Sabrina sass an einem kleinen Tisch in der Privatbar von Pedro. Die Bar befand sich in Pedros Villa am Zürichsee. Bei Partys fanden hier rund fünfzig Personen Einlass, aber natürlich nur erlesene Gäste, denn Pedro wusste genau welche Menschen für ihn nützlich waren. Die Partys bei Pedro waren allseits beliebt und manch ein Politiker oder Geschäftsmann war um jede Einladung in diese Privatbar froh und dankbar. Hier wurden schon Geschäfte in Millionenhöhe abgewickelt. Jetzt war Sabrina jedoch schon seit einer halben Stunde alleine hier mit Pedro. Das machte ihr Angst, sie fühlte sich mehr als nur unwohl, denn ihr Chef Pedro Alvare galt als unberechenbar. Ihre Arbeitskollegin Cécile Kleiner sagte vor ein paar Tagen unter vorgehaltener Hand zu ihr: «Pedro ist ein Teufel in Menschengestalt. Pass auf, er hat es auf dich abgesehen. Und dies schon seit er dich das erste Mal gesehen hat. Er will mit dir Geld, richtig viel Geld verdienen und dazu ist ihm jedes Mittel Recht.»
«Okay Baby», Pedros Stimme klang hart und eiskalt «du kannst gehen, dann muss halt eine deiner Kolleginnen dran glauben.»
«Aber …»
«Nichts aber, mach dass du verschwindest, bevor ich es mir noch anders überlege. Oder willst du, dass ich dich auf den Tisch lege, so frei nach dem Motto: Ein Quickie in Ehren kann niemand verwehren?»
Schnell ergriff Sabrina ihre Handtasche und schritt ohne Pedro noch eines Blickes zu würdigen zur Ausgangstüre. Bereits hatte sie die Türfalle in ihrer rechten Hand.
«Sabrina!»
«Ja?», ohne sich umzudrehen verharrte die flüchtende Sabrina. Ihr Atem glich dem eines fliehenden Rehs, das sich vor dem Jäger zu verstecken sucht. Was denn noch? Wird er mich doch nicht gehen lassen? Fällt er über mich her? Oh Gott, bitte hilf mir, bitte! «Du wirst es bereuen! Eines Tages wirst du es bereuen! Und wenn es das Letzte ist, was du machst.» Pedros höllisches Lachen begleitete Sabrina auf dem Weg hinaus an die Luft.
Mit einem Papiertaschentuch wischte sich Jolanda die fliessenden Tränen ab. Sie musste jetzt stark sein, stark für Sabrina, auch wenn ihr das nichts mehr nützen würde. Langsam nahm sie ihr Mobiltelefon in die Hand. Ihre Augen starrten unentschlossen auf die Visitenkarte. Sollte sie bei ermodcast.ch anrufen? Sollte sie sich bei der Polizei melden? Langsam wählte sie die Telefonnummer, die sich auf der Visitenkarte befand. Ihr Atem ging rasend schnell, es klingelte, einmal, zweimal, dreimal, und dann …
«ermodcast.ch, Nicole Schmidlin, guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?»
Jolanda blieben die Worte wie ein schwerer Stein im Halse stecken, sie konnte nicht antworten.
«Hallo, ist da jemand?», tönte es schrill am Telefon. «Melden Sie sich doch.» Bereits wollte Nicole Schmidlin das Telefon wieder weglegen, doch da war doch noch eine Antwort zu vernehmen.
«Ja, äh … Ich … Also, ist Pedro Alvare zu sprechen?»
«Nur einen Augenblick, wen darf ich anmelden?»
«Fischli ist mein Name, Franziska Fischli von der Modezeitschrift Anatevka». Jolanda war selbst über ihren Blitzentscheid überrascht. Scheisse, was sag ich denn da?
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