Robert Silverberg - Der Seher
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- Название:Der Seher
- Автор:
- Издательство:Wilhelm Heyne
- Жанр:
- Год:1978
- Город:München
- ISBN:3-453-30496-9
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
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Irrwitzig gestoned, breiteten wir uns behaglich auf dem gelb-rosa Sofa vor unserem großen Fenster aus. Der Mond war voll, ein kaltes, weißes Leuchtfeuer, das die Stadt mit eisklarem Licht überschüttete. Wunderbar glitzerten Schneeflocken in aufwärts wirbelnden Luftströmungen. Unsere Aussicht ging auf die funkelnden Türme von Brooklyn auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens. Fernes, exotisches Brooklyn, düsteres Brooklyn, Brooklyn rot in Reißzähnen und Krallen. Was passierte da heute nacht in dem Dschungel verwahrloster Straßen hinter der gleißenden Uferfassade der Hochhäuser? Was für Überfälle und Morde, Verstümmelungen, Erdrosselungen, was für Schießereien, was für Gewinne und was für Verluste? Während wir in warmer, glücklicher Geborgenheit unsere Köpfe aneinander schmiegten, erlebten die weniger Privilegierten in jenem melancholischen Stadtteil das wahre New York. Banden plündernder Siebenjähriger trotzten dem grimmigen Schnee, um müde nach Hause gehende Witwen auf der Flatbush-Avenue zu belästigen; und Jungen, mit Nadelschweißbrennern ausgerüstet, durchschnitten fröhlich die Gitterstäbe der Löwenkäfige im Prospect Park Zoo; und rivalisierende Gangs von halbwüchsigen Prostituierten mit bloßen Schenkeln, grellfarbigen Thermalhöschen und Aluminium-Diademen lieferten sich auf der Grand Army Plaza ihre erbitterten, allnächtlichen Revierkämpfe. Auf dein Wohl, gutes altes New York. Auf dein Wohl, Bürgermeister DiLaurenzio, wohlmeinender und pausbäckiger, unerwarteter Führer. Und auf dein Wohl, Sundara, meine Geliebte. Auch dies ist das wahre New York, die schönen jungen Reichen in der Sicherheit ihrer warmen Wohntürme, die Schöpfer und Planer und Lenker, die Lieblinge der Götter. Wären wir nicht hier, so wäre dies auch nicht New York, sondern nur ein riesiges, Unheil brütendes Lager leidender, verbitterter Armer, Opfer der städtischen Katastrophe; Zank und Gestank allein machen ein New York noch nicht. Auch der Glanz gehörte dazu, und Sundara und ich waren, zum Guten oder zum Schlechten, ein Teil der glanzvollen Welt.
Zeus schleuderte prasselnden Hagel gegen unser unnachgiebiges Fenster. Wir lachten. Meine Hände glitten über Sundaras glatte, kleine, makellose Brüste mit den harten Brustwarzen, und mit meinen Zehen drückte ich auf die Taste unseres Tonbandgeräts; aus den Lautsprechern kam ihre tiefe, musikalische Stimme. Eine Lesung aus dem Kama Sutra. »Siebtes Kapitel. Die verschiedenen Arten, eine Frau zu schlagen, und die begleitenden Laute. Der Geschlechtsakt kann einem Streit zwischen Liebenden verglichen werden; das beruht auf den kleinen Verstimmtheiten, die so leicht in der Liebe entstehen, und der Neigung zweier leidenschaftlicher Individuen, rasch von Liebe zu Zorn hinüberzuspringen. In der Glut der Leidenschaft schlägt man oft auf den Körper der Geliebtenein, und diese Schläge sollten auf die Schulter gerichtet werden — den Kopf — die Stelle zwischen den Brüsten — den Rücken — die jaghana — die Seiten. Vier Arten gibt es, die Geliebte zu schlagen: mit dem Handrücken — mit leicht gekrümmten Fingern — mit der Faust — mit der Handinnenfläche. Diese Schläge sind schmerzhaft, und die Geschlagene stößt oft einen Schrei aus. Es gibt acht Laute lustvollen Schmerzes, die den verschiedenen Schlägen entsprechen. Die Laute sind: hinn — phoutt — phatt — soutt — platt…«
Und während ich ihre Haut berührte, während ihre Haut die meine berührte, lächelte sie und flüsterte in Übereinstimmung mit ihrer Stimme vom Tonband — um eine Spur nur war ihr Tonfall tiefer — : »Hinn… phoutt… soutt… platt…«
8
Um halb neun war ich am nächsten Morgen in meinem Büro, und genau um neun rief mich Haig Mardikian an.
»Kriegst du wirklich fünfzig pro Stunde?« fragte er.
»Ich bemüh’ mich drum.«
»Ich habe einen interessanten Job für dich, aber der Betreffende kann nicht fünfzig zahlen.«
»Wer ist der Betreffende? Was für ein Job?«
»Paul Quinn. Er braucht einen Leiter der Daten-Auswertung und Strategen für seinen Wahlkampf.«
»Quinn will Bürgermeister werden?«
»Er schätzt, daß es leicht sein wird, DiLaurenzio in den Vorwahlen auszubooten, und die Republikaner haben niemand, also ist es der richtige Augenblick für ihn.«
»Das ist es wahrlich«, sagte ich. »Ich soll voll und ganz für ihn arbeiten?«
»Nur einen kleinen Teil deiner Zeit bis zum nächsten Herbst, dann, ab September ‘96 bis Wahltag ‘97, mit voller Kraft. Kannst du dich langfristig für uns freihalten?«
»Da geht’s um mehr als nur Beratung, Haig. Das heißt doch, in die Politik einsteigen.«
»Und?«
»Wozu brauch’ ich das?«
»Niemand braucht irgend etwas als ab und zu ein bißchen was zu essen und zu trinken. Der Rest ist Neigungssache.«
»Ich hasse die Politik, Haig, besonders Lokalpolitik. Ich habe schon genug davon mitbekommen, bei ein paar Projektionen, die ich für Politiker gemacht habe. Man muß soviel Mist schlucken. Man muß so viele häßliche Kompromisse eingehen. Man muß sich so viel…«
»Mann, wir bitten dich ja nicht, den Kandidaten zu machen. Nur, bei der Planung des Wahlkampfs zu helfen.«
»Nur. Ihr wollt ein Jahr meines Lebens, und…«
»Wie kommst du da drauf, daß Quinn sich mit einem Jahr zufrieden geben wird?«
»Du machst das sehr verführerisch.«
Nach einer kurzen Pause sagte Haig: »In der Sache liegen große Möglichkeiten.«
»Vielleicht.«
»Nicht vielleicht. Bestimmt.«
»Ich weiß, was du meinst. Trotzdem, Macht ist nicht alles.«
»Bist du dabei, Lew?«
Ich ließ ihn einen Augenblick lang zappeln. Oder er mich. Schließlich sagte ich: »Für euch ist der Preis vierzig.«
»Im Moment kann Quinn fünfundzwanzig zahlen; fünfunddreißig, sobald die Spenden reinkommen.«
»Und dann rückwirkend fünfunddreißig für mich?«
»Fünfundzwanzig jetzt, fünfunddreißig, wenn wir es uns leisten können«, sagte Mardikian. »Keine Rückwirkung.«
»Für was sollte ich finanzielle Einbußen hinnehmen? Weniger Geld für schmutzigere Arbeit?«
»Für Quinn. Für diese gottverdammte Stadt, Lew. Er ist der einzige Mann, der…«
»Sicher. Aber bin ich der einzige, der ihm dabei helfen kann?«
»Du bist der Beste, den wir kriegen können. Nein, das klingt falsch. Du bist der Beste, Lew. Punkt. Keine Schmeichelei.«
»Wie wird der Stab aussehen?«
»Die gesamte Kontrolle liegt bei fünf Schlüsselfiguren. Du wärst eine davon. Ich eine andere.«
»Als Wahlkampf-Manager?«
»Genau. Missakian ist Koordinator für Kommunikation und Medienkontakte. Ephrikian stellt die Verbindung mit den Verwaltungsbezirken her.«
»Was soll das bedeuten?«
»Er bereitet die Ämterbesetzung vor. Und Koordinator der Finanzen ist ein Bursche namens Bob Lombroso, der zur Zeit auf Wall Street sehr viel von sich reden macht; er…«
»Lombroso? Ein Italiener? Nein. Warte. Was für ein Geniestreich! Es ist euch gelungen, einen Wall-Street-Puerto zu eurem Geldmann zu machen.«
»Er ist Jude«, sagte Mardikian mit einem kleinen, trockenen Lachen. »Lombroso ist ein alter jüdischer Name, hat er mir erzählt. Wir haben ein fantastisches Team — Lombroso, Ephrikian, Missakian, Mardikian und Nichols. Du bist unser Orakel vom Dienst.«
»Woher weißt du, daß ich mit von der Partie bin, Haig?«
»Ich habe nie daran gezweifelt.«
»Woher weißt du es?«
»Meinst du, du wärst der einzige, der in die Zukunft sehen kann?«
9
So schlugen wir also zu Beginn des Jahres ‘96 im neunten Stock eines alten, verwitterten Gebäudes an der Park Avenue unser Hauptquartier auf, von dem aus wir einen wirklich großartigen Blick auf den bauchig gewölbten Mittelteil des PanAm-Hochhauses hatten, und wir gingen daran, Paul Quinn zum Bürgermeister dieser absurden Stadt zu machen. Schwer sah das nicht aus. Wir mußten lediglich die vorgeschriebene Anzahl qualifizierender Petitionen zusammenkriegen — ein Kinderspiel, New Yorker unterschreiben alles — und unseren Mann stadtweit genügend zur Schau stellen, so daß er vor den Vorwahlen in den fünf Bezirken bekannt war. Der Kandidat war attraktiv, intelligent, seiner Sache hingegeben, ehrgeizig und nur allzu offensichtlich fähig; wir mußten daher nicht erst ein Image zurechtmachen: keine Kosmetikarbeit an einem Plastik-Menschen.
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