Jonathan Franzen - Freiheit

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Patty und Walter Berglund — Vorzeigeeltern und Umweltpioniere — geben ihren Nachbarn plotzlich Ratsel auf: Ihr halbwuchsiger Sobn zieht zur proletenbaften Familie nebenan, Walter lasst sich zum Schutz einer raren Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Haus-frau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, der Rockmusiker Richard, damit zu tun? Auf einmal fiihrt Patty ein Leben ohne Selbstbetrug — und ohne Rucksicht auf Verluste.
In diesem grossen Roman einer Familie erzahlt Jonathan Franzen von Freiheit — dem Lebensnerv der westlichen Kulturen — und auch von deren Gegenteil.

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«Meine Mutter hilft mir, wenn sie nach Hause kommt.»

«Sie wird müde sein, so spät, wie es dann ist. Du könntest sie überraschen und dich jetzt gleich dransetzen. Willst du das nicht machen?»

«Nein, ich warte lieber.»

Wann genau Connie und Joey zu vögeln anfingen, war nicht bekannt. Seth Paulsen behauptete gern — ohne jeden Beweis, nur um die Leute aus der Fassung zu bringen — , Joey sei elf gewesen und Connie zwölf. Seine Vermutung gründete auf den Rückzugsmöglichkeiten, die das Baumhaus bot, das Joey sich mit Walters Hilfe in einem alten Holzapfelbaum auf dem freien Grundstück gebaut hatte. Als Joeys achtes Schuljahr vorbei war, fiel in den Antworten der Nachbarsjungen auf die bemüht beiläufigen elterlichen Fragen nach dem Sexualverhalten ihrer Schulfreunde immer häufiger sein Name, und später sah es so aus, als habe Jessica gegen Ende desselben Sommers etwas gemerkt — ohne zu sagen, warum, begegnete sie sowohl Connie wie ihrem Bruder plötzlich mit schneidender Verachtung. Aber niemand sah die beiden tatsächlich je zu zweit, bis sie im darauffolgenden Winter anfingen, gemeinsame Geschäfte zu machen.

Nach Pattys Auffassung hatte Joey aus seinen ständigen Streitereien mit Walter die Lehre gezogen, dass Kinder Eltern deshalb gehorchen müssten, weil Eltern im Besitz des Geldes seien. Daraus wurde ein weiteres Beispiel für seine Außergewöhnlichkeit: Während die anderen Mütter das Anspruchsdenken beklagten, mit dem ihre Kinder Geld einforderten, karikierte Patty lachend den Verdruss, den es Joey bereitete, Walter um finanzielle Unterstützung zu bitten. Die Nachbarn, die ihm manchmal Jobs gaben, kannten ihn als erstaunlich eifrigen Schneeschaufler oder Laubharker, aber Patty sagte, er ärgere sich insgeheim über die schlechte Bezahlung und finde, die Einfahrt eines Erwachsenen frei zu schaufeln bringe ihn diesem Erwachsenen gegenüber in eine missliche Position. Die lächerlichen Ideen zum Geldverdienen, die in Pfadfindermagazinen vorgeschlagen wurden — Zeitschriftenabonnements an der Haustür verkaufen, Zaubertricks erlernen und dann für die Darbietungen Eintritt nehmen, sich mit Taxidermie-Utensilien ausrüsten und die preisgekrönten Glasaugenbarsche der Nachbarn ausstopfen — , rochen allesamt entweder nach Vasallentum («Ich bin der Taxidermist der herrschenden Klasse») oder, schlimmer noch, nach Wohltätigkeit. Und so zog es ihn in seinem Bestreben, sich von Walter zu befreien, unweigerlich zum Unternehmertum.

Irgendjemand, vielleicht sogar Carol Monaghan selbst, zahlte die Gebühren für Connies kleine katholische Privatschule, St. Catherine's, auf der die Mädchen Uniformen trugen und außer einem Ring («schlicht, nur Metall»), einer Armbanduhr («schlicht, keine Steine») und zwei Ohrringen («schlicht, nur Metall, höchstens ein Zentimeter im Durchmesser») kein Schmuck erlaubt war. Da traf es sich gut, dass eine der umschwärmten Neuntklässlerinnen aus Joeys Schule, der Central High, von einem Familienausflug nach New York mit einer in der großen Pause weithin bewunderten billigen Uhr zurückgekommen war, in deren gelbes Armband, das aussah, als ob man es kauen könnte, ein Canal-Street-Händler im Thermoverfahren kleine bonbonrosa Plastikbuchstaben eingeprägt hatte, die eine Pearl-Jam-Songtextzeile ergaben, don't call me daughter, sohatte das Mädchen es gewünscht. Wie Joey in seinen Bewerbungsessays fürs College später selbst berichten sollte, hatte er sofort die Initiative ergriffen und die Großhandelsquelle dieser Uhr sowie den Preis eines Thermodruckers ausfindig gemacht. Er steckte vierhundert Dollar von seinen eigenen Ersparnissen in die Ausrüstung und stellte ein Musterplastikarmband für Connie her ( ready for the pushstand darauf), damit sie es in ihrer Schule herumzeigen konnte, und dann verkaufte er, mit Connie als Kurier, individuell gestaltete Armbanduhren zu dreißig Dollar das Stück an nicht weniger als ein Viertel ihrer Mitschülerinnen, bevor die Nonnen es spitzkriegten und die Kleidervorschriften um das Verbot von Uhrenarmbändern mit eingeprägtem Text ergänzten. Was Joey natürlich — erzählte Patty den anderen Müttern — für einen Skandal hielt.

«Es ist kein Skandal», sagte Walter zu ihm. «Du hast von einer künstlichen Handelsbeschränkung profitiert. Ich kann mich nicht erinnern, dass du dich über die Regeln beklagt hättest, solange sie für dich von Vorteil waren.»

«Ich habe Geld investiert. Ich bin ein Risiko eingegangen.»

«Du hast ein Schlupfloch ausgenutzt, und das haben sie jetzt gestopft. Hättest du das nicht vorhersehen können?»

«Na ja, warum hast du mich nicht gewarnt?»

«Das habe ich doch.»

«Du hast bloß gesagt, ich könnte Geld verlieren.»

«Na bitte, und das ist noch nicht einmal passiert. Du hast nur nicht so viel verdient, wie du gehofft hattest.»

«Das Geld stand mir aber zu.»

«Joey, Geld zu verdienen ist kein Recht. Du verkaufst irgendwelchen Schrott, den diese Mädchen gar nicht brauchen und manche sich wahrscheinlich nicht mal leisten können. Das ist genau der Grund, warum es an Connies Schule Kleidervorschriften gibt — damit es für alle fair zugeht.»

«Genau — außer für mich.»

Aus der Art, wie Patty dieses Gespräch schilderte und sich über Joeys naive Empörung lustig machte, folgerte Merrie Paulsen, dass sie immer noch keinen Schimmer hatte, was ihr Sohn mit Connie Monaghan trieb. Um ganz sicherzugehen, bohrte sie ein bisschen nach. Was habe Connie wohl für ihren Einsatz bekommen? Ob sie auf Provisionsbasis gearbeitet habe?

«Oh, na klar, wir haben ihm gesagt, dass er ihr die Hälfte seiner Gewinne abgeben muss», antwortete Patty. «Aber das hätte er sowieso getan. Er war ihr gegenüber ja schon immer ganz fürsorglich, obwohl er jünger ist als sie.»

«Er ist also wie ein Bruder zu ihr…»

«Nein, das eher nicht», scherzte Patty. «Viel netter. Du kannst ja Jessica mal fragen, wie es ist, seine Schwester zu sein.»

«Ha, genau, haha», sagte Merrie.

Seth berichtete sie ein paar Stunden später: «Es ist unglaublich, sie hat wirklich keine Ahnung.»

«Ich finde es falsch», sagte Seth, «sich an der Ahnungslosigkeit anderer Eltern zu weiden. Du forderst damit das Schicksal heraus, meinst du nicht?»

«Entschuldige, aber es ist einfach zu köstlich. Ich fürchte, du musst dir die Schadenfreude für mich mit verkneifen und so unser Schicksal in Schach halten.»

«Mir tut sie leid.»

«Also, mit Verlaub, ich finde es zum Schreien.»

Gegen Ende jenes Winters brach Walters Mutter in dem Damenbekleidungsgeschäft in Grand Rapids, wo sie arbeitete, infolge einer Lungenembolie ohnmächtig zusammen. In der Barrier Street kannte man Mrs. Berglund von ihren Besuchen an Weihnachten, den Geburtstagen der Kinder sowie ihrem eigenen Geburtstag, an dem Patty ihr jedes Jahr eine Massage bei einer ortsansässigen Krankengymnastin schenkte und sie mit Lakritze, Macadamianüssen und weißer Schokolade, ihren Lieblingssüßigkeiten, versorgte. Merrie Paulsen nannte sie nicht unfreundlich «Miss Bianca», nach der bebrillten Mäusedame in den Kinderbüchern von Margery Sharp. Mrs. Berglund hatte ein krepppapierenes, einstmals hübsches Gesicht und einen Tremor im Kiefer und in den Händen, von denen die eine durch Arthritis im Kindesalter arg verkümmert war. Nach lebenslanger harter Arbeit für seinen Suffkopf von Vater, mit dem sie das kleine Motel in der Nähe von Hibbing betrieben hatte, sei sie ausgezehrt, sagte Walter verbittert, ein körperliches Wrack, aber da sie entschlossen war, auch als Witwe unabhängig zu bleiben und sich ihre Eleganz zu bewahren, fuhr sie weiterhin mit ihrem alten Chevy Cavalier zu dem Bekleidungsgeschäft. Als Patty und Walter von ihrem Zusammenbruch hörten, eilten sie gen Norden und ließen Joey in der Obhut seiner ihn mit Verachtung strafenden großen Schwester zurück. Kurz nach dem Teenie-Fickfestival, das er daraufhin, in offener Auflehnung gegen Jessica, auf seinem Zimmer abhielt und das erst mit dem plötzlichen Tod und Begräbnis von Mrs. Berglund ein Ende fand, wurde Patty dann zu einer ganz anderen, einer sehr viel sarkastischeren Nachbarin.

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