Valerio Manfredi - Die letzte Legion

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Die letzte Legion: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Kind auf dem Kaiserthron, eine Schar treu ergebener Gefährten gegen die Übermacht der Barbaren.
Packend erzählt der Archäologe und internationale Bestsellerautor Valerio M. Manfredi von den dramatischen Tagen, als das Schicksal des Römischen Reiches besiegelt wurde. Romulus Augustus, benannt nach dem legendären Gründer Roms und seinem strahlendsten Herrscher: Er ist noch ein halbes Kind, als sein Vater ihn zum Kaiser bestimmt und bald darauf muß der Junge mit ansehen, wie seine Familie den grausamen Scharen unter Odoaker zum Opfer fällt. Prunkvolle Paläste und Villen werden geplündert; der junge Regent entgeht knapp dem Tod und wird nach Capri verbannt. Nur eine Handvoll Unbesiegbarer unter ihnen sein väterlicher Lehrer Ambrosinus, der die Zauberkunst beherrscht, und die unerschrockene Livia schwört, ihn aus dem Exil zu befreien. Der Beginn einer schier aussichtslosen Mission, die die letzte Legion vom Italien des 5. Jahrhunderts bis nach Britannien führt ... Kraftvoll und mitreißend läßt der erfahrene Romancier Manfredi eine Zeit aufleben, in der sich Untergang und Hoffnung auf faszinierende Weise bündeln.
Aus dem Italienischen von Sylvia Höfer, Claudia Schmitt, Christel Galliani und Krista Thies

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Der betagte Lehrer senkte den kahlen Kopf und nickte ernst. »Ja, ich habe sie geliebt. Mit einer demütigen und ergebenen Liebe, die ich nicht einmal mir selbst eingestanden hätte, aber für die ich in jedem Augenblick bereit gewesen wäre, mein Leben hinzugeben.«

Er sah den Jungen wieder an, und seine Augen glühten wie Kohlen, als er sagte: »Wer sie umgebracht hat, wird dafür mit einem grauenhaften Tod bezahlen. Das schwöre ich.«

XV

Ambrosinus war verschwunden. Vor einiger Zeit hatte er damit begonnen, die weniger bekannten Teile der Villa zu erkunden, insbesondere alte, nicht mehr bewohnte Räume, in denen seine schier unersättliche Neugier mit einer Unmenge verschiedenster Objekte befriedigt wurde, die für ihn alle von außergewöhnlichem Interesse waren: Wandmalereien, Statuen, Archivalien, Labormaterial, Werkzeuge von Schreinern und Zimmerleuten. Außerdem verbrachte er seine Zeit damit, alte, seit undenklichen Zeiten nicht mehr benutzte Gebrauchsgegenstände zu reparieren, wie etwa die Mühle oder die Esse, den Backofen und die Latrine mit der Wasserspülung.

Die Barbaren betrachteten ihn inzwischen als eine Art exzentrischen Spinner, und wenn er vorbeikam, lachten oder spotteten sie über ihn. Alle, bis auf einen: Wulfila. Er war sich der Intelligenz des Alten zu sehr bewußt, um ihn zu unterschätzen. Er ließ ihn zwar im Inneren der Villa frei herumlaufen, aber er gestattete ihm nicht, den äußeren Mauergürtel zu verlassen, es sei denn, unter strengster Bewachung.

Romulus glaubte, Ambrosinus habe an jenem Tag vergessen, ihm seinen Griechischunterricht zu erteilen, weil er mit irgendeiner besonders anspruchsvollen Tätigkeit beschäftigt war; deshalb ging er zum unteren, in den Abhang gebauten Teil der Villa hinunter. Dort gab es nur sehr wenige Wachen, weil die Mauer hoch und von unten her ohne Zugang war und außen direkt auf einen steilen Absturz blickte. Es war ein Tag Ende November, frisch, aber so klar, daß man in der Ferne die Ruinen des Athenaions von Surrentum und am Ende des Golfs den Vesuv sah, der sich rostrot vorn tiefen Blau des Himmels abhob. Das einzige Geräusch war das seiner Schritte auf den Fliesen des Fußbodens und das Rauschen des Windes in den Pinien und den uralten Steineichen. Ein Rotkehlchen ließ auf seinem Flug ganz leicht die Flügel schwirren, und eine leuchtend grüne Smaragdeidechse flitzte davon, um sich in einer Mauerritze zu verkriechen: Diese kleine Welt begrüßte ihn, wenn er vorbeikam, mit einem kaum wahrnehmbaren Raunen.

Seit dem Morgen hallten die Unterkünfte der Soldaten vom Lärm wider, den die Ankunft einer Ladung Prostituierten ausgelöst und ihn am Schlafen gehindert hatte, doch trotz der Schlaflosigkeit fühlte sich der Junge nicht müde: Es konnte keine Müdigkeit geben, wenn es keine Aktivität, keine Pläne, keine Perspektiven und keine Zukunft gab. Im Augenblick litt er nicht besonders, aber er freute sich auch über nichts, da es weder für das eine noch für das andere Anlaß gab. Doch bei der Begegnung mit der Welt um ihn herum bebte sein Herz unsinniger- und überflüssigerweise wie ein Spinnennetz im Wind. Diese reine Luft, dieser ruhige Atem der Natur waren so angenehm, daß Romulus leise ein Kinderliedchen vor sich hin trällerte, an das er sich, wer weiß warum, just in diesem Augenblick erinnerte.

Er glaubte, sich am Ende an seinen Käfig zu gewöhnen, so, wie man sich an alles gewöhnt, und daß sein Schicksal im Grunde nicht schlimmer war als das so vieler anderer Menschen. Gab es da unten, auf dem Festland, etwa keine Metzeleien, keine Kriege, keine Not, keine Invasionen und keinen Hunger? Er versuchte, es sich zur Gewohnheit zu machen, Wulfilas Anwesenheit zu ignorieren, sein Bild auszulöschen, das einzige Element, das imstande war, die Trägheit und Lethargie seines Herzens zu erschüttern und in seinem Geist schmerzliche Verwirrungen auszulösen, einen Zorn, den er nicht am Leben erhalten durfte, eine ungerechtfertigte Angst, ein beklemmendes Gefühl der Schmach, ebenso lästig wie unausweichlich.

Plötzlich verspürte er auf seinem Gesicht etwas Merkwürdiges: einen starken, konzentrierten Luftstrahl, der nach Moos und im Verborgenen tröpfelndem Wasser roch. Romulus blickte sich um, sah aber nichts. Er war schon im Begriff weiterzugehen, als er erneut dieses klare, tiefdringende Gefühl verspürte, begleitet von einem kaum merklichen Säuseln. Und plötzlich wurde ihm bewußt, daß es von unten, aus den Öffnungen eines tönernen Gitters über dem Regenwasserabfluß kam. Vorsichtig blickte er sich um: Niemand war zu sehen. Dann nahm er aus seiner Schultasche, die er über der Schulter trug, einen Griffel, kniete sich nieder und begann, damit rund um das Gitter, aus dem nach wie vor dieser langgezogene Seufzlaut aufstieg, zu schaben. Als er mit dem Säubern fertig war, nahm er ein Stöckchen als Hebel, hob das Gitter hoch und stellte es auf den Fliesenboden. Er schaute sich noch einmal um, steckte dann den Kopf in die Öffnung und sah sich mit einem frappierenden Anblick konfrontiert, der noch schwindelerregender war, weil er sich ihm kopfüber darbot: Unter ihm öffnete sich ein großer Geheimgang, ausgeschmückt mit Fresken und Grotesken, der in das Innere des Berges führte.

Eine der Seitenwände war eingestürzt, so daß eine Art Rutsche entstanden war, die es gestattete, leicht auf den Grund des Ganges zu gelangen. Romulus stieg hinein, schob das Gitter über seinem Kopf wieder an Ort und Stelle, und kletterte ohne allzu große Schwierigkeiten bis zum Boden hinunter, wo sich seinen Augen ein neues, traumhaftes Spektakel darbot: Von oben fiel ein ganzes Bündel leuchtender Strahlen durch das Abflußgitter herein und beleuchtete einen langen gepflasterten Wandelgang, der beiderseits mit einer langen Reihe von Statuen gesäumt war. Verblüfft und verwundert bewegte sich der Junge zwischen jenen Männern mit den bebilderten Brustpanzern, deren Gesichter vom veränderlichen Licht, das von oben einfiel, betont wurden, und auf jedem Marmorsockel fand er die dazugehörigen Unternehmungen, die Ehrentitel und die Siege über die Feinde eingemeißelt: Es waren die Statuen der römischen Kaiser!

Bei jedem Schritt fühlte sich Romulus von diesem enormen Gewicht der Geschichte überwältigt, von dem grandiosen Erbe, das er auf seinen zarten Schultern lasten fühlte. Langsam ging er weiter und las die Inschriften und wiederholte dabei die folgenden Titel und Namen: »Flavius Claudius Julianus, Wiederhersteller der Welt, Verteidiger des Reiches ...; Lucius Septimius Severus, Particus Maximus, Germanicus, Particus Adiabenicus, Pontifex Maximus ...; Marcus Aurelius Antoninus, Pius Felix, semper Augustus, Pontifex Maximus, sechsmal Tribun des Volkes ...; Titus Flavius Vespasia-nus, Augustus; Claudius Tiberius Drusus Cäsar, Britannicus; Tibe-rius Nero Cäsar, Germanicus, Vater des Vaterlandes, Pontifex Maximus; Augustus Cäsar, Sohn des göttlichen Julius, Pontifex Maximus, siebenmaliger Konsul ...«

Eine dünne Staubschicht hatte sich auf diese imponierenden Bildnisse gelegt, auf die Augenbrauen, auf die tiefen Falten, die ihre Stirnen durchfurchten, auf die Waffen und Verzierungen, doch keine dieser Statuen wies irgendwelche Schrammen oder Verstümmelungen auf. Dieser Ort mußte eine Art Gedenkstätte sein, heimlich geschaffen, wer weiß von wem, vielleicht von Julianus, dem die Christen den Schmähnamen Apostata, der Abtrünnige, angehängt hatten und der mit seinem eigenen verdrießlich und melancholisch dreinblickenden Bildnis diese lange Reihe der Beherrscher der Welt eröffnete.

Jetzt befand sich Romulus, vor Aufregung und Staunen bebend, vor der Nordwand des Geheimgangs und hatte eine Platte aus grünem Marmor vor sich, die in der Mitte mit einem Lorbeerkranz in Goldbronzerelief verziert war. In dessen Inneren prangte in Großbuchstaben folgende Inschrift:

CAIVS IVLIVS CAESAR

Und darunter, in Kursivschrift, eine sibyllinische Wendung: quin-decim caesus, die Romulus leise wiederholte: »Fünfzehn mal getroffen.« Was sollte das bedeuten? Cäsar war, wie er oft genug in den Geschichtsbüchern gelesen hatte, von dreiundzwanzig Dolchstichen getroffen worden, nicht von fünfzehn Und warum sollte ausgerechnet in einer verherrlichenden Inschrift, in einem eindrucksvollen Epigraph aus kostbarem Marmor, aus Gold und Bronze, die traurige Erinnerung an die Iden des März und an die Ermordung des größten aller Römer heraufbeschworen werden?

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