Gerhard Loibelsberger - Alles Geld der Welt

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Wien 1873. Der Aufstieg und Fall des Wiener Bankhauses Strauch – eine Geschichte über Börsenspekulanten, Bauherren und Immobilienhaie. Und über die kleinen Leute, die davon träumen, rasant reich zu werden. Im Dreivierteltakt des Wiener Walzers dreht sich alles immer schneller und schneller und die Menschen stürzen sich in finanzielle und erotische Abenteuer.
Willkommen inmitten des Booms der Wiener Gründerzeit und dessen abruptem Ende, dem Börsenkrach am 9. Mai 1873.

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»Aha! Wie ist das zu verstehen?«

»Es kommt einzig und alleine auf die Kursdifferenz an. Der Haussespekulant kauft, um an einem bestimmten Liefertag wieder zu verkaufen. An diesem Tag verzichtet er aber auf die Lieferung der gekauften Aktien und lässt sich den Differenzbetrag, um den die Aktie seit dem Tag des Kaufes gestiegen ist, ausbezahlen. Der Baissespekulant verkauft die Aktie, die er gar nicht besitzt, auf Lieferung und rechnet damit, dass ihr Kurs bis zum Lieferungstag gefallen ist. Wenn dies zutrifft, liefert er aber nicht, sondern lässt sich die Differenz zwischen dem höheren Vertragsabschlusskurs und dem niedrigeren Kurs am Lieferungstag ausbezahlen. Diese sogenannten Differenzgeschäfte drehen sich manchmal um zehnmal mehr Stücke, als von dem Spekulationspapier überhaupt vorhanden sind.«

»Mir schwirrt der Kopf.«

»Sehen Sie, mein lieber Maître Pöltl, deshalb sollten Sie ein vorsichtiger Kapitalist sein.«

»Und wie geht das?«

»Bewahren Sie Ihre Ersparnis daheim unter der Matratze auf. Spielen S’ auf keinen Fall an der Börse mit.«

»Aber das tun doch alle!«

»Ohne dass ihnen bewusst ist, dass der Kapitalismus grausamer als das grausamste Raubtier ist.«

*

Versonnen spielte er mit dem dichten Busch ihres Achselhaares. Er genoss die sanfte Strenge des Schweißes, die aus ihrer Achselhöhle strömte und die sich auf eine betörende Art mit dem sonst eher süßlichen Aroma ihres entspannt daliegenden nackten Körpers verband. Antonia Kotcheva lag auf dem Rücken und atmete gleichmäßig. Hin und wieder entwich ihrem leicht geöffneten Mund ein zarter Schnarchlaut. Das Mädel ist ein Wunder an Natürlichkeit, dachte er. Sie war bei Weitem nicht so erfahren wie zum Beispiel seine Kammerdienerin oder wie die Huren in den Freudenhäusern am Spittelberg. Das war schon außergewöhnlich. Jedes Mal, wenn er sie besuchte, trat er in eine andere Welt ein, die bodenständiger und simpler war als die, in der er selbst lebte. Antonia war unverdorben und hatte eine fast kindliche Freude am Liebesakt. Er ließ ihr Achselhaar durch Daumen und Zeigefinger gleiten und dachte an den heutigen Tag zurück. Mein Gott! Er hatte den Schritt vollzogen. Den entscheidenden. Heute hatte er die von seinem Vater geerbte Privatbank in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Gründungsversammlung hatte in den Geschäftsräumen der A. Strauch Bank stattgefunden, die ein stattliches Vermögen in die neu gegründete Strauch & Compagnon Bank-Actiengesellschaft einbrachte. Damit verfügte diese Neugründung im Gegensatz zu den meisten anderen frisch gegründeten Banken über eine solide finanzielle Basis. Umso mehr auch deshalb, da Heinrich von Strauch den Baron Epstein als Teilhaber gewinnen konnte. Einen Privatbankier alten Schlags, der ebenfalls beträchtliche finanzielle Mittel in die neue Gesellschaft eingebracht hatte. Ein weiterer Teilhaber war sein alter Freund Huber, den er zum Generaldirektor der neuen Gesellschaft gemacht hatte. Für den lieben Ernstl hatte es bei dieser Gründung keine Ausnahme gegeben, und so hatte der zweihunderttausend Gulden einbringen müssen. Nicht in Form von irgendwelchen windigen Papieren oder stark überbewerteten Grundstücken, sondern bar. Ihm war durchaus bewusst gewesen, dass das Aufbringen dieser Summe für den Ernstl eine nicht zu unterschätzende Hürde dargestellt hatte, aber er hatte sie gemeistert. Als Anerkennung dafür und nach Rücksprache mit Baron Epstein hatte er seinem Schulfreund die Führung der neuen Aktiengesellschaft überantwortet. Eine Lösung, die ihm sehr behagte. Ernstl würde die Geschäfte führen, und er würde ihm dabei als Vorsitzender des Verwaltungsrates auf die Finger sehen und die Grundzüge der Geschäfte der Bank festlegen. Alles andere würde der Ernstl erledigen. Und dabei sehr gut verdienen. Heinrich von Strauch drehte sich etwas zur Seite, betrachtete die groß und flach daliegende linke Brust Antonias, die von einer wohlgeformten rötlich glänzenden Brustwarze gekrönt war. Wie Pudding mit einer Kirsche darauf, dachte er und begann, an der Brustwarze zu lecken. Antonia stöhnte mehrmals, drehte sich zu ihm, und er vergrub seinen Kopf zwischen ihren Brüsten.

Draußen plätscherte das Wasser in die Badewanne, und er hörte Antonia fröhlich vor sich hin summen. Er selbst verspürte keinerlei Lust aufzustehen. Nein, er sponn lieber die Gedanken fort, bei denen er zuvor unterbrochen worden war. Als Gründungsmitglied hatte der Ernstl die Aktien der neuen Bank wesentlich günstiger bekommen, als alle zukünftigen Käufer sie bekommen würden. Da Heinrich von Strauchs Bank und Epsteins Bank heute ein Syndikat zur Einführung der Aktien gegründet hatten, würde der Ernstl als Teilhaber der neu gegründeten Bank am Kurswert der Aktien mitschneiden. Ja, der Ernstl wird bald seine zweihunderttausend investierten Gulden zurückverdient haben. Und ich, ich werde kaum Arbeit haben. Der Ernstl wird alles regeln, und ich werde mir eine goldene Nase verdienen.

»Einzi! Magst zu mir in die Badewanne kommen?«

Sein schläfriges Gehirn gaukelte ihm Millionen von verdienten Gulden vor. Eine Vision, aus der er sich nicht herausreißen lassen wollte. Er antwortete:

»Ich schlaf schon.«

Heinrich von Strauch wälzte sich im Bett mehrmals herum, bis er schließlich kommod auf dem Bauch lag und ins Reich der Träume hinüberglitt. Dabei stellte er sich vor, wie ihm morgen seine Kammerdienerin mit sanfter, kundiger Hand Antonias Liebessäfte vom Körper waschen würde.

*

Ernst Xaver Huber spazierte vergnügt und leise vor sich hin pfeifend durch die Innenstadt. Der eben stattgefundene Notarbesuch hatte sein Leben verändert. Und zwar in die richtige Richtung. Endlich hatte Heinrich von Strauch ihn zum Teilhaber gemacht. Miteigentümer der neu gegründeten Strauch & Compagnon Bank-Actiengesellschaft, die aus der Fusion der beiden Banken von Strauch Vater und Strauch Sohn entstanden war. Es ist auch Zeit geworden. Schließlich war er das Arbeitstier, das die tägliche Knochenarbeit, die nun einmal zur Leitung einer Bank, der angeschlossenen Maklerfirmen sowie der Baugesellschaften und Industriebeteiligungen gehörte, leistete. Heinrich von Strauch hingegen war eher der Lebemann und Faulpelz, der die Früchte von Hubers Arbeit genoss und außer einigen Ideen sowie zahlreicher gesellschaftlicher Kontakte nicht viel einbrachte. Kurzum: Ohne ihn, dem lieben Ernstl, lief im Strauch’schen Imperium gar nichts. Und weil dem so war, hatte Heinrich von Strauch ihn nun mit zehn Prozent an der frisch fusionierten Bank beteiligt. Huber hatte erreicht, was ihm seit seinem Eintritt in das Familienunternehmen der Strauchs vorgeschwebt war: nicht nur Handlanger, sondern auch Teilhaber zu sein. Ja, er hatte sogar durchsetzen können, dass er im neuen Firmennamen aufschien. Natürlich nicht mit seinem Familiennamen, aber immerhin als Compagnon. Und so spazierte er wohlgelaunt durch die von einer fahlen Wintersonne beleuchtete Stadt, in der an allen Ecken abgerissen und gebaut wurde. Fast wäre er im Überschwang der Glücksgefühle an dem Laden vorbeigegangen, über dessen Eingang eine gusseiserne Schere im kalten Wind schaukelte. Auf den Scheiben des Geschäftes stand in großer, mit allerlei Arabesken versehenen Schrift: »Salon Pöltl Barbier & Friseur«. Huber blieb stehen, fuhr sich mit der Hand über Oberlippe und Kinn und erinnerte sich an den heutigen Morgen. Er hatte verschlafen und war deshalb nicht dazu gekommen, sich zu rasieren. Überhaupt hatte er aus reiner Sparsamkeit bisher nie einen Barbier aufgesucht, sondern immer selbst zu Seife, Pinsel und Rasiermesser gegriffen. Aber nun, als Teilhaber einer renommierten Bankgesellschaft, sollte er seine bisherigen Gewohnheiten überdenken. Es war Zeit, sich etwas Luxus zu gönnen, dachte er, während er mit seiner Rechten über die bartstoppeligen Hautpartien rund um seinen Mund fuhr. Er zupfte am mächtigen Backenbart, der sein Gesicht umgab, und registrierte mit Unbehagen, dass dieser in den letzten Tagen über die Maßen gewuchert war. Er sollte also dringend zur Schere greifen, um den Wildwuchs zurechtzustutzen. Etwas, worauf er bisher wenig Lust gehabt hatte. Damit war es vorbei, beschloss Huber und betrat erhobenen Hauptes und frischen Mutes den Barbiersalon. Meister Pöltl, ein kleiner quirliger Mann mit einem waagerecht links und rechts wegstehenden Schnurrbart und kunstvoll frisiertem Lockenkopf begrüßte Huber in dienstbeflissenem Tonfall:

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