrungen und habe dabei mehr als 40 Kilometer zurückgelegt, robbend, kletternd, tauchend. „Richtige Flüsse sind dort unten. Bei uns in Sabel fehlt dann das Wasser.“

Das Mädchen schaute wieder nach vorne auf die Straße. Ralph überlegte, wie er das Gespräch fortsetzen könnte. „Bist du– sind Sie– oder darf ich DU sagen?“ fing er an.

Das Mädchen musterte ihn: „Sicher.“

Er versuchte zu lächeln: „Darf ich nach deinem Namen fragen?“

„Freddy.“

„Bist du schon lange hier– bei uns.“ Er zeigte auf die karge Umgebung.

„Nein, erst ein paar Tage. Sieht es hier immer so aus?“

„Im Frühling ist alles voller Farben“, antwortete er, „da blühen die Berge. Im Sommer verbrennt dann die Sonne die ganze Pracht.“

„Ach so“, sagte Freddy. Sie fand, dass dieser Mann aus zwei Personen besteht: Einem Träumer und einem Schwätzer. So gespalten war auch seine Kleidung: Ein feiner Anzug, aber auf dem Kopf hatte er eine Batchcap.

Er hatte ihren Blick bemerkt und rückte seine Kappe zurecht. „Die Sonne ist zu prall“, entschuldigte er sich.

„Ist es hier immer so heiß?“ fragte sie.

„Die Winter sind so kalt, dass–.“ er suchte nach Worten.

„Ja?“

„Mir fällt kein passender Vergleich ein. Aber es gibt hier immer etwas zu klagen. Nur der Frühling ist wirklich schön.“

„Ach, ich finde auch das hier schön“, sagte sie und schaute zur Seite hinaus; ihren Arm ließ sie im Fahrtwind baumeln. Niemand sagte mehr etwas, ganz so als würde diese leere Landschaft alle Worte aufsaugen.

Sie erreichten den Sandpass: 1723 müNN. „Was?“ rief der Händler, „so weit sind wir gefahren?“ Er wandte sich an die Fahrerin: „Da vorne ist eine gute Gelegenheit zum Wenden. Sie werden sehen, wie leichtgängig das bei diesem Modell ist.“

Die Straße war schmal, rechts und links ging es den Abhang hinunter. „Ja, man kommt sich vor wie auf einer Urlaubsfahrt“, sagte der Onkel. „Kriegst du das hin?“ wandte er sich an seine Tochter.

„Was glaubst du denn?!“ So rasant sie gestartet war, so rasant legte sie jetzt den Rückwärtsgang ein. Der Händler rief ACHTUNG, doch sie verzog keine Miene, selbst als das Heck schon halb über dem Abgrund hing. Freddy mochte ihre Kusine nicht besonders, aber für ihre Furchtlosigkeit bewunderte sie sie.

Auf der Rückfahrt fing der Händler wieder an, weitere Vorteile des Modells aufzuzählen. Der Wind trug seine Worte davon. Es war ein heißer Wind, der keine Kühlung brachte. Als er noch näher ans Ohr des Onkels rückte, sagte der: „Das sagten Sie bereits.“

Das Begrüßungsschild von Sabel war auf der Rückseite des Verabschiedungsschildes: HERZLICH WILLKOMMEN IN SABEL, STADT DES GRASES, STADT DER HÖHLEN. Der Händler saß zusammengesunken auf der Rückbank. Freddy war sich sicher: Er würde seine Zeit umsonst mit ihnen verschwendet haben, denn der Onkel ist zu knausrig, um seiner Tochter ein nagelneues Auto zu kaufen. Freddy sagte: „Ich werd das dann ja sehen.“

Der Händler wachte auf: „Wie? Was?“

„Den Frühling in Sabel, meinte ich.“

„Ah, Sie bleiben also länger hier?“

„Es ist so vorgesehen, dass ich jetzt immer hier lebe.“

Freddy bemerkte seinen fragenden Gesichtsausdruck. „Ja, das muss wohl so sein“, sagte sie.

Sie fuhren auf den großen Platz im Zentrum von Sabel und hielten vor dem Café Central. Ihre Tante saß unterm Sonnenschirm. Obwohl sie in ihre Richtung schaute, winkte sie nicht, selbst als alle ausgestiegen waren.

Der Händler verabschiedete sich: „Ich kann Ihnen versichern, Sie werden zufrieden sein mit dem Coupé.“

Der Onkel lächelte unverbindlich: „Ich muss es mir noch überlegen.“

Seine Tochter sagte: „Ich will dieses Auto hier!“

„Will!“ antwortete ihr Vater. „Von WOLLEN kann hier nicht die Rede sein. Wir werden sehen.“ Er drehte sich noch einmal zum Händler zurück: „Ich melde mich.“

„Ich erwarte Sie!“ Sein verkniffenes Lächeln beim Handschlag. Zu Freddy sagte er: „Vielleicht sehen wir uns ja demnächst noch mal.“ Er streckte ihr die Hand entgegen. „Ach ja, mein Name ist Ralph.“

Dieser Mann– Freddy wusste nicht, was sie von ihm halten sollte. Aber ihr gefiel, dass sie jemand tatsächlich wie eine Erwachsene behandelt. „Ja, das würde mich freuen“, antwortete sie.

Sie folgte den anderen zum Café. Die Tante schaute nicht von ihrer leeren Kaffeetasse auf, selbst als ihr Mann direkt vor ihr stand. Er sagte: „Na Schatz, hast du dich gut amüsiert?“

„Amüsiert?“ antwortete sie. „So viel Kaffee kann ich gar nicht trinken!“

„War es etwas lang geworden?“

„Zwei Stunden habt ihr mich warten lassen! Wolltet ihr in Urlaub fahren?“

„Du hättest dich ja melden können.“

„Was denkst du, was ich gemacht habe?!“

„Ach, tut mir Leid. In den Bergen gibt es wahrscheinlich kein Netz.“

„Als wär das eine Neuigkeit! Hier, bezahl mal für mich!“ Sie stand auf und ging zum Familienauto, wo sie sich hinters Steuer setzte. Ihr Mann beglich ohne Kommentar die Rechnung.

– 2 –

Ralph kam um neun Uhr nach Hause. Seine Frau saß vor dem Fernseher; das ist ihre Art, auf ihn zu warten. „Wie war`s im Geschäft?“ fragte sie.

„Nichts Besonderes. Die Haraldsons haben einen Gast. Es scheint auf Dauer zu sein.“

„So?“

„Ja, wohl auf Dauer.“ Er nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank und setzte sich in seinen Sessel, am entgegengesetzten Ende des Wohnzimmertischs. „Was macht Danny?“ fragte er.

„Daniel ist wieder oben vor dem Computer. Schon seit Stunden!“ Ein auffordernder Blick von ihr; er zog es vor, nach vorne auf den Bildschirm zu schauen.

„Sag mal was!“

„Ja, ich geh mal zu ihm hin“, antwortete er.

„Demnächst, oder wann?“

„Er hat doch noch Ferien.“

„In drei Tagen fängt die Schule wieder an. Er sollte sich schon mal vorbereiten.“

„Ach, Ferien sind doch Ferien.“ Er schaute zu ihr hinüber, jetzt starrte sie auf den Bildschirm. „Worum geht`s denn da?“ fragte er.

„Ein Sozialdrama. Familie im Prekariat“, las sie aus der Programmzeitung vor. „Sie ist Architektin, er Übersetzer, und beide sind ständig in Auftragsnot.“ Sie schaute zu ihm auf: „Um die Kinder kann sich da natürlich keiner richtig kümmern.“ Er vernahm ihren Vorwurf. „Wie gut, dass es uns besser geht“, fügte sie hinzu.

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