William Wilkie Collins - Fräulein oder Frau
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Natalie öffnete, wie gewöhnlich bei diesen Gelegenheiten, ihre Tür zuerst und zwar aus dem triftigen Grunde, weil sie diejenige war, auf deren Behendigkeit im Fall eines unvorhergesehenen Zufalls sie sich am besten verlassen konnten. Sie sah nach dem Oberlicht hinauf. Dort wurden die Beine der beiden Herren und die Röcke ihrer Tante, die an der Leeseite des Schiffes ruhig verharrten, sichtbar. Sie trat einige Schritte weiter vor und horchte. Das Geräusch der Stimmen oben ließ plötzlich nach. Sie sah wieder hinauf. Ein paar Beine, und zwar nicht die ihres Vaters, waren verschwunden. Ohne einen Augenblick zu zögern, flog Natalie in ihre Kabine zurück, gerade noch zu rechter Zeit, um Richard Turlington, der eben die Kajütentreppe herunter kam, zu entgehen. Er trat an eine der Schubladen unter dem Bücherschrank der Kajüte, nahm eine Karte heraus und ging dann sofort wieder auf Deck. Nataliens böses Gewissen ließ sie gleichwohl den voreiligen Schluß ziehen, daß Richard Verdacht gegen sie hege. Gleich darauf trat sie zum zweiten Mal an die Tür ihrer Kabine, dieses Mal aber nicht, um sich in die Kajüte zu wagen, sondern um flüsternd hinaus zu rufen: »Launce!«
Ihr Vetter erschien an seiner Tür, aber noch bevor er die Schwelle überschreiten konnte, rief sie ihm in peremtorischem Tone zu: »Rühr‘ dich nicht! Richard ist unten in der Kajüte gewesen! Er hat Verdacht geschöpft!«
»Unsinn! Komm doch heraus!«
»Unter keiner Bedingung, wenn du nicht einen andern Ort als die Kajüte ausfindig machen kannst.«
Einen anderen Ort? Wie leicht wäre der am Land zu finden gewesen, wie schwer, wenn nicht unmöglich auf der See! An dem einen Ende des Schiffs befand sich die von der Mannschaft besetzte Volkskajüte, am andern Ende der mit Segeln angefüllte Segelraum. Die Damenkajüte war zum Ankleidezimmer der Damen eingerichtet und als solches völlig unzugänglich für jedes männliche Wesen an Bord. Gab es in der Mitte des Schiffs noch irgend einen geschlossenen und disponiblen Raum? An der einen Seite befanden sich die Schlafkabinen des Schiffsoberleutnants und des Steuermanns, die unser Paar unmöglich betreten konnten; an der anderen Seite lag die Vorratskammer des Stewards. Launce dachte einen Augenblick nach. Die Vorratskammer des Stewards war gerade, was sie brauchten.
»Wohin willst du?« fragte Natalie, als Launce gerade auf eine verschlossene Tür am unteren Ende der Kajüte zuging.
»Ich will mit dem Steward reden, liebes Kind, warte einen Augenblick, ich bin gleich wieder da.«
Launce öffnete die Tür der Vorratskammer und fand darin nicht den Steward, sondern seine Frau, welche den Dienst einer Stewardeß auf dem Schiffe versah. Das war dieses Mal ein glücklicher Zufall. Launce, der jedesmal, so oft er auf dieser Fahrt Natalie einen Kuß geraubt hatte, dabei von dem Steward oder seiner Frau überrascht worden war, brauchte kein Bedenken zu tragen, diese beiden mit ins Vertrauen zu ziehen. Nachdem er die Sympathien der in dieser Region des Schiffes herrschenden Autoritäten schon früher durch das beredte Mittel von Geldgeschenken gewonnen hatte, konnte er auf ihre Verschwiegenheit rechnen. Nach einem schwachen Versuch, die Bitte abzulehnen, willigte die Stewardeß ein, nicht nur die Vorratskammer zu verlassen, sondern auch ihren Mann von derselben fern zu halten, unter der Bedingung, daß der Raum für nicht länger als zehn Minuten besetzt bleiben dürfe.
Launce machte Natalie das verabredete Zeichen an der einen Tür, während die Stewardeß zur anderen hinausging. Einen Augenblick später fanden sich die Liebenden in einem geschlossenen Raum vereinigt. Brauchen wir zu sagen, in welcher Sprache die Verhandlungen eröffnet wurden? Gewiß nicht! Bei solchen Gelegenheiten pflegt man sich einer unartikulierten Lippensprache zu bedienen, in der wir alle Meister sind, obgleich wir es im späteren Leben bisweilen vergessen. Natalie stand an eine mit Tee, Zucker und Gewürzen bedeckte Wand gelehnt, eine Speckseite hing über ihrem Haupt und ein mit Zitronen gefülltes Netz schaukelte vor ihrem Gesichte. War daher die Vorratskammer auch gerade nicht geräumig, so war sie doch gemütlich.
»Wenn nun der Steward gerufen würde?« sagte sie, um ihn abzuwehren. »Laß es, Launce.«
»Sei ganz ruhig. Wir sind hier sicher, wenn sie ihn auch rufen. Der Steward braucht nur auf dem Verdeck zu erscheinen und jeder Verdacht gegen uns muß schwinden.«
»Laß mich in Ruhe, Launce! Ich habe dir sehr schlimme Nachrichten zu melden, und überdies wartet meine Tante darauf, daß ich mit meinem wieder angenähten Besatz zu ihr komme.«
Sie hatte Nadel und Zwirn mitgebracht. Sie setzte sich auf die Vorratskiste, nahm den Rock ihres Kleides über ihre Knie auf, beugte sich darüber und ging emsig daran, den abgerissenen Besatz wieder anzunähen. In dieser Stellung zeigte ihre schlanke Gestalt ihre festen, und doch so weichen Formen im reizendsten Licht. Rasch fuhr die Nadel in den geschickten Fingern durch das Zeug. Die Vorratskiste war so breit, daß Launce einen Platz neben dem holden Mädchen fand.
»Nun, Natalie, was hast du mir zu melden?« fragte der junge Arzt.
»Er hat mit Papa gesprochen, Launce.«
»Richard Turlington?«
»Ja.«
»Hol‘ ihn der Teufel.«
Natalie fuhr zurück. Ein in den Nacken gesprochener Fluch, dem auf der Stelle ein Segenswunsch in Gestalt eines Kusses folgt, hat etwas Überraschendes, wenn man nicht darauf vorbereitet ist.
»Tu‘ das nicht wieder, Launce! – Das Gespräch fand statt, während du auf dem Verdeck rauchtest und sie glaubten, ich sei fest eingeschlafen. Ich öffnete den Ventilator in meiner Kabinentür, lieber Junge, und hörte jedes Wort, das sie sprachen. Er wartete, bis meine Tante fortgegangen war, und er Papa ganz allein hatte; und dann fing er in seiner abscheulichen, rücksichtslosen Manier an: ‚Graybrooke, wie lange soll ich noch warten?«
»Hat er das gesagt?«
»Das waren seine Worte. Papa verstand nicht, Richard erklärte sich alsbald. Auf wen anders konnte er warten, als auf mich? Papa sagte etwas von meiner noch so großen Jugend. Aber Richard fiel ihm ohne Weiteres ins Wort: Mädchen seien wie Früchte; einige reiften früh, andere spät; einige seien erst mit zwanzig, andere schon mit sechzehn Jahren entwickelt. Es sei unmöglich mich anzusehen und nicht zu finden, daß ich nach meiner zweimonatlichen Seereise ein ganz neues Wesen geworden sei; und so weiter, und so weiter. Papa versuchte noch, einen Aufschub zu gewinnen. ‚Wir haben noch sehr viel Zeit, Richard, noch sehr viel Zeit.‘ – ‚Noch sehr viel Zeit für sie‘, lautete die Antwort des elenden Menschen, ‚aber nicht für mich. Denk‘ an alles, was ich ihr zu bieten habe‘ als ob ich mir etwas aus seinem Gelde machte – ‚und nun laß mich nicht länger in einem Zustand der Ungewißheit, den es für einen Mann in meiner Lage von Tag zu Tag schwerer wird zu ertragen.‘ Er war wahrhaftig ganz beredt, seine Stimme zitterte… Es ist kein Zweifel, lieber Launce, daß er verliebt in mich ist.«
»Und dadurch fühlst du dich natürlich geschmeichelt?«
»Sprich doch nicht solchen Unsinn. Ich fühle mich ein wenig erschreckt dadurch, das kann ich dir versichern.«
»Erschreckt? Hast du ihn diesen Morgen beobachtet?«
»Ich? Wann?«
»Als dein Vater die Geschichte von dem über Bord gefallenen Matrosen erzählte.«
»Nein. Was tat er da? Erzähle mir, Launce.«
»Sag‘ mir zuerst: wie lief denn das Gespräch gestern Abend ab? Hat dein Vater ihm irgend etwas versprochen?«
»Du kennst Richards Art. Er ließ ihm keine Wahl; Papa mußte ihm sein Versprechen geben, bevor er Erlaubnis bekam, zu Bett zu gehen —«
»Das Versprechen, dich diesem Turlington zum Weibe zu geben?«
»Ja, eine Woche nach meinem nächsten Geburtstag.«
»Eine Woche nach dem nächsten Weihnachtstage?«
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