Sharon Bala - Boat People

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Aufwühlendes Porträt einer der großen humanitären Krisen unserer Zeit
Als ein verrostetes Frachtschiff mit 500 tamilischen Flüchtlingen die Küstengewässer der Vancouver Island erreicht, glaubt Mahindan, dass er und sein sechsjähriger Sohn Sellian ein neues Leben beginnen können. Stattdessen wird Sellian den Armen seines Vaters entrissen, und Mahindan wird zusammen mit den anderen Flüchtlingen ins Gefängnis geworfen. In Regierungskreisen und den Medien kursieren Gerüchte, dass sich unter den Boat-­People Mitglieder einer gefürchteten Terrormiliz eingeschlichen haben. Angesichts zunehmender Verdächtigung und endloser Verhöre muss Mahindan befürchten, dass das, was er notgedrungen und in letzter Verzweiflung tun musste, um zu überleben und aus Sri Lanka zu flüchten, ihm und seinem Sohn jetzt die Aussicht auf Asyl versperrt …
Mit ihrem Roman »Boat People« ist der Autorin ein großartiges und spannendes moralisches Drama gelungen, einfühlsam und tief berührend erzählt. Sie wirft die Frage auf, welchen Preis ein Land zu zahlen bereit ist, wenn es im Namen der öffentlichen Sicherheit das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt, und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.

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Die Hälfte der Unterrichtsmaterialien für Physik und Chemie ist kaputt und nicht mehr zu reparieren, sagte Rama.

Als Vergeltungsmaßnahme für den Rückzug der Tigers vom Verhandlungstisch hatte die Regierung den LTTE-kontrollierten Gebieten Embargos auferlegt. In den Häfen wurden die Schiffe festgehalten, an den Straßenkontrollpunkten die Fahrzeuge, um jede Kiste und jeden Kofferraum zu durchsuchen. Das führte dazu, dass in diesen Regionen kaum noch etwas zu bekommen war, sei es Milch oder eine Verlängerungsschnur.

Ich kriege für die Werkstatt fast gar nichts mehr, sagte Mahindan und wandte die leicht geballte linke Hand nach oben. Bremsflüssigkeit, Motorenöl … fast unmöglich!

Allerdings war das Dieselembargo von Vorteil für Mahindan. Der Preis hatte sich über Nacht verdoppelt, und alle wollten ihre Motoren auf Kerosin umbauen lassen. Die Fahrer bliesen dann mit einem Rohr ein paar Tropfen Benzin hinein, und wenn die Motoren angesprungen waren, liefen sie auch mit dem billigeren Treibstoff. Das war eine übelriechende Arbeit für Mahindan, aber sie brauchten das Geld, ganz besonders jetzt, wo das Baby bald kam.

Und seht doch mal, was in den Krankenhäusern los ist, sagte Ruksala finster. Ich werde mir wahrscheinlich eine Hebamme nach Hause holen.

Chithra schlug sich an die Stirn. Bloß das nicht! Denk doch mal nach, was da alles passieren kann.

Mahindan dachte für sich, dass das gar keine schlechte Idee sei. Ihr Krankenhausbesuch am Vormittag war nicht sehr ermutigend gewesen. Patienten lagen auf Tragen in den Korridoren, die Entbindungsstation war zur Hälfte mit Plastikplanken abgesperrt. Die Renovierungen, die von der UNICEF finanziert wurden und während des Waffenstillstands begonnen hatten, waren auf ungewisse Zeit eingestellt worden. Das Embargo hatte den Preis für einen Sack Zement von 600 auf 6 000 Rupien hochgetrieben.

Sie hatten zwei Stunden warten müssen, und dann war kein Arzt gekommen, sondern eine Krankenschwester in Ausbildung. Letzten Monat sind gleich zwei Ärzte gegangen, erklärte sie ihnen, während sie mit dem Zeigefinger die Gewichte an der Personenwaage zurechtschob. Ein großer Teil des Krankenhauspersonals – allen voran die Ärzte, die ihr Geld von der Regierung bekamen – war nach Trincomalee und Batticaloa abgewandert: in mehrheitlich tamilische Regionen, in denen die LTTE keinen festen Fuß gefasst hatte und die deshalb auch nicht von den MiGs der Armee überflogen wurden.

Selbst als sie es endlich in den Untersuchungsraum geschafft hatten, mussten sie warten, bis das Ultraschallgerät gebracht wurde. Chithra saß zitternd vor Kälte in ihrem Papierumhang, und Mahindan hatte die halbleeren Medikamentenschränke hinter ihr gesehen.

Wie viele Frauen haben jetzt schon ihr Baby zu Hause bekommen?, fragte Ruksala, riss einen String Hopper auf und tränkte ihn mit Currysoße. Ich denke ernsthaft darüber nach.

Mahindan zog die Augenbrauen hoch und blickte zu Rama, der nur die Achseln zuckte. Er sagte: Zwanzig Ärzte für eine Bevölkerung von wie vielen? Hundertfünfzigtausend? Das reicht nicht.

Man kann’s ihnen nicht verübeln, dass sie weggehen, sagte Chithra und fischte ein paar Kardamomkapseln aus ihrem Curry. Manchmal will ich auch hier weg.

Wohin?, fragte Ruksala, ehe sie sich den nächsten Happen in den Mund steckte.

Keine Ahnung, sagte Chithra. Sie strich sich abwesend mit der freien Hand über den Bauch. Kaum drei Monate schwanger, und diese Geste war ihr schon zur Gewohnheit geworden, wenn sie über schwierige Dinge sprach. Mit dem Baby … Ich weiß nicht … Wenn es nur irgendwo Sicherheit gäbe.

Indien?, sagte Rama. Da bleibst du nur in so einem Lager hängen.

Mahindan drückte Chithras Schulter. Sie hatte angefangen, vom Weggehen zu reden, als sie erfuhren, dass sie schwanger war.

Es macht keinen Sinn, irgendwohin zu gehen, sagte Mahindan. Wir haben hier unser Haus und unsere Arbeit und unsere Eltern.

Wir nehmen unsere Eltern mit, sagte Chithra. Sie legte ihre Hand auf den Tellerrand und lehnte sich zurück.

Mahindan streckte die Finger nach einem kleinen Happen String Hopper und Curry aus. Dann geht es uns wie allen Vertriebenen und wir ziehen ohne ein festes Zuhause hierhin und dorthin. Willst du das deinem Baby antun?

Trinco und Batti. Das sind noch tamilische Gebiete, sagte Chithra.

Ruksala nahm den Deckel vom Wasserkrug, hielt den Krug am schmalen Hals und füllte ihre Metallbecher mit Wasser auf. Embargos und Bombardierungen, sagte sie. Das haben wir alles schon einmal überlebt.

Mit dem Unterschied, dass jetzt Kinder dazukommen, sagte Chithra. Als das Feuer eingestellt wurde, habe ich mir was vorgemacht und geglaubt … aber jetzt …

Jetzt sind wir wie unsere Eltern geworden, sagte Ruksala. Und in zwanzig Jahren, wer weiß? Unsere Kinder werden wahrscheinlich genau dieselben Gespräche führen.

Das darfst du nicht so sagen! Chithra schlug auf den Tisch. Mit bebenden Lippen legte sie eine Hand über die Augen.

Die Hormone, dachte Mahindan. Die Schwangerschaft hatte Chithra, die sonst immer so stark war, reizbar und weinerlich gemacht.

So schlimm ist das ja gar nicht, sagte Rama beruhigend. Nur eine Bombe, und niemand wurde verletzt.

Wir haben uns daran gewöhnt, nicht?, fügte Mahindan hinzu und strich Chithra über den Rücken. Solange unsere Region in den Händen der Tigers bleibt, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.

Aiyo, tut mir leid. Ruksala reichte Chithra über den Tisch die Hand. Chithra schniefte hörbar und wehrte Ruksalas Hand ab. Mrs. Ramamoorthy im Büro sagt, dass Männer rekrutiert werden.

Bauarbeiter, erklärte Mahindan, arbeitslose Kerle, die nichts Besseres zu tun haben.

Mahindan ärgerte sich über Chithras Chefin. Diese Frau stopfte ihr den Kopf mit unnötigen Ängsten voll. Während der ganzen Besatzungszeit, als die singhalesischen Soldaten die Straßen patrouillierten, war Chithra erhobenen Hauptes und mit ihrem bis zu den Hüften schaukelnden Zopf an ihren anzüglichen Blicken vorbei gegangen. Mahindan war jedes Mal erschrocken, wenn sie ihm erzählte, was ihr passiert war. Wie sie zum Beispiel einem Soldaten den Marsch geblasen hatte, als er einem alten Mann auf den Leib rücken wollte. Chithra sagte immer: Ich kann nicht in Angst leben.

Jetzt gab er ihr ihre Worte zurück. Angst bringt nichts, Chithra.

Besser hier bleiben als im Osten leben, fügte Ruksala hinzu. Unter der LTTE sind wir sicher, das muss man schon sagen. In Kilinochchi kann man sich frei und ohne Furcht bewegen, auch allein in der Dunkelheit. Aber im Osten, unter der Regierung? Frauen werden dort im eigenen Haus attackiert.

Ich weiß nicht. Chithras Augen wanderten zu einem Gecko, der mit dem Kopf nach unten an der Decke hing. Sie schob ihren Stuhl zurück, ohne die Hand zu rühren, die flach und fest auf ihrem leeren Teller lag.

Mahindan wusste, dass sie in Gedanken bei ihrem Termin im Krankenhaus war: als die Schwester endlich das Ultraschallgerät ins Zimmer brachte und der Schalter nicht anging, weil kein Diesel im Generator war.

Diese Embargos bringen uns noch um, sagte Chithra.

Sie standen vom Tisch auf und gingen hinters Haus, um sich an der Pumpe die Hände zu waschen und den Mund auszuspülen.

Wir haben schon mal mit Embargos gelebt, sagte Mahindan. Wir werden sie jetzt auch überleben. Er schüttelte das Wasser von den Händen und blinzelte in die Sonne.

Sie gingen wieder hinein. Apropos Embargos – eine komische Geschichte, sagte Rama und schob seine Brille auf dem Nasen­rücken nach oben. Vorige Woche bin ich auf dem Rückweg von Anuradhapura beinah auf der singhalesischen Seite steckengeblieben.

Bewegungsfreiheit war auch etwas, das sie seit dem Ende des Waffenstillstands verloren hatten. Die je von der Regierung und von der LTTE kontrollierten Gebiete waren jetzt durch Stacheldraht und einen meilenbreiten Streifen Niemandsland voneinander abgetrennt. Wer von der einen Seite auf die andere kommen wollte, musste die Kontrollposten der Armee und der Tigers passieren.

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