Valerio Manfredi - Die letzte Legion

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Die letzte Legion: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Kind auf dem Kaiserthron, eine Schar treu ergebener Gefährten gegen die Übermacht der Barbaren.
Packend erzählt der Archäologe und internationale Bestsellerautor Valerio M. Manfredi von den dramatischen Tagen, als das Schicksal des Römischen Reiches besiegelt wurde. Romulus Augustus, benannt nach dem legendären Gründer Roms und seinem strahlendsten Herrscher: Er ist noch ein halbes Kind, als sein Vater ihn zum Kaiser bestimmt und bald darauf muß der Junge mit ansehen, wie seine Familie den grausamen Scharen unter Odoaker zum Opfer fällt. Prunkvolle Paläste und Villen werden geplündert; der junge Regent entgeht knapp dem Tod und wird nach Capri verbannt. Nur eine Handvoll Unbesiegbarer unter ihnen sein väterlicher Lehrer Ambrosinus, der die Zauberkunst beherrscht, und die unerschrockene Livia schwört, ihn aus dem Exil zu befreien. Der Beginn einer schier aussichtslosen Mission, die die letzte Legion vom Italien des 5. Jahrhunderts bis nach Britannien führt ... Kraftvoll und mitreißend läßt der erfahrene Romancier Manfredi eine Zeit aufleben, in der sich Untergang und Hoffnung auf faszinierende Weise bündeln.
Aus dem Italienischen von Sylvia Höfer, Claudia Schmitt, Christel Galliani und Krista Thies

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»Wer hat den Befehl gegeben, einen Priester zu rufen?« fragte der Mann und sah mich unverwandt an. An meinem schlichten Erscheinungsbild, an meinen schmutzigen und zerknitterten Kleidern war offensichtlich etwas Armseliges, vielleicht sogar etwas Verachtenswertes, das eher an einen Bettler als an einen Diener Gottes erinnerte.

»Ich bin kein Priester ... noch nicht«, antwortete ich. »Aber ich bin trotzdem ein Heilkundiger und kann vielleicht etwas für dieses Kind tun.«

Der Mann starrte mich mit einem Blick aus Feuer und Tränen an, und erwiderte: »Dieses Kind ist tot. Es war unser einziger Sohn.«

»Das glaube ich nicht«, antwortete ich. »Ich spüre noch einen Hauch Leben in diesem Zelt. Erlaubt, daß ich ihn untersuche.« Der Mann stimmte mit der Schicksalsergebenheit des Verzweifelten zu, während die Frau einen Blick voller Staunen und Hoffnung auf mich richtete.

»Laßt mich mit ihm allein, und ich werde ihn euch, wenn auch nur die geringste Chance besteht, vor dem Morgengrauen zurückgeben«, sagte ich und wunderte mich selbst über meine Worte. Ich begriff tatsächlich selbst nicht, warum ich ausgerechnet an diesem einsamen Ort im Grunde meiner Seele spürte, wie sich die alte Wissenschaft und die römische Gelehrsamkeit mit dem Erbe der druidischen Kräfte zu einem einzigen Bündel wunderbarer Energie und ruhigen Bewußtseins vereinigten und sich neu belebten. Es war, als hätte ich über all diese Jahre gelebt und dabei mich selbst und meine Würde vergessen, und als wäre mir nun plötzlich bewußt geworden, daß ich den blutleeren Wangen dieses Geschöpfes wieder Farbe verleihen und in die Augen, die unter den geschlossenen Lidern schon erloschen schienen, wieder Licht bringen konnte. Ich erkannte die eindeutigen Anzeichen einer Vergiftung, konnte aber nicht feststellen, wie weit der Prozeß bereits fortgeschritten war. Der Mann zögerte, aber die Frau überzeugte ihn. Sie zog ihn am Arm hinaus und flüsterte ihm dabei etwas ins Ohr. Sie meinte wohl, daß ich dem Kind nichts Schlimmeres zufügen könnte als das, was die Krankheit, von der sie es befallen wähnte, ohnehin schon angerichtet hatte.

Ich öffnete meinen Quersack und überprüfte den Inhalt. In all diesen Jahren hatte ich meine Medikamentenvorräte niemals ausgehen lassen und während der entsprechenden Jahreszeiten immer Kräuter und Wurzeln gesammelt und sie nach den Vorschriften behandelt, so daß ich sie jetzt in einer Pfanne mit Wasser aufwärmen und einen wirksamen Aufguß zubereiten konnte, der imstande war, den bereits fast völlig erschlafften Organismus des Kindes reagieren zu lassen. Ich erwärmte ein paar Steine, wickelte sie in saubere Tücher und legte sie um seinen kalten Körper. Dann füllte ich heißes, fast kochendes Wasser in einen Schlauch, den ich dem Knaben auf die Brust legte; denn bevor ich das Brechmittel verabreichte, mußte ich in diesem Körper ein Minimum an Leben wecken. Als ich auf seiner bläulichen Haut kleine Schweißperlchen austreten sah, flößte ich ihm langsam den Aufguß in Mund und Nase und bemerkte sofort eine Reaktion, ein fast unmerkliches Zusammenziehen der kleinen Nasenlöcher.

Draußen war die Welt in tiefem Schweigen versunken, nicht einmal das Weinen der Mutter war zu hören: Hatte sich diese stolze, schöne Frau vielleicht mit diesem so herben Verlust abgefunden? Ich träufelte dem Kind noch ein paar weitere Tropfen ein, sah, daß es immer stärker reagierte, und stellte sogleich eine sichtbare Kontraktion seines Bauches fest. Dann preßte ich die Hände kräftig auf seinen Magen, und der Kleine erbrach sich - eine grünliche, übelriechende Flüssigkeit, die keinen Zweifel mehr zuließ. Ich flößte ihm noch etwas von dem Brechmittel ein, und es folgten weitere Kontraktionen und dann eine größere Anstrengung, und er erbrach sich noch einmal; darauf folgten weitere Konvulsionen. Schließlich streckte sich der Kleine erschöpft aus, und ich entkleidete ihn, wusch ihn und bedeckte ihn mit einem frischen, sauberen Tuch. Er war schweißgebadet, aber jetzt atmete er, und sein Puls wurde mit jedem mühsamen Schlag, der in meinen Ohren lauter und triumphaler klang als ein Trommelwirbel, gleichmäßiger. Ich untersuchte den Inhalt seines Magens und sah mich in meinen Vermutungen voll bestätigt. Dann trat ich aus dem Zelt und fand mich den Eltern gegenüber. Sie saßen auf zwei Schemeln am Lagerfeuer, und von ihren Augen war eine große Erregung abzulesen. Sie hatten die Würgegeräusche gehört und wußten, daß es untrügliche Lebenszeichen waren, hatten aber ihr Wort gehalten und mich weiterhin mit ihrem Kind allein gelassen.

»Er wird überleben«, sagte ich mit absichtlich sanftem Nachdruck. Und fügte sofort hinzu: »Er ist vergiftet worden.«

Die beiden stürzten in das Zelt, und man hörte das glückliche Schluchzen der Mutter, die ihr Kind in die Arme schloß. Ich machte mich auf den Weg zum Ende des Lagers, zum Biwak der Wachen, um in einem Augenblick so starker und intimer Gefühle nicht zu stören, doch eine energische Stimme hielt mich zurück. Es war er, der Vater.

»Wer bist du?« fragte er. Ich drehte mich um und sah, wie er mich anstarrte. »Wie bist du in mein Zelt gelangt, das von bewaffneten Männern bewacht wird? Und wie hast du meinen Sohn ins Leben zurückgeholt? Bist du etwa ... ein Heiliger oder ein Engel des Himmels? Oder bist du vielleicht ein Geist des Waldes? Sag es mir, ich bitte dich!«

»Ich bin nur ein Mensch, der über einige Kenntnisse in der Heilkunde und in den Naturwissenschaften verfügt.«

»Wir verdanken dir das Leben unseres einzigen Sohnes, und dafür gibt es auf dieser Erde keinen angemessenen Lohn. Aber äußere eine Bitte, und du wirst, sofern es in meiner Macht steht, eine Belohnung erhalten.«

»Eine warme Mahlzeit und ein Brot für meine Reise morgen sind genug«, antwortete ich. »Der größte Lohn für mich ist ohnehin zu erleben, daß dieses Kind wieder atmet.«

» Wohin gehst du ?« fragte er mich.

»Nach Rom. Die Urbs und ihre Wunderwerke zu sehen, ist immer schon der Traum meines Lebens gewesen.«

»Auch wir sind auf dem Weg nach Rom. Also bitte ich dich, bleibe bei uns! So wird deine Reise gefahrlos verlaufen, und sowohl ich als auch meine Frau hoffen innig, daß du für immer bei uns bleiben und dich unseres Sohnes annehmen wirst. Er wird einen Lehrer brauchen, und wer könnte ihm besser helfen als du, ein Mann von so großer Gelehrsamkeit und mit einer solchen Wunderkraft?«

Das war es, was ich zu hören gehofft hatte, aber ich erwiderte, daß ich erst darüber nachdenken und ihnen nach unserer Ankunft in Rom eine Antwort geben würde. In der Zwischenzeit würde ich mich bemühen, dem Kind zu vollständiger Genesung zu verhelfen, aber er, der Vater, müsse den Mörder ausfindig machen, jenen Mann, der ihn so sehr haßte, daß er bereit war, ein unschuldiges Kind zu vergiften.

Ihm schien eine plötzliche Erkenntnis gekommen zu sein, und er erwiderte: »Das ist meine Angelegenheit. Der Verantwortliche wird nicht ungestraft davonkommen. Doch was dich anbelangt, so nimm unterdessen meine Gastfreundschaft und meine Speisen an und ruhe dich für den Rest der Nacht aus. Das hast du dir verdient.«

Er sagte, er heiße Orestes und sei Offizier der kaiserlichen Armee, und während wir noch sprachen, trat seine Gemahlin hinzu, Flavia Serena, die, von Gefühlen überwältigt, sogar nach meiner Hand griff, um sie zu küssen. Eilends zog ich sie zurück und beugte mich meinerseits zu ihr, um ihr meine Ehrerbietung zu bezeigen. Sie war die schönste und vornehmste Dame, die ich in meinem ganzen Leben gesehen hatte. Nicht einmal die Angst vor dem Verlust ihres Kindes hatte die Harmonie ihrer aristokratischen Gesichtszüge beeinträchtigt, noch den Glanz ihrer bernsteinfarbenen Augen getrübt, sondern ihm nur die Tiefe des Schmerzes und der Sorge hinzugefügt. Ihre Haltung war stolz, aber ihr Blick sanft wie ein Sonnenuntergang im Frühling; ihre reine Stirn war mit einem Zopf dunkler, violett schimmernder Haare bekränzt, ihre Finger lang und schmal, die Haut alabasterweiß. Unter ihrem Gewand aus leichter Wolle betonte ein samtener Gürtel ihre Figur, und ihren Hals schmückte eine silberne Kette, an der nur eine einzige schwarze Perle hing. In meinem ganzen Leben hatte ich noch kein Geschöpf von so betörender Schönheit gesehen, und von dem Augenblick an, da ich sie zum ersten Mal erblickt hatte, wußte ich, daß ich ihr für den Rest meiner Tage treu ergeben sein würde, was für ein Schicksal auch immer die Zukunft für uns bereithalten würde.

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