N. Jemisin - Die Erbin der Welt

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Die Erbin der Welt: краткое содержание, описание и аннотация

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Geheimnisse und Intrigen im Palast über den Wolken — wo Menschen und Götter um Macht und Einfluss ringen.
Natürlich befolgt Yeine Darr den Befehl ihres Großvaters, sich unverzüglich aus der Provinz zu seinem Palast zu begeben. Schließlich ist er der Herrscher über die ganze Welt. Doch als er sie zu seiner dritten Erbin ernennt, befindet sie sich unvermutet inmitten tödlicher Palastintrigen. Ihre einzige Hoffnung auf Überleben ist ein Bündnis mit Nahadoth – dem zwar versklavten, aber immer noch ebenso mörderischen wie verführerischen Gott der Finsternis.

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Langsam kam ich wieder zu Atem, und eine Schwäche übermannte mich, die ich als Folgeerscheinung des Adrenalins erkannte. Die Wand hinter mir hatte sich wieder geschlossen und war so solide wie vorher. Ich lehnte mich zunächst vorsichtig und dann dankbar dagegen. Erst jetzt musterte ich meinen Retter etwas genauer.

Er war nicht viel kleiner als ich, vielleicht neun Jahre alt und war schlaksig wie jemand, der schnell wuchs. Er gehörte nicht zu den Amn, denn seine Haut war so dunkel wie meine, und er hatte die scharf geschnittenen Augen des Volkes Tema: ein dunkles, langweiliges Grün ... wie meine eigenen Augen und die meiner Mutter. Vielleicht war sein Vater noch ein weiterer Herumtreiber der Arameri gewesen.

Er musterte mich ebenfalls. Nach einer Weile wurde sein Grinsen breiter. »Ich bin Si’eh.«

Zwei Silben. »Si’eh Arameri?«

»Nur Si’eh.« Mit der ungelenken Anmut eines Kindes reckte er sich mit den Armen über dem Kopf. »Du siehst nicht nach etwas Besonderem aus.«

Ich war zu müde, um beleidigt zu sein. »Ich finde es stets hilfreich«, antwortete ich, »unterschätzt zu werden.«

»Ja. Das ist immer eine gute Taktik.« Blitzschnell straffte er sich wieder und wurde ernst. »Er wird uns finden, wenn wir nicht in Bewegung bleiben. En!«

Ich zuckte zusammen, weil sein Schrei mich erschreckt hatte. Aber Si’eh schaute nach oben. Kurz darauf fiel ein gelber Gummiball in seine Hände.

Verwirrt schaute ich hoch. Der ungenutzte Raum erstreckte sich über einige Etagen und war ein schmuckloser, dreieckiger Schacht. Ich sah keine Öffnungen, aus denen der Ball hätte kommen können. Auch schwebte dort oben sicherlich niemand, der ihm den Ball zugeworfen haben konnte.

Ich schaute den Jungen an, und plötzlich überfiel mich ein Verdacht, der mir das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Si’eh lachte über meinen Gesichtsausdruck und legte den Ball auf den Boden.

Dann setzte er sich im Schneidersitz darauf. Der Ball blieb absolut ruhig liegen, bis der Junge bequem saß; erst dann erhob er sich in die Luft.

Er hielt einige Fuß über dem Boden an, und der Junge, der kein Junge war, streckte seine Hand zu mir hin.

»Ich werde dir nichts tun«, sagte er, »schließlich helfe ich dir, nicht wahr?«

Ich schaute nur auf seine Hand und drückte meinen Rücken gegen die Wand.

»Weißt du, ich hätte dich im Kreis führen können. Direkt zu ihm hin.«

Das stimmte. Nach einer Weile nahm ich seine Hand. Sein Griff beseitigte jeden Zweifel — das war nicht die Kraft eines Kindes.

»Nur ein kurzes Stück«, sagte er. Dann ließ er mich wie ein Kaninchen im Fallstrick baumeln, und wir schwebten beide den Schacht hinauf.

Ich erinnere mich noch an etwas anderes aus meiner Kindheit. Ein Lied, und das ging ... wie ging es noch? Ah, ja: Gauner, Gauner stahl die Sonne nur aus Spaß reiten wirst du darauf nie wo willst du verstecken sie? Am Flussufer im kühlen Nass ...

Wohlgemerkt, es ging nicht um unsere Sonne.

Si’eh öffnete zwei Decken und eine weitere Wand, bevor er mich endlich in einem ungenutzten Raum absetzte, der so groß war wie Großvater Dekartas Audienzzimmer. Aber es war nicht die Größe des Raums, die mich mit weit offenem Mund dastehen ließ.

In diesem Raum schwebten Dutzende Sphären. Es gab die unterschiedlichsten Varianten ... alle möglichen Formen, Größen und Farben. Sie drehten sich langsam und trieben durch die Luft. Sie wirkten wie Kinderspielzeuge, als ich jedoch eine näher betrachtete, sah ich, dass Wolken über ihre Oberfläche wirbelten.

Si’eh schwebte in meiner Nähe, als ich zwischen seinen Spielzeugen umherwandelte, und sah mich mit einer Mischung aus Aufregung und Stolz an. Der gelbe Ball hatte seinen Platz in der

Mitte des .Raums eingenommen, und die anderen Bälle drehten sich um ihn.

»Sie sind hübsch, nicht wahr?«, fragte er mich, während ich eine winzige rote Murmel anstarrte. Eine große Wolkenmasse — ein Sturm? — nahm die mir zugewandte Hemisphäre ein. Ich riss meinen Blick los, um Si’eh anzuschauen. Er wippte auf seinen Zehen und wartete ungeduldig auf meine Antwort.

»Es ist eine schöne Sammlung.«

Gauner, Gauner, stahl die Sonne nur aus Spaß. Und allem Anschein nach, weil sie hübsch war. Die Drei hatten viele Kinder zur Welt gebracht, bevor sie sich zerstritten. Si’eh war unermesslich alt und eine der tödlichen Waffen der Arameri, aber trotzdem brachte ich es nicht übers Herz, die schüchterne Hoffnung, die ich in seinen Augen sah, zu zerschlagen.

»Sie sind alle wunderschön«, stimmte ich zu. Es war die Wahrheit.

Er strahlte und ergriff erneut meine Hand — ohne mich irgendwohin zu ziehen; er drückte nur Geselligkeit aus. »Ich glaube, die anderen werden dich mögen«, sagte er, »sogar Naha, wenn er sich beruhigt. Es ist lange her, dass wir eine eigene Sterbliche hatten, mit der wir uns unterhalten konnten.«

Seine Worte waren Kauderwelsch und reihten sich aneinander, ohne Sinn zu ergeben.

Andere? Naha? Beruhigen?

Er lachte mich erneut aus. »Ich mag dein Gesicht ganz besonders. Du zeigst nicht viele Gefühle — ist das typisch für die Darre oder die Erziehung deiner Mutter? Aber wenn du es tust, dann kann die ganze Welt sie lesen.«

Meine Mutter hatte mich vor langer Zeit genau davor gewarnt. »Si’eh ...« Mir lagen tausend Fragen auf der Zunge, und ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte. Eine der Kugeln, die ganz grün war und leuchtend weiße Pole hatte, glitt an uns vorbei und überschlug sich. Ich nahm das nicht als etwas Unnormales wahr, bis Si’eh es bemerkte und sich versteifte. In dem Moment schlugen meine Instinkte verspätet ebenfalls Alarm.

Ich drehte mich herum und sah, dass Nahadoth hinter uns stand.

In dem Moment, in dem meine Gedanken und mein Körper erstarrten, hätte er mich überwältigen können. Er war nur einige Schritte entfernt. Aber er bewegte sich nicht und sprach auch nicht, also starrten wir uns nur an. Ein Gesicht wie der Mond, blass und irgendwie unscharf. Ich konnte grob seine Gesichtszüge erkennen, aber nichts davon blieb mir in Erinnerung, außer dem Eindruck von überraschender Schönheit. Sein langes, langes Haar umwehte ihn wie schwarzer Rauch, wobei einzelne Strähnen sich ringelten und wie von selbst bewegten. Sein Umhang — oder vielleicht war auch das sein Haar — bewegte sich, als ob ein nicht fühlbarer Wind wehte. Ich konnte mich nicht erinnern, dass er zuvor einen Umhang getragen hatte — da auf dem Balkon.

Der Wahnsinn stand ihm immer noch ins Gesicht geschrieben, aber es war ein abgeschwächterer Wahnsinn, nicht mehr die tollwütige Raserei von vorhin. Etwas anderes — ich brachte es nicht fertig, es als Menschlichkeit zu bezeichnen — regte sich unter der Oberfläche.

Si’eh trat vor, achtete aber darauf, sich nicht vor mich zu stellen. »Bist du wieder bei uns, Naha?«

Nahadoth antwortete nicht, er schien Si’eh nicht einmal zu sehen. Si’ehs Spielzeuge, so bemerkte ich mit dem Bruchteil meines Geistes, der nicht erstarrt war, drehten durch, sobald sie in seine Nähe kamen. Ihre langsamen, anmutigen Umlaufbahnen veränderten sich: Einige trieben in verschiedene Richtungen ab, andere verharrten auf der Stelle, wieder andere wurden schneller. Ich beobachtete, wie eins zerbrach und zu Boden fiel. Er machte einen Schritt nach vorne, und noch mehr der bunten Kugeln gerieten außer Kontrolle.

Der eine Schritt genügte, um mich aus meiner Lähmung zu reißen. Ich stolperte rückwärts und wäre schreiend davongerannt, wenn ich gewusst hätte, wie man die Wände öffnete.

»Nicht wegrennen!« Si’ehs Stimme war scharf wie ein Peitschenknall. Ich erstarrte.

Nahadoth machte noch einen Schritt nach vorne und war jetzt nah genug, dass ich sehen konnte, wie ihn ein winziger Schauer durchlief. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Er öffnete seinen Mund, mühte sich einen Moment ab und sprach dann. »V-vorhersehbar, Si’eh.« Seine Stimme war tief, aber erschreckend menschlich. Ich hatte ein tierisches Knurren erwartet.

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