Frei, Max - Der Fremdling

Здесь есть возможность читать онлайн «Frei, Max - Der Fremdling» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Год выпуска: 2013, Жанр: Старинная литература, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Fremdling: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Fremdling»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Fremdling — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Fremdling», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Lady Melamori rollte die Augen wie eine Märtyrerin. »Sehen Sie, Sir Max? Diese Dienststelle ist das Bollwerk der Tyrannei! Wegen eines harmlosen Scherzes gleich drei Tage nach Cholomi zu müssen!«

»Tyrannei?«, fragte Sir Juffin und lächelte tückisch. »Der alte Kommandant wird Ihnen einen königlichen Empfang bereiten. Seinen Koch kennen Sie noch nicht, oder?«

»Natürlich kenne ich ihn! Nur seinetwegen habe ich in diesem Büro noch kein Gift geschluckt.« Melamori geriet ins Stocken und fügte schuldbewusst hinzu: »Sir Juffin, ich bitte um Verzeihung! Fuflos ist einfach ein solcher Dummkopf, dass ich mich nicht habe beherrschen können.«

»Das kann ich mir gut vorstellen«, meinte Juffin und kicherte erneut.

Ich hatte das Gefühl, Lady Melamori wäre straflos ausgegangen, wenn sie ein wenig dreister gewesen wäre.

Bevor die schöne Verbrecherin mit dem Dienst-A-Mobil nach Cholomi fuhr, flüsterte sie mir im Vorbeigehen zu, sie sei nicht immer so. Das glaubte ich nur zu gern.

»Nun, Max«, begann Juffin gelangweilt, »heute muss ich dir mein offizielles Gesicht zeigen. Aber zuerst stelle ich dir Kurusch vor.«

Die Geschichte des Verbrechens von Lady Melamori hatte mich so beschäftigt, dass ich den eulenartigen Vogel, der mit wichtiger Miene auf der Rückenlehne eines Stuhls saß, erst jetzt bemerkte. Der Buriwuch - denn um einen solchen handelte es sich - sah mich lange und aufmerksam an.

»Nichts zu meckern - der taugt was!«, kam es endlich aus seinem Schnabel, und ich begriff, dass es um mich ging.

»Danke, Buriwuch«, wollte ich in scherzhaftem Ton sagen, doch meine Stimme klang sehr ernst.

Juffin nickte. »Das ist ein großes Lob, Max! Du hättest hören sollen, wie er über andere geurteilt hat.«

»Was haben Sie denn da so gesagt?«, fragte ich interessiert.

»Dienstgeheimnis!«, teilte Kurusch gelassen mit. »Und jetzt an die Arbeit!«

Meine Aufgabe bestand darin, etwas in einer unverständlichen Sprache zu sagen. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine uralte Zauberformel, deren Kraft mich angeblich für immer an die Interessen der Krone band.

»Aber ich merke gar nichts!«, sagte ich verwirrt, nachdem ich die Formel ausgesprochen hatte.

»Musst du auch nicht«, meinte Juffin. »Als ich die Formel aufsagte, ist auch nichts Besonderes passiert. Kann sein, dass es nur Aberglaube ist, aber vielleicht funktioniert es ja tatsächlich. Gib Acht - ich lese dir jetzt in Gegenwart unseres Kurusch eine dienstliche Anweisung vor. Du brauchst sie nicht zu verstehen. Denk einfach an etwas Angenehmes, denn das Ganze dauert ziemlich lange. Notfalls wiederholt Kurusch die eine oder andere Passage für dich. Stimmt's, mein Süßer?«, fragte Juffin und sah den Vogel zärtlich an. Das Tier spreizte stolz die Flügel.

Ich möchte den Inhalt dessen, was ich vorgelesen bekam, nicht im Einzelnen berichten. Es ging ungefähr darum, dass ich zu allem verpflichtet sei, was ich tun solle, und auf keinen Fall tun solle, was ich nicht dürfe. Damit solche Binsenweisheiten in mein Ohr drangen, hatte ein am Hofe lebender Bürokrat ein paar Blätter bestes Papier verbraucht. Sir Juffin opferte eine halbe Stunde, mir das literarische Meisterwerk vorzutragen, und beendete seinen Auftritt mit einem erleichterten Seufzer. Ich tat es ihm nach. Buriwuch Kurusch hingegen schien das Ganze richtig Spaß gemacht zu haben.

»Warum arbeitet ihr klugen Vögel eigentlich für die Menschen?«, wollte ich wissen. Diese Frage hatte mich schon eine halbe Stunde beschäftigt.

»Da wir nur wenige sind, fällt es uns schwer, uns allein durchzuschlagen«, antwortete das Tier. »Bei Menschen zu leben, ist unter solchen Umständen bequem und interessant. Dort, wo es viele von uns gibt, können wir ohne Hilfe überleben und sind durchaus mächtig. Aber in dieser Dienststelle ist es wirklich spannend! Es gibt so viele Worte und Geschichten!«

»Eine würdige Antwort«, meinte Juffin und lächelte gönnerhaft. »Begreifst du jetzt, Max? Die Vögel finden uns unterhaltsam!«

Dann bekam ich feierlich meine Dienstwaffe überreicht - einen kleinen Dolch, der sich besser zum Reinigen der Fingernägel als zum Töten eignete. Der Griff des Dolchs enthielt einen Zeiger, der auf erlaubte wie verbotene Magie reagieren sollte. Ich hatte etwas Ähnliches schon im Einsatz gesehen und wusste, dass dieses Instrument nicht sehr zuverlässig war. Vielleicht war es besser, von Anfang an keine Illusionen zu haben.

Als wir mit den Formalitäten fertig waren, gingen wir ins oberste Stockwerk des Hauses an der Brücke. Dort wurde ich einem kleinen, gutmütigen Dicken vorgestellt, der einen grell orangen Mantel trug und auf Sir Juffins einleitende Worte munter ausrief: »Sehr erfreut! Mein Name ist Kumba Kurmak. Ich bin Sir Juffins Kanzleichef und die netteste Person in diesem finsteren Gebäude, weil ich für Auszeichnungen, Orden und andere angenehme Dinge zuständig bin.«

»Außerdem fungiert Sir Kumba in unserer Dienststelle als Vertreter des Königs«, fügte Juffin hinzu. »Egal wie sehr wir uns anstrengen: Ohne seine Vermittlung dringt nichts nach oben durch.«

»Schenken Sie diesen Worten keinen Glauben«, meinte der freundliche Dicke lächelnd. »Wenn Sie jemanden bei Hofe um etwas bitten wollen, ist Juffin der richtige Mittelsmann. Allerdings hoffe ich, dass ich der Erste war, der dem König von Ihren großartigen Verdiensten erzählt hat.«

Schockiert sah ich meinen Chef an. »Welche Verdienste denn?«, fragte ich ihn zweifelnd per Stummer Rede.

»Er meint die Sache mit dem Spiegel des alten Sir Makluk«, erklärte Juffin mir auf gleichem Wege. »Natürlich hast du da noch nicht offiziell zu uns gehört. Desto größer ist die Ehre, die dir widerfahren ist! Das Vereinigte Königreich soll um seine Helden wissen.«

»Sie sind der Erste, Sir Max, der seinen Dienst in Echo mit einer Auszeichnung beginnt«, erklärte Sir Kumba Kurmak und verbeugte sich ehrerbietig. »Ich arbeite hier schon sehr lange. Glauben Sie mir also ruhig und freuen Sie sich«, sagte er und reichte mir eine kleine dunkle Holzschachtel. Ich wusste schon, dass man in Echo jedes Geschenk sofort öffnen muss. Also wollte ich den Deckel aufmachen, doch es ging nicht.

»Das ist ein Geschenk des Königs, Max«, mischte sich Juffin ein. »Leicht bekommt man das nicht auf. Dazu braucht man, wenn ich nicht irre, Weiße Magie vierten Grades. Mach die Schachtel daheim auf, denn in der Öffentlichkeit ist Zaubern verboten.«

»Verzeihung«, rief ich und errötete vermutlich. »Ich hab noch nie ein königliches Geschenk bekommen.«

»Kein Problem, Max«, tröstete mich der gutmütige Sir Kumba. »Wenn Sie wüssten, wie viele Leute zwar genau wissen, wie man mit einer solchen Auszeichnung umzugehen hat, sie aber nie bekommen! Ihre Lage scheint mir wirklich beneidenswert.«

Ich bedankte mich vielmals. Danach verließen Juffin und ich Sir Kumbas Büro.

»Sie hätten mich wirklich warnen können«, meinte ich verärgert, als wir wieder in Juffins Zimmer waren. »Sie genießen meine Blamage - das merk ich doch.«

»So ist es für alle besser. Was für ein »Grenzbarbar* wärst du schließlich, wenn du alles richtig machen würdest? Du musst etwas leiden, Junge. Konspiration ist nun mal nicht leicht.«

»Schon gut. Helfen Sie mir, das Kästchen zu öffnen? Allein schaff ich es nicht.«

»Stell dich nicht so an. Versuch's, und ich helfe dir notfalls. Aber mach die Tür zu! Keine Sorge, hier sind schon ganz andere Dinge geschehen.«

Ich legte die Schachtel auf Juffins Schreibtisch und versuchte, mich zu entspannen und an alles zu erinnern, was ich gelernt hatte. Vergeblich! Beschämt zuckte ich die Achseln.

»Hoppla, sollte ich mich doch getäuscht haben? Schauen wir uns das Ding mal an ... Nein, hier ist höchstens Magie vierten Grades nötig. Das kannst du schon, Max. Probier's noch mal!«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Fremdling»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Fremdling» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Fremdling»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Fremdling» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x