Carlos Zafón - Der Gefangene des Himmels

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Der Gefangene des Himmels: краткое содержание, описание и аннотация

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Nach Der Schatten des Windes und Das Spiel des Engels der neue große Barcelona-Roman von Carlos Ruiz Zafón. - Barcelona, Weihnachten 1957.
Der Buchhändler Daniel Sempere und sein Freund Fermín werden erneut in ein großes Abenteuer hineingezogen. In der Fortführung seiner Welterfolge nimmt Carlos Ruiz Zafón den Leser mit auf eine fesselnde Reise in sein Barcelona. Unheimlich und spannend, mit unglaublicher Sogkraft und viel Humor schildert der Roman die Geschichte von Fermín, der »von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel zur Zukunft hat«. Fermíns Lebensgeschichte verknüpft die Fäden von Der Schatten des Windes mit denen aus Das Spiel des Engels.
Ein meisterliches Vexierspiel, das die Leser rund um die Welt in Bann hält.

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»Seit wann schreibst du meiner Frau Briefe?«

Ich hatte den Eindruck, er lache, und bevor er ein weiteres Wort von sich geben konnte, stürzte ich mich erneut auf ihn. Mit der ganzen angestauten Wut versetzte ich ihm einen zweiten Schlag. Der lockerte ihm die Zähne und betäubte meine Hand. Er gab ein agonisches Röcheln von sich und brach auf dem Stuhl zusammen, auf den er sich gestützt hatte. Ich neigte mich über ihn, und er bedeckte das Gesicht mit den Armen. Ich bohrte ihm die Hände in den Hals und drückte mit den Fingern zu, als wollte ich ihm die Gurgel zerreißen.

»Was hast du mit Valls zu schaffen?«

Erschrocken glotzte er mich an, überzeugt, ich bringe ihn hier und jetzt um. Er stammelte etwas Unverständliches, und der Speichel und das Blut aus seinem Mund bedeckten meine Hände. Ich drückte fester zu.

»Mauricio Valls. Was hast du mit ihm zu schaffen?«

Mein Gesicht war dem seinen so nahe, dass ich mich in seinen Pupillen gespiegelt sah. Unter der Hornhaut begannen seine Kapillargefäße zu platzen, und ein Netz schwarzer Linien brach sich zur Iris hin Bahn. Ich merkte, dass ich im Begriff war, ihn umzubringen, und ließ ihn schlagartig los. Beim Luftholen gab er einen gurgelnden Laut von sich und hielt sich die Hände an den Hals. Ich setzte mich ihm gegenüber aufs Bett. Meine Hände zitterten und waren voller Blut. Ich ging ins Bad und wusch sie. Dann ließ ich kaltes Wasser über Gesicht und Haar laufen, und als ich mich im Spiegel sah, erkannte ich mich kaum wieder. Beinahe hatte ich einen Menschen getötet.

11

Als ich ins Zimmer zurückkam, hing Cascos immer noch keuchend auf dem Stuhl. Ich füllte ein Glas mit Wasser und ging zu ihm. Sogleich wandte er in Erwartung eines weiteren Schlages den Körper ab.

»Da«, sagte ich.

Er öffnete die Augen und zögerte beim Anblick des Glases einen Moment.

»Da«, wiederholte ich. »Es ist bloß Wasser.«

Mit zitternder Hand ergriff er das Glas und führte es sich an die Lippen. In dem Moment sah ich, dass ich ihm mehrere Zähne ausgeschlagen hatte. Er wimmerte, und seine Augen füllten sich vor Schmerz mit Tränen, als ihm das kalte Wasser über das bloßliegende Fleisch unter dem Zahnhals rann. Über eine Minute verharrten wir in Schweigen.

»Soll ich einen Arzt holen?«, fragte ich schließlich.

Er schaute auf und schüttelte den Kopf.

»Mach, dass du fortkommst, bevor ich die Polizei rufe.«

»Sag mir, was du mit Mauricio Valls zu schaffen hast, und ich gehe.« Ich sah ihn kalt an.

»Er ist…, er ist einer der Teilhaber des Verlages, für den ich arbeite.«

»Hat er dich gebeten, diesen Brief zu schreiben?«

Er zögerte. Ich stand auf, tat einen Schritt auf ihn zu und zerrte ihn kräftig an den Haaren.

»Schlag mich nicht mehr«, flehte er.

»Hat dich Valls gebeten, diesen Brief zu schreiben?«

Er wich meinem Blick aus.

»Nicht er«, würgte er schließlich hervor.

»Wer dann?«

»Einer seiner Sekretäre. Armero.«

»Wer?«

»Paco Armero, ein Verlagsangestellter. Er sagte, ich solle wieder mit Beatriz Kontakt aufnehmen. Wenn ich es täte, spränge etwas dabei für mich raus — eine Belohnung.«

»Und wozu solltest du wieder mit ihr Kontakt aufnehmen?«

»Das weiß ich nicht.«

Ich machte Anstalten, ihn erneut zu ohrfeigen.

»Ich weiß es wirklich nicht«, wimmerte Cascos.

»Und dazu hast du sie hierherbestellt?«

»Ich liebe Beatriz noch immer.«

»Eine feine Art, es zu zeigen. Wo ist Valls?«

»Ich weiß es nicht.«

»Wie ist es möglich, dass du nicht weißt, wo dein Chef ist?«

»Weil ich ihn nicht kenne, ja? Ich habe ihn nie gesehen. Ich habe nie mit ihm gesprochen.«

»Werd etwas deutlicher.«

»Vor anderthalb Jahren habe ich bei Ariadna zu arbeiten angefangen, im Madrider Büro. In dieser ganzen Zeit habe ich ihn nie gesehen. Niemand hat ihn je gesehen.«

Langsam stand er auf und ging auf das Telefon zu. Ich hielt ihn nicht zurück. Er ergriff den Hörer und warf mir einen hasserfüllten Blick zu.

»Ich ruf jetzt die Polizei an…«

»Das wird nicht nötig sein«, war eine Stimme aus dem Flur zu hören.

Als ich mich umdrehte, erblickte ich Fermín in einem Anzug, der vermutlich meinem Vater gehörte. Er wedelte mit etwas, ähnlich einem amtlichen Ausweis.

»Inspektor Fermín Romero de Torres. Polizei. Es ist Tumult gemeldet worden. Wer von Ihnen kann die hier stattgefundenen Ereignisse resümieren?«

Ich weiß nicht, wer verwirrter war, Cascos oder ich. Diesen Moment nutzte Fermín, um Cascos’ Hand sanft den Hörer zu entwinden.

»Gestatten Sie.« Er schob ihn beiseite. »Ich benachrichtige das Präsidium.«

Er gab vor, eine Nummer zu wählen, und lächelte uns zu.

»Das Präsidium, bitte. Ja, danke.« Er wartete einige Sekunden. »Ja, Mari Pili, ich bin’s, Romero de Torres. Geben Sie mir Palacios, bitte. Okay, ich warte.«

Fermín hielt den Hörer mit einer Hand zu und zeigte mit der anderen auf Cascos.

»Und Sie, haben Sie einen Zusammenstoß mit der Badezimmertür gehabt, oder wollen Sie eine Aussage machen?«

»Dieser Rohling hat mich angegriffen und mich umzubringen versucht. Ich will auf der Stelle Anzeige erstatten. Der wird sein blaues Wunder erleben.«

Fermín schenkte mir einen Funktionärsblick und nickte.

»In der Tat. Von Ultramarin bis Indigo.«

Er gab vor, etwas aus dem Hörer zu vernehmen, und bedeutete Cascos zu schweigen.

»Jawohl, Palacios. Im Ritz. Ja. Ein 424er. Ein Verletzter. Vor allem im Gesicht. Kommt drauf an. Ich würde sagen, wie eine Landkarte. Okay. Ich nehme den Verdächtigen sogleich fest.«

Er hängte auf.

»Alles in Butter.«

Fermín trat auf mich zu und packte mich autoritär am Arm.

»Sie halten den Mund. Alles, was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden, um Sie mindestens bis Allerheiligen einzulochen. Los, auf geht’s.«

Cascos, schmerzgekrümmt und von Fermíns Auftauchen noch immer völlig überrumpelt, betrachtete die Szene ungläubig.

»Legen Sie ihm denn keine Handschellen an?«

»Das ist ein vornehmes Hotel. Die Fußschellen kriegt er im Streifenwagen.«

Cascos, der weiterhin blutete und vermutlich doppelt sah, stellte sich uns nicht sehr überzeugt in den Weg.

»Sind Sie auch wirklich Polizist?«

»Geheimdienst. Ich werde Ihnen gleich ein großes rohes Steak raufbringen lassen, das Sie sich als Gesichtsmaske auflegen können. Wirkt Wunder bei Kurzstreckenprellungen. Meine Kollegen kommen später vorbei, um das Protokoll aufzunehmen und die angemessenen Anklagepunkte vorzubereiten«, leierte er herunter, während er Cascos’ Arm wegschob und mich rasch auf den Ausgang zustieß.

12

Vor dem Hoteleingang bestiegen wir ein Taxi und fuhren schweigend durch die Gran Vía.

»Jesus, Maria und Josef«, brach es aus Fermín heraus. »Sind Sie übergeschnappt? Ich schaue Sie an und erkenne Sie nicht wieder… Was hatten Sie denn vor? Diesen Idioten umzulegen?«

»Er arbeitet für Mauricio Valls«, sagte ich nur.

Fermín verdrehte die Augen.

»Daniel, diese Besessenheit läuft Ihnen allmählich aus dem Ruder. Hätte ich Ihnen bloß nichts erzählt… Geht es Ihnen gut? Zeigen Sie mal diese Hand…«

Ich hielt ihm die Faust hin.

»Heilige Muttergottes.«

»Wie wussten Sie…?«

»Weil ich Sie kenne, als hätte ich Sie selbst in die Welt gesetzt, obwohl es Tage gibt, an denen es mir fast leidtut«, sagte er hitzig.

»Ich weiß auch nicht, was in mich gefahren ist.«

»Ich weiß es sehr wohl. Und es gefällt mir nicht. Es gefällt mir gar nicht. Das ist nicht der Daniel, den ich kenne. Und auch nicht der Daniel, dessen Freund ich sein will.«

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