Jonathan Franzen - Freiheit

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Patty und Walter Berglund — Vorzeigeeltern und Umweltpioniere — geben ihren Nachbarn plotzlich Ratsel auf: Ihr halbwuchsiger Sobn zieht zur proletenbaften Familie nebenan, Walter lasst sich zum Schutz einer raren Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Haus-frau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, der Rockmusiker Richard, damit zu tun? Auf einmal fiihrt Patty ein Leben ohne Selbstbetrug — und ohne Rucksicht auf Verluste.
In diesem grossen Roman einer Familie erzahlt Jonathan Franzen von Freiheit — dem Lebensnerv der westlichen Kulturen — und auch von deren Gegenteil.

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«Hat er Wutausbrüche? Weint er?», fragten die anderen Mütter.

«Ist das euer Ernst?», sagte Patty. «Schön wär's, wenn er weinen würde! Weinen wäre ja normal, und es würde auch irgendwann wieder aufhören.»

«Was macht er denn dann?», fragten die Mütter.

«Er zweifelt die Grundlage unserer Autorität an. Wir lassen ihn in seinem Zimmer das Licht ausmachen, aber sein Standpunkt ist, dass er erst dann ins Bett gehen muss, wenn wir bei uns das Licht ausmachen, weil er kein bisschen anders ist als wir. Und ich schwöre bei Gott, man kann die Uhr danach stellen, alle fünfzehn Minuten — ich schwör's euch, er liegt da und starrt auf seinen Wecker — , alle fünfzehn Minuten ruft er: Und zwar in so einem verächtlichen oder sarkastischen Ton, ganz seltsam. Und ich flehe Walter an, den Köder diesmal nicht zu schlucken, aber nein, schon ist es wieder Viertel vor zwölf, und Walter steht in Joeys dunklem Zimmer, und sie streiten sich zum hundertsten Mal über den Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern und darüber, ob eine Familie eher eine Demokratie oder eine wohlwollende Diktatur ist, und am Ende bin ich diejenige, die die Nerven verliert, versteht ihr — bin ich es, die im Bett liegt und jammert.»

Merrie Paulsen konnte Pattys Geschichten nichts abgewinnen. Eines späten Abends, als sie nach einem Essen, das Seth und sie gegeben hatten, das Geschirr in die Spülmaschine räumte, sagte sie zu ihm, es sei doch kaum verwunderlich, dass Joey Schwierigkeiten habe, zwischen Kindern und Erwachsenen zu unterscheiden — schließlich scheine seine Mutter ja selbst nicht genau zu wissen, auf welche Seite sie gehöre. Sei ihm nicht auch aufgefallen, dass in Pattys Erzählungen immer Walter die Erziehungsmaßnahmen ergreife, als wäre sie selber eine belanglose Randfigur, die bloß süß zu sein habe?

«Ich frage mich, ob sie Walter eigentlich liebt oder nicht», sinnierte Seth hoffnungsfroh, während er eine letzte Flasche entkorkte. «Körperlich, meine ich.»

«Der Subtext lautet doch immer: , sagte Merrie. «Andauernd beklagt sie sich darüber, was für eine enorm lange Aufmerksamkeitsspanne er hat.»

«Also, um fair zu sein, das passt doch gut zu seiner Sturheit», sagte Seth. «Zu der unendlichen Geduld, mit der er sich gegen Walter auflehnt.»

«Jedes Wort, das sie über ihn sagt, ist eine Art indirekte Angeberei.»

«Gibst du etwa nie an?», stichelte Seth.

«Wahrscheinlich schon», sagte Merrie, «aber wenigstens habe ich ein minimales Gespür dafür, wie sich das für andere Menschen anhört. Und mein Selbstwertgefühl hängt nicht davon ab, wie außergewöhnlich unsere Kinder sind.»

«Du bist eben die perfekte Mutter», stichelte Seth.

«Nein, das ist wohl Patty», sagte Merrie und ließ sich noch Wein nachschenken. «Ich bin lediglich sehr gut.»

Joey, klagte Patty, fliege alles nur so zu. Er war goldblond und hübsch und schien die Lösungen sämtlicher Aufgaben, die eine Schule ihm stellen konnte, von Natur aus zu kennen, so als wären ihm Multiple-Choice-Kombinationen aus As, Bs, Cs und Ds in die DNA eingeschrieben. Mit Nachbarn, die fünfmal so alt waren wie er, ging er verblüffend unbefangen um. Wenn er von der Schule oder seinem Wölflingsrudel zum Haustürverkauf von Schokoriegeln oder Lotterielosen verdonnert worden war, erzählte er freiheraus, auf was für «Gaunermethoden» er dabei zurückgriff. Er perfektionierte ein äußerst unangenehmes Lächeln der Herausforderung, wenn er bei anderen Jungen Spielsachen oder Spiele entdeckte, die Patty und Walter ihm nicht zu kaufen bereit waren. Um dieses Lächeln auszulöschen, bestanden seine Freunde darauf, ihren Besitz mit ihm zu teilen, und so wurde er zu einem Eins-a-Videospieler, obwohl seine Eltern Videospiele ablehnten, und entwickelte eine umfassende Vertrautheit mit eben jener Rockmusik, vor der sie seine präadoleszenten Ohren so unbedingt bewahren wollten. Er war nicht älter als elf oder zwölf, als er, so Patty, seinen Vater am Abendbrottisch, aus Versehen oder mit Absicht, «Bruder» nannte.

«O-ho, kam das bei Walter nicht gut an», sagte sie zu den anderen Müttern.

«So reden die Teenager heute alle miteinander», sagten die Mütter. «Das hat was mit Rap zu tun.»

«Ja, genau das hat Joey auch gesagt», erzählte Patty weiter. «Er hat gesagt, es sei nur ein Wort und nicht mal ein schlimmes. Und natürlich war Walter anderer Meinung. Und ich sitze da und denke: , aber nein, er muss ihm erklären, warum man zum Beispiel zu einem erwachsenen Mann, vor allem zu einem Schwarzen, nicht sagen darf, obwohl das auch kein schlimmes Wort ist, aber Joey weigert sich ja gerade, irgendeinen Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen anzuerkennen, das ist doch das Problem, und so endet es damit, dass Walter sagt, Joey bekomme keinen Nachtisch, woraufhin Joey behauptet, er wolle sowieso keinen, er möge Nachtisch gar nicht besonders, und ich sitze da und denke , aber Walter kann nicht anders — er muss Joey beweisen, dass er Nachtisch in Wirklichkeit liebt, aber Joey akzeptiert keinen von Walters Beweisen. Er behauptet, was natürlich eine absolut schamlose Lüge ist, dass er sich sonst nur deshalb vom Nachtisch nachgenommen hat, weil das so Sitte sei, und nicht, weil es ihm etwa gut geschmeckt habe, und der arme Walter, der es nicht erträgt, angelogen zu werden, sagt: Monat ohne?>, und ich denke: , denn Joeys Antwort lautet: Jahr lang ohne Nachtisch aus, ich esse nie wieder Nachtisch, höchstens aus Höflichkeit, wenn ich irgendwo eingeladen bin>, was komischerweise eine glaubhafte Drohung ist — mit seinem Dickkopf könnte er das wahrscheinlich sogar durchhalten. Also sage ich: , wodurch im Handumdrehen Walters Autorität untergraben ist, und da es in der ganzen Auseinandersetzung letztlich um nichts anderes als seine Autorität ging, kriege ich es hin, alles, was er vielleicht an Positivem erreicht hat, wieder zunichtezumachen.»

Der andere Mensch, der Joey über die Maßen liebte, war das Monaghan-Mädchen, Connie. Sie war eine ernste und schweigsame kleine Person, die einen irritierend ungerührt ansehen konnte, so als hätte man nichts mit ihr gemeinsam. Sie gehörte zum festen nachmittäglichen Inventar von Pattys Küche, wo sie hart daran arbeitete, Keksteig zu geometrisch vollkommenen Kugeln zu formen, bis die Butter flüssig wurde und den Teig dunkel glänzen ließ. In der Zeit, die sie für eine Kugel brauchte, formte Patty elf, und wenn sie alle aus dem Ofen kamen, versäumte Patty es nie, Connie zu fragen, ob sie den einen «wirklich perfekt gelungenen» (kleineren, flacheren, härteren) Keks essen dürfe. Jessica, die ein Jahr älter war als Connie, schien nichts dagegen zu haben, die Küche dem Nachbarsmädchen zu überlassen, während sie Bücher las oder sich mit ihren Terrarien beschäftigte. Für einen so vielseitigen Menschen wie sie stellte Connie keine Bedrohung dar. Connie wusste nichts von Ganzheit — hatte nur Tiefe, keine Breite. Wenn sie Bilder ausmalte, verlor sie sich darin, eine oder zwei Flächen mit einem einzigen Filzstift zu tränken, ließ den Rest weiß und überhörte Pattys Ermunterungen, doch auch einmal andere Farben auszuprobieren.

Connies ausgeprägte Fixierung auf Joey war für jede Mutter aus dem Viertel schon früh offensichtlich, außer für Patty, so schien es, was vielleicht daran lag, dass sie selbst so auf ihn fixiert war. In Linwood Park, wo Patty manchmal Sportveranstaltungen für die Kinder organisierte, saß Connie allein auf dem Rasen, flocht Kleeblumenkränze für niemanden und ließ die Minuten an sich vorüberrinnen, bis Joey zum Baseballabschlag ging oder mit dem Fußball über das Feld dribbelte und ihr Interesse einen Moment lang auf sich zog. Sie hatte etwas von einer Phantasiefreundin an sich, die eben sichtbar war. Dank seiner frühreifen Selbstbeherrschung hatte Joey es selten nötig, vor seinen Freunden gemein zu ihr zu sein, und sobald sich abzeichnete, dass die Jungs einfach mal unter sich sein wollten, war Connie wiederum klug genug, das Feld zu räumen und sich ohne Vorwurf oder Theater in Luft aufzulösen. Es gab ja immer noch den nächsten Tag. Lange Zeit hatte es außerdem immer noch Patty gegeben, auf Knien in ihren Gemüsebeeten oder im bekleckerten Wollhemd auf der Leiter, wo sie sich der Sisyphosarbeit widmete, den viktorianischen Anstrich in Schuss zu halten. Wenn Connie nicht bei Joey sein konnte, wollte sie ihm wenigstens nützlich sein, indem sie seiner Mutter Gesellschaft leistete, solange er nicht da war. «Wie sieht's mit deinen Hausaufgaben aus?», fragte Patty dann von der Leiter herab. «Brauchst du Hilfe?»

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