Carlos Zafón - Das Spiel des Engels

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Das Spiel des Engels: краткое содержание, описание и аннотация

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Der junge David Martín fristet sein Leben, indem er unter falschem Namen Schauerromane schreibt. Plötzlich erhält er einen mit dem Zeichen eines Engels versiegelten Brief, in dem ihn der mysteriöse Verleger Andreas Corelli einlädt. Angelockt von dem Talent des jungen Autors hat er einen Auftrag für ihn, dem David nicht widerstehen kann. Aber David ahnt nicht, in welchen Strudel furchterregender Ereignisse er gerät…

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Ich ließ nichts aus. Nichts außer dem Wichtigsten, dem, was ich nicht einmal mir selbst zu erzählen wagte. In meinem Bericht kehrte ich ins Sanatorium Villa San Antonio zurück, um Cristina zu suchen, und fand bloß Fußstapfen, die sich im Schnee verloren. Wenn ich es immer wieder von neuem sagte, würde ich es irgendwann vielleicht selber glauben. Meine Geschichte endete an diesem nämlichen Morgen, als ich von den Baracken des Somorrostro-Viertels zurückkam, um zu entdecken, dass Diego Marlasca beschlossen hatte, das fehlende Bild in der von Inspektor Grandes auf dem Tisch ausgebreiteten Galerie habe meines zu sein.

Am Ende meiner Erzählung verfiel ich in ein langes Schweigen. In meinem ganzen Leben hatte ich mich nie müder gefühlt. Am liebsten wäre ich schlafen gegangen, um nie wieder aufzuwachen. Grandes beobachtete mich von der anderen Seite des Tisches. Ich hatte den Eindruck, er war verwirrt, traurig und zornig, vor allem aber ratlos.

»Sagen Sie doch was«, sagte ich.

Er seufzte. Dann stand er zum ersten Mal von seinem Stuhl auf und trat ans Fenster, mit dem Rücken zu mir. Ich sah mich die Pistole aus dem Mantel ziehen, ihm eine Kugel in den Nacken jagen und mit dem Schlüssel aus seiner Tasche den Raum verlassen. In sechzig Sekunden könnte ich auf der Straße sein.

»Der Grund, warum wir uns unterhalten, ist ein Telegramm, das gestern vom Revier der Gendarmerie von Puigcerdà kam und in dem steht, Cristina Sagnier sei aus dem Sanatorium Villa San Antonio verschwunden und Sie seien der Hauptverdächtige. Der Chefarzt des Sanatoriums sagt, Sie hätten Interesse daran bekundet, sie mitzunehmen, aber er habe Ihnen das Entlassungsschreiben verweigert. Ich erzähle Ihnen das alles, damit Sie ganz genau verstehen, warum wir hier sind, in diesem Raum, mit heißem Kaffee und Zigaretten, und uns wie alte Freunde unterhalten. Wir sind hier, weil die Frau eines der reichsten Männer Barcelonas verschwunden ist und Sie als Einziger wissen, wo sie ist. Wir sind hier, weil sich der Vater Ihres Freundes Pedro Vidal, einer der mächtigsten Männer dieser Stadt und anscheinend ein alter Bekannter von Ihnen, für den Fall interessiert und meine Vorgesetzten freundlich gebeten hat, diese Information von Ihnen einzuholen, ehe wir Ihnen auch nur ein Haar krümmen, und alle weiteren Erwägungen auf später zu verschieben. Hätte er das nicht getan und hätte ich nicht darauf bestanden, eine Chance zu bekommen, die Sache auf meine Art zu klären, so säßen Sie jetzt im Kerker von Campo de la Bota, und anstatt mit mir zu reden, würden Sie sich direkt mit Marcos und Castelo unterhalten. Diese beiden — das zu Ihrer Information — sind übrigens der Ansicht, es sei alles reine Zeitverschwendung und gefährde das Leben von Señora Vidal, Ihnen nicht als Erstes mit einem Hammer die Knie zu zerschmettern, eine Meinung, der sich meine Vorgesetzten mit jeder Minute mehr anschließen dürften, weil sie denken, ich halte Sie aus Freundschaft an der langen Leine.«

Grandes wandte sich um und schaute mich mit verhaltenem Zorn an.

»Sie haben mir nicht zugehört«, sagte ich. »Sie haben nichts von dem vernommen, was ich Ihnen erzählt habe.«

»Ich habe Ihnen ganz genau zugehört, Martín. Ich habe gehört, wie Sie, dem Tode nahe und verzweifelt, mit einem mehr als mysteriösen Pariser Verleger, von dem nie jemand gehört und den nie jemand gesehen hat, einen Vertrag abgeschlossen haben, um, in Ihren eigenen Worten, für hunderttausend Francs eine neue Religion zu erfinden, nur um dann festzustellen, dass Sie in Wirklichkeit in ein finsteres Komplott geraten sind, in das auch ein Anwalt verwickelt ist, der vor fünfundzwanzig Jahren seinen eigenen Tod simuliert hat, ferner seine Geliebte, ein heruntergekommenes Revuegirl, und das alles, um einem Schicksal zu entkommen, das jetzt das Ihre ist. Ich habe gehört, wie dieses Schicksal Sie dazu gebracht hat, in ein verwunschenes Haus zu ziehen — eine Falle, in die schon Ihr Vorgänger, Diego Marlasca, getappt war —, und wo es für Sie offensichtlich wurde, dass jemand Sie verfolgte und alle umbrachte, die das Geheimnis eines Mannes hätten lüften können, welcher, Ihren Worten nach zu urteilen, fast so verrückt war wie Sie. Der Mann im Schatten, der die Identität eines ehemaligen Polizisten angenommen hat, um zu verbergen, dass er noch lebt, hat mithilfe seiner Geliebten eine Reihe Verbrechen begangen, ja sogar den Tod von Señor Sempere bewirkt, aus einem merkwürdigen Grund, den nicht einmal Sie erklären können.«

»Irene Sabino hat Sempere umgebracht, um ihm ein Buch zu stehlen. Ein Buch, von dem sie glaubte, dass es meine Seele enthalte.«

Grandes schlug sich mit der Hand an die Stirn, als sei soeben der Groschen gefallen.

»Natürlich. Wie dumm ich bin. Das erklärt alles. Wie das mit diesem schrecklichen Geheimnis, das Ihnen eine Strandhexe am Bogatell enthüllt hat. Die Hexe von Somorrostro. Das gefällt mir. Typisch für Sie. Also: Dieser Marlasca hat eine Seele gefangen genommen, um die seine zu tarnen und so einer Art Fluch zu entkommen. Sagen Sie, haben Sie das aus der Stadt der Verdammten , oder haben Sie sich das gerade aus den Fingern gesogen?«

»Ich habe mir gar nichts aus den Fingern gesogen.«

»Versetzen Sie sich in meine Lage, und überlegen Sie mal, ob Sie irgendetwas von dem glauben würden, was Sie da erzählt haben.«

»Vermutlich nicht. Aber ich habe Ihnen alles gesagt, was ich weiß.«

»Natürlich. Sie haben mir konkrete Angaben und Beweise geliefert, damit ich die Wahrhaftigkeit Ihres Berichts überprüfen kann, von Ihrem Besuch bei Dr. Trías über Ihr Konto bei der Bank Hispano Colonial, Ihren eigenen Grabstein in einer Werkstatt im Pueblo Nuevo bis hin zu der juristischen Verbindung zwischen einem Mann, den Sie Patron nennen, und der Anwaltskanzlei Valera, neben vielen anderen Details, die von Ihrer Erfahrung im Erfinden von Detektivgeschichten zeugen. Das Einzige, was Sie mir nicht erzählt haben und was ich, offen gestanden, zu Ihrem und zu meinem Besten zu hören gehofft hatte, ist, wo Cristina Sagnier ist.«

Mir wurde klar, dass mich in diesem Augenblick nur eine Lüge retten konnte. Sowie ich die Wahrheit über Cristina ausspräche, wären meine Stunden gezählt.

»Ich weiß nicht, wo sie ist.«

»Sie lügen.«

»Ich habe Ihnen ja gesagt, dass es nichts bringen würde, Ihnen die Wahrheit zu erzählen.«

»Außer dass ich wie ein Idiot dastehe, weil ich Ihnen helfen wollte.«

»Das versuchen Sie, Inspektor? Mir zu helfen?«

»Ja.«

»Dann überprüfen Sie alles, was ich Ihnen gesagt habe. Finden Sie Marlasca und Irene Sabino.«

»Meine Vorgesetzten haben mir vierundzwanzig Stunden mit Ihnen zugestanden. Wenn ich ihnen Cristina Sagnier bis dann nicht wohlbehalten oder wenigstens lebend zurückbringe, werden sie mich von dem Fall entbinden und ihn Marcos und Castelo übergeben, die schon lange auf die Chance warten, sich verdient zu machen, und sie werden sie nicht ungenutzt lassen.«

»Dann verlieren Sie keine Zeit.«

Grandes schnaubte, doch er nickte.

»Ich hoffe, Sie wissen, was Sie tun, Martín.«

19

Es war ungefähr neun Uhr vormittags, als mich Inspektor Víctor Grandes in diesem Raum mit der Thermosflasche kalt gewordenen Kaffees und seiner Schachtel Zigaretten allein ließ. Vor die Tür postierte er einen seiner Männer, dem er, wie ich hörte, einschärfte, unter keinen Umständen jemanden zu mir hereinzulassen. Fünf Minuten nach seinem Weggang wurde an die Tür gehämmert, und in dem Fensterchen zeichnete sich das Gesicht von Marcos ab. Seine Worte verstand ich nicht, aber was ich ihm von den Lippen ablas, ließ keinen Zweifel aufkommen:

Mach dich auf was gefasst, du Schweinehund.

Den Rest des Vormittags verbrachte ich auf dem Fensterbrett sitzend, wo ich den Menschen jenseits der Gitterstäbe zuschaute, die sich frei wähnten, die rauchten und so genussvoll ein Stück Zucker ums andere verzehrten, wie ich es mehr als einmal den Patron hatte tun sehen. Am Mittag übermannte mich die Müdigkeit, vielleicht auch nur die Last der Verzweiflung, und ich legte mich, mit dem Gesicht zur Wand, auf den Boden. In weniger als einer Minute war ich eingeschlafen. Als ich erwachte, lag der Raum im Dämmerlicht. Es war schon Abend, und das ockerfarbene Licht der Straßenlaternen auf der Vía Layetana warf die Schatten von Autos und Straßenbahnen an die Decke. Ich stand auf, da ich spürte, wie mir die Kälte des Bodens in sämtliche Muskeln kroch. Doch der Heizkörper in der Ecke war eisiger als meine Hände.

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