Sharon Bala - Boat People

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Aufwühlendes Porträt einer der großen humanitären Krisen unserer Zeit
Als ein verrostetes Frachtschiff mit 500 tamilischen Flüchtlingen die Küstengewässer der Vancouver Island erreicht, glaubt Mahindan, dass er und sein sechsjähriger Sohn Sellian ein neues Leben beginnen können. Stattdessen wird Sellian den Armen seines Vaters entrissen, und Mahindan wird zusammen mit den anderen Flüchtlingen ins Gefängnis geworfen. In Regierungskreisen und den Medien kursieren Gerüchte, dass sich unter den Boat-­People Mitglieder einer gefürchteten Terrormiliz eingeschlichen haben. Angesichts zunehmender Verdächtigung und endloser Verhöre muss Mahindan befürchten, dass das, was er notgedrungen und in letzter Verzweiflung tun musste, um zu überleben und aus Sri Lanka zu flüchten, ihm und seinem Sohn jetzt die Aussicht auf Asyl versperrt …
Mit ihrem Roman »Boat People« ist der Autorin ein großartiges und spannendes moralisches Drama gelungen, einfühlsam und tief berührend erzählt. Sie wirft die Frage auf, welchen Preis ein Land zu zahlen bereit ist, wenn es im Namen der öffentlichen Sicherheit das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt, und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.

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Sie schritten mit zusammengelegten und zur Stirn geführten Händen den inneren Kreis des Tempels ab und verbeugten sich vor jeder Gottheit in ihrer je eigenen Nische. Als sie zu Ganescha kamen, blieb Rama stehen. Er ließ die Hände auf die Brust sinken.

Ooooooommmmmm.

Rama hatte eine schöne Stimme. Tief und klangvoll, schien sie aus dem innersten Kern seines Seins zu strömen. Mahindan stimmte ein, und gemeinsam hielten sie die heilige Silbe, bis sie anschwoll und den Raum füllte und sich mit dem Kampfer und Weihrauch mischte.

Ooooooommmmmm.

Mahindans Herz schlug kräftig und regelmäßig. Sein Körper kribbelte, jedes Chakra belebte sich, wurde aufnahmebereit.

Ooooooommmmmm.

Om. Ganzheit. Vollkommenheit. Alles. Sie hielten den Ton, bis ihnen der Atem ausging und Mahindan spürte, wie der Nachhall das Ohr jeder Gottheit im Tempel berührte, auch das Ohr des Murugan im Innersten des Heiligtums.

Da begann Rama zu singen. Om Gam Ganapataye Namaha. Seine Stimme war fest und sicher. Der Klang des Gan vibrierte weit hinten in seiner Kehle. In einem anderen Leben mochte er ein Brahmane gewesen sein. Om Gam Ganapataye Namaha. Mahindan stimmte ein, und mit den Füßen den Rhythmus schlagend, vereinten sie sich in einem Wechselgesang, dessen langsam ausgehauchtes Om Mahindan von Mal zu Mal beruhigte.

Om Gam Ganapataye Namaha. Mahindan hörte, wie seine Stimme sich beim Singen ausdehnte, kräftiger und sicherer wurde. Die Unruhe schwand, sein Geist war still und klar, sein Körper ein reines Gefäß für die heiligen Klänge. Om Gam Ganapataye Namaha. Er war eins mit Rama, eins mit aller Kreatur. Eins mit der Gottheit.

Sie beendeten ihre Meditation mit drei abschließenden Oms. Dann wandte Mahindan sich seinem Cousin zu, strahlte ihn an.

Besser?, fragte Rama.

Weißt du, Machan, sagte Mahindan, das ist für mich immer Ramas Lied.

Lord Ganeschas Lied, nicht meins, sagte Rama. Hör jetzt auf mit dem dummen Gerede. Wir müssen zurück zur Arbeit.

Aber sie nahmen sich Zeit und blieben noch eine Weile an dem heiligen Ort unter der Obhut der Gottheiten. Rama sang ganz leise noch ein Lied aus dem Thiruvasagam. In weltvergessenem Wohlgefühl zog Mahindan sein Hemd aus der Gesäßtasche und steckte die Arme in die Ärmel.

Vor dem Tempel befand sich eine lange Kolonnade, von deren unterer Decke Girlanden aus Orangenblüten in der Brise schaukelten und ihren Duft verströmten. Rama sang jetzt die beschwingten Verse und trommelte auf seinen Oberschenkeln den Rhythmus dazu.

Komm her, Täubchen, rief er und schlenderte mit nach außen gekehrten Füßen durch die Kolonnade.

Die Tempelglocke schlug und Mahindan, der immer noch mit seinen Hemdknöpfen beschäftigt war, schaute nach oben. Rama blieb urplötzlich stehen. Vor dem Tempel, auf der anderen Straßenseite, stand ein Lastwagen, auf dessen Ladefläche eine Gruppe finster dreinschauender junger Männer saß. Daneben standen zwei bewaffnete Kommandanten in Tarnuniform.

Mahindan blieb völlig ruhig. Das Dunkel des Tempels war direkt hinter ihm. Ich könnte jetzt noch zurücklaufen und verschwinden, dachte er. Die Kommandanten winkten ihnen scheinbar freundlich zu, doch Mahindan wurde übel vor Schreck, als er Arun erkannte. Mahindan war klar, dass sie nicht in die Kolonnade kommen ­würden. Aber Rama konnte dort auch nicht versteinert stehenbleiben.

Die Glocke schlug ein zweites Mal und Mahindan sah, wie ein Teenager mit beiden Händen wild am Strick zog. Das war keiner von den asketischen, zartgliedrigen Tempeljungen. Die Hosenbeine hatte er über die Knöchel hochgerollt, das offene Hemd flatterte um ihn herum.

Rama ging, als wäre er hypnotisiert, auf die Kommandanten zu. Schuldgefühl zwang Mahindan, ihm barfuß über die Kieselsteine zu folgen, die sich scharf in seine Fersen bohrten. Er und Rama waren zusammen mit Arun in die Schule gegangen. Schon als Kind hatte Arun sich ein Vergnügen daraus gemacht, seine Schulkameraden zu drangsalieren. Er gehörte zu der Sorte Mensch, die für den Krieg lebt. Als die Rekrutierungen begannen, war er der Erste gewesen, der sich einschrieb, noch ehe er die Schule abgeschlossen hatte.

Mr. Ramachandran, Sri-Lehrer, rief Arun über die laut tönende Glocke hinweg. Seit Jahren hatten sie ihn nicht gesehen, und er hatte inzwischen sein linkes Ohr verloren. Wir bringen dir eine Einladung, sagte er. Im Namen des Führers.

Der Junge unter dem Glockenturm kicherte. Mahindan, der die halbe Kolonnade hinuntergelaufen und nur noch wenige Schritte hinter Rama war, sah seine gläsernen Augen, sein unsicheres Gebaren. Er hatte den Glockenstrick losgelassen und hielt mit beiden Händen einen Cricket-Schläger, den er wie einen Krückstock auf den Boden setzte.

Mir? Ramas schrille Stimme verriet seine Erregung. Mahindan konnte sehen, wie sein Rücken bebte, auch sein feingliedriges, ungeschütztes Genick. Aber ich bin doch ein … ein … Lehrer … meine Schüler …

Jeder Dummkopf kann Mathe geben, sagte Arun. Tamil Eelam braucht dich für eine höhere Sache.

Eine höhere Sache, gackerte der betrunkene Junge. Er ging, den Schläger schwingend, auf Mahindan zu.

Die gefangengenommenen Männer auf dem Lastwagen starrten stumpf geradeaus. Mahindans Blickfeld verschwamm, ihm wurde schwindelig und er musste stehenbleiben, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Sie hatten die Kolonnade passiert und waren jetzt gnadenlos der Sonne ausgesetzt und dem heißen Boden, der ihnen die Füße verbrannte.

Was ist los mit dir, Machan? Arun ging auf Rama zu und schlug ihm leicht auf den Rücken. Du bist doch Lehrer, nicht? Du musst uns helfen, diesen singhalesischen Kerlen eine Lehre zu erteilen.

Mahindan musste hilflos zusehen, wie sein Cousin abgeführt wurde, vorbei an ihren Fahrrädern, die sie zusammen mit den Sandalen im kühlen Schatten einer Palmyrapalme hingeworfen hatten.

Währenddessen hatte der andere Kommandant mit geschultertem Gewehr dagestanden und zugeschaut. Jetzt ließ er das Gewehr sinken und fasste Mahindan am Arm.

Bist du auch Lehrer?, fragte er freundlich. Er war älter als Arun und hatte offensichtlich nichts dagegen, dass Arun den Befehl führte.

Mahindan merkte, wie er nach vorn geschubst wurde. Noch ­hatte er Ramas Gesang in den Ohren. Om. Gam. Ganapataye. Namaha.

Seine Knie fingen an zu zittern. Kaum konnte er das Wort Nein herausbringen. Da kam ihm, wie ein Geschenk Gottes, eine Idee. Me… Mechaniker, stammelte er. Ich … bin … Autos, Busse, Lastwagen … Ich …

Sein Mund war total ausgetrocknet. Er glaubte, an seinen eigenen Worten zu ersticken, stattdessen hustete er.

Ich repariere sie … in meiner … meiner … (Husten) …Werkstatt.

Du kannst Motoren umbauen?, fragte Arun.

Von Diesel auf Kerosin? Er spürte Erleichterung, und mit ihr kam der Mut. Ja. Das mache ich dieser Tage für alle. Motoren, Bremsen, neue Reifen … alles. Das kann ich machen.

Er hörte, wie ihm die Worte aus dem Mund sprudelten, und er hasste sich dafür.

Arun winkte seinen Komplizen zur Seite, und Mahindans Arm war wieder frei. Gott sei gelobt! Er wollte auf die Knie fallen.

Lass den Mechaniker laufen, sagte Arun. Er gab Rama einen heftigen Stoß, so dass er auf den Laster zustolperte. Einsteigen! Mach schon!

Rama versuchte, sich auf den Laster zu hieven, kam aber nur zur Hälfte hoch und rutschte rückwärts wieder auf den Boden. Seine Beine gaben nach. Mahindan wandte sich voller Scham ab und sah aus dem Augenwinkel, wie Arun ihn brutal nach oben bugsierte.

Sag es Ruksala, rief Rama, und seine Stimme brach.

Mahindan konnte Ramas Blick nicht standhalten. Das mache ich.

Wo ist deine Werkstatt?, fragte Arun, und Mahindan, der sich hilfsbereit zeigen wollte, erklärte ihm den Weg. Er versuchte, nicht auf das gekräuselte Stückchen Haut zu schauen, wo Aruns Ohr hätte sein müssen.

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