William Wilkie Collins - Fräulein oder Frau

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Sir Joseph schüttelte sanft den Kopf.

»Das war keine Lüge, Richard. Es ist durch Zeugen bewiesen, daß der Mann die Wahrheit gesprochen hat.«

»Zeugen? Pah! Andere Lügner, willst du sagen.«

»Ich ging zu den Eigentümern des Schiffes«, fuhr Sir Joseph fort. »Ich erfuhr von ihnen die Namen der Schiffsoffziere und der Mannschaft, und zeigte den Fall bei der Liverpooler Polizei an. Das Schiff scheiterte an der Mündung des Amazonenflusses, aber Mannschaft und Ladung wurden gerettet. Die Mannschaft, die nach Liverpool gehörte, kehrte dahin zurück. Das war böses Volk, das könnt ihr mir glauben! Aber sie wurden jeder einzeln über die Behandlung des fremden Matrosen vernommen und sagten ganz übereinstimmend aus. Von ihrem Kapitän und dem Matrosen, der ihm bei dem Verbrechen behilflich gewesen war, wußten sie nichts, als daß dieselben sich auf dem Schiffe, das die übrige Mannschaft nach England zurückgebracht habe, nicht mit eingeschifft hätten. Was auch seitdem aus dem Kapitän geworden sein mag, gewiß ist, daß er nie nach Liverpool zurückkehrte.«

»Hast du seinen Namen herausgebracht?« fragte Turlington. Selbst Sir Joseph, der ein außerordentlich schlechter Beobachter war, entging es nicht, daß Turlington diese Frage in einem unerklärlich pikierten Tone tat.

»Ereifere dich nicht, Richard«, sagte der alte Herr.

»Ich weiß nicht, was du meinst. Ich ereifere mich gar nicht, ich bin nur neugierig. Hast du herausgebracht, wer es gewesen ist?«

»Allerdings. Er hieß Howard – er war in Liverpool sehr wohl bekannt als ein höchst schlauer und äußerst gefährlicher Mensch. Er war zu der Zeit, von der ich rede, noch ganz jung und ein ausgezeichneter Kapitän, berühmt und berüchtigt wegen seiner Bereitwilligkeit, die Führung seeuntüchtiger, aber hoch in der Assekuranz stehender Schiffe und den Befehl über hergelaufenes Gesindel zu übernehmen. Wie man mir erzählte, hatte er sich für einen Mann in seiner Stellung, auf diese Weise – im Dienst schlecht berufener Firmen, wobei er vor keiner noch so schlimmen Gefahr zurückschreckte – schon ein hübsches Vermögen erworben. Ein gefährlicher Spitzbube, Richard! Mehr als einmal war er schon in Europa und Amerika durch Akte grausamer Gewalttätigkeit dem Gesetze verfallen. Er wird wohl schon lange tot sein.«

»Oder vielleicht«, sagte Launce, » lebt er noch unter einem anderen Namen und hat sein Glück auf einem anderen Wege unter neuen verzweifelten Gefahren anderer Art gemacht.«

»Kennen Sie die Geschichte?« fragte Turlington, indem er Launce seine Frage in einem scharf herausfordernden Tone zurückgab.

»Was ist denn aus dem fremden Matrosen geworden, Papa?« fragte Natalie dazwischen, indem sie Launce absichtlich zuvorkam, bevor er die in gereiztem Tone an ihn gerichtete Frage in gereiztem Tone beantworten konnte.

»Wir brachten etwas für ihn zusammen, liebes Kind, und wandten uns an seinen Konsul. Der arme Kerl kam so auf ganz gute Weise nach seinem Vaterlande zurück.«

»Und damit ist Sir Josephs Geschichte zu Ende«, sagte Turlington, indem er sich von seinem Sitze erhob. »Schade, daß wir nicht einen Schriftsteller an Bord haben, der könnte eine Novelle daraus machen.« Als er aufgestanden war, sah er nach dem Oberlicht hinauf. »Da haben wir aber endlich die Brise, und dieses Mal irre ich mich nicht!« rief er aus.

Es verhielt sich wirklich so. Endlich war die Brise da. Die Segel pauschten sich, der Hauptmast knarrte und das endlich wieder in Bewegung gekommene Wasser fing an, die Schiffswände mit munteren Wellen zu bespülen.

»Komm aufs Verdeck und schöpfe ein wenig frische Luft, Natalie«, sagte Fräulein Lavinia, indem sie nach der Kajütentüre voranging.

Natalie hob den Rock ihres Nankinganzuges etwas in die Höhe, und ließ dadurch sichtbar werden, daß von dem roten Besatz mehrere Ellen abgerissen waren.

»Laß mich erst noch eine halbe Stunde in meiner Kabine das wieder in Ordnung bringen, Tante«, sagte sie.

Fräulein Lavinia zog ihre ehrwürdigen Augenbrauen erstaunt empor. »Liebes Kind«, sagte sie, »seit du auf Herrn Turlingtons Yacht bist, hast du fortwährend deine Kleider zerrissen. Das ist doch höchst sonderbar! Ich habe mir während der ganzen Fahrt noch nichts an meinem Zeuge zerrissen.«

Nataliens dunkler Teint wurde noch eine Nuance dunkler. Sie lachte etwas gezwungen. »Ich bin so ungeschickt am Bord«, antwortete sie – und damit wandte sie sich ab und schloß sich in ihre Kabine ein.

Richard Turlington zog seine Zigarrentasche hervor.

»Jetzt«, sagte er zu Sir Joseph, »ist die Zeit für die beste Zigarre am Tage – die Zigarre nach dem Frühstück! Komm mit aufs Deck.«

»Kommst du mit hinauf, Launce?« sagte Sir Joseph zu diesem.

»Laß mich erst eine halbe Stunde studieren«, erwiderte Launce. »Ich darf meine medizinischen Kenntnisse auf der See nicht einrosten lassen, und später am Tage werde ich wohl keine Lust zu den Büchern haben!«

»Ganz recht so, lieber Junge, recht so!« – Dabei klopfte Sir Joseph seinem Neffen wohlgefällig auf die Schulter.

Launce ging seines Weges und schloß sich in seine Kabine ein. Die drei andern gingen zusammen aufs Verdeck.

Zweites Kapitel.

Die Vorratskammer

Für Leute mit trägen Lebern und zärtlichen Herzen wird der Genuß einer Seefahrt durch zwei ernste Schattenseiten beeinträchtigt. Es ist außerordentlich schwer, auf der See sich hinreichend Bewegung, und fast unmöglich, im Geheimen die Cour zu machen. Fassen wir hier einen Augenblick nur die letztere Schwierigkeit ins Auge, so kann man das Leben innerhalb der engen und stark bevölkerten Grenzen eines Schiffs als ein wesentlich öffentliches bezeichnen. Vom Morgen bis Abend ist man seinem Nachbar, oder sein Nachbar einem im Wege.

Bei diesem Zustand der Dinge darf man einen Mann, der im Stande ist, auf der See unbeobachtet einen Kuß zu rauben, als einen mit den seltensten Eigenschaften ausgestatteten Menschen bezeichnen. Eine angeborne Begabung für die feinsten Kriegslisten, eine unerschöpfliche Erfindungsgabe, eine durch die übermenschlichsten Prüfungen nicht zu ermüdende Geduld, eine Geistesgegenwart, die durch keinen noch so unerwarteten Zufall außer Fassung zu bringen ist – das sind einige der Eigenschaften, mit welchen die Liebe auf einer Seefahrt ausgerüstet sein muß, wenn sie sich als Kontrebande auf das Schiff mit eingedrängt hat und nicht gehörig in die Schiffspapiere einregistriert ist. Nachdem Natalie und Launce sich über eine hinlänglich originelle Zeichensprache verständigt hatten, die sie in den Stand setzte, vertraulich miteinander zu verkehren, während die Augen und anderer weit geöffnet, auf sie gerichtet waren, hatten sie die noch größere Schwierigkeit zu überwinden, ein Mittel zu finden, am Bord der Yacht unbeobachtet von Zeit zu Zeit zusammenzukommen. Launce hatte sich den Schwierigkeiten, die sich ihm in den Weg stellten, nicht gewachsen gezeigt. Natalie, die in Folge dessen auf ihre eigene Erfindungsgabe angewiesen war, hatte Launce den Gedanken eingegeben, sich seiner medizinischen Studien als einer triftigen Entschuldigung dafür zu bedienen, daß er sich von Zeit zu Zeit in den unteren Regionen einschloß, und war dann auf die glückliche Idee gekommen, sich immer wieder den Besatz ihres Kleides abzureißen, und sich zur selbsteigenen Ausbesserung dieser Risse zu verurteilen, und so ihrerseits eine unverwerfliche Entschuldigung für ihr Verschwinden zu gewinnen. Auf diese Weise machten die Liebenden es möglich, während die nichts ahnenden regierenden Mächte auf dem Verdeck weilten, im Geheimen unter ihnen auf dem neutralen Boden der großen Kajüte zusammenzukommen, und hier waren sie, in Folge einer vorgängigen Verabredung am Frühstückstisch, auch eben jetzt wieder im Begriff, sich im Geheimen zu treffen.

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