1 ...7 8 9 11 12 13 ...24 »Fang doch heute schon an.« Das sagte der Richtige! Paul handelte immer getreu dem Motto: »Was du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf morgen.« Selbst jetzt war ihm das Surfen im Internet wichtiger, als sich mit ihr zu unterhalten.
»Weißt du, mal sagst du, ich soll nicht so viel für die Schule machen und jetzt ermunterst du mich dazu, etwas zu tun? Wie absurd ist das eigentlich?«, fragte Rebecca perplex, als sie darüber nachsann, wie er sie gerade loswerden wollte. Doch Paul reagierte nicht.
Genervt rollte Rebecca mit den Augen, als sie erkannte, dass in diesem Moment die Webseite der Baumschule wichtiger für ihn war als sie.
»Duschen?«, fragte sie, um Paul auf andere Gedanken zu bringen.
»Keine Lust«, antwortete er.
»Du willst doch nicht so bei unseren Freunden erscheinen, in diesem verlotterten, verschwitzten Zustand und mit diesem …«, Rebecca verzog angewidert das Gesicht, »… diesem Hemd.«
Paul hob provokant seinen rechten Arm und schnupperte an seiner Achsel. Obwohl er selbst kurz den Mund verzog, gab er spöttisch zurück: »Riecht nicht mehr so frisch.«
»Komm. Wir gehen jetzt duschen, Paul.« Rebecca setzte ein verführerisches Gesicht auf. »Danach könnten wir doch ein wenig kuscheln.« Sie warf die Decke, in die sie eingewickelt war, beiseite, robbte zu Paul herüber, schmiegte sich an ihn und hoffte, dass er die Einladung zum Sex verstand.
»Ja, gut«, sagte er knapp, ohne jedoch viel Begeisterung zu zeigen.
»Fein«, gab Rebecca freudig zurück und ging Richtung Bad.
An der Tür angekommen, merkte sie, dass Paul ihr nicht folgte. »Was ist? Kommst du? Ich dachte, wir duschen gemeinsam?«, hakte sie erneut ins Wohnzimmer rufend nach.
»Ja, gleich«, brüllte er mit einem leicht gereizten Unterton in ihre Richtung.
Selbst als Rebecca nackt war, fehlte von Paul jede Spur. Er saß noch immer wie parallelisiert über dem Bildschirm des Laptops.
»Kommst du jetzt oder muss ich allein duschen?«, fragte sie gereizt.
Widerwillig trottete Paul Richtung Schlafzimmer, zog sich aus und erschien danach nackt vor der Dusche. Rebecca ließ bereits das feuchte Nass über ihren Körper rieseln und wanderte dabei mit ihrem Blick an Paul auf und ab. Seit ihrem Kennenlernen hatte er sich optisch verändert: Der Bauch war dicker geworden, was vor allem daran lag, dass er nicht mehr allein wohnte und regelmäßig Sport treiben konnte. Bei einem Haus kamen Verpflichtungen dazu, denen man sich nicht entziehen konnte. Hätte sie geahnt, dass der Garten und das Haus solch eine Arbeit machen, hätte sie dem Hausbau vielleicht weniger euphorisch zugestimmt. Wie naiv sie damals gewesen war!
Rebecca übergab Paul den Duschkopf und seifte sich mit einer wohlriechenden Lotion ein. Dabei drehte sie ihm den Rücken zu und spürte, wie sich der Strahl des Wassers an ihrem Po ergoss. Sie trat näher an ihren Freund heran, sodass das Wasser über ihren Körper lief. Paul rieb ihr von hinten die Seife und den Schaum vom Oberkörper, knetete die Brüste sanft und berührte zärtlich ihren Schambereich. Die Berührungen durch seine Hände fühlten sich warm, weich und bekannt an.
Während er die Streicheleinheiten fortsetzte und das angenehme Wasser über seinen und ihren Körper floss, verringerte Paul die Distanz zwischen ihnen. Seine Hände wurden fordernder und Rebecca spürte seine Härte an ihrem Po.
Er umfasste ihre Hüfte und presste seine Eichel gegen ihre Schamlippen. Die erregenden Berührungen durch seine Schwanzspitze ließen Rebecca feucht werden. Sie stöhnte auf.
Dabei stellte sie sich vor, wie Elouans Penis über ihre Spalte rieb. Während sie die Augen geschlossen hielt, erkannte sie Lous wunderschönes, ebenmäßig jugendliches Gesicht. Rebecca spürte nicht Pauls männlich herben Körper mit der Brustbehaarung und dem untersetzten Leib, sondern die gleichmäßige Haut ihres Schülers sowie seinen muskulösen, schlanken Körper mit der unbehaarten Brust.
Er hängte den Duschkopf in die Halterung ein und ging abgetrocknet in die Schlafstube. Als Rebecca kam, lag er auf der Seite. Seine unvorteilhaften Kurven und die Ansätze der Schwimmringe am Bauch stachen ihr ins Auge. Pauls herber, von Männlichkeit übersäter Körper war wenig attraktiv, fast ekelerregend. Seine Schambehaarung war mittlerweile so lang, dass es sie anwiderte, mit ihm zu schlafen.
Aber er hatte sie in der Dusche dermaßen heiß gemacht, dass in diesem Moment das Aussehen zweitrangig war.
Als Rebecca auf das Bett glitt, rollte sich Paul auf den Rücken und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Das war die Einladung dazu, sich auf ihn zu setzen und zu reiten. Unelegant schwang sie ihr linkes Bein über Pauls Schoß und setzte sich auf ihn. Mühelos glitt sein Glied in sie hinein, da sie feucht von den Berührungen unter der Dusche war.
Er umfasste sie mit den Händen an der Hüfte und schob sie wie eine Gummipuppe über sein Becken. Ihre Brüste wippten bei jeder Bewegung auf und ab.
Aber der uninspirierte Sex langweilte sie schon nach kurzer Zeit und ihr Blick schweifte aus dem Fenster des Schlafzimmers hinaus. Das Winterwetter hatte sich beruhigt, da lediglich vereinzelte Flocken vom Himmel fielen und sie nicht mehr nach draußen gehen musste, um in der Einfahrt Schnee zu schieben.
Während sie weiter von ihrem Freund vor und zurück geschoben wurde, merkte Rebecca, wie ihre Lust abnahm. Gleichzeitig hörte sie an Pauls Stöhnen, dass er nicht mehr lange brauchte. Gleich war es geschafft! Von der Leidenschaft, die sie unter der Dusche gefühlt hatte, war nichts mehr übrig geblieben.
Er schob sie zunächst weiter über seinen Unterleib. Dann rollte er sie kurzerhand auf den Rücken und drang hart in sie ein.
Die Missionarsstellung raubte ihr jegliches Verlangen. Standardsex. Er würde noch wenige Male zustoßen, dann kurz aufstöhnen, ein kleines »Ah« aushauchen und wie ein Mehlsack auf das Bett fallen. Jetzt noch selbst Hand an sich zu legen, wo Rebecca doch wusste, dass es gleich vorbei war, wollte sie nicht.
Paul pumpte, während sie keine Begierde mehr nach ihm verspürte und nur noch wollte, dass er endlich von ihr abließ. Die Bewegungen schmerzten. Es half nichts mehr, die Augen zu schließen und sich Elouan vorzustellen, weil Pauls Stöhnen immer unnachgiebiger in ihr Ohr drang. Sein Höhepunkt passte zum drögen Sex.
Kurz verharrte er über ihr, bevor er abgekämpft auf das Bett plumpste. Mit einem emotionslosen, kurzen Kuss rollte er sich von ihr weg und schloss die Augen, ohne auch nur einen Ton von sich zu geben. Das Zeichen war unmissverständlich: Paul wollte jetzt seine Ruhe haben, liegen bleiben, eindösen.
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