Valerio Manfredi - Alexander König von Asien
Здесь есть возможность читать онлайн «Valerio Manfredi - Alexander König von Asien» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Историческая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Alexander König von Asien
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Alexander König von Asien: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Alexander König von Asien»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Alexander König von Asien — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Alexander König von Asien», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Was unterscheidet denn das echte Palladium von den anderen Statuen?« wollte Alexander wissen.
»Das echte Bild«, erwiderte der Priester mit feierlicher Stimme, »kann die Augen schließen und die Lanze schütteln.«
Ptolemaios schnaubte abfällig. »So ein Spielzeug bastelt dir jeder unserer Kriegsbaumeister in einem einzigen Tag.«
Der Priester warf ihm einen eisigen Blick zu, und auch der König schüttelte mißbilligend den Kopf. »Gibt es denn irgend etwas, woran du glaubst, Ptolemaios?«
»Natürlich«, erwiderte der Gefragte und faßte an den Griff seines Schwerts. »Das hier! Und die Freundschaft«, fügte er hinzu, indem er die andere Hand auf Alexanders Schulter legte.
»Und doch werden all die Gegenstände, die ihr hier seht, seit undenklichen Zeiten in diesen heiligen Hallen verehrt«, sagte der Priester ernst. »Und die Grabhügel draußen, entlang des Strandes, bergen seit eh und je die Knochen des Achill, des Patroklos und des Aias.«
Inzwischen war auch Kallisthenes zur Tempelbesichtigung eingetroffen. Ptolemaios ging ihm entgegen und hakte sich bei ihm unter. »Was sagst du zu dem Ganzen, Kallisthenes? Ist das wirklich die Rüstung des Achilleus und das, was dort an der Säule hängt, die Kithara von Paris?« Bei diesen Worten zupfte er ein wenig an den Saiten des Instruments, das ganz dumpf klang und völlig verstimmt war.
Alexander hörte schon länger nicht mehr zu; sein Blick war auf die junge Lokrerin geheftet, die damit beschäftigt war, duftendes Öl in die Lampen zu gießen. Ein von hinten kommender Sonnenstrahl hatte ihr dünnes Peplon durchsichtig gemacht, so daß Alexander ihren schönen Körper betrachten konnte, und dabei begegnete er immer wieder den scheuen Augen des Mädchens, die etwas sehr Geheimnisvolles hatten.
»Ob diese Rüstung nun tatsächlich Achill und die Kithara Paris gehört hat, spielt doch überhaupt keine Rolle«, sagte Kal-listhenes. »Im Dioskurentempel in Sparta ist das Ei ausgestellt, aus dem angeblich Helenas Brüder, die Zwillinge Kastor und Polydeukes, geschlüpft sind ... Ich bin überzeugt, daß es sich in Wahrheit um das Ei eines libyschen Vogels handelt, den man Vogel Strauß nennt - er kann so groß wie ein Pferd werden. Und unsere eigenen Tempel sind im übrigen ja auch voll von solchen
Votivgeschenken. Echt oder nicht, ist völlig egal. Wichtig ist nur, was die Leute glauben, denn das einfache Volk braucht einen Glauben, an den es sich klammern, und etwas, wovon es träumen kann.«
Bei diesen Worten hatte Kallisthenes sich nach Alexander umgedreht, der gerade auf die große Bronzerüstung zutrat; sie war mit schönen Zinn- und Silberornamenten verziert. Alexander strich mit dem Finger über den Schild, auf dem Szenen aus der »Ilias« dargestellt waren, und über den prächtigen Helm mit dem dreifachen Helmbusch.
»Und wie soll diese Rüstung hierher gelangt sein?« fragte er den Priester.
»Bekanntlich hat Odysseus sie dem Aias weggenommen, aber später plagte ihn das schlechte Gewissen so sehr, daß er sie zurückgebracht und vor dem Grab des Aias niedergelegt hat -sozusagen als Opfergabe für eine heile Rückkehr nach Ithaka. Irgendwer hat sie dann von dem Grab hierher in den Tempel gebracht.«
Alexander trat ganz dicht neben den Priester und sagte: »Du weißt doch, wer ich bin, oder?«
»Natürlich, Herr. Du bist Alexander, der König von Makedonien.«
»Richtig. Und mütterlicherseits bin ich auch ein direkter Nachfahre von Pyrrhos, dem Sohn des Achill und Begründer des Königshauses von Epeiros. Du wirst also einsehen, daß ich als Erbe des Achill ein Anrecht auf diese Rüstung habe. Ich möchte sie mitnehmen!«
»Aber Herr ...«, stammelte der Priester erschrocken.
»Wie?« meinte Ptolemaios grinsend. »Wir sollen dir glauben, daß dies hier die Kithara des Paris ist und das dort die Waffen des Achill sind, vom Gott Hephaistos persönlich für ihn geschmiedet, und du nimmst uns nicht einmal ab, daß unser König von Achilleus abstammt?«
»Doch, doch«, beteuerte der Priester, »die Sache ist nur, daß es sich hier um geweihte Gegenstände handelt, die diesen Tempel nicht verlassen dürfen ...«
»Unsinn«, unterbrach ihn Perdikkas, »laß eine Kopie davon machen und häng die an die Säule, das merkt keiner. Du siehst doch, daß unser König die Rüstung braucht, und da sie nun einmal seinem Vorfahren gehörte . ..« Er hob die Schultern und breitete bedauernd die Arme aus, wie um zu sagen: Erbschaft ist Erbschaft...
»Schafft mir die Rüstung ins Lager«, befahl Alexander. »Sie soll vor jeder Schlacht wie ein Banner gehißt werden. Und jetzt gehen wir. Unser Tempelbesuch ist zu Ende.«
Die jungen Makedonen verließen nacheinander den Tempel, nicht ohne sich noch einmal umzusehen und das ein oder andere der vielen Votivgeschenke zu betrachten, die hier verehrt wurden.
Der Priester merkte, daß Alexander dem Mädchen nachsah, während es die Tempelhalle durch eine kleine Seitentür verließ.
»Daunia badet jeden Abend nach Sonnenuntergang bei der Skamandros-Mündung im Meer«, raunte er ihm zu.
Der König sagte nichts und ging. Von der Schwelle des Tempels aus sah der Priester ihn kurz darauf sein Pferd besteigen und in Richtung des Lagers am Strand reiten, in dem es wie in einem Ameisenhaufen wimmelte.
Alexander sah sie schnellen, sicheren Schritts durch die Dunkelheit kommen. Sie ging am linken Flußufer entlang und blieb dort stehen, wo sich der Skamandros mit dem Meer vereinte.
Es war eine windstille, heitere Nacht, und da just in diesem Augenblick der Mond aus dem Meer auftauchte, spannte sich ein breites Silberband vom Horizont bis zum Gestade. Das Mädchen legte seine Kleider ab, löste sich das Haar und glitt ins Wasser. Sanfte Wellen umspielten seinen Körper, der wie weißer Marmor im Mondlicht leuchtete.
»Du bist schön wie eine Göttin, Daunia«, murmelte Alexander, indem er sich zu erkennen gab.
Das Mädchen tauchte bis zum Kinn ins Wasser und wich erschrocken zurück. »Tu mir nichts an. Du weißt, ich bin geweiht.«
»Um eine Vergewaltigung zu sühnen, die vor tausend Jahren passiert ist?«
»Um jedwede Vergewaltigung zu sühnen. Auch heute gibt es noch genug Männer, die sich an wehrlosen Frauen vergehen.«
Der König zog sich ebenfalls aus und ging ins Wasser, während sie die Arme vor der Brust verkreuzte, um ihren Busen zu verbergen.
»Ich habe gehört, daß die berühmte Aphrodite des göttlichen Praxiteles genau wie du ihren Busen bedeckt. Denn auch Aphrodite ist schamhaft. . . Aber vor mir brauchst du keine Angst zu haben. Komm her.«
Das Mädchen näherte sich ihm langsam, halb schwamm und halb ging sie und dabei tauchte ihr herrlicher Körper immer weiter aus dem Meer auf, das wie in einer zärtlichen Umarmung zuerst ihren Bauch und dann ihre Hüften umfing. »Laß uns zum Grabhügel des Achill schwimmen. Ich möchte, daß niemand uns sieht.«
»Folge mir«, erwiderte Daunia. »Ich hoffe, du bist ein guter Schwimmer.« Und mit diesen Worten ließ sie sich seitlich ins
Wasser gleiten und schwamm behende wie eine Nereide vor ihm her.
»Das bin ich«, antwortete Alexander und warf sich ebenfalls in die Fluten.
Die Küste, die von den Lagerfeuern der Makedonen beleuchtet wurde, bildete an dieser Stelle eine weite Bucht; sie wurde auf der gegenüberliegenden Seite von einer Landzunge begrenzt, auf deren äußerster Spitze man einen Erdhügel erkennen konnte.
Auf diesen schwamm das Mädchen direkt zu, quer durch den breiten Meerbusen. Sie machte beim Schwimmen keinerlei Geräusch und erinnerte Alexander mit ihren weichen, fließenden Bewegungen an eine Meernymphe.
»Du schwimmst gut«, meinte er keuchend. »Alle Achtung!«
»Ich bin am Meer groß geworden . . . Möchtest du immer noch zu der Landzunge hinüber?«
Alexander antwortete nichts und schwamm weiter, bis er den weißen Schaum der Wellen erkennen konnte, die sich sanft am mondbeschienenen Strand brachen und sogar den Fuß des mächtigen Erdhügels befeuchteten. Das war also das Grab des Achill! Hand in Hand stiegen sie aus dem Wasser und gingen darauf zu. Bei seinem Anblick fühlte Alexander sich vom Geist des großen Helden durchdrungen, und als er sich nach seiner Begleiterin umdrehte, die im silbernen Mondlicht neben ihm stand und seinen Blick suchte, glaubte er die schöne Briseis mit ihren rosa Wangen vor sich zu haben.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Alexander König von Asien»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Alexander König von Asien» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Alexander König von Asien» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.