Sharon Bala - Boat People

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Aufwühlendes Porträt einer der großen humanitären Krisen unserer Zeit
Als ein verrostetes Frachtschiff mit 500 tamilischen Flüchtlingen die Küstengewässer der Vancouver Island erreicht, glaubt Mahindan, dass er und sein sechsjähriger Sohn Sellian ein neues Leben beginnen können. Stattdessen wird Sellian den Armen seines Vaters entrissen, und Mahindan wird zusammen mit den anderen Flüchtlingen ins Gefängnis geworfen. In Regierungskreisen und den Medien kursieren Gerüchte, dass sich unter den Boat-­People Mitglieder einer gefürchteten Terrormiliz eingeschlichen haben. Angesichts zunehmender Verdächtigung und endloser Verhöre muss Mahindan befürchten, dass das, was er notgedrungen und in letzter Verzweiflung tun musste, um zu überleben und aus Sri Lanka zu flüchten, ihm und seinem Sohn jetzt die Aussicht auf Asyl versperrt …
Mit ihrem Roman »Boat People« ist der Autorin ein großartiges und spannendes moralisches Drama gelungen, einfühlsam und tief berührend erzählt. Sie wirft die Frage auf, welchen Preis ein Land zu zahlen bereit ist, wenn es im Namen der öffentlichen Sicherheit das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt, und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.

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Gut, einen Automechaniker zu haben, sagte Arun und setzte sich auf den Fahrersitz. Dann steckte er die Hand aus dem Fenster, schlug zweimal ungeduldig auf die Tür und rief dem Jungen: Na mach schon, du Idiot!

Er schaltete den Motor an. Der Junge lehnte sich schwer auf seinen Schläger und blickte zu Boden.

Dann kommst du eben allein nach, rief Arun.

Die Tür auf der Beifahrerseite wurde zugeschlagen und Rama hob die Hand.

Mahindan tat das Gleiche, und für einen kurzen Moment hielten sie sich fest im Blick. Dann fuhr der Lastwagen ab.

Der betrunkene Junge schwankte und torkelte nach vorn. Er sah sehr jung aus, und verängstigt. Alles, was Mahindan spürte, war sein heftig schlagendes Herz, und Erleichterung. Ihre Blicke trafen sich in dem Moment, als der Junge den Mund aufriss und sich erbrach.

DIE NATUR DER DINGE

Priya hatte den Schlüssel zu ihrem Elternhaus. Sie ging hinein, streifte die Sandalen ab und riss sofort ein Fenster auf. Das Haus roch nach verbranntem Knoblauch und gebratenen Zwiebeln. Ihr Vater und Rat waren im Wohnzimmer und spielten Schach. Appa hatte gerade den schwarzen Läufer aufgenommen und musterte, seinen nächsten Zug erwägend, mit angestrengten Augen durch die Brillengläser das alte, ramponierte Schachbrett. Eine Büroklammer ersetzte die weiße Dame. Rat hatte sie in der Mitte des Bretts so hingelegt, dass sie den schwarzen Springer herausfordernd anstarrte.

Priyas Vater war klein von Statur, keine ein Meter siebzig groß, hatte schlanke Glieder und einen Bauch so rund wie ein Basketball. Als Ma noch lebte, neckte sie ihn gern damit, dass er im fünften Monat schwanger sei. Zwei graue Haarbüschel standen ihm drahtig vom kahlen Kopf ab. Priya küsste ihn flüchtig auf die Wange und sagte: Hallo, Appa. Sie wusste nicht warum, aber seit Mas Tod nannte sie ihn so. Vorher war er immer Dad gewesen.

Ihr älterer Bruder war ein gutes Stück größer, seine Haut war dunkler, das Haar kurzgeschoren, die Gestalt schlaksig und locker. Er war von der Arbeit direkt hierher gekommen und saß breitbeinig hingelümmelt in einem Lehnstuhl, den Schlips hatte er über die Armlehne geworfen.

Priyanke, sagte er.

Sie antwortete mit militärischem Salut. Linga rat nam.

Als er elf Jahre alt war, hatte Rat verkündet, er wolle Michael genannt werden. Ich hasse meinen Namen! Ihr habt ja keine Ahnung, was die mich in der Schule alles schimpfen.

Ma war in Tränen ausgebrochen, Appa wurde ungnädig. Aber zu seinem achtzehnten Geburtstag hatten sie die Formulare nach Hause gebracht und es offiziell gemacht. Aber Priya nannte ihn nach wie vor immer nur Rat.

Im Fernseher hinter ihnen lief ein Dokumentarfilm: Zwei Affen, jeder in seinem eigenen Käfig, reagierten auf eine Person, deren blau behandschuhte Finger wiederholt im Bild erschienen.

Die Natur der Dinge? , fragte Priya.

Rat legte einen Finger auf den Mund und überschaute das Schachbrett.

David Suzukis wohlbekannte Stimme erklärte: Die Kapuzineraffen tauschen einen Stein gegen eine Gurkenscheibe. Solange beide dieselbe Belohnung bekommen, gehen sie diesen Tauschhandel immer wieder gern ein.

Ich habe gesehen, dass deine Firma was mit diesem illegalen Schiff zu tun hat, sagte Rat.

Appa knurrte unwirsch, und als Priya hinschaute, sah sie, wie Rats Turm Appas Läufer schlug. Nicht illegal, korrigierte ihn Priya. Es ist völlig legal, an der Landesgrenze anzukommen und einen Asylantrag zu stellen. Die Regierung lässt viele falsche Anschuldigungen vom Stapel, um die Sache zu vernebeln. Sie hörte, wie Gigovaz’ Wort vernebeln aus ihrem Mund kam und sagte nichts weiter.

Rat hob abwehrend die Hände: Ich sage ja nur, was ich aus den Nachrichten habe.

Ja, Reporter plappern jede erlogene Behauptung der Regierung einfach nach, sagte Priya.

Na, und was ist die wahre Geschichte dieser Schiffsflüchtlinge?, fragte Rat. Und was hat deine Firma damit zu tun?

Priya, sagte ihr Vater, ohne den Kopf zu heben. Geh mal und hilf deinem Onkel.

Onkel Romesh lebte, seit er vor Jahren nach Kanada gekommen war, bei ihnen als dritter, nachsichtiger Elternteil, der eher gütig als streng war. Schon als Kind hatte Priya die Distanz zwischen ihrem Vater und ihrem Onkel gespürt, eine Kälte, die sie nicht begreifen konnte. Nachdem sie einmal eine scharfe Auseinandersetzung zwischen den beiden miterlebt hatte, fragte sie: Kannst du Onkel Romesh denn nicht leiden? Appa hatte nur gesagt: Doch, doch. Er ist mein Bruder.

Aber als Ma krank wurde, hatte sie Priya aufgetragen: Romesh darf auf keinen Fall weggehen.

Weggehen?, hatte Priya daraufhin gefragt und bei sich gedacht, dass die Chemotherapie dem Kopf ihrer Mutter zugesetzt haben musste. Wohin könnte Onkel denn gehen wollen?

Du darfst nicht zulassen, dass dein Vater ihn wegschickt, hatte Ma gesagt und Priya dabei das Handgelenk gedrückt. Romesh ist hier genauso zu Hause wie wir.

Doch was immer Ma befürchtet hatte, es trat nicht ein. Als sie krank war, führte der Onkel den Haushalt. Danach hatte er eine Trauerzeit von sechs Monaten eingeräumt, doch dann brachte er Ordnung in ihren Tagesablauf. Am Montag spielten er und Appa Euchre im Vietnamesischen Gemeinschaftszentrum. Am Mittwoch gab es Cricket mit ein paar Freunden aus Bangladesch. Und jeden Abend stärkten sie sich vor dem Schlafengehen mit einer Episode aus der Fernsehreihe Schatten der Leidenschaft , die sie auf dem Videorecorder aufzeichneten. Der Verlust hatte die beiden Brüder so eng verbunden, wie Ma, als sie noch lebte, es nie vermocht hätte, und die Distanz, die Priya gespürt hatte, schien zu verschwinden.

Onkel Romesh war in der Küche. Er trug einen Sarong und ein kariertes Hemd mit aufgerollten Ärmeln. Die Arbeitsfläche war mit Mehl bestäubt. Neben einer offenen Flasche Kokosöl stand ein Messbecher mit Wasser. Der Onkel kämpfte mit einem hart geratenen Teigklumpen, den er auszurollen versuchte. Nebenbei verfolgte er eine Call-in-Radiosendung.

Mas Kochbuch lag aufgeschlagen da. Priya blätterte eine Seite weiter, das Papier war abgenutzt und fast durchsichtig, wie eine Zwiebelschale. Die akkurate Handschrift ihrer Mutter verzierte die Ränder. Ihre Notizen hatte sie auf Englisch geschrieben, aber die Buchstaben hatten noch die kunstvollen Rundungen der tamilischen Schrift. Priya strich behutsam über die verblassten Schriftzeichen.

Godamba Roti?, sagte sie. Gar nicht so einfach.

Der Onkel klatschte den Teig auf den Metzgerblock. Unmöglich!

Der Radiomoderator gab seine Meinung über das G8-Gipfeltreffen kund. Priya versuchte, die irritierende Stimme zu ignorieren, und ging zum Onkel hinüber. Kauf es das nächste Mal doch einfach schon fertig.

Er legte einen Arm um ihre Schulter und drückte sie leicht. Wie geht es dir, mein Schatz? Wie läuft die Arbeit?

Mein Chef ist ein Säufer, sagte Priya.

Wenn Ma noch am Leben gewesen wäre, hätte sie gesagt: Tschi, tschi … so was darfst du nicht sagen. Aber Ma war nicht mehr da, und es gab niemanden mehr, der sie zurechtwies.

Ich dachte, du hättest ein gutes Verhältnis zu deinem Chef. Der Onkel machte eine Schranktür unter dem Spülbecken auf und warf den Teig in den Komposteimer.

Priya nahm einen Reiskocher aus dem Schrank und erklärte ihm, wie es sich mit Gigovaz und ihrer neuen Arbeit verhielt. Sie maß den Basmati ab und schüttete Wasser aus dem Messbecher darüber. Der Onkel gab mit einem Löffel noch etwas Kurkuma hinzu und rollte eine Handvoll Kardamom, Nelken und Curryblätter in ein Seihtuch. Priya hatte ihm diesen Trick beigebracht. Ma hatte einfach alle Gewürze in den Reis geworfen, und beim Essen mussten sie dann die Gewürzreste herauspicken. Priya und Rat maulten dann immer darüber, besonders wenn sie versehentlich auf eine Kardamomschote bissen und den bitteren Geschmack auf der Zunge hatten. Und Ma wies sie zurecht, wenn sie aufmucksten. Wussten sie denn nicht, dass es Kinder in Äthiopien gab, die hungern mussten?

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