Sharon Bala - Boat People

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Aufwühlendes Porträt einer der großen humanitären Krisen unserer Zeit
Als ein verrostetes Frachtschiff mit 500 tamilischen Flüchtlingen die Küstengewässer der Vancouver Island erreicht, glaubt Mahindan, dass er und sein sechsjähriger Sohn Sellian ein neues Leben beginnen können. Stattdessen wird Sellian den Armen seines Vaters entrissen, und Mahindan wird zusammen mit den anderen Flüchtlingen ins Gefängnis geworfen. In Regierungskreisen und den Medien kursieren Gerüchte, dass sich unter den Boat-­People Mitglieder einer gefürchteten Terrormiliz eingeschlichen haben. Angesichts zunehmender Verdächtigung und endloser Verhöre muss Mahindan befürchten, dass das, was er notgedrungen und in letzter Verzweiflung tun musste, um zu überleben und aus Sri Lanka zu flüchten, ihm und seinem Sohn jetzt die Aussicht auf Asyl versperrt …
Mit ihrem Roman »Boat People« ist der Autorin ein großartiges und spannendes moralisches Drama gelungen, einfühlsam und tief berührend erzählt. Sie wirft die Frage auf, welchen Preis ein Land zu zahlen bereit ist, wenn es im Namen der öffentlichen Sicherheit das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt, und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.

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Immer noch der Krieg gegen Godfather?

Acht Tote im Prince Regent Hotel, und der beruft sich auf das Grundrecht und erhebt Einspruch gegen seine Auslieferung!

Am vergangenen Wochenende hatte es vor dem ersten Hotel der Stadt eine Schießerei gegeben. Rivalisierende Drogenbanden, und drei unschuldige Touristen waren ins Kreuzfeuer geraten. Die Zwillinge waren zu der Zeit am Strand gewesen und Grace hatte zwei angsterfüllte Stunden am Telefon ausharren müssen. Steve fand ihre Reaktion total übertrieben.

Die sind doch an der English Bay, weit weg von der Schießerei.

Vielleicht haben sie sich anders entschieden, sagte Grace. Wir wissen doch nicht, wo die Kinder sind.

Sie hatte auf dem Rand des Kaffeetischs dicht vor dem Fernseher gesessen und im Wirrwarr des Geschehens nach ihren Kindern gesucht.

Die haben doch keinen Grund, in der Stadt zu sein, hatte Steve gesagt und den Fernseher ausgemacht. Du musst nicht immer gleich das Schlimmste befürchten.

Fred fand nicht, dass Graces Reaktion übertrieben gewesen war. Schmuggler, organisierte Verbrecherbanden, Biker und die Sikh-Gangs … Wenn Sie bloß die Hälfte von dem wüssten, was mir bei meiner Arbeit alles begegnet.

Als Kinder haben wir draußen gespielt, bis die Straßenlampen angingen, sagte sie.

Das hat damit angefangen, dass wir dachten, wir müssten die Leute wohl oder übel aufnehmen, fuhr Fred fort. Facharbeiter und Einwanderer, das ist das eine. Aber sehen Sie doch dieses Monster, den Godfather , diesen Schweinehund. Hat sechs Morde in Auftrag gegeben und zwei Unschuldige gleich mit umgebracht, sagte Fred. Und jetzt spielt er sich als Opfer auf. Irgend so ein wohlmeinender Einfaltspinsel in der Einwanderungsbehörde hat ihm vor zwanzig Jahren sein Märchen abgenommen, und jetzt haben wir den Schlamassel.

Fred blinzelte in die Sonne, nahm die Brille ab und holte seine Sonnenbrille aus der Brusttasche. Apropos, wie laufen die Dinge in Ihrem neuen Job? Haben Sie die Leute alle auf Vordermann gebracht?

Es läuft gut.

Er schüttelte den Kopf. Die machen die öffentliche Sicherheit zur Farce. Das muss sich ändern. Ich erwarte von Ihnen, dass Sie einen neuen Ton einführen.

Grace sah ihr Spiegelbild auf seinen Brillengläsern. Na ja, ich muss noch einiges lernen …

Sie waren schon immer ein kluger Kopf.

Aber ich stoße bald an meine Grenzen. Grace zog sich ihre Sonnenbrille vom Kopf und setzte sie richtig auf. Einen ganzen Monat war sie schon dabei, und immer noch fühlte sie sich wie ein Hochstapler. Bei den Sitzungen ging es immer nur um Verbreitung von Informationen, besprochen wurde nichts. Erfordernis des Nexus, reales gegen spekulatives Risiko – sie kam mit dem Juristenjargon einfach nicht zurecht. Aber ihre Kollegen traten alle so sicher und selbstbewusst auf; sie um Hilfe zu bitten, käme einem Eingeständnis ihres eigenen Versagens gleich.

Ich habe ein Buch zum Flüchtlingsgesetz, und das hat sich als sehr nützlich erwiesen.

Bei einigen ihrer Kollegen hatte sie dieses Buch gesehen und es sich dann selber gekauft. Aber die Lektüre war ein schwerer Brocken.

Fred winkte ab. Sie brauchen das alles gar nicht, sagte er. Vertrauen Sie ihrem Instinkt. Präzedenz- und Fallrecht, was hat uns das gebracht? Eingeschmuggelte Straftäter, die unseren Sicherheitsbehörden nichts als Kopfschmerzen bereiten.

Grace musste an die Schießerei vor dem Prince Regent Hotel denken und ihre Panik, bis die Mädchen unversehrt zur Haustür hereingekommen waren.

Fred sagte: Diese Leute bekommen einen Fuß in die Tür, leben sich ein und können dann nicht abgeschoben werden. Maulwürfe, Wanzen …, wenn Sie nur wüssten, wie viel dieser russische Gangster den Steuerzahler kostet. Aber die Polizei und der Grenzschutz, das sind die wahren Helden. Die sind jeden Tag draußen an der Front.

Der automatische Rasensprenger ging an und Grace nahm die Gelegenheit wahr, unter dem Schutz ihrer Sonnenbrille wegzuschauen und wegzuhören. Fred vergaß manchmal, dass er nicht hinter einem Mikrofon stand.

Von Fred hatte Grace ihren ersten Job bekommen. Vor zwanzig Jahren, lange vor Steve und den Zwillingen, hatte Fred ihr seinen Tageskalender und den Anrufbeantworter anvertraut, auch beim Abfassen von Berichten und Diskussionsvorlagen hatte er sie zu Rat gezogen. Als die Stelle eines Politikanalysten frei wurde, hatte er für ihre Beförderung alle Hebel in Bewegung gesetzt. Es hatte andere, bessere Kandidaten gegeben, fand Grace. Aber Fred hatte ihr erklärt: Für diesen Job braucht man keinen Master. Als Fred aus der Provinzpolitik in die Landespolitik aufstieg, war sie bereits Einsatzleiterin und seine rechte Hand.

Und als sie sich einmal um die Weihnachtszeit über Langeweile beklagt hatte, bot Fred ihr eine Abwechslung an: einen Arbeitsvertrag auf drei Jahre bei der Einwanderungs- und Flüchtlingsbehörde. Betrachten Sie es positiv als Versetzung, sagte er. Als Sprungbrett nach oben. Die haben mit einem Riesenrückstau unbearbeiteter Fälle zu schaffen und suchen gerade nach einem zusätzlichen Mitarbeiter. Ich kenne niemanden, der besser dafür geeignet wäre als Sie.

Grace dachte an Mitchell und was er über ihre Qualifikation zu sagen hätte.

Kennen Sie einen Mitchell Hurst?, fragte sie.

König der Gutmenschen, sagte Fred. Hat er Ihnen Schwierigkeiten bereitet?

Nein, sagte Grace nachdenklich und wusste nicht, woher der Impuls gekommen war, Mitchell zu schützen. Er war … in Ordnung. Alle waren mir gegenüber sehr zuvorkommend.

Hurst gehört zur alten Schule. Die Liberalen haben überall Leute wie ihn eingesetzt, Linke, die sich vom Gefüh l, nicht vom Verstand leiten lassen.

Fred wollte über das Schiff sprechen. Eine Feuerprobe, sagte er. Wie hat die Vancouver Sun es genannt?

Grace rollte mit den Augen. Das „Traumschiff“?

O ja, diese Terroristen haben große Träume.

Auf der anderen Seite der Hecke sprang jemand laut platschend ins Schwimmbecken. Zwei Kinder kreischten ausgelassen. Am Freitag hatte Grace eine Haftüberprüfung eines Mannes durchgeführt, dessen Kind in einem Frauengefängnis untergebracht war. Sein Anwalt sprach von ungebührlicher Härte, und das hatte Grace einen kleinen Stich gegeben. Aber dann hatte sie daran gedacht, wie oft sie Überstunden im Büro eingelegt hatte, wie oft sie zu Konferenzen gefahren war, als die Mädchen noch klein waren. Derartig kurze Abwesenheiten waren nur kleine Episoden in viel längeren Familiengeschichten. Der Mann und sein Sohn hatten den Rest ihres gemeinsamen Lebens noch vor sich, und wenn ihr Fall sich als legitim erwies, würden sie den in Kanada verbringen. Wenn Grace aber die komplexe Entscheidungsfindung überdachte – wie konnte sie ehrliche Aussage von erlogener Geschichte unterscheiden, nach welchen Kriterien, abgesehen von der Intuition? – dann explodierte etwas in ihrem Kopf, und die Gedanken schossen in allen Richtungen durcheinander.

Fred klopfte nachdrücklich mit dem Zeigefinger an sein Glas. Die ganze Welt schaut auf uns, sagte er, auf jeden Schritt, den wir tun. Und das ist gerade mal die Spitze des Eisbergs.

Wie meinen Sie das?

Es ist schwierig, verlässliche Informationen aus diesen Ländern zu bekommen, aber wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass noch mehr Schiffe kommen werden. Wer weiß, wie viele Illegale noch. Das ist ein Test für uns, sagte Fred. Ein falscher Schritt, und wir werden von Schnorrern überrannt.

Vor ihrem inneren Auge sah Grace einer Flotte rostiger Frachtschiffe auf dem Indischen Ozean, die alle auf ein Signal warteten. Fünfhundertdrei Menschen auf einem zwanzig Meter langen Schiff. Nichts war unmöglich. Panik fuhr ihr heiß durch die Glieder, aber sie vertrieb sie mit dem Gedanken, dass sie nichts falsch gemacht hatte. Noch nicht.

Fred sagte, das eigentliche Problem liege in der Durchlässigkeit des Systems, und dem konnte sie nur zustimmen. Das ist eine große Grauzone, sagte sie. Die fehlenden Ausweise zum Beispiel. Diese Leute kommen ohne irgendwelche Papiere und meinen, wir müssten ihnen glauben? Da kann uns jeder was erzählen.

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