Peter Splitt - Pussycat

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Katharina Böhm wächst mit ihrer Zwillingsschwester Anni und ihren Eltern Edelgard und Pavel, in der ehemaligen DDR auf. Als ihr Vater die Familie verlässt, hält sich ihre Mutter mit Männerbekanntschaften über Wasser und steckt Katharina in ein staatliches Erziehungsheim. Geschlagen, misshandelt, vergewaltigt und weggesperrt, erlebt sie ein acht Jahre andauerndes Martyrium, das erst mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit und der Entlassung aus dem Jugendwerkhof ein Ende findet. Ihr erster Schritt in Freiheit führt sie zu den Russen, wo sie völlig naiv und weltfremd, den direkten Kontakt zum KGB sucht. Ihr Ansprechpartner, Oberst Kurganow, erkennt sofort welches Potential in ihr steckt und will sie als Agentin auszubilden. Doch ihr Vertrag beinhaltet auch klein gedrucktes: Marie soll Hemmungen und Scham über Bord werfen und auch ihren eigenen Körper in den Dienst der Sache stellen. Was das bedeutet, zeigt ihr Anika, eine alternde Agentin, die jahrelang für den KGB als Sex-Spionin gearbeitet hat und nun den Nachwuchs ausbildet. Die nicht gerade prüde Marie ist einigermaßen geschockt und hofft gewisse sexuelle Praktiken niemals in der Praxis anwenden zu müssen.

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„Nein, ich bin mit Leib und Seele Geheimdienstler, das weißt du doch.“

„Na gut. Den Agentenjob können auch andere erledigen, denn wenn die Kleine ihre Sache gut macht, dann werden wir alle davon profitieren.“

„Du meinst also, Anika soll sie mal unter ihre Fittiche nehmen?“

„Kann jedenfalls nichts schaden. Die bringt ihr die richtigen Kniffe bei, und ich übernehme alles Weitere. So bekommen wir eine neue ‚Schwalbe‘, die bereit sein wird, ihren Körper als Waffe einzusetzen. Na, was meinst du?“

„Klingt gut. Wir schicken sie nach Westdeutschland. Dort kann sie sich erst einmal bewähren und sich die ersten Sporen verdienen. Ich möchte jedenfalls nicht, dass sie ein anderer Verein bekommt.“

„Denkst du dabei an das Ministerium für Staatssicherheit?“

„Unter anderem.“

„Ach was, das kommt überhaupt nicht in Frage. Nur was, wenn sie überläuft und auspackt?“

„Nie im Leben! Wenn ich mit ihr fertig bin, kenne ich sie besser als sie sich selbst. Glaub mir, sie ist die Beste, die ich jemals bekommen habe. Wir müssen ihr nur das Gefühl geben, dass wir sie anerkennen und dass sie eine von uns ist. Eine Soldatin, die sich für das Wohl ihres Vaterlandes einsetzt. Dann können wir alles von ihr haben.“

„Bist du sicher? Sollen wir sie nicht erst einmal tote Briefkästen leeren lassen?“

„Aber Boris!“

„Ist ja schon gut, Juri. Ich kann das sowieso nicht allein entscheiden. Die Entscheidung, ob jemand an der umfangreichen Ausbildung teilnehmen darf, trifft einzig und allein das Präsidium.“

„Von dem du ein wichtiger Teil bist. Du könntest zumindest ein gutes Wort für sie einlegen.

„Also gut, ich werde sehen, was ich tun kann. Das MFS bekommt sie jedenfalls nicht!“

„Do svidaniya.“

Kapitel 2

April 1977

Als im April 1977 in Karlsruhe der Generalbundesanwalt Siegfried Buback, sein Fahrer Wolfgang Göbel und der Leiter der Fahrbereitschaft der Bundesanwaltschaft Georg Wurster von einem Motorrad aus in ihrem Auto erschossen wurden, hatte ich es geschafft, eine waschechte Spionin zu werden. Wir waren die heimlichen Helden, hatten alles, was wir brauchten: einen bösen Feind, nachsichtige Verbündete, eine brodelnde Welt. Es ging darum, die Menschheit vor ihren eigenen Exzessen zu schützen. Wir hatten einen sehr gefährlichen Planeten geerbt.

Die Ausbildung dauerte sechs Monate. Gleich in der ersten Woche bekam ich einen Decknamen und einen Lehrplan. Alles war neu und verwirrend. Abends in einem Bistro probierte ich meine neue Identität aus, den neuen Namen, und verquatschte mich prompt nach ein paar Minuten. An den Namen ‚Larissa Orloff‘ musste ich mich erst noch gewöhnen, aber Fehler konnte man nicht verhindern. Die Frage war halt, wie man damit umging – indem man improvisierte. Wenn man darüber nachdachte, was man gelernt hatte, dann hatte man schon verloren. Und man durfte keine Angst haben. Ängstliche Menschen lernten nie etwas, hatte ich mal irgendwo gelesen. Die neue Identität musste so nah wie möglich an der Wirklichkeit sein. Ansonsten verstrickte man sich viel zu schnell in Widersprüche. Agenten waren eben keine Schauspieler!

Vier Wochen lang wurde ich alias Larissa Orloff in die Organisation und in die einzelnen Abteilungen des KGB eingewiesen. Fünf Monate lang brachte man mir bei, wie man konspirativ fotografierte, tote Briefkästen und Verstecke für geheime Nachrichten anlegte, wie man Kontaktberichte verfasste und bei den Chefs Geld für verdeckte Operationen beantragte. Außerdem bekam ich Unterricht in Staatsrecht, internationaler Politik und Psychologie.

Wie erkannte man, wenn jemand lügt? Das war eine der Fragen, um die es ging. Und eine, auf die es offenbar trotz aller Forschung keine eindeutige Antwort gab. Nebenbei lernte ich Sprachen. Russisch war Pflicht, Englisch fand ich spannend. Die Schule, auf die man mich zeitweise schickte, hatte etwas von einem alten Schullandheim der Sechzigerjahre. Es gab eine Kegelbahn, einen Aufenthaltsraum, Schlafräume und einen Hörsaal. Alles lag dicht beieinander. Morgens, wenn ich ins Bad ging, schlurfte mein Professor oder einer der Dozenten im Bademantel über den Gang. Man musste sich mit den anderen unterhalten, ob man wollte oder nicht. Ich war von Menschen umgeben, die sehr akribisch waren, und das entsprach genau dem, was mir gefiel und was ich mir aneignete.

„Larissas Präzision ist eine Waffe“, hatte einmal ein Kollege gesagt, und ein anderer hatte bestätigt: „Ja, sie ist beeindruckend. Aber mit der darfst du nicht verheiratet sein, da hast du nichts mehr zu melden.“

Dem KGB war das egal. Den hohen Genossen interessierte es nicht, ob jemand mit ihren Agenten verheiratet sein wollte. Sie wollten nur die besten Leute in ihren Diensten sehen. Ansonsten entsprach der erste Teil der Ausbildung genau meinen Vorstellungen. Er ähnelte den Handlungen aus den Agentenfilmen im Fernsehen, die sich die Leute immer ansahen. Nervtötend war allerdings die bürokratische Trägheit des Verwaltungsapparates. Es dauerte ewig, bis ein Bericht freigegeben wurde. Hierarchie hoch, Hierarchie runter, erneut Überarbeiten. Dann alles wieder von vorn tippen. Ich war erst zufrieden, wenn ich nach einer Recherche ein gutes Lagebild anbieten konnte. Ich schrieb Berichte, die durch viele Hände gingen. Jeden Tag arbeiteten Dutzende Agenten an solchen Berichten. Sie schrieben Tagesberichte, Wochenberichte, Monatsberichte, Meldungen, Warnungen, verbrauchten eine Unmenge an Papier, je nachdem, wie vertraulich das Material war. Von dem, was sie schrieben, kam ein Bruchteil dort an, wo es tatsächlich hingehörte – in die Politik. Das war manchmal frustrierend, aber man musste mit dem Abenteuer und mit der Bürokratie klar kommen. Es war nicht immer einfach, zu verstehen, wie beides zusammengehörte, aber mit der Zeit würde ich es lernen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinen festen Freund. Hätte ich einen gehabt, ich hätte ihm niemals erzählen dürfen, wer mein Arbeitgeber war. Eine Legende, ein erfundenes Leben war für mich ein Schutz, aber halt auch eine Lüge, und den Menschen zu belügen, den man liebte, das ging nicht. Sobald jemand in mein Leben trat, würde ich es melden müssen. Der KGB würde entsprechende Untersuchungen anstellen. Das bedeutete, ich durfte nichts mehr zu Hause auf dem Schreibtisch liegen lassen. Nichts Persönliches, nichts Berufliches, keine Kontaktliste, keinen Kalender, in dem stand, wo ich wann war und wen ich getroffen hatte. Ich versuchte, vorsichtig zu sein, aber nicht übervorsichtig. Ich wurde schnell misstrauisch, wenn Typen zu viel fragten. Ein Mann, der zu viel redete, war nichts für mich. Kollegen, die zu viel redeten, waren auch nicht mein Ding. Das Zauberwort hieß Verschwiegenheit. Darum allein drehte sich beim Geheimdienst alles. Am Ende meines Einführungslehrgangs war ich bereit, die Welt zu retten, und wenn ich sie von einem Ende zum anderen hätte ausspionieren müssen. Überall drohte die imperialistische Gefahr, und ich war bereit, es mit ihr aufzunehmen.

Der zweite Teil meiner Ausbildung umfasste einen Punkt, der in meinem Vertrag als Kleingedrucktes aufgeführt war und den ich bereitwillig unterschrieben hatte: Alle Hemmungen und Scham sind über Bord zu werfen, und auch der eigene Körper soll in den Dienst der Sache gestellt werden. Das betraf die ganze Skala weiblicher Persönlichkeit, von der geistig-kulturell hochstehenden wissenschaftlich gebildeten Frau über die elegante-charmante Gesellschafterin, die geachtete Kollegin bis zur vermeintlichen Partnerin, die mit ihrem bezaubernden Liebreiz lockte und intime Abenteuer versprach. Entsprechend lasen sich die Protokolle über Anwerbungsgespräche und Leistungsbeurteilungen von KGB-Schwalben, die für die gezielte Vorbereitung ausgewertet wurden. Dabei ergaben sich folgende Frauentypen:

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