Gerhard Loibelsberger - Alles Geld der Welt

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Wien 1873. Der Aufstieg und Fall des Wiener Bankhauses Strauch – eine Geschichte über Börsenspekulanten, Bauherren und Immobilienhaie. Und über die kleinen Leute, die davon träumen, rasant reich zu werden. Im Dreivierteltakt des Wiener Walzers dreht sich alles immer schneller und schneller und die Menschen stürzen sich in finanzielle und erotische Abenteuer.
Willkommen inmitten des Booms der Wiener Gründerzeit und dessen abruptem Ende, dem Börsenkrach am 9. Mai 1873.

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Oberst Ferdinand Ritter von Wiesner, der jüngere Bruder von Ehrenfriedas Vater Albrecht Wiesner, war ein Kriegsheld. Ein schneidiger Dragoner-Offizier, der im 1866er Krieg unzählige Preussen massakriert und im Zuge der Kampfhandlungen ein Bein verloren hatte. Zum Dank für seine militärischen Verdienste hatte er den Orden der Eisernen Krone erhalten und war in den Ritterstand erhoben worden.

Und das nach einem langen Arbeitstag!, dachte Alois. Aber Selbstmitleid oder gar Flucht waren keine Option. Also stand er auf, atmete tief durch und straffte seine Haltung. Dann marschierte er zum Wohnzimmer, öffnete zackig die Tür, trat ein, stand stramm und schnarrte:

»Gott zum Gruße, Herr Oberst. Servus, lieber Ferry.«

»Servus, Loisl. Steh kommod und nimm bitte Platz.«

Er führt sich auf, als wenn er der Herr im Hause wäre, schoss es Pöltl durch den Kopf und setzte sich, ohne zu antworten. Umgehend ärgerte er sich wieder, da der Oberst seiner Nichte befahl:

»Ehrenfrieda! Nachdem du mich aufs Vortrefflichste versorgt hast, kümmer’ dich jetzt bitte um das leibliche Wohl deines Gatten.«

In Pöltl stieg Wut hoch. Wie komme ich dazu, dass ich mir in meinem Haus dieses Theater bieten lassen muss?

Doch Ehrenfrieda machte vor ihrem Onkel einen Knicks und flötete:

»Jawohl, Onkel Ferry.«

Sie schenkte den beiden Herren aus einer am Tisch stehenden Karaffe Rotwein ein und verschwand in Richtung Küche. Pöltl erhob sein Glas, knurrte »Sehr zum Wohl« und nahm einen kräftigen Schluck. Der Oberst tat es ihm gleich, ließ den Wein über die Zunge rollen, schluckte und verkündete mit Kennermiene:

»Gar nicht so übel, der Rote, den du da zu Hause hast.«

»Der ist aus Sooß.«

»Wir Stabsoffiziere bevorzugen halt einen Vöslauer. Im Kasino hat’s immer nur Vöslauer gegeben.«

Alois’ Wut, die gerade am Abklingen war, kochte neuerlich hoch. Er nahm noch einen Schluck und wollte gerade dem Oberst eine gepfefferte Antwort geben, als Ehrenfrieda das Zimmer betrat und ihrem Mann einen dampfenden Teller Rindsuppe, in der zwei strahlend weiße Grießnockerln schwammen, servierte. Er schluckte seinen Ärger hinunter und begann hungrig wie ein Wolf, die Suppe zu löffeln. Wunderbar! Frieda war einfach eine gute Köchin. Während er aß, schwieg der Oberst. Er trank sein Glas leer, und Ehrenfrieda schenkte nach.

»Der scheint dir ja trotzdem zu schmecken. Obwohl’s kein Vöslauer is’ …«

»Ich sagte ja bereits: gar nicht so übel. Und im Übrigen: Variatio delectat.«

Alois zuckte zusammen. Dieser Hieb hatte gesessen. Latein! Das hatte er in der Grundschule natürlich nicht gelernt. Damit konnten ihn die besseren Herrschaften immer in Verlegenheit bringen, was hin und wieder in seinem Salon vorkam. Neulich, als er dem Ritter von Boschan den Bart massiv stutzte, hatte dieser listig gezwinkert und gemurmelt: »Per aspera ad astra.« Dafür hatte Alois ihm dann beim Rasieren der Kinnpartie einen ordentlichen Schnitt verpasst. Und auch jetzt hätte er am liebsten sein Rasiermesser gezückt. Zum Glück servierte Ehrenfrieda nun das Hauptgericht: Fleischlaberln 23mit Erdäpfelpüree und knusprigen Zwiebelringen. Wie das duftete! Mit Begeisterung begann Pöltl zu essen und dachte sich: Der Oberst soll mir den Buckel runterrutschen!

Nach der Mahlzeit lehnte er sich wohlgesättigt zurück und zündete sich eine Virginier an. Der Oberst nuckelte an seiner Pfeife, während man Frieda gemeinsam mit dem Dienstmädel in der Küche rumoren hörte. Alois genoss die Stille, die allerdings nicht lange dauerte. Denn der Oberst griff in die Innentasche seines Sakkos und legte die aktuelle Ausgabe der »Österreichisch-ungarischen Wehr-Zeitung« auf den Tisch. Er begann zu blättern, faltete die Zeitung zusammen und legte Alois eine Seite vor die Nase, auf der zwei riesengroße Inserate prangten. Das obere hatte die Überschrift Domus, Gesellschaft zur Erbauung billiger Wohnungen. Des Oberst Zeigefinger tippte aber auf die untere Anzeige, deren Titel folgendermaßen lautete: Ohne Risico höchste Fructificirung von Baargeld. Alois schluckte, plötzlich wurde ihm klar, woher der Wind wehte. Da er sich bisher standhaft geweigert hatte, sein Erspartes in irgendwelchen Effekten anzulegen, fuhr Frieda nun schwere Geschütze auf. Sie hatte ihren Onkel Ferry eingeladen, um seine Kapitulation zu erzwingen. Der Oberst beugte sich vor, blickte Alois in die Augen und sagte in väterlichem Tonfall:

»Das solltest du dir anschauen. Das ist einmalig. So eine Gelegenheit gibt’s vielleicht nie wieder. Ich weiß, dass du ein fleißiger Mann bist und dass du einiges Geld im Sparstrumpf hast. Das liegt dort tot herum und arbeitet nicht. Geld muss arbeiten, mein lieber Alois. Vertrau mir. Ich habe vor zwei Monaten bei diesem Bankhaus mein bescheidenes Vermögen angelegt. Und weißt du was? Monatlich, genauso wie es hier geschrieben steht, werden mir die Zinsen in bar ausgezahlt. Es ist wie ein Wunder.«

Voll Widerwillen nahm Alois die Zeitung und las:

J. B. Placht

Bankhaus für Fonds-Spekulationen an der k. k. Wiener Börse

Übersicht des Standes: Laut programmmäßiger Kundmachung vom 18. Jänner sind für Kost- und Prolongations-Geschäfte bis 17. Jänner:

eingegangen Oe. W. fl. 1.797.718,22

rückgezahlt Oe. W. fl. 954.761,19

daher verbleiben Oe. W. fl. 842.957,08

welche ein 20perzentiges Erträgniß erzielten, daher auch alle vom 10. Jänner bis 17. Jänner gemachten Einlagen mit diesem Zinsfuße berechnet werden.

Der Oberst zog an seiner Pfeife, nahm einen Schluck Rotwein, lehnte sich zurück und sagte:

»Da! Schau, was da steht: Bis 200 fl. erfolgt die Rückzahlung ohne Kündigung a vista. Und das ist nicht nur Reklame! Das stimmt alles, was da drinnen steht in diesem Inserat. Schau mich an: Ich hab’ am 20. Dezember zweihundert Gulden beim Bankhaus Placht eingezahlt. Heute am 20. Jänner war ich dort und hab’ zweihundertvierzig Gulden kassiert. Bar auf die Hand! Mein Gott, Alois!«

»Aber Kostgebühren hast zahlen müssen.«

»Ja eh. Aber die fallen net so ins Gewicht. Alles in allem war das a schöner Rebbach.«

8Hier: Bauch. Sonst: Lunge.

9Nachfrage

10weich wie Butter

11hässlichen

12Geschlechtsverkehr ausüben

13Ordnung machen

14Essen

15Rosenkohl

161 Quadratklafter = 3,5979 m2

17Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi

18Halunken

19Gesindel

20ein bisschen

21modebewusster Mann

22Gesicht

23Frikadellen

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