Jonathan Franzen - Freiheit

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Patty und Walter Berglund — Vorzeigeeltern und Umweltpioniere — geben ihren Nachbarn plotzlich Ratsel auf: Ihr halbwuchsiger Sobn zieht zur proletenbaften Familie nebenan, Walter lasst sich zum Schutz einer raren Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Haus-frau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, der Rockmusiker Richard, damit zu tun? Auf einmal fiihrt Patty ein Leben ohne Selbstbetrug — und ohne Rucksicht auf Verluste.
In diesem grossen Roman einer Familie erzahlt Jonathan Franzen von Freiheit — dem Lebensnerv der westlichen Kulturen — und auch von deren Gegenteil.

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«Ach, Connie, na ja», ging jetzt die Melodie, «so ein nettes Mädchen aber auch, so ein stilles, harmloses Mädchen mit einer so anständigen Mutter. Carol soll übrigens einen neuen Freund haben, einen richtigen Hengst von einem Mann, ungefähr halb so alt wie sie. Wäre es nicht schrecklich, wenn sie jetzt wegziehen würden, nach allem, was Carol getan hat, um uns das Leben zu verschönern? Und Connie, ja, die würde ich auch vermissen. Haha. So still und nett und dankbar.»

Patty sah furchtbar aus, fahl, übernächtigt, unterernährt. Sie hatte lange gebraucht, um so alt auszusehen, wie sie war, aber nun war Merrie Paulsens Warten darauf endlich belohnt worden.

«Jetzt dürfte sie's kapiert haben», sagte sie zu Seth.

«Raub ihres Löwenjungen — das schlimmste Verbrechen», sagte Seth.

«Raub, ganz genau», sagte Merrie. «Das arme, vorbildliche Unschuldslamm Joey, geklaut von dem kleinen Intelligenzbolzen von nebenan.»

«Na ja, immerhin ist sie anderthalb Jahre älter als er.»

«Auf dem Papier.»

«Du kannst sagen, was du willst», sagte Seth, «aber Patty hat Walters Mutter wirklich geliebt. Bestimmt ist sie sehr traurig.»

«O ja, ich weiß, ich weiß. Seth, das weiß ich doch. Und jetzt kann ich sie auch aufrichtig bemitleiden.»

Nachbarn, die den Berglunds näherstanden als die Paulsens, berichteten, Miss Bianca habe ihr Mäusehäuschen an einem kleinen See unweit von Grand Rapids ausschließlich Walter vermacht und nicht seinen beiden Brüdern. Dem Vernehmen nach gab es zwischen Walter und Patty Unstimmigkeiten darüber, wie sie damit umgehen sollten: Walter wollte das Haus verkaufen und den Erlös mit seinen Brüdern teilen, und Patty vertrat die Meinung, er müsse den Wunsch seiner Mutter respektieren, ihn dafür zu belohnen, dass er der gute Sohn gewesen sei. Der jüngere Bruder war Berufssoldat und lebte in der Mojave-Wüste auf dem dortigen Luftwaffenstützpunkt, während der ältere sein Erwachsenenleben damit zugebracht hatte, das väterliche Programm maßlosen Trinkens weiterzuentwickeln, ihre Mutter finanziell auszubeuten und sie ansonsten zu vernachlässigen. Walter und Patty waren jeden Sommer für ein, zwei Wochen mit den Kindern zu seiner Mutter gefahren und hatten häufig noch eine oder zwei von Jessicas Freundinnen aus der Nachbarschaft mitgenommen, die hinterher berichtet hatten, es sei dort waldig und rustikal und an der Ungezieferfront nicht allzu schlimm. Vielleicht Patty zuliebe, der das maßlose Trinken inzwischen selbst nicht mehr ganz fremd zu sein schien — wenn sie morgens aus dem Haus kam, um die blau umwickelte New York Times und die grün umwickelte Star-Tribune vom Gehweg aufzusammeln, war ihr Teint ein einziger Chardonnay-Klecks — , hatte Walter sich schließlich bereit gefunden, das Haus als Feriendomizil zu behalten, und sobald die Schule im Juni aus war, fuhr Patty mit Joey dorthin, um Schubladen auszuräumen und das Haus zu putzen und zu streichen, während Jessica mit Walter in Ramsey Hill blieb und einen Zusatzkurs in Lyrik belegte.

Einige Nachbarn, darunter nicht die Paulsens, brachten in jenem Sommer ihre Söhne zu dem Haus am See. Sie trafen Patty in erheblich besserer Verfassung an. Unter vier Augen animierte einer der Väter Seth Paulsen dazu, sie sich braungebrannt und barfuß in einem schwarzen Badeanzug und Jeans ohne Gürtel vorzustellen, ein Bild, das Seth ausgesprochen gut gefiel. In größerer Runde äußerten alle, wie aufmerksam und bester Laune Joey war und wie reibungslos er und Patty miteinander auszukommen schienen. Sie spielten mit jedem Besucher ein kompliziertes Gesellschaftsspiel, das sie «Assoziationen» nannten. Bis spät in die Nacht saß Patty vor der Fernsehkonsole ihrer Schwiegermutter und erheiterte Joey mit ihrer Detailkenntnis immer wieder ausgestrahlter Sitcoms der sechziger und siebziger Jahre. Joey, der herausgefunden hatte, dass ihr See auf den Ortskarten nicht verzeichnet war — eigentlich war es ein großer Teich, an dem, mit ihrem, nur zwei Häuser standen — , hatte ihn namenlos getauft, und Patty sprach den Namen zärtlich, ja gefühlsselig aus, «unser Namenloser See». Als Seth Paulsen von einem der heimkehrenden Väter hörte, Joey schufte dort oben stundenlang — säubere die Regenrinnen, beschneide Büsche, spachtele Wandfarbe ab — , fragte er sich, ob Patty ihrem Sohn wohl ein solides Salär für seine Dienste zahlte, ob das vielleicht Teil der Abmachung war. Doch niemand wusste es zu sagen.

Was Connie betraf, so konnten die Paulsens auf der Monaghanseite ihres Hauses kaum aus dem Fenster schauen, ohne sie warten zu sehen. Sie war wirklich ein sehr geduldiges Mädchen, hatte den Stoffwechsel eines Fisches zur Winterzeit. Abends räumte sie im Restaurant W. A. Frost die Tische ab, aber unter der Woche saß sie den ganzen Nachmittag lang wartend auf dem Treppenabsatz vor dem Haus, während Eiswagen vorbeifuhren und die jüngeren Kinder spielten, und am Wochenende saß sie auf einem Terrassenstuhl im Garten, warf hin und wieder einen kurzen Blick auf die lauten, brachialen, planlosen Baumfäll- und Anbauaktivitäten, die Blake, der neue Freund ihrer Mutter, mit seinen nicht gewerkschaftlich organisierten Kumpels aus dem Baugewerbe entfaltete, aber hauptsächlich wartete sie bloß.

«Na, Connie, was gibt's zurzeit Interessantes in deinem Leben?», fragte Seth sie vom Gartenweg aus.

«Abgesehen von Blake, meinen Sie?»

«Ja, abgesehen von Blake.»

Connie überlegte kurz, schüttelte dann den Kopf. «Nichts», sagte sie.

«Langweilst du dich?»

«Nicht wirklich.»

«Warst du mal im Kino? Liest du irgendwas?»

Connie fixierte Seth mit ihrem ungerührten Wir-haben-nichts-gemeinsam-Blick. «Ich habe Batman gesehen.»

«Und Joey? Ihr beide wart ja ziemlich dicke, du vermisst ihn doch sicher.»

«Der kommt schon wieder», sagte sie.

Nachdem der alte Zigarettenkippenkonflikt beigelegt worden war — Seth und Merrie räumten ein, es mit dem sommerlangen Zählen der Kippen im Planschbecken womöglich übertrieben, ja womöglich überreagiert zu haben — , hatten sie in Carol Monaghan eine reiche Informationsquelle zu allem Wissenswerten über die Lokalpolitik der Demokraten aufgetan, in der Merrie sich mehr und mehr engagierte. Ganz sachlich erzählte Carol haarsträubende Geschichten vom schmutzigen Parteiapparat, von versteckten Schmiergeldleitungen, manipulierten Ausschreibungen, durchlässigen Brandmauern und interessanter Rechenkunst und hatte an Merries Entsetzen ihren Spaß. Merrie lernte Carol als leibhaftiges Exempel eben jener städtischen Korruption schätzen, die sie doch bekämpfen wollte. Das Großartige an Carol war, dass sie sich nie zu ändern schien — sich immer noch jeden Donnerstagabend für wen auch immer aufbrezelte, Jahr für Jahr für Jahr, und die patriarchalischen Sitten in der Kommunalpolitik am Leben erhielt.

Und dann, eines Tages, änderte sie sich doch. So etwas kam in letzter Zeit häufiger vor. Der Bürgermeister der Stadt, Norm Coleman, war zum Republikaner mutiert, und ein früherer Profiringer nahm Kurs auf die Gouverneursvilla. In Carols Fall war der Katalysator ihr neuer Freund Blake, ein ziegenbärtiger junger Baggerführer, den sie an ihrem Schalter in der Stadtverwaltung kennengelernt hatte und für den sie ihr Erscheinungsbild dramatisch veränderte: keine aufwendige Frisur und Begleitservice-Kleidung mehr, dafür enge Hosen, ein einfacher Stufenschnitt und weniger Make-up. Eine Carol, wie sie noch nie jemand gesehen hatte, eine regelrecht glückliche Carol, sprang ausgelassen aus Blakes F-25oer Pick-up — kurz dröhnte Hymnenrock die Straße rauf und runter — und knallte die Beifahrertür wieder zu. Schon bald blieb Blake über Nacht bei ihr, schlurfte im Vikings-Trikot herum, die Arbeitsstiefel ungeschnürt und eine Bierdose in der Hand, und binnen kurzem ging er mit der Kettensäge auf jeden Baum im Garten los und jagte einen gemieteten Bagger über das Grundstück. Auf der Stoßstange seines Pickups stand ich bin weiss und gehe wählen.

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