Frei, Max - Der Fremdling

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Der Fremdling: краткое содержание, описание и аннотация

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»So schlimm ist es auch wieder nicht. Es ist doch schrecklich, wenn's zu bunt wird. Geh nach Haus und erhol dich, Max.«

Genau das hatte ich vor, doch im Treppenhaus hörte ich eine laute Stimme, die zwischen Bass und Falsett schwankte: »Du wagst es, mir so einen Blödsinn zu erzählen?! Sechzig Jahre bin ich jetzt hier, und noch niemand ...«

Ich riss die Tür auf. Ein athletisch gebauter, in einen purpurroten Mantel gehüllter Mann an der Schwelle zu deutlichem Übergewicht pöbelte den erschrockenen Chauffeur meines Dienst-A-Mobils an.

»Ruhe, aber sofort!«, rief ich. »Der Ehrwürdige Leiter des Geheimen Suchtrupps hat geschworen, die auf den Scheiterhaufen zu bringen, die ihn stören. Hören Sie also mit dem Geschrei auf. Der Fahrer steht in königlichem Dienst!«

»Was? Wer sind Sie, und was erlauben Sie sich?«, fragte das bullige Geschöpf und schien wieder gesprächsfähig.

»Haben Sie zu viel getrunken, Sir?«, schleuderte ich ihm gut gelaunt entgegen. »Ihr Büro ist im anderen Trakt. Wir sind hier im Treppenhaus des Gebäudes, das sich Stadtpolizei und Kleiner Geheimer Suchtrupp teilen. Seien Sie so gut und respektieren Sie das, denn hier halten sich einige zornige Leute auf, die sich so ihre Gedanken machen, wenn mal wieder die ganze Nacht niemand verhaftet wird. Also, fahren wir!«, meinte ich dann zum Chauffeur, und wir verschwanden.

»Danke, Sir Max!«, erklärte der bejahrte Mann und verbeugte sich vor mir.

»Warum erlauben Sie ihm, Sie so anzubrüllen? Er sieht zwar gefährlich aus, aber Sie arbeiten doch für den König und für Sir Juffin! Sie sind eine wichtige Person, mein Freund.«

»General Bubuta Boch nimmt so was nicht zur Kenntnis. Es nervt ihn, wenn ein A-Mobil zu nah am Eingang steht, obwohl sein Fahrer beinahe im Korridor parkt.«

»War das General Bubuta Boch? Hoppla!«

Der Poltergeist hatte mich stark an meinen ehemaligen Vorgesetzten erinnert, und ich empfand eine merkwürdige Befriedigung. Ihre Zeit ist vorbei, mein Herr!

Sir Max zeigt Ihnen, wo es langgeht! Schadenfreude ist zwar gehässig, aber ich bin ja auch kein Engel, sondern ein Mensch.

Erst zu Hause merkte ich, wie müde ich war. Die angenehmste Bettwäsche des Vereinigten Königreichs stand mir zur Verfügung. Aber was war mit meinen Träumen los? Man könnte sagen, sie hätten mich verraten.

Von Kindesbeinen an waren Träume ein wichtiger Teil meines Lebens. Immer hat ein Alptraum mich stärker aus der Bahn geworfen als reale Unannehmlichkeiten. Und an diesem Morgen quälte mich ein echtes Schreckgespenst.

Zuerst träumte ich, nicht einschlafen zu können - kein Wunder, denn ich lag auf dem Tisch im Wohnzimmer und ähnelte einem appetitlichen Mittagessen. Durchs Fenster sah ich das Nachbarhaus, ein echtes Meisterwerk, das mich am ersten Abend so begeistert hatte. In der Traumwirklichkeit aber spürte ich tiefe Abscheu vor dem Gebäude. Hinter den dreieckigen Fenstern war es dunkel, und das ließ nichts Gutes vermuten. Ich wusste, dass die Hausbesitzer lange tot waren, doch im Traum kamen sie mir lebendig vor. Gefährlich waren sie allerdings nicht.

Lange Zeit passierte nichts. Ich konnte mich nicht rühren, und auch das missfiel mir. Die Ahnung, dass etwas geschehen würde, beunruhigte mich noch mehr. Irgendwas kam sogar schon aus unbestimmter Ferne langsam auf mich zu. Es brauchte nur Zeit - und die war reichlich vorhanden.

Das Warten zog sich ins Unendliche. Ich hatte den Eindruck, so sei es immer gewesen und so würde es auch bleiben. Doch irgendwann gelang es mir aufzuwachen.

Ich hatte Kopfweh und war schweißgebadet, aber erleichtert. Wie angenehm es war, wieder wach zu sein! Ich wühlte kurz im Schrank und fand eine Flasche Kachar-Balsam. »Damit musst du sparsam umgehen, Max. Es eignet sich nicht zum täglichen Genuss«, hatte Sir Juffin mich oft belehrt. Aber mein Körper brauchte eine Stärkung, und ich wollte ihn nicht foltern. Ein dummer Traum konnte mir die seelischen Kräfte einer ganzen Woche rauben. Also trank ich davon, fühlte mich gleich besser und durfte annehmen, dass es so bliebe. Ich lächelte in die Nachmittagssonne und ging nach unten, um die Stärkung mit einem Bad und einer guten Tasse Kamra abzurunden.

Eine Stunde später war ich wieder fit. Ich wurde bestimmt noch nicht im Büro erwartet. Eine halbe Stunde verbrachte ich mit einem Buch auf dem Schoß im Wohnzimmer. Diesmal fand ich den Ausblick nicht so hübsch, entschied mich aber dennoch, dem Fenster nicht den Rücken zu kehren.

Endlich begriff ich: So ging es nicht weiter. Ich legte den dritten Band der Enzyklopädie von Sir Manga Melifaro beiseite, trat auf die Straße und näherte mich behutsam dem Nachbarhaus. Meine Hand berührte den nagelneuen Dolch mit dem Zeiger im Griff. Ich sah mich um. Das Gebäude war unschuldig wie ein Kind. Hier gab es lediglich Schwarze Magie des erlaubten zweiten Grades. Vielleicht wollte jemand frische Kamra zubereiten oder Butterdosen säubern.

Doch mein Herz sagte mir etwas anderes. »Das ist ein übler Ort«, flüsterte es mir erschrocken zu. In letzter Zeit hatte sich der Muskel als guter Berater erwiesen. Womöglich sollte ich seine Meinung berücksichtigen? Aber ich wollte unbedingt meine Ruhe haben und ungestört leben.

»Vielleicht sollte ich mir spät in der Nacht keine grausamen Geschichten mehr anhören«, versuchte ich, mir einzureden.

Um mich abzulenken, ging ich mit meinem neuen Spielzeug durch die Nachbarschaft und überprüfte, ob in den Häusern ringsum die Bestimmungen der Epoche des Gesetzbuchs eingehalten wurden. Mein Dolch zeigte überall nur Werte an, die Treue und Loyalität bewiesen. Offenbar beschäftigte man sich hier einzig mit kulinarischen Experimenten. Schwarze Magie zweiten Grades sickerte buchstäblich aus allen Fenstern. Als der Zeiger begann, zwischen der erlaubten Zwei und der unerwünschten Drei hin und her zu springen, schaute ich mich aufmerksam um. Ich stand vor einem kleinen Wirtshaus mit dem bedrohlichen Namen Zum gesättigten Skelett, hatte den Eindruck, der Koch sei begeistert bei der Sache, und ging dort frühstücken. Das Fressfass ist ein heiliger Ort, aber ein wenig Abwechslung würde mir guttun.

Trotz meiner Alpträume hatte ich mehr Appetit als üblich. Am Nachbartisch tuschelten zwei Tantchen über eine gewisse Lady Alata, die am Morgen beim Einkäufen bestohlen worden sei. »Das geschieht dieser gierigen Zicke recht!« In Gedanken hatte ich Mitleid mit der unglücklichen Frau, denn ich wusste ja, welcher Herr sich berufen fühlen würde, ihr Vermögen wieder zu beschaffen, und hatte viel von ihm gehört. All das aber hatte keinen Einfluss auf meinen Appetit.

Nachdem ich gefrühstückt hatte, ging ich langsam zur Arbeit, streifte dabei gemütlich durch die Altstadt und gab all mein Taschengeld für unnötige, aber bezaubernde Kleinigkeiten aus. In meiner Heimat glaubt man, Einkäufen rette Hausfrauen vor ermüdender Routine und tödlichem Stress. Das gilt aber auch für Detektive, die nächtliche Alpträume hinter sich haben.

Mit vielen Paketen beladen, kam ich eine halbe Stunde zu früh ins Haus an der Brücke.

»Willst du dein Nest verschönern, du Schrecken der Ordnungshüter?«, fragte Juffin freundlich und besah sich meine Einkäufe. »Weißt du, Max - Bubuta glaubt, wer ihn so heftig angepöbelt hat wie du, müsse dazu berechtigt gewesen sein. Jetzt hat er Respekt vor dir, träumt aber garantiert davon, dich zu erwürgen. Alle Achtung, Junge. Hat dir sein Tobsuchtsanfall eigentlich gefallen?«

»Er hat sich schwer danebenbenommen! Ein höherer Staatsbeamter darf so was nicht tun. Ich werde hier Ordnung schaffen!«, rief ich, machte ein entschlossenes Gesicht und fügte lächelnd hinzu: »Ich wollte ja schon immer die Macht ergreifen!«

»Tolle Idee«, meinte Juffin träumerisch. »Vielleicht gelingt es sogar uns beiden. Aber was hast du, Max? Du siehst nicht gut aus.«

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