Andreas Nolte - Am Sandpass

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Eine kleine Stadt in einer kargen Landschaft, wo niemand lebt; die einzigen Attraktionen der Gegend sind die Höhlen und der Sandpass, wo man hinfährt, wenn man von allem genug hat.
Eine 18jährige verschwindet spurlos; das Einzige, was man weiß: Suse ist mit ihrem Freund Jakob im Auto weggefahren.
Viel wird spekuliert: Haben sich die beiden in den Höhlen verirrt? Aber wo ist dann das Auto? Sind sie etwa einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen? Aber der ortsbekannte Sexualverbrecher steht unter permanenter Bewachung. Oder sind sie einfach abgehauen, weg in die Städte, weil ihre Eltern ihnen verboten haben, sich zu treffen?
Allein Freddy, Suses Kusine, will genau wissen, was passiert ist. Manche halten Freddy für einen Jungen, niemand nimmt sie ernst, nur der Polizist Kowalski. Er ist griesgrämig, desillusioniert, gesundheitlich angeschlagen und –man muss es leider sagen– ziemlich unfähig als Ermittler. Aber die beiden sind es, die die Suche nach Suse vorantreiben.
Dann wird ihr Auto gefunden.

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Die andere Frau stand da wie vorher, kam aber auch nicht näher, so als gäbe es eine unsichtbare Grenze zwischen den beiden Frauen.

„Es kommt sehr selten jemand her“, sagte Marianne.

„Ja, wir wollten nur einen kleinen Ausflug machen“, sagte Suse. Sie setzte sich. „Ihr lebt hier sehr schön.“

„Ja, die Landschaft ist sehr schön.“ Marianne lächelte nicht mehr.

Suse zündete sich eine Zigarette an. Die andere Frau rief: „Rauchen ist tödlich.“

Suse klappte ihre Zigarettenschachtel ein paar mal auf und zu: „Ach guckt mal, jetzt plappern die alten Schachteln schon ihre Warnung.“

„Komm lass!“ sagte Jakob und legt die Hand auf ihren Arm. Suse schüttelte die Hand ab und rief der Frau zu: „Wussten Sie nicht, dass 100% aller Nichtraucher sterben?“ Sie nahm einen tiefen Zug und blies zu der Frau hinüber. „Leben endet immer tödlich!“

„Hör endlich auf!“ rief Gundel. „Du musst immer das letzte Wort haben!“

Jakob fragte Marianne: „Bei uns heißt es immer, hier würde den ganzen Tag gekifft?“

„Ja, wir waren mal so frei.“

„Du bist doch glücklich hier, oder etwa nicht?“ rief die andere Frau. Marianne zuckte zusammen.

Suse verlor mit einem Mal die Lust. Sie trat ihre Zigarette aus und stand auf. Das Ganze erschien ihr wie schlechtes Theater. „Lasst uns zurückfahren“, sagte sie.

Marianne begleitete sie zum Auto, sie ging hinter Suse: „Sag mal, kannst du mir vielleicht ein paar Zigaretten hier lassen?“

Suse gab ihr die ganze Schachtel; sie hatte genug geraucht für diesen Tag.

„Kommt ihr uns noch mal besuchen?“ fragte Marianne.

„Ja, bestimmt“, antwortete Jakob, „hier ist es schön. Wenn ich helfen kann–.“

„Ja, vielleicht–.“

Suse fuhr auf der Rückfahrt schneller, die Schlaglöcher schüttelten den Wagen. Jakob sagte: „Für Gedankenkontrolle braucht man gar keine elektronischen Hilfsmittel.“

Niemand antwortete. Als sie an der Ruine vorbeikamen, zurück in der Zivilisation, da rief Gundel: „Mach doch mal Musik an!“

„Wer will schon so leben?“ sagte Suse. Sie wollte nach ihren Zigaretten greifen. Als sie ins Leere griff, fügte sie hinzu: „Und dann ist auch noch alles verboten.“

„Es war so schön ruhig da“, meinte Jakob.

Suse setzte die Freunde an der Schule ab. Endlich hab ich meine Ruh!

12.09.

– 10 –

Ralph wartete wieder auf den Feierabend. Noch ein Stempel auf die Briefe, dann konnte er sie abheften. Den Ordner ins Regal, neben all die anderen Ordner. Es gab sie in unterschiedlichen Farben: Blau für Materialbeschaffung, grün die Verkäufe, rot waren Mahnungen. Im Laufe der Jahre hatte Ralph auf diese Weise einige Reihen gefüllt. Manchmal betrachtet er sie voller Zufriedenheit wegen all der Arbeit, die erledigt war; manchmal aber quält ihn der Gedanke an all die Lebenszeit, die er schon damit vertan hat.

Der Werkstattmeister kam zu ihm: „Hallo Chef. Ich mach dann mal Feierabend heute.“ Die Hände schon gewaschen, den Arbeitsanzug behält der Mann auf der Heimfahrt immer an; er ist stolz auf seine Arbeit. Die Mappen mit den Autoschlüsseln und den Diagnosen legte er auf den Tisch. „Bin mal gespannt, was meine Frau heute gekocht hat“, sagte er.

„Kocht sie jeden Abend für Sie?“

„Das will ich wohl meinen. Bei euch Deutschen ist es ja so, dass der Mann nicht nur das Geld verdienen muss, sondern auch noch die Küche putzt.“ Die Familie des Werkstattmeisters stammt aus Ägypten.

„Na ja.“ Ralph versuchte zu lachen. „Es ist halt nicht so einfach.“

„Wisst ihr was?“ sagte der Werkstattmeister, „ihr macht die Sache noch komplizierter, als sie so schon ist.“

„Was?“

„Das mit Mann und Frau. Nix für ungut, Chef. Ich bin dann mal weg.“

Als Ralph nach Hause kam, ging er zum Kühlschrank. „Ist hier nichts?“ rief er. Er erwartete keine Antwort, aber seine Frau rief aus dem Wohnzimmer zurück: „Ich hatte heute keine Zeit. Mach dir ein Spiegelei.“

Seine Frau hatte wieder Schule; sie und Danny essen dann immer dort. Ralph kochte sich Nudeln. Eine Büchse Mais dazu, Speck anbraten, Pesto, nach zwanzig Minuten hatte er sich ein akzeptables Gericht bereitet. Er ging damit ins Wohnzimmer, wo seine Frau Kopien sortierte. Im Fernsehen liefen die Nachrichten, manchmal schaute sie kurz hin. Nichts Neues in der Welt, außer den üblichen Katastrophen: Krieg, Korruption, Intoleranz, alles weit weg von hier.

„Findest du nicht, dass Daniel zum Eigenbrötler wird?“ sagte seine Frau. „Er hängt immer vor dem Computer. Es kommen ihn auch keine Freunde mehr besuchen.“

„Erst vorletztes Wochenende waren doch zwei da. Ich habe sie lachen hören.“

„Ja, aber selten.“

„Ich hatte in seinem Alter auch keine Freunde.“

„Ja, da siehst du: Heute hast du ja auch keine Freunde.“

„Es fehlt mir nichts. Es hat mir auch damals nichts gefehlt.“ Ralph wandte sich wieder dem Fernseher zu. Natürlich war das gelogen; wie gern hätte er damals Freunde gehabt. Aber heute fehlt ihm das wirklich nicht mehr. Vielleicht ist auch alles nur eine Illusion.

„Das ist ja auch dein Problem“, sagte seine Frau.

„Das ist gar kein Problem. Ich möchte jetzt fernsehn.“ Er wandte ihr die Schulter zu.

Ralph hörte, dass sein Sohn in die Küche kam und den Kühlschrank öffnete. „Is hier nix?“ rief er.

„Ich hab hier noch was übrig“, rief Ralph zurück.

„Was denn?“ Danny kam und schaute in den Topf. „Schmeckt das?“

„Natürlich nicht“, antwortete er. „Du musst es halt probieren.“

Danny holte sich einen Teller und setzte sich zu ihm.

„Hast du schon die Hausaufgaben gemacht?“ fragte die Mutter.

Danny sah fern.

„Hörst du?“

Ohne vom Bildschirm aufzuschauen, sagte er: „Nur du kommst auf die Idee, uns gleich am Anfang so viele Hausaufgaben zu geben.“

„Was meine Kollegen machen, ist mir egal. Ich finde es wichtig, dass man gleich vom ersten Tag an in die Routine zurückkommt.“ Eine Weile sagte sie nichts, dann fing sie wieder an: „Du hast dich ja gleich neben die Neue gesetzt: Freddy.“

Danny aß weiter. „Schmeckt gut“, sagte er zu Ralph gewandt.

„Habt ihr euch gut verstanden? Ist sie nett?“

Vater und Sohn riefen gleichzeitig: „Ich will fernsehn!“

„Da sind wir mal ausnahmsweise zusammen, und ihr Männer müsst fernsehn!“

„Du hattest ihn angemacht“, erinnerte Ralph sie. Ein Familienleben; ob es an irgendeinem Ort der Welt auch anders geht? Wenn sie jetzt noch etwas sagt, bin ich weg.

Sie sagte aber eine Weile nichts, und als sie später wieder anfing, reagierte er einfach nicht. „Ich geh dann mal ins Bett“, sagte sie schließlich.

Er könnte ihr folgen. Es könnte sich ja noch mal etwas ergeben zwischen ihnen in dieser Nacht. Nein, wahrscheinlich ist sie zu müde, und ich bin dann wieder nur frustriert. Ralph sah also noch etwas fern. „Musst du nicht ins Bett?“ fragte er seinen Sohn.

„Ja.“ Danny blieb aber sitzen.

Nach einer Weile sagte Ralph: „Dann geh mal.“

„Ich bin zu müde.“

„Wir sind alle müde.“ Ralph schaltete den Fernseher aus, Danny ging ohne Protest Zähne putzen.

Auch eine der alltäglichen Lügen, dachte Ralph, ich bin ja gar nicht müde. Etwas frische Luft täte gut, ein Spaziergang durch die Nacht. Draußen war es schon frisch, sodass er den Mantel anzog. Ob sie noch immer ihre Mahnwache halten?

Gegenüber der Nummer 17 standen sechs Leute, Haraldson war auch dabei. In einer Tonne brannte ein Feuer, das Holz hatten sie dahinter gelagert; sie erwarten wohl kältere Zeiten. Das Transparent war in den Boden gesteckt, nicht mehr ganz straff gespannt; SICHERUNGSVERWAHRUNG konnte nur noch lesen, wer wusste, worum es ging. Die Männer hatten jeder eine Flasche Bier in der Hand, es hatte mehr mit Lagerromantik zu tun als mit Protest. Sie riefen auch nichts mehr, sie standen herum und plauderten miteinander.

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