Liesa-Maria Nagel - ANGEL

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Eine Welt, in der Dämonen und Engel verborgen mitten unter den Menschen leben. So auch Angel, eine Werwölfin, die anders ist, als alle ihrer Art, denn sie ist unsterblich. Nicht einmal sie selbst ahnt um die himmelweiten Ausmaße ihres Schicksals…
Melody, Angels Tochter, weiß nichts von ihrem verwobenen Schicksal, als sie kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag einem mysteriösen Fremden begegnet. Der faszinierende Mann, der sich ihr als Lou Morgenstern vorstellt, scheint echtes Interesse an dem jungen Mädchen zu haben.
Angel, die ihre Tochter in all den Jahren nie aus den Augen verlor, vergeht fast an dem Schmerz der Trennung. Weder Claude noch Melody darf sie um sich haben. Besonders nicht ihren geliebten Ira, der ihr Herz immer noch gefangen hält. Bis sich das Blatt eines Nachts entscheidend wendet …

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„Geh schlafen“, murmelte ich, ohne sie anzusehen.

„Angel!“

Ihr aufgebrachter, wütender Ton ließ mich zu ihr blicken. Sie hatte die Hände zu Fäusten geballt und die Arme in einer Geste von Wut und Ärger an den Seiten ausgestreckt. „Du musst aufhören mit diesem Selbstzerstörungstrip! Wirklich! Du bringst dich noch ins Grab damit!“

Ich stieß ein heiseres Lachen aus. „Na, da will ich ja auch hin.“

Ich wandte mich wieder meinem Schrank zu und fischte ein schwarzes T-Shirt heraus.

„Ich bin nicht bei dir, um deinen Untergang tatenlos mit anzusehen!“, schrie sie mich an. Dafür, dass sie so klein und zierlich war, hatte sie ein echt lautes Organ.

„Dann geh doch einfach wieder dahin, wo du hergekommen bist. Ich brauche dich hier nicht!“, konterte ich.

Das schien sie endlich etwas zu bremsen. Sie verstummte und ihr bittersüßer Ärger, der die Luft erfüllt hatte, verschwand mit einem Mal. Dann schluchzte sie und der salzige Geruch von Tränen erfüllte die Luft.

„Das kann ich nicht und das weißt du auch“, flüsterte sie. Ich verdrehte die Augen, ohne sie noch einmal anzusehen.

„Verdammt, Marie!“, zischte ich, „Lass mich doch einfach mein Ding machen. Ich habe nicht darum gebeten, dass du dich um mich kümmerst! Du bist zu mir gekommen und ich habe dir erlaubt zu bleiben. Es war deine Entscheidung, nicht meine. Also hör auf, mir zu sagen, was ich tun soll. Du hast überhaupt keine Ahnung, was in mir vorgeht, also versuche nicht noch einmal, dir ein Urteil über mich zu bilden.“

Meine Stimme klang härter und kälter, als ich es beabsichtigt hatte, aber das war im Grunde auch egal. Denn es war wahr, was ich sagte und das wusste sie. Niemand hatte Marie gebeten, bei mir zu sein. Sie hatte es sich so ausgesucht. Ich hatte es ihr lediglich gestattet. Damals erschien es mir praktisch, da ihr süßer Geruch und ihre himmlische Präsenz Claude zusätzlich verwirrte. Mittlerweile bereute ich diese Entscheidung manchmal ... Eine lange Zeit vernahm ich nichts als Stille. Ich zog mich an und schlug mein Bett auf. Unwillkürlich fiel mein Blick dabei auf die kleine, schwarze Schachtel, die seit Jahren unangetastet auf meinem Nachttisch stand. Sofort wurde mein Herz schwer und der Schmerz in meiner Brust raubte mir den Atem. Ich versuchte ihn herunterzuschlucken, aber natürlich gelang es nicht. Das tat es nie.

Meine Finger griffen fester um den Holzrahmen meines Bettes, bis das Ding protestierend knackte. Ich durfte die Erinnerung nicht zulassen. Ich durfte nicht wieder in dieses bodenlose Loch stürzen. Gott, bitte nicht noch einmal!

„Er hat dein Flehen gehört. Deshalb bin ich hier.“

Ich fuhr herum und starrte in dieses unschuldige Himmelblau. Marie stand direkt an meiner Seite. Nein, jetzt nicht mehr Marie. Mariel, der Engel.

Ein sanfter Lichtschimmer umgab sie. Ein tiefes, inneres Leuchten, das den ganzen Raum mit Wärme füllte. Sie sah mir fest in die Augen und ich hatte das Gefühl, das sie bis auf meine hässliche, tote Seele sehen konnte.

„Der Schmerz in deinem Herzen ist so groß, aber du teilst dein Leid mit niemandem. Wenn du dir nur helfen lassen würdest, könnte es dir sehr viel besser gehen. Du bist nicht so allein, wie du es dir einredest. Um dich sind Viele, die dich lieben und dir helfen wollen. Ich zum Beispiel.“ Ihre sanfte Stimme, hell und klar wie der Himmel selbst, klang tief in meinem Inneren wider. Mir stockte der Atem. Aber dann vertrieb meine innere Finsternis ihr Licht. Niemand konnte mir helfen. Niemand ...

„Geh“, zischte ich leise. „Lass mich endlich in Ruhe.“

Mariels Licht erlosch. Ihr Blick wurde traurig, so traurig, dass es mir einen Stich ins Herz versetzte. Aber sie ging und außer die wage Erinnerung an Rosenduft ließ sie nichts zurück. Den Schrei, der mir in der Kehle steckte, konnte ich nur mit Mühe niederringen. Ich hasste es, wenn sie das tat. Sie stieß damit jedes Mal eine Tür in mir auf, die ich nur mit Mühe wieder zu werfen konnte. Es war so unsagbar unfair!

Warum hatte er das sagen müssen? Warum hatte der einzige Mann auf dieser Welt, dem ich willentlich mein Herz schenkte, mir nicht geglaubt? Er war der Vater meines Kindes, da gab es keinen Zweifel. Und dennoch hatte er mich fortgeschickt. Mir nicht einmal geglaubt ... Es tat schrecklich weh. Ich ging um das Bett herum und setzte mich auf die Matratze. Mein Blick ruhte auf der Schachtel. Sanft strichen meine Fingerspitzen über den Deckel des rauen Holzes. Ich hatte nie den Mut gehabt, es zu öffnen. Nicht seit dem Tag, als Tony in der Tür stand und es mir gab.

Ich streckte mich auf dem Bett aus und holte das Kästchen zu mir. Oft lag ich tagelang wach und starrte diese Schachtel an. Malte mir wieder und wieder den Moment aus, an dem ich es in Iras Beisein geöffnet hätte, wäre er wie geplant heimgekommen. Aber es war alles in einer Katastrophe geendet. Und ich quälte mich Tag für Tag mit diesen Bildern, bis mein Herz blutete und ich nicht mehr atmen konnte. Oft schlief ich über Wochen nicht, aber ich redete nicht darüber. Mit niemandem. Weder mit meiner Schwester im Geiste noch sonst irgendwem. Und schon gar nicht mit diesem Möchtegern-Schutzengel! Marie machte mich mit ihrer dauernden Freundlichkeit und ihrer naiven Art ständig wütend. Umbringen konnte ich mich nicht. Sterben konnte ich nicht. Nicht einmal verhungern.

Wenn ich je verhindern wollte, dass Claude dem Schmerz in mir eine andere Bedeutung beimaß, musste ich dafür sorgen, dass mein Körper taub blieb. Geschwächt und ausgezehrt von Hunger und Schmerz. Nur die seelische und körperliche Qual blieb mir. Seit der Trennung von Ira hatte ich mich nicht mehr genährt. Mein Körper war dünn und schwach geworden. Der ständige Mangel zehrte ihn langsam aus. Irgendwann würde er ein Stadium erreichen, indem ich mich nicht mehr bewegen konnte und, bei wachem Geist, vor mich hin vegetieren würde. So, wie Ira damals in der Höhle, aus der ich ihn befreit hatte. Ein leises Geräusch ließ mich aufhorchen. Ein Krächzen. Müde und traurig.

Ein Lächeln huschte über meine Lippen, als ich aufstand, zurück zu meinem Schrank ging und die andere Tür öffnete. Die, hinter der sich keine Kleider befanden. Nur ein Käfig.

Pechschwarze, kluge Augen starrten mich an, als ich mich hinhockte, um mit ihm auf einer Höhe zu sein.

„Na? Wie war dein Tag?“, raunte ich und betrachtete den reglos dasitzenden Vogel. Seine schwarzen Federn verschlangen das Licht. Wie ein sternenloser Himmel. Endlos und ohne Hoffnung. Wieder ein leises Krächzen. Mürrisch, fast ein Schnauben.

Ich lachte leise und legte den Kopf auf die Seite. „Ja, ich weiß genau, was du meinst. Mein Tag war nicht besser, glaub mir.“

Claude legte den Kopf etwas auf die Seite. In seinen Augen flammte ein Zorn, den ich nur allzu gut kannte. Der nur mir allein galt.

Er hasste mich, mein geliebter, verabscheuter Wächter. Aber ich war ja schließlich auch der Grund, warum er in diesem Käfig hockte. Eingesperrt in eine Gestalt, in der er nichts weiter war, als ein übergroßer, kluger Vogel.

„Hasse mich ruhig, Claude. Du hast allen Grund dazu ...“

Sein schwarzer Blick verfolgte mich stumm, als ich aufstand und die Schranktüre schloss. Durch die zugezogenen Samtvorhänge fiel ein schmaler Streifen Morgenröte. Von ganz allein gingen meine Füße hinüber und ich warf einen Blick hinaus. Der heraufziehende Tag verdrängte die Nacht, das Licht den Schatten. Nur der Schrecken der Dunkelheit, die Angst und der Schmerz blieben. Mein Blick wanderte aufwärts. Hinauf zu der blasssilbernen Scheibe des fast vollen Mondes. „Heute Nacht, mein alter Freund“, murmelte ich und in meinen Augen glommen goldene Funken, „Heute Nacht.“

*

Wieder Dunkelheit.

Claude krächzte verärgert und zog den Kopf tiefer zwischen die schwarzen Schwingen. Ihm war kalt, obwohl ihn sein Gefieder gut isolierte. In seinem Teil des Kleiderschrankes war es tatsächlich nicht mal besonders kalt, aber es war nicht die weltliche Kälte, die ihn frieren ließ ... Es war ihre. Er konnte sie spüren, als stünde sie neben ihm. Traurig und so erschöpft. In Angel lauerte eine Kälte, die alles zu erfrieren drohte.

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