Valerio Manfredi - Alexander König von Asien

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Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация

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Eumenes hatte zwischenzeitlich zwei Stafetten mit Geleitschutz nach Lampsakos und Kyzikos gesandt, mächtige griechische Städte, die am Hellespont lagen - die erste direkt an der Küste und die zweite auf einer Insel unmittelbar davor. Im Auftrag Alexanders sollten die Boten den Bürgern dieser Städte erneut die Freiheit und einen Bündnispakt anbieten. Der König war begeistert von der Landschaft, durch die sie kamen, und drehte sich an jeder Wegbiegung nach Hephaistion um: »Schau nur, das Dorf dort, schau nur, der Baum, schau nur, das Standbild ...« Alles war neu für ihn und erfüllte ihn mit Staunen: die weißen Dörfer auf den Hügeln, die Tempel der griechischen und barbarischen Gottheiten, eingebettet in die ländliche Umgebung, der Duft der blühenden Apfelbäume, das leuchtende Grün der Granatapfelbäume.

Von seinem Exil in den verschneiten Bergen Illyriens einmal abgesehen, war dies Alexanders erste Reise außerhalb Griechenlands.

Hinter ihm ritten Ptolemaios und Perdikkas, während alle anderen Kameraden bei ihren Soldaten waren. Lysimachos und Leonnatos führten die Nachhut an, die dem Zug in einiger Entfernung folgte.

»Warum ziehen wir eigentlich nach Norden?« fragte Leonna-tos.

»Alexander möchte die asiatische Seite der Meerengen unter seine Kontrolle bringen. Danach kann keiner ohne unsere Ein-willigung aus Asien hinaus oder nach Asien herein, und Athen hätte auch einen Grund mehr, uns gewogen zu bleiben, schließlich müssen seine Getreideschiffe alle dort oben durch. Im übrigen wären damit auch die persischen Provinzen am Schwarzen Meer abgeschnitten .. . ein kluger Zug also.«

»Das ist wahr.«

Sie ritten im Schrittempo weiter, während die Sonne langsam ihrem Zenit entgegenging. Nach längerem Schweigen sagte Leonnatos: »Eins verstehe ich nicht. . .«

»Man kann im Leben nicht alles verstehen«, erwiderte Ly-simachos ironisch.

»Schon möglich, aber sag du mir, wieso es hier so ruhig ist. Wir sind am hellichten Tag mit vierzigtausend Mann an Land gegangen, Alexander hat den Tempel von Ilion besucht und ist dreimal um Achills Grab gerannt, und keiner wartet auf uns. Ich meine, kein Perser. Findest du das nicht seltsam?«

»Überhaupt nicht.«

»Warum?«

Lysimachos wandte den Kopf nach hinten. »Siehst du die zwei dort oben?« fragte er und deutete auf die Hügelkette zu ihrer Rechten, auf der verschwommen zwei Reitergestalten zu erkennen waren. »Die folgen uns seit heute früh, und bestimmt haben sie uns gestern schon beobachtet und sind auch nicht die einzigen.«

»Dann müssen wir Alexander warnen!« »Keine Sorge, Alexander weiß das längst, und er weiß auch, daß uns die Perser irgendwo einen würdigen Empfang vorbereiten ...«

Der Marsch verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle bis zur Mittagsrast und danach ebenso. Von feindlichen Truppen keine Spur, man begegnete nur Bauern, die auf ihren Feldern arbeite-ten, und Scharen von Kindern, die lachend und schreiend ein Stück Weg mitliefen.

Gegen Abend wurde in der Nähe von Abydos das Feldlager aufgeschlagen. Parmenion postierte ringsherum Wächter und schickte kleine Erkundungstrupps in die umliegende Gegend, um vor Überraschungsschlägen sicher zu sein.

Sobald Alexanders Zelt stand, rief die Trompete zum Kriegsrat, und alle Generäle versammelten sich um einen Tisch, während das Abendessen aufgetragen wurde. Kallisthenes war auch dabei, aber Eumenes fehlte noch; er hatte gebeten, schon einmal ohne ihn anzufangen.

»Jungs, hier ist es hundertmal besser als in Thrakien!« rief Hephaistion. »Ausgezeichnetes Klima, freundliches Volk, hübsche Mädchen und kein Schwanz von einem Perser! Ich komme mir vor wie in Mieza, als wir mit Aristoteles im Wald Insekten fangen gingen.«

»Mach dir mal keine Illusionen«, sagte Leonnatos. »Lysi-machos und ich haben zwei Reiter gesehen, die uns den ganzen Tag gefolgt sind und sich bestimmt auch jetzt irgendwo hier in der Nähe herumtreiben.«

Nun bat Parmenion ums Wort, höflich, wie es sich für einen General von der alten Garde gehörte.

»Du brauchst nicht um Erlaubnis bitten, wenn du sprechen möchtest, Parmenion«, sagte Alexander. »Du bist bei weitem der Erfahrenste unter uns; wir können alle von dir lernen.«

»Danke«, erwiderte der General. »Ich wollte nur wissen, was du für morgen und die nächsten Tage vorhast, Herr.«

»Ins Landesinnere vordringen.«

»Sprich: in persisches Gebiet. . .«

»Jawohl. Sind wir erst mal bei ihnen eingefallen, werden sie keine andere Wahl haben, als uns auf offenem Schlachtfeld gegenüberzutreten. Und dort schlagen wir sie.«

Parmenion schwieg.

»Bist du nicht einverstanden?«

»Nur bis zu einem gewissen Punkt, Herr. Ich bin schon bei unserem letzten Kriegszug an die Perser geraten: Sie sind keine leichten Gegner, das kann ich dir garantieren. Außerdem haben sie jetzt einen hervorragenden Anführer - Memnon von Rhodos.«

»Ein griechischer Vaterlandsverräter!« platzte Hephaistion heraus.

»Nein, ein Berufssoldat, ein Söldner.«

»Das kommt doch aufs gleiche raus . ..«

»Nein, Hephaistion. Es gibt Leute, die in unzähligen Kriegen gekämpft haben und am Ende keinerlei Überzeugung oder Ideal mehr besitzen - dafür sehr viel Können und Erfahrung. Solche Leute verkaufen ihr Schwert an den Meistbietenden, aber wenn sie Männer von Ehre sind, und dieser Rhodier ist ein Mann von Ehre, stehen sie zu ihrem Wort - um jeden Preis; es wird sozusagen zu ihrer neuen Heimat, und sie verteidigen es bis zum letzten Tropfen Blut... Memnon stellt eine Gefahr für uns dar, um so mehr, als er über ein Söldnerheer von zehn- bis fünfzehntausend Mann verfügt, alles Griechen und alle bestens ausgerüstet. Und was die Griechen auf offenem Feld leisten können, brauche ich euch ja nicht zu erzählen . . .«

»Bedenke, daß wir die >Heilige Schar< der Thebaner geschlagen haben«, sagte Seleukos.

»Schon, aber das hier sind Berufssoldaten«, entgegnete Par-menion. »Die machen nichts anderes als den ganzen Tag kämpfen - wenn nicht auf dem Schlachtfeld, dann auf dem Ex-erzierplatz.«

»Parmenion hat recht«, sagte Alexander. »Memnon ist gefährlich und seine Söldnerphalanx erst recht, vor allem wenn sie von der persischen Reiterei unterstützt wird.«

In diesem Moment betrat Eumenes das Zelt.

»Steht dir gut, die Rüstung«, meinte Krateros mit einem Grinsen. »Du siehst aus wie ein General. Schade nur, daß du so krumme, dünne Beine hast und ... «

Allgemeines Gelächter quittierte die Bemerkung, aber Eu-menes begann seelenruhig zu deklamieren:

»Ich mag Generäle nicht, die gestriegelt und geschniegelt sind,

sollen sie ruhig häßlich sein und krumme Beine haben - ein Löwenherz, nur darauf kommt es an!«

«Bravo!« rief Kallisthenes. »Archilochos gehört zu meinen Lieblingsdichtern.«

»Laßt Eumenes endlich sprechen«, sagte Alexander. »Ich hoffe, er bringt mir gute Nachrichten.«

»Gute und schlechte, mein Freund. Entscheide du, mit welchen ich beginnen soll.«

»Mit den schlechten«, knurrte Alexander ärgerlich. »An die guten gewöhnt man sich allemal. Gebt ihm einen Stuhl.«

Eumenes ließ sich nieder, was mit der Rüstung gar nicht so leicht war, da sie einen daran hinderte, den Rücken zu krümmen. »Die Bewohner von Lampsakos teilen uns mit, daß sie sich schon frei genug fühlen und auf unseren Beistand verzichten können. Mit anderen Worten: Wir sollen ihnen vom Leibe bleiben.«

Alexanders Miene hatte sich verdüstert, und man sah ihm an, daß er einem Tobsuchtsanfall nahe war. Eumenes sprach deshalb ohne Pause weiter: »Aus Kyzikos kommen dagegen gute

Nachrichten. Die Stadt ist uns freundlich gesonnen und möchte sich uns anschließen. Und das, liebe Freunde, ist wirklich eine ausgezeichnete Nachricht, wißt ihr warum? Weil die Perser ihre Söldner durchweg in der Währung von Kyzikos bezahlen - in Silberstateren nämlich. Hier habt ihr einen«, sagte er und warf eine glänzende Münze auf den Tisch. Sie begann sich wie ein Kreisel zu drehen und hörte nicht auf, bis die haarige Hand Kleitos' sie mit einem trockenen Schlag zum Stillstand brachte.

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