William Wilkie Collins - Fräulein oder Frau
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»Ja. Papa soll mit mir reden, sobald wir wieder zu Hause sind, und ich soll am Neujahrstage heiraten.«
»Ist das dein Ernst, Natalie? Soll ich wirklich glauben, daß sie so weit gegangen sind?«
»Sie haben sich über alles geeinigt: über die glänzende Einrichtung, die wir bekommen, und das große Einkommen, das wir haben sollen. Ich habe gehört, wie Papa zu Richard sagte, sein halbes Vermögen solle mir an meinem Hochzeitstage zufallen. Es war widerwärtig zu hören, wie viel sie von Geld und wie wenig sie von Liebe sprachen. Was soll ich tun, Launce?«
»Darauf ist die Antwort leicht, mein Engel. Vor allen Dingen mußt du fest entschlossen sein, Richard Turlington nicht zu heiraten—«
»Sprich vernünftig. Du weißt, ich habe alles getan, was ich konnte. Ich habe Papa gesagt, daß ich mir Richard wohl als Freund, aber nicht als Ehemann denken könne. Aber er lacht mich nur aus und sagt: ‚Wart ein bißchen und du wirst schon deine Ansicht ändern, liebes Kind!‘ – Du siehst, Richard ist ihm alles: Richard hat ihm immer seine Angelegenheiten besorgt und hat ihn vor Verlusten durch schlechte Spekulationen bewahrt; Richard kennt mich seit meiner frühesten Jugend; Richard hat ein glänzendes Geschäft und sehr viel Geld. Papa hat gar keine Vorstellung davon, wie ich Richards Hand ausschlagen kann. Dann versuchte ich es, mich hinter meine Tante zu stecken; ich sagte ihr, er sei zu alt für mich; aber alles, was sie mir antwortete, war: ‚Sieh doch nur deinen Vater an, er war viel älter als deine Mutter und doch war ihre Ehe so glücklich.‘ – Selbst wenn ich geradezu erklärte, ich würde Richard nicht heiraten, was hätten wir davon? Papa ist der beste, liebste alte Mann auf der Welt, aber – ach! – das Geld geht ihm über alles! Er glaubt an nichts anderes. Er würde wütend werden – bei aller seiner Güte, wütend – wenn ich auch nur andeuten wollte, daß ich dich liebe. Der Mann, der es sich einfallen ließe, um meine Hand anzuhalten, ohne ein ebenso großes Vermögen zu haben, wie das, welches ich ihm mitbrächte, würde von Papa wie ein Verrückter angesehen werden. Er würde es gar nicht für nötig halten, einem solchen Menschen auch nur eine Antwort zu geben; er würde einfach klingeln und dem Tollkühnen die Tür weisen lassen. Ich übertreibe nicht, Launce; du weißt, ich rede die Wahrheit. So weit ich sehen kann, gibt es keine Hoffnung für uns.«
»Bist du fertig, Natalie? Dann möchte ich auch etwas sagen.«
»Nun, sprich!«
»Wenn es so fortgeht, wie es sich jetzt anläßt, weißt du, wie dann alles enden wird? Es wird damit enden, daß du Turlingtons Frau wirst.«
»Niemals!«
»Das sagst du jetzt, aber du weißt nicht, was zwischen heute und Weihnachten passieren kann! Natalie, es gibt nur ein Mittel, es außer allen Zweifel zu stellen, daß du Richard niemals heiraten wirst – heirate mich!«
»Ohne Papas Einwilligung?«
»Ohne irgend jemand ein Wort zu sagen, bis die Sache geschehen ist.«
»O, Launce, Launce!«
»Lieber Engel, jedes Wort, was du gesprochen hast, zeigt, daß es kein anderes Mittel gibt. Bedenke es wohl, Natalie, bedenke es wohl!«
Es entstand eine Pause. Nataliens Hand entsank Nadel und Faden und sie bedeckte ihr Gesicht mit ihren Händen und sagte: »Ach, wenn nur meine arme Mutter noch lebte! Oder wenn ich nur eine ältere Schwester hätte, die ich um Rat fragen könnte, was ich tun soll.«
Sie schwankte offenbar. Launce ließ sich den Vorteil ihrer Unentschlossenheit nicht entgehen. Er drang unbarmherzig in sie.
»Liebst du mich?« flüsterte er ihr ins Ohr.
»Du weißt, wie zärtlich ich dich liebe.«
»Nimm Richard die Möglichkeit, uns zu trennen, Natalie.«
»Uns trennen? Wir sind ja Blutsverwandte! Selbst wenn er den Versuch machen wollte, uns zu trennen, so würde Papa das nicht erlauben.«
»Merk‘ wohl auf meine Worte: Er wird den Versuch machen. Er braucht ja nur den Finger aufzuheben, damit dein Vater ihm gehorcht. Liebstes Mädchen, unser beider Lebensglück steht auf dem Spiel!« Dabei umschlang er sie mit seinem Arm und zog ihren Kopf sanft an seine Brust. »Das haben schon viele Mädchen vor dir getan, Liebchen«, beredete er sie, »warum wolltest du es auch nicht tun?«
Es ging über ihre Kräfte, ihm zu antworten.Sie gab es auf. Ein leiser Seufzer entrang sich ihrer Brust. Sie schmiegte sich noch enger an ihn und schloß wie ohnmächtig die Augen. Im nächsten Augenblick aber fuhr sie, am ganzen Leibe zitternd, auf und blickte nach dem Oberlicht. Gerade über ihnen wurde plötzlich Richard Turlingtons Stimme vernehmbar.
»Graybrooke, ich habe dir ein Wort über Launcelot Linzie zu sagen.«
Nataliens erster Gedanke war, an die Tür zu eilen. Als sie aber Richard Launces Namen aussprechen hörte, stand sie davon ab. In Richards Ton lag etwas, was ihre Neugierde erweckte, und die Macht der Neugierde ist oft stärker als die der Furcht. Sie wartete, während sie ihre Hand in Launces Hand ruhen ließ.
»Du wirst dich erinnern«, fuhr Richard mit seiner dröhnenden Stimme fort, »daß ich es nicht geraten fand, ihn auf dieser Fahrt mitzunehmen; du warst nicht meiner Meinung, und auf deine ausdrückliche Bitte gab ich nach. Es war unrecht von mir. Launcelot Linzie ist ein sehr anmaßender junger Mann.«
Sir Joseph antwortete mit seinem gewohnten milden Lachen: »Mein lieber Richard, du urteilst wirklich etwas zu hart über Launce.«
»Du verstehst dich nicht darauf, Menschen zu beobachten, wie ich, Graybrooke! Ich sehe unverkennbare Zeichen, daß er sich gegen uns alle, und namentlich gegen Natalie mehr herausnimmt, als ihm zukommt. Mir gefällt die Art nicht, wie er mit ihr spricht und wie er sie ansieht. Er hat einen ungebührlich familiären Ton, eine unverschämte Vertraulichkeit, dem muß Einhalt getan werden. In meiner Stellung darf ich verlangen, daß auf meine Gefühle Rücksicht genommen werde. Ich bitte dich, der Intimität zwischen den jungen Leuten ein Ende zu machen, sobald wir wieder am Lande sind.«
Der Überraschung, welche diese Worte in Sir Joseph hervorriefen, gab derselbe in ernsterem Tone Ausdruck. »Lieber Richard, sie sind Cousin und Cousine, sie sind seit ihrer frühesten Jugend Gespielen gewesen. Wie kannst du das geringste Gewicht auf irgend etwas legen, was der arme Launce sagt oder tut.«
Der Ton, in dem Sir Joseph diese letzten Worte sprach, hatte etwas gutmütig Geringschätzendes, das seine Tochter tief verletzte. Er hätte in keinem anderen Tone von einem harmlosen Haustier reden können. Sie drückte Launces Hand sanft.
Turlington beharrte bei seinem Verlangen: »Ich muß noch einmal darauf dringen, ernstlich darauf dringen, daß du dieser wachsenden Vertraulichkeit der Beiden Einhalt tust. Ich habe nichts dagegen, daß du ihn von Zeit zu Zeit mit anderen Freunden einladest. Aber was ich wünsche und von dir erwarte, ist, daß er nicht mehr zu jeder Tages— und Abendstunde, wenn er vielleicht nichts anderes zu tun hat, wie man zu sagen pflegt, ins Haus fällt. Bist du damit einverstanden?«
»Wenn du es zur Bedingung machst, Richard, so bin ich natürlich damit einverstanden.«
Als der schwache Sir Joseph mit diesen Worten in das Verlangen Richards willigte, sah Launce Natalie an.
»Was habe ich dir gesagt?« flüsterte er. Natalie ließ schweigend den Kopf hängen. In der Unterhaltung auf dem Verdeck entstand eine Pause. Die beiden Herren gingen langsam nach dem Vorderdeck.
Launce verfehlte nicht, seinen Vorteil weiter zu verfolgen. »Dein Vater läßt uns keine Wahl«, sagte er. »Sobald wir wieder ans Land kommen, wird mir die Tür eures Hauses verschlossen werden. Wenn ich dich verliere, Natalie, weiß ich nicht, was aus mir werden soll. Aus meinem Beruf mache ich mir nichts, ich habe dann nichts mehr, was es mir der Mühe wert erscheinen ließe, weiter zu leben.«
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