Honoré de Balzac - Physiologie der Ehe

Здесь есть возможность читать онлайн «Honoré de Balzac - Physiologie der Ehe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Physiologie der Ehe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Physiologie der Ehe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dieses 'Ehehandbuch' veröffentlichte Balzac zunächst anonym 'von einem jungen Jungesellen', es handelt vom Glück und Unglück in essayistisch-aphoristisch-anektotischer Form.

Physiologie der Ehe — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Physiologie der Ehe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Aber unsere zwei Millionen Junggesellen brauchen keine fünf Sous Rente, um Liebesabenteuer zu haben.

Aber ein Mann braucht nur gut zu Fuß zu sein und seine Augen zu gebrauchen zu wissen, um das Porträt eines Ehemannes vom Nagel zu heben.

Aber er braucht kein hübsches Gesicht zu haben, braucht nicht einmal stattlich von Gestalt zu sein.

Aber wenn ein Mann nur Geist, eine vornehme Erscheinung und Lebensart hat, fragen die Frauen ihn niemals, wo er herkommt, sondern nur, wo er hin will.

Aber die Reize der Jugend sind das einzige Gepäck der Liebe.

Aber ein Frack von Vuisson, ein Paar Handschuhe von Boivin, elegante Stiefel, die der Meister mit Zittern auf Kredit geliefert hat, eine gutgeknotete Krawatte genügen, um einen Mann zum König eines Salons zu machen.

Aber bilden nicht die Militärs – wenn auch die Vorliebe für Epaulettenfransen und Achselschnüre recht tief gesunken ist – immer noch, ganz für sich allein, eine höchst gefährliche Legion von Junggesellen? ... Von Eginhard wollen wir nichts sagen, denn er war ja nur ein Privatsekretär – aber hat nicht ganz kürzlich erst eine Zeitung berichtet, daß eine deutsche Prinzessin einem einfachen Kürassierleutnant von der Kaisergarde ihr ganzes Vermögen vermacht hat?

Aber der Dorfnotar, der hinten in der Gascogne jährlich höchstens seine sechsunddreißig Urkunden auszufertigen hat, schickt seinen Sohn als stud. jur. nach Paris; der Strumpfwirker wünscht, daß sein Sohn Notar werde; der Rechtsanwalt bestimmt den seinigen für die Verwaltungslaufbahn; der Verwaltungsbeamte will Minister werden, um seinen Kindern die Pairswürde zu verschaffen. Zu keiner Zeit, solange die Welt steht, war ein so brennender Durst nach Bildung vorhanden. Heutzutage läuft nicht mehr der Esprit auf allen Straßen herum, sondern das Talent. Aus allen klaffenden Spalten unserer Gesellschaftsordnung sprießen leuchtende Blumen, wie im Frühjahr auf verfallenden Mauern; selbst in den Gewölben der Kellerhöhlen wachsen blasse Gewächse, die in frischen Farben prangen werden, wenn nur die Sonne der Bildung einen Strahl auf sie fallen läßt. Seitdem die Gedanken sich in so ungeheurer Weise entwickelt haben, seitdem das befruchtende Licht so gleichmäßig sich verteilt hat, haben wir beinahe keine überlegenen Geister mehr, weil in jedem Menschen die gesamte Bildung seines Jahrhunderts sich verkörpert. Wir sind von lebenden Enzyklopädien umgeben: sie gehen, denken, handeln und wollen ewig werden. Daher diese beunruhigenden Erschütterungen hochstrebenden Ehrgeizes und rasender Leidenschaft: wir brauchen andere Welten; wir brauchen Bienenkörbe, die bereit sind, alle diese Schwärme aufzunehmen, und vor allen Dingen brauchen wir viele hübsche Frauen.

Aber dann die Krankheiten, von denen ein Mann betroffen werden kann – sie bewirken keinen Ausfall in der Gesamtzahl der männlichen Leidenschaften. Zu unserer Schande ist es wahr, daß eine Frau niemals so innig an uns hängt, wie wenn wir leidend sind! ...

Und wenn wir hieran dächten, dann müßten alle gegen das kleine Geschlecht – vom ›schönen Geschlecht‹ zu reden, ist ja jetzt recht altmodisch –, dann müßten, sage ich, alle gegen das kleine Geschlecht geschleuderten Epigramme ihre scharfen Stachel ablegen und sich in Madrigale verwandeln! Alle Männer sollten bedenken, daß Liebe die einzige Tugend der Frau ist, daß alle Frauen in wunderbarem Maße tugendhaft sind, und sollten damit das Buch zuklappen und die Betrachtung schließen.

Ah! Erinnerst du dich jenes traurigen, schwarzen Augenblicks, wo du einsam und leidend alle Menschen, besonders deine Freunde, anklagtest, wo du schwach und entmutigt an den Tod dachtest, wo dein Kopf auf einem widerlich heißen Kissen lag und dein Leib auf einem Bettuch, dessen weißes Linnengewebe sich schmerzhaft in deine Haut eindrückte, wo du deine weit aufgerissenen Augen über die grüne Tapete deines stillen Zimmers schweifen ließest? Erinnerst du dich, sage ich, wie du sie sahst, als sie geräuschlos deine Tür öffnete, ihren jungen blonden Kopf im Rahmen goldener Locken und eines neuen Hutes zeigte, wie sie erschien gleich einem Stern in einer Gewitternacht, wie sie lächelnd, halb bekümmert, halb glücklich, ins Zimmer eilte und auf dich zustürzte!

»Wie hast du es angefangen? Was hast du deinem Mann gesagt!« fragtest du.

Ein Ehemann! ... Ah! Da sind wir wieder mitten in unserm Thema.

XV. In moralischer Beziehung ist der Mann öfter und länger Mann, als die Frau Frau ist.

Indessen müssen wir in Betracht ziehen, daß es unter diesen zwei Millionen Junggesellen viele unglückliche gibt, bei denen ein tiefes Bewußtsein ihres Elends und die Notwendigkeit, hart zu arbeiten, die Flamme der Liebe ersticken.

Daß sie nicht alle das Gymnasium besucht haben, daß es viele Handwerker gibt, viele Lakaien – der sehr häßliche und kleine Herzog von Gèvres bemerkte bei einem Spaziergang im Versailler Park einige sehr schön gewachsene Lakaien und sagte zu seinen Freunden: »Guckt nur mal, wie wir diese Kerle machen und wie sie uns machen!« – viele Bauunternehmer, viele Industrielle, die nur an Geld denken, viele Ladenschwengel.

Daß es Männer gibt, die dümmer und wirklich auch häßlicher sind, als Gott sie gemacht haben würde.

Daß es Männer gibt mit einem Charakter wie eine ausgehöhlte Kastanienschale.

Daß die Geistlichkeit im allgemeinen keusch ist.

Daß es Männer gibt, die ihrer Stellung wegen niemals in den glänzenden Kreis eintreten können, in dem sich die anständigen Frauen bewegen – die keinen Frack haben, oder schüchtern sind, oder denen der Kornak fehlt, um sie einzuführen.

Aber wir wollen einem jeden die Mühe überlassen, die Zahl dieser Ausnahmen nach seiner eigenen Erfahrung zu vermehren – denn der Zweck eines Buches ist vor allem, zum Denken anzuregen – und wollen mit einem Federzuge die Hälfte der Gesamtzahl streichen. Rechnen wir also nur eine Million Herzen, die würdig sind, den anständigen Frauen zu huldigen: dies ist so ziemlich die genaue Zahl unserer hervorragenden Persönlichkeiten auf allen Gebieten. Die Frauen lieben nicht nur geistreiche Männer; aber, noch einmal sei's gesagt, wir wollen der Tugend das Spiel nicht zu schwer machen.

Wenn wir nun einmal unsere liebenswürdigen Junggesellen anhören, da erzählt ein jeder von ihnen eine Menge Abenteuer, die ohne Ausnahme darauf hinauslaufen, daß durch sie die anständigen Frauen in bedenklicher Weise bloßgestellt werden. Wir sind recht bescheiden und zurückhaltend, wenn wir auf jeden Junggesellen nur drei solcher Abenteuer rechnen; aber wenn einige ihre Liebschaften dutzendweise berechnen, so gibt es soundso viele andere, die sich ihr ganzes Leben lang mit zwei oder drei Leidenschaften oder gar nur mit einer einzigen begnügt haben. Wir haben daher das in der Statistik übliche Verfahren uns zu eigen gemacht und verteilen die Gesamtzahl auf die einzelnen Köpfe. Wenn man nun die Zahl der Junggesellen mit der Zahl der Liebschaften multipliziert, so kommen drei Millionen solcher Abenteuer heraus; und um dieser Nachfrage zu genügen, haben wir nur vierhunderttausend anständige Frauen!

Wenn der gütige und nachsichtige Gott, der über den Welten schwebt, nicht eine zweite Generalwäsche des Menschengeschlechts veranstaltet, so ist ohne Zweifel der Grund der, daß die erste so geringen Erfolg gehabt hat.

Da haben wir also ein Volk untersucht! Da haben wir eine Gesellschaft durch das Sieb gestrichen! Und da haben wir gesehen, was dabei herauskam!

XVI. Die Sitten sind die Heuchelei der Völker; die Heuchelei ist mehr oder weniger vollkommen.

XVII. Tugend ist vielleicht nur Höflichkeit der Seele.

Die physische Liebe ist ein Bedürfnis, das dem Hunger gleicht – mit dem Unterschiede jedoch, daß der Mensch immer ißt, daß aber in der Liebe sein Appetit nicht so ausdauernd und nicht so regelmäßig ist wie bei Tische.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Physiologie der Ehe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Physiologie der Ehe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Physiologie der Ehe»

Обсуждение, отзывы о книге «Physiologie der Ehe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.