Clara Viebig - Die Osterglocken

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Die in diesem Buch vorliegenden Novelletten, Erzählungen und Betrachtungen erweitern das bisher bekannte Bild der Schriftstellerin Viebig und ihrer Arbeit, da in den Texten interessante neue Facetten ausgebreitet werden. So lernen wir die in Trier geborene Autorin nicht nur als Verfasserin von heimatlich-ländlich geprägten Texten, sondern auch als eine am politischen Tagesgeschäft interessierte und sozial engagierte Zeitgenossin, als eine begabte Märchenerzählerin und als Verfasserin von zwei Reise-Feuilletons, einer historischen Erzählung und einer Buchbesprechung kennen.
Die weitgehend unbekannten Texte wurden wiederentdeckt und zusammengestellt von Manfred Moßmann.

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Ich wußte nicht, lebte ich, oder war ich schon tot; mein Geist war halb abgeschieden und ich irrte nur noch flüchtig durch irdische Räume. In weiter, weiter Ferne verklang das Gekreisch der Weiber; ich hörte die Stimme meines Mannes – jetzt drang sie an mein Ohr, dass mir das Herz erzitterte, sie drang zu mir bis in den Tod. Ich hatte ihn noch nie so heiß geliebt.«

Die Erzählerin schwieg plötzlich und lehnte sich erschöpft in den Sessel zurück; im Zwielicht blinkten Tränen in ihren Augen. »Und nun – dann? Weiter!«, forschte der junge Mann gespannt. »Ich wurde gerettet«, sagte sie leise, »das können Sie wohl denken, sonst säße ich ja nicht hier. Wir wurden alle gerettet. Mein Mann war nach Hause gekommen, von unbestimmter Unruhe getrieben: mich nicht finden und im Unwetter zur Olewig stürzen, war eins. Er kam gerade zurecht; an den Matheiser-Weihern war im Wolkenbruch der Damm gebrochen, der sonst so friedliche Bach stürzte mit nie geahnter Gewalt ins tiefgelegene Wiesental. Beim Fischer machte man schnell einen Kahn flott, mein Mann legte sich wie ein Rasender in die Ruder; brave Leute halfen ihm, sie kamen an, als das erste Brett des Schuppens stürzte. Sie luden die entsetzten Frauen in den Kahn, mich hielt mein Mann bewußtlos in den Armen.

Das Wasser verlief rasch, wie es gekommen, noch am selben Abend lugte ein scheuer Sonnenstrahl durch die Wolken. Ich wurde sehr krank, und unser armer Heinrich ist zeitlebens kein strammer Bursche geworden; jetzt schläft er schon lange, wie mein Mann auch.« – – -

»So, und nun gehen Sie nach Hause, junger Freund«, sagte sie mit plötzlich veränderter heiterer Stimme. »Das alles war einmal!« Sie legte ihre kühle Hand auf die seine, und der süßwelke Herbstduft der Potpourrivasen überströmte ihn wieder. »So, nun gehen Sie und grüßen Sie Ihre liebe, gute Frau recht schön von mir!«

Er ging. Eine Stunde darauf legte Anna ihre Arme um seinen Hals und küßte ihn halb lächelnd, halb weinend:

»Hab’ keine Angst, Lieber, ich gehe gewiß und wahrhaftig nicht auf die Bleiche!«

Erklärungen:

Bleiche = Wiesen, auf denen die Wäsche gebleicht wird;

Olewig = heute ein Stadtteil von Trier;

Beiern = das festliche, manuelle Anschlagen der Kirchenglocken; Eumeniden (= Erinnyen = Furien) Rachegöttinnen in der griechischen Mythologie;

Servante = (frz. »Dienerin«) ein Ablagebehältnis;

Potpourrivase = Vase mit wohlriechenden Pflanzenteilen;

Krinolin = die Krinoline = Reifrock/Unterrock;

Ech kurantören net, dat et en bös Wäder gitt = Ich garantiere (nicht), dass es ein Unwetter gibt;

Könner, mer han verspillt = Kinder, wir haben verspielt;

Jeßmarijusep = Jesus Maria Josef

Textquelle:

Wiener Neueste Nachrichten von Montag, dem 6. Dezember 1897, S. 1–3

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