Sharon Bala - Boat People

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Aufwühlendes Porträt einer der großen humanitären Krisen unserer Zeit
Als ein verrostetes Frachtschiff mit 500 tamilischen Flüchtlingen die Küstengewässer der Vancouver Island erreicht, glaubt Mahindan, dass er und sein sechsjähriger Sohn Sellian ein neues Leben beginnen können. Stattdessen wird Sellian den Armen seines Vaters entrissen, und Mahindan wird zusammen mit den anderen Flüchtlingen ins Gefängnis geworfen. In Regierungskreisen und den Medien kursieren Gerüchte, dass sich unter den Boat-­People Mitglieder einer gefürchteten Terrormiliz eingeschlichen haben. Angesichts zunehmender Verdächtigung und endloser Verhöre muss Mahindan befürchten, dass das, was er notgedrungen und in letzter Verzweiflung tun musste, um zu überleben und aus Sri Lanka zu flüchten, ihm und seinem Sohn jetzt die Aussicht auf Asyl versperrt …
Mit ihrem Roman »Boat People« ist der Autorin ein großartiges und spannendes moralisches Drama gelungen, einfühlsam und tief berührend erzählt. Sie wirft die Frage auf, welchen Preis ein Land zu zahlen bereit ist, wenn es im Namen der öffentlichen Sicherheit das Leben anderer Menschen aufs Spiel setzt, und was es heute bedeutet, Mensch zu sein.

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Und ob ihr’s glaubt oder nicht, sagte Rama, um sechs machen die Typen alles dicht und fahren für die Nacht nach Hause. Auf der A 9 musste ich Tempo zulegen und habe die ganze Strecke lang geschwitzt. Und nicht nur die Zeit lief mir aus, auch das Benzin. Er unterstrich das mit seitlicher Kopfbewegung und erzählte weiter: Bin gerade noch am Schlagbaum angekommen, und die Soldaten mussten sich natürlich das Motorrad anschauen, ob ich nicht irgendwas Verbotenes einschmuggeln wollte.

Chithra schnaufte.

Der Kerl hat mich schief angeglotzt und sich die Batterien aus meiner Taschenlampe rausgenommen.

Mahindan verschluckte sich an einem Stückchen Toffee. Nein, das gibt’s doch nicht!

Rama äffte den Soldaten mit drohendem Zeigefingerfinger nach: Die wollen wir doch nicht den Rebellen schenken.

Was für ein Unsinn, sagte Ruksala. Die Tigers beziehen ihre Munition und Raketenwerfer aus Nordkorea, trotz diesem sinnlosen Embargo. Und diese Dussel regen sich auf wegen ein paar AA-Batterien.

Rama lachte vor sich hin. Wenigstens hat der Typ halbwegs Tamil gesprochen. Das erste Mal, dass mir ein Soldat begegnet ist, der es wenigstens versucht hat.

Mahindan schaute auf die Uhr und sagte: Ah! Gehen wir zum Tempel?

Mahindan und Rama hatten gerade noch Zeit für eine Puja, ehe sie zur Arbeit zurückmussten. Die beiden Frauen, die sich den ganzen Tag freigenommen hatten, sagten, dass sie zu Hause bleiben und ein Nickerchen machen wollten. Danach wollten sie Tee trinken, alte Liebesromane verschlingen und zum Spaß die unzüchtigen Passagen laut rezitieren. Mahindan hoffte, dass ein Nachmittag mit ihrer besten Freundin Chithra aufheitern würde.

Als sie den Weg herunterradelten, sagte Rama: Ich wollte es Ruksala nicht erzählen, aber auf unserer Seite ist mir auch etwas Komisches passiert. Der Mann hat sich meinen Personalausweis angesehen und mich über meinen Beruf ausgefragt. Welches Fach ich unterrichte? Wie viele Jahre schon? An welcher Schule?

Mahindans Gesicht verdüsterte sich. Er musste manchmal auch durch die Kontrollpunkte, wenn er, was nicht oft geschah, zu den Großhändlern im Süden fuhr. Machst du dir Sorgen?, fragte er.

Gewöhnlich fragen einen die Singhalesen aus. Unsere Leute winken mich einfach durch, wenn sie sehen, dass ich Tamile bin.

Aber sie haben dich durchgelassen, nicht?

Ja, ja. Die Sache ist bestimmt harmlos. Aber sag Ruksala nichts davon.

Der Murugan-Tempel war ein schlichtes Gebäude mit einer überdachten Kolonnade und einem wunderschönen Sandsteinturm, der von oben bis unten mit Schnitzereien und Skulpturen verziert war. Auf der linken Seite befand sich ein freistehender Glockenturm, unter dem der Tempeljunge das gestraffte Seil hielt. Als sie sich näherten, ertönte die riesige Messingglocke, und sie beeilten sich, die Schuhe auszuziehen, die Hemden abzustreifen und ihre Füße unter den Wasserhähnen zu waschen.

Im dunklen Tempelinneren schlug ihnen der berauschende Duft von Kampfer und Sandelholz entgegen. Mit freiem Oberkörper und gekreuzten Beinen saßen Mahindan und Rama mit anderen Männern im Kreis auf dem Fußboden, vor ihnen Messingschalen mit Obst und Blumengirlanden. Das innere Heiligtum war Murugan geweiht, der obersten Gottheit des Tempels. Von seinem Thron aus überschaute er die Gläubigen, während der Priester Sanskrit-Verse anstimmte. Mahindan faltete die Hände, schloss die Augen, entspannte und überließ sich dem Weihrauch und dem vertrauten rhythmisch beschwörenden Gesang.

Seit ihre Frauen schwanger waren, kamen er und Rama in der Mittagspause ein oder zwei Mal in der Woche zum Tempel. Mahindans Gebete waren immer dieselben: eine gesunde Schwangerschaft, eine unkomplizierte Entbindung, ein kluges Kind. Es hatte sich so eingespielt, dass Chithra vor dem Einschlafen ihr Nachtgewand hochzog und Mahindan den Mund auf ihren Bauch legte und ein närrisches, selbstausgedachtes Liedchen sang. Wenn Chithra dann lachte, spürte er das Vibrieren in ihrem Bauch und stellte sich vor, wie das Baby darin umherschwamm, wie es Ammas Lachen von innen und Appas Schmachtgesang von außen hörte. Wir lieben dich, sagte er dem Baby jeden Abend. Wir lieben dich so sehr.

Das Wunder, welches Chithras Körper vollbrachte, war nicht zu fassen: Jeden Tag wurden Hände und Füße, Wimpern und Fingernägel etwas länger. All die winzigen Einzelheiten, die sich ins Dasein entfalteten.

Wem wird das Baby ähneln? Wird es so schallend lachen wie Ammachi? Tante Nilas fotografisches Gedächtnis bekommen? Ganze Abende füllten sie mit glückseligen Spekulationen, stundenlang malten sie sich ihre werdende Familie aus. Fast konnten sie darüber die Wirren der Außenwelt vergessen.

Der Priester war rund wie ein Fass. Seine Stirn war gezeichnet von drei mit weißer Asche gezogenen Linien und einem gelben Sandelholztupfen mit rotem Kumkum in der Mitte. Weiße Streifen liefen ihm vom einen Arm zum andern Arm quer über den breiten Brustkorb. Auf einem Tablett balancierte er eine Öllampe und schwenkte die Flamme vor dem Thron des Murugan hin und her, sang Mantras, auf dass die Gottheit herabsteige und diese Statue mit ihrer heiligen Macht erfülle. Zu seiner Linken schlug der Tempeljunge einen Gong.

Mahindan fiel in einen Trancezustand. Seine Lippen bewegten sich kaum. Die Verse waren so tief in ihm verwurzelt, dass sie sich wie von selbst formten. Wie viele werdende Väter waren schon vor ihm hierher gekommen, um dieselben Gebete zu sprechen? Er empfand eine tiefe innere Ruhe und nahm seinen Platz in der uralten Bruderschaft ein.

Eine sichere Entbindung. Ein gesundes Baby. Sein Vater musste dieselben Gebete gesprochen haben und vor ihm sein Großvater, in den Tempeln von Colombo. An Orten, wohin sein eigenes Kind eines Tages, wenn Freiheit herrscht, vielleicht zur Andacht gehen wird. Seine größte Hoffnung für sein Baby war: ein Leben unbehelligt von Krieg.

Es gab ein Foto von Mahindans Großvater aus der Zeit, als er stellvertretender Leiter der Abteilung für landwirtschaftliche Bewässerung war. Auf diesem Bild sieht man Appappa in westlicher Kleidung mit Jackett und Schlips, einer dicken, schwarzgerahmten Brille und glatt zurückgekämmtem Haar. Damals besaß die Familie einen Bungalow in Colombo 7, sie hatten Dienstpersonal und vollständige Essbestecke. Wenn es nicht den Terror von 83 gegeben hätte, wären sie jetzt vielleicht noch in der Hauptstadt.

Aber Mahindan wollte gar kein Dienstpersonal haben, und auch kein Haus in Colombo. Das Essen schmeckte ihm besser, wenn er es mit den Händen aß. Er liebte seine Arbeit und das einfache Leben mit Chithra, er liebte die Familie, die sie jetzt gründeten. Aber er wünschte seinen Kindern mehr und bessere Möglichkeiten. Möglichkeiten, die sein Großvater hatte, ehe die Singhalesen von Neid getrieben Quoten einführten, die die Rechte der Tamilen immer weiter beschnitten.

Der Priester ließ die Öllampe sinken und die Männer verneigten sich kniend vor der Gottheit. Mahindan bat mit zu Boden gewandtem Gesicht: Lass diese Nöte enden. Als die heilige Flamme ihm dargeboten wurde, stand er auf, berührte die Öllampe mit den Händen, schöpfte mit schneller Geste den heiligen Rauch und fächelte ihn über Gesicht und Kopf. Unartikulierte Bitten schwirrten ihm durch den Kopf. Für mein Kind. Für mein Kind.

Die Sakramentschale wurde herumgereicht, und Mahindan tauchte den Mittelfinger in die rote Kumkum-Paste, drückte sich einen Punkt auf die Stirn und verrieb den Rest auf beiden Seiten des Halses. Als die Puja beendet war, lud der Priester sie zum Mittagessen im hinteren Tempelraum ein.

Willst du dableiben? Rama war immer für eine Mahlzeit zu haben. Er schaute auf die Uhr und sagte: Wir haben noch etwas Zeit.

Mahindan fasste sich unwillkürlich an den roten Punkt auf der Stirn. Er war unruhig, ihm war gar nicht nach Geselligkeit.

Komm, sagte Rama, du musst deinen Kopf freikriegen.

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